LG INR18650MH1 Datenblatt

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
16.304
12.438
113
im Süden
Der Vollständigkeit halber: Test of LG 18650 MH1 3200mAh (Cyan)

und:
full
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • Danke
Reaktionen: Sanguinius und prisma
G

Gelöschtes Mitglied 11648

Guest
Ja, das ist echt merkwürdig. Vorallem wenn man diese Entladekurven mit denen von Henrik vergleicht.
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
16.304
12.438
113
im Süden
Die Kapazitätszunahme kommt von der Erwärmung der Zelle. Sie ist bei vielen Messungen zu beoabachten. Das ist ein Punkt, warum diese Art der Messung (kontinuierliche Entladung) bei hohen Strömen etwas realitätsfern ist, ganz besonders, wenn es dazu noch kalt ist.
Im CPF hat User Tobias Bossert ein paar wirklich sehr interessante Messreihen dazu veröffentlicht:
Continuous vs intermittent discharge


Zum Unterschied zwischen meinen Entladekurven und denen von HKJ:

1. Er misst nur bis 2,8V (praxisnaher Wert), ich bis 2,5V (Datenblattangabe).
Schaut man sich meine Kurven nur bis 2,8V an, ist der Unterschied schon geringer.

2. Es gibt bei den Zellen immer Toleranzen, wobei wir in diesem Fall die gleiche Quelle haben (akkuteile.de).

3. Unterschiedliche Umgebungstemperatur. Bei hohem Strom auch unterschiedliche Kühlung der Zelle: es macht einen Unterschied, ob die auf dem Tisch liegt oder "freischwebend" eingespannt ist.
Die MH1 habe ich bei 22/22/24/25°C (3/5/7/10A) vermessen.

4. Er macht keine echte Vierleitermessung.
Bei seinem Aufbau geht der Übergangswiderstand beider Polkontakte mit in die Messung ein.
Ich verwende spezielle Akkukontakte, die in der Mitte ein Loch und darin einen isolierten gefederten Kontaktstift haben, der direkt die Spannung am Zellenpol misst, ohne durch Stromfluss gestört zu sein. Auf diese Art wird auch in professionellen Akkutestern kontaktiert. So bekommt man besser reproduzierbare Ergebnisse, die nicht von Schmutz, Kontaktoxidation oder Anpressdruck beeinflusst werden.

HKJs Methode ist praxisnahe, da man in einer Lampe schließlich auch einen Übergangswiderstand hat und es uninteressant ist, welche Spannung man hätte, wenn man mit Null Ohm kontaktieren könnte.

Ich ziehe trotzdem die andere Methode vor, dann da kann man einfach den tatsächlichen Kontaktwiderstand der jeweiligen Anwendung dazurechnen, der ja je nach Kontaktierungsmethode nicht immer gleich ist. Bei HKJ ist das schwierig, weil sein Kontaktwiderstand nicht bekannt ist.

Seine 10A-Kurve liegt fast 100mV unter meiner. Rechnet man das rein dem Kontaktwiderstand zu, wären es 10mOhm, also 5 mOhm pro Kontakt, ein realistischer Wert.


Das sollte ich vielleicht mal irgendwo hinschreiben, wo man es wieder findet...
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
16.304
12.438
113
im Süden
Sehr interessant ist die ICR18650E1 die hier viel besser abschneidet, evtl. die lange gesuchte Klarus/Nitecore low temperature zelle
Sehr unwahrscheinlich. Die E1 ist eine 4,35V Low-Drain-Zelle und hat ihre höhere Spannungslage diesem Umstand (und der konventionellen Cobalt-Chemie) zu verdanken. Bei Kälte ist die lässt die genau so nach wie andere Low-Drain-Zellen auch.