LED Lebensdauer nach Dedoming?

schopi68

Flashaholic**
1 Dezember 2011
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Ja, dieser Artikel brachte mich auch dazu, mal drüber nachzudenken. Doch ich meine nichteinmal so sehr eine mögliche mechanische Beschädigung beim Dedomen, vielmehr denke ich z.B. an oxidative Prozesse oder geänderte Kühlungsverhältnisse durch den offenliegenden Die.
 

Nightscorpion

Flashaholic***
26 Dezember 2014
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Overath
Ok. Ich denke mir das eher so das die LED Fläche ohne den Dome eigentlich besser gekühlt sein müsste?!
Die Wärme wird ja weiterhin nach unten abgeführt.
 

schopi68

Flashaholic**
1 Dezember 2011
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Nach ein paar Mal hin- und herüberlegen tendiere ich inzwischen zu der Ansicht, mit Dome könnte die Kühlung sogar besser sein. Der Dome transportiert die Wärme an seinen Kontaktstellen schnell vom Die weg und vergrößert die wärmeabstrahlende Fläche.

Kann natürlich sein, daß alles anders ist - hier könnte eine Temperaturmessung vor/nach dem Dedomen interessant sein (z.B. indirekt über die - temperaturabhängige - Vorwärtsspannung im Betrieb).
 

Nightscorpion

Flashaholic***
26 Dezember 2014
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Overath
Vielleicht hat ja jemand die exakt selben Lampen in einer Normalen und Dedomed Version/Mod und könnte dies wenn möglich mit eine IR Thermometer messen ? Oder jemand weiss es schon genau und Berichtet :)
 

schopi68

Flashaholic**
1 Dezember 2011
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Ich denke, ein IR-Thermometer ist hier zu ungenau.
In diesem Dokument (Seite 5) habe ich eine schöne Beschreibung gefunden, wie man die Temperatur genau bestimmen kann:

Die LED wird bei unterschiedlichen Temperaturen im Ofen kurzzeitig gepulst und dabei die Vorwärtsspannung gemessen. Hieraus läßt sich eine Tabelle erstellen, welche Vorwärtsspannung welcher Temperatur entspricht.

Anschließend kann die Temperatur des Baulementes im normalen Betrieb aus der gemessenen Vorwärtsspannung bestimmt werden.
 

SoaG

Flashaholic**
30 November 2014
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Die Fragestellung bezieht sich dann eher auf die unbeschichteten, selbst geköpften?

Nachdem MTN vorgelegt und Olight nun nachgezogen hat, dedomedte LEDs mit Schutzlack zu versiegeln bzw versiegelt in den Handel bringen, dürften die Ungeschützten einer aussterbenden Spezies angehören - spätestens wenn wir wissen, mit welchem Lack sie versiegeln.

Meine bessere Hälfte killt mich, wenn ich jetzt auch noch ein LED-Projekt anfange.
"Neue Schuhe, Hase?" funktioniert nicht? :D
 

schopi68

Flashaholic**
1 Dezember 2011
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Ja, es ging mir um die selbst geköpften. Wobei ein Schutzlack natürlich sofort die Frage in den Raum wirft, ob nicht dessen Bestandteile mit der Halbleiteroberfläche reagieren. :rolleyes:

Naa, das mit den Schuhen wird nicht gehen. Zumindest nicht, ehe ich wie versprochen ein paar Platinen meines aktuellen Projektes verkaufen und damit die viele Zeit rechtfertigen konnte. :rolleyes:
 

light-wolff

Flashaholic***²
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Garantieren würd ich bei einer dedometen LED für gar nichts.

Die LED wird bei unterschiedlichen Temperaturen im Ofen kurzzeitig gepulst und dabei die Vorwärtsspannung gemessen. Hieraus läßt sich eine Tabelle erstellen, welche Vorwärtsspannung welcher Temperatur entspricht.
Anschließend kann die Temperatur des Baulementes im normalen Betrieb aus der gemessenen Vorwärtsspannung bestimmt werden.
Der Trick ist uralt. Geht auch mit Interpolation zwischen nur 2 Punkten, weil der Verlauf relativ linear ist.
Für einen Vergleich vorher/nachher ist's noch einfacher: die Steigung mV/K steht im Datenblatt, damit kann man die Temperaturdifferenz ausrechnen.
 

schopi68

Flashaholic**
1 Dezember 2011
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Der Trick ist uralt. Geht auch mit Interpolation zwischen nur 2 Punkten, weil der Verlauf relativ linear ist.
Für einen Vergleich vorher/nachher ist's noch einfacher: die Steigung mV/K steht im Datenblatt, damit kann man die Temperaturdifferenz ausrechnen.

jepp. Muß alt sein, wenn er schon an den Hochschulen gelehrt wird. :D
Die Steigung hatte ich in einem Cree Datenblatt schon gesucht. Beim ersten Lesen sonderbarerweise nicht gefunden, daraufhin die Beschreibung für den Ansatz bei Null rausgesucht. Beim zweiten Lesen sehe ich sie jetzt sofort. Sonderbar, muß wohl am Bürorechner gelegen haben.
 

DoperO

Flashaholic
13 Oktober 2014
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Meinem Wissen nach wird im Aufbau von LEDs relativ häufig Silber verwendet, z.B. für Kontaktierungen oder auch um eine reflektierende Schicht zu erzeugen und damit die Lichtausbeute zu erhöhen. Wenn man jetzt den Dome entfernt, kann es mit der Zeit zu einer Oxidation des Silbers kommen. Folge daraus sind eine nachlassende Lichtleistung oder erhöhte Übergangswiederstände. Zudem hat der Dome oft noch die Aufgabe die Bonddrähte vor mechanischen Belastungen (Shock) zu schützen.
Da der Dome auch dem Schutz vor Umwelteinflüssen dient, werden imho in fast allen professionellen Feuchtraum- und Außenleuchten LEDs mit einem Dome als Schutz eingesetzt.
 

Nicolaas

Flashaholic**
25 Januar 2012
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light-wolff

Flashaholic***²
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Meinem Wissen nach wird im Aufbau von LEDs relativ häufig Silber verwendet, z.B. für Kontaktierungen oder auch um eine reflektierende Schicht zu erzeugen und damit die Lichtausbeute zu erhöhen. Wenn man jetzt den Dome entfernt, kann es mit der Zeit zu einer Oxidation des Silbers kommen. Folge daraus sind eine nachlassende Lichtleistung oder erhöhte Übergangswiederstände.
Silber ist ein extrem guter Reflektor und sitzt deshalb unter vielen LED-Chips, um das Licht, das nach hinten abgestrahlt wird, nach vorne zu reflektieren.
Ich habe von Cree XM-L in Tunnelbeleuchtungen gehört, bei denen durch die Abgase dieses Silber durch chemische Prozesse angegriffen und dunkel wurde, die LEDs somit einen unerwartet schnellen und starken Lichtstromrückgang hatten. Die waren in abgedichteten Leuchten eingebaut und natürlich nicht dedomed.

Echt? Ich habe immer gedacht das Silber wenn es oxidiert Elektrizität sogar besser leitet. Zumindest ist das bei Lausprecherkabel so.........
Nein, tut es nicht. Auch nicht bei Lautsprecherkabeln, und wenn sie noch so teuer sind. Der Vorteil von Silber gegenüber Kupfer ist hier nur, dass Silber weniger schnell oxidiert als Kupfer und das Oxidationsprodukt immerhin noch ein Bisschen leitfähig ist. Vergolden wäre die beste Lösung, da oxidiert gar nichts.
 
  • Danke
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RS.FREAK

Flashaholic***
24 Dezember 2014
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Ich habe mich schon lange gefragt warum es von markenherstellern fast keine lampen mit original dedomten leds gibt... Irgendwas muss ja dagegen sprechen, sonst würde es mit Sicherheit schon einige lampen geben.
 

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Essen
Aus dem gleichen Grund, warum in 99% der Lampen die LEDs innerhalb ihrer offiziellen Spezifikation laufen (Maximalstrom).
 
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light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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Der Dome ist ja in erster Linie nicht zum Schutz da, sondern um die Lichtausbeute (Lumen) zu erhöhen. Das macht 10-25% gegenüber einer flachen Abdeckung aus, die den gleichen Schutz bieten würde, aber nicht die optischen Nachteile hätte. Auf der Jagd nach Effizienz leifert der Dome also eine wesentlichen Beitrag.

Es gibt einen Grund für Spezifikationen und "absolute maximum ratings". Das ist der erprobte Bereich, in dem der hersteller für seine Ware geradesteht. Im Bereich darüber begibt man sich auf unbekanntes Terrain ohne Erahrungen und ohne Funktionsgarantie.

Als Entwickler für massenproduziete Ware kann man es sich nicht leisten (und will es sich auch nicht antun), Bauteile bewusst außerhalb ihrer Spezifikation zu betreiben. Man müsste dazu aufwändige Qualifikationstests fahren. Und hätte dann immer noch das Problem, dass der LED-Hersteller jederzeit Dinge an der LED ändern kann, die auf einen Betrieb innerhalb der Spec keinen Einfluss haben, außerhalb aber schon (Beispiel: 2 Bonddrähte bei XM-L2 statt 3 bei XM-L). D.h. man muss dann auch bei jeder Änderung neu qualifizieren.

Privatbastler oder Custom- und Kleinstserienersteller können mit Ausfallraten von einigen % leben, aber wenn von jährlich 10.000 Lampen "nur" 2% zurückkommen, sind das schon 200 Stück, um die sich jemand kümmern muss.
 
  • Danke
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