Leitfähiges Schmiermittel?

6 Juli 2011
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Bei etlichen Lampenmodellen wird die Dimmstufe durch Auf- und Zudrehen des Lampenkopfes gewechselt. Bei häufigem Gebrauch leiern mit der Zeit die nicht vergüteten Alugewinde aus, auch bei regelmässiger Reinigung und Schmierung. Dadurch gibt es bei gelöstem Kopf Kontaktprobleme, d.h. das Licht flackert (habe das Problem mit einer 1,5 Jahre alten Fenix TK11). Auch im Neuzustand haben die Gewinde schon ein gewisses Spiel, bei der TK31 kann ich den Modus durch Wackeln am Lampenkopf wechseln, da sonst nichts flackert stört das aber nicht weiter.

Kennt jemand ein Schmiermittel, das neben seiner Hauptfunktion auch noch elektrisch leitfähig ist und Gummi und Kunststoff nicht angreift? Habe Kupferpaste probiert- hilft nichts; mir käme noch Graphitpulver in den Sinn, hat damit jemand Erfahrungen?
 

Jumbo

Flashaholic*
17 Dezember 2010
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Raum Reutlingen
Kupferpaste wird ja meistens in Heizungsanlagen an Ventilen ect. verwendet. Da hat Kupfer aber eigentlich den Vorteil wegen Temperatur und Korrosion als Schmiermittel. Ich verwende als Kontaktfett vorzugsweise eine CRAMOLIN Paste 200 OK bzw. CRAMOLIN Paste 100 HS. Es ist eine silberhaltige Paste die bis 260°C funktioniert. Gekauft vor vielen Jahren bei BÜRKLIN München. Die 100er ist fest und die 200er sehr weich von der Konsistenz her und besser für eure Zwecke geeignet.
Es gibt aber auch spezielle Reinigungs und Kontaktsprays z.b. von Kontakt Chemie das Gold 2000 als Hochleistungsschmierstoff für Edelmetall Kontakte wie Gold, Rhodium, Palladium und Silber.
Der Schmierfilm ist extrem dünn und führt auch bei Schaltspannungen unter 1 Volt nicht zur Erhöhung des Kontaktwiderstandes. Es verursacht keine Kriechströme oder Kurzschlüsse zwischen Kontaktpaaren. 200 ml kosten aber ca. 18€ in der Sprühdose.
 
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ChaoZ

Flashaholic*
4 Juli 2011
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an was mit silber mußte ich auch denken...hab mit silber-lack mal heizdrähte an der auto-heckscheibe geflickt...ging allerbest
 
6 Juli 2011
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Danke für die Tips!
Die CRAMOLIN- Paste gibt es anscheinend nicht mehr, auf der Herstellerhomepage habe ich jedenfalls nichts darüber gefunden. Das "Kontakt Gold" werde ich ausprobieren, gedacht ist das für Steckkontakte, falls es sich für Gewinde nicht bewährt gibt es auch sonst genug "Zielflächen".
Den Versuch mit der Kupferpaste hätte ich mir durch Überlegen sparen können (abgesehen davon dass Al und Cu auf der Redoxreihe sowieso zu weit auseinanderliegen), wenn man die Gewinde reinigt wischt man ja eine dunkle Masse ab: Silikonfett mit Metalleinlage. Ob Al oder Cu ist einerlei, das Fett isoliert die leitenden Partikel so gut dass das Gesamtsystem isoliert. Graphitfett dürfte damit auch ausscheiden.
 

DO7LR

Ehrenmitglied des TLF-Teams
29 Januar 2010
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an was mit silber mußte ich auch denken...hab mit silber-lack mal heizdrähte an der auto-heckscheibe geflickt...ging allerbest

Wenn du aber Silberlack auf die Gewinde schmierst sind sie fest. Dann kannst du nichts mehr auf oder zudrehen...;)
 

Jumbo

Flashaholic*
17 Dezember 2010
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Raum Reutlingen
Silberlack und Silberleitpaste sind aber 2 Paar Stiefel. Lack würde ich auch nur zum reparieren von Leiterbahnen benutzen obwohl es da auch noch andere Möglichkeiten gibt.