Ich find's interessant. Zögere nur ob des Preises aktuell noch.
Das zögern hielt damals nicht lange und ich war einer der Backer auf kickstarter.
DAs ganze Projekt hatte nun leider einige "zeitliche" Rückschläge und da der Starter, alles nach UK verlagert hat leider auch eine "Zollüberraschung" da direkt aus UK versandt wurde.
Da der Kampagnenstarter dem eigenen Vernehmen nach bei der ganzen Kampagne auch ordentlich drauf gezahlt hat, glaube ich fast nicht das man das Gerät in bälde zu einem Konkurrenzfähigen Preis (oder überhaupt) erwerben kann.
Zunächst ein Hinweis auf die Specs und Funktionswiese auf der Homepage.
Durch diverse Transportbeschränkungen, kam das Gerät aus Grossbritannien und der Akku gesondert direkt aus China.
Bedingt durch den DHL Hunger in Form von Auslagenpauschale in Höhe von 6€ und weil der Kampagnenstarter es leider versäumte einen Partner in China für den Akku zu finden der IOSS anbietet, kamen natürlich zu den 1,17€ EUSt für den Akku und die 18.77€ EUSt nochmal jeweils 6€ DHL Pauschalen drauf, womit sich der Preis leider nochmal um 31,94 erhöht hat. Alles in allem also leider kein ganz günstiger Spaß...
Aber man soll ja nicht immer nur meckern.
Das Gerät kam also ohne montierte Rückwand an, inkl. Tracking Nummer für den Akku und Montageanleitung (wo soll der Akku ins Gerät mit dem beiliegenden Stück doppelseitigem Klebeband eingeklebt werden).
Das Gerät ist kleiner als ursprünglich Gedacht und misst lediglich 70x55x16mm
Am Aufbau der Platine ist soweit nichts zu bemängeln, das sieht eigentlich alles gut aus.
Legt man das Gerät Einsatzbereit vor sich, sind die Tasten und der SD Kartenslot leider auf der Unterseite, was ich persönlich etwas unglücklich finde. Allerdings braucht man die Tasten auch nicht wirklich oft.
Die Buttons haben die folgende Bedeutung (auf dem Bild von links nach rechts):
- Aktivieren des Logging auf SD Karte
- Aktivieren von WiFi/WebIF
- Hintergrundbeleuchtung/Display Aus
- Ausgang Ein-/Ausschalten
Auf der rechten Seite des Gehäuses befinden sich der Ein-/Ausschalter und der Ein- und Ausgang.
Entsprechende Kabel mit vorkonfektioniertem Stecker und offenen Enden liegen bei.
Um die WiFi Funktionalität des Gerätes zu nutzen muss inital auf der SD Karte eine Datei namens wifi.txt angelegt werden in der im Klartext SSID und Passphrase enthalten sind.
Nach dem Einschalten des Gerätes wird man direkt mit den relevanten Daten begrüßt. Hier lagen am Eingang bereits 3,28V aus einem "USB Labornetzteil" an.
Nach dem Aktivieren des Ausgangs wird direkt die Stromaufnahme angezeigt.
Ab hier gibt es nun zwei Möglichkeiten weiterzumachen. Entweder nutzt man das Gerät als Standalone Logger oder man nutzt die Weboberfläche.
Um den Logger zu starten ist lediglich ein Druck auf die entsprechende Taste nötig. Das Gerät informiert entsprechend darüber ob das anlegen eines neuen Logfiles erfolgreich war.
Auf dem Hauptschirm wird dies durch einen blinkenden roten Punkt in der Statusleiste des Displays sowie durch einen entsprechenden Text in der unteren Statuszeile kundgetan. (Da die Bilder aus verschiedenen Tests stammen, sind hier andere Werte zu sehen).
Als Standalone Logger empfiehlt es sich, das Display abzuschalten oder das Gerät via USB-C mit einem USB Netzteil zu versorgen.
In der CSV Datei landen sodann die geloggten Daten:
- Time Average (1 Sec)
- Moving Average
- mAh
- Volts
Einen Timeindex, aus dem z.B. auch das Messintervall hervorgeht findet man nicht.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, das Gerät mit dem lokalen Netzwerk zu verbinden und über die Weboberfläche zu nutzen.
Hierzu muss wie bereits erwähnt eine Textdatei auf der SD Karte angelegt werden. Nach einem Druck auf die WiFi Taste, informiert das Gerät darüber ob die Verbindung erfolgreich war oder nicht. War sie erfolgreich wird sogleich die IP Adresse angezeigt unter der das Gerät zu finden ist.
Leider wird hier offenbar lediglich DHCP angeboten, so das es scheinbar nicht möglich ist das Gerät auf eine feste IP einzustellen.
Die Weboberfläche ist aufgeräumt und recht modern gestaltet. Während der Nutzung der Oberfläche wird jedoch leider nicht automatisch auf die SD Karte geloggt. Man muss sich das was man haben möchte aus der berfläche heraus exportieren. Dabei ist man leider auch auf maximal 15 Sekunden Exporte beschränkt. Dieser Modus eignet sich daher nicht für Langzeitmessungen.
Startet man während WiFi aktiv ist, das Logging auf SD Karte mit dem Button am Gerät, wird die WiFi Verbindung automatisch abgebrochen und das Gerät loggt munter drauf los.
Um das Gerät zu testen hab ich mir einfach mal eine Lampe mit AUX LED aus meinem Fundus herausgesucht, für die ich in Reviews verschiedene Ruhestromwerte finden konnte. Die Wahl fiel hierbei auf die Wurkkos TS30S Pro.
Der Screenshot der Weboberfläche oben, zeigt die Messung des Ruhestroms bei blinkenden AUX LED an. Den dazugehörigen CSV Export findet man
hier.
Das
1lumen Review der TS30S Pro verzeichnet für die AUX LED bei low 0,34mA und bei high 10mA.
Die Messung bei high zeigte mit ~7mA und die Messung für low ~0,34mA.
Da die Messung für low sehr gut zusammen passt, gehe Ich davon aus das die Messung für high bei 1Lumen etwas zu hoch war.
Von den durchgeführten Test Messungen habe ich leider keine Screenshots gemacht, die dazugehörigen CSV Exports finden sich jedoch
hier für high und
hier für low.
Interessanterweise landen in den Exports die man aus der Weboberfläche anstößt, andere Daten im CSV als die welche man bekommt wenn das Gerät als Standalone Logger läuft.
Über die Weboberfläche bekommt man:
Mein Fazit zum Gerät:
Der Preis war indiskutable zu hoch, das mag am Charakter einer Kickstarter Kampagne oder an der niedrigen Stückzahl von nur 52 Stück liegen, ich vermag es aktuell nicht zu benennen.
Das Gerät ist klein, sauber aufgebaut und funktioniert. Es gibt einige Kleinigkeiten die ich an der Software bemängeln würde wie z.B.: das Logging läuft weiter wenn der Ausgang abgeschaltet wurde, kein Logging auf SD Karte bei Nutzung des WebIF, Inkonsistente (Anzahl an) Daten bei Standalone Logging/export über das WebIF, etc. aber das sind sicher Dinge die meiner persönlichen Meinung entspringen (und die ich bereits beim "Hersteller" bemängelt habe).
Alles in allem bekommt man in Verbindung mit z.B. einem kleinen "USB Labornetzteil" aber fast eine minimalistische Source Measure Unit (SMU) für kleine Ströme von bis zu 1A und damit ein durchaus nützliches Tool.
Ich hoffe das die Entwicklung hier weitergeht und das Gerät vielleicht in Zukunft auch regulär zu erwerben ist und vorallem hoffe ich auf eine Weiterentwicklung der Firmware. Meiner Meinung nach ist hier viel Potenzial gegeben.