[LED-Kurztest / Kurzreview] ChangDa SFP55 6500 K 70 CRI - kaum Mehrleistung zur SFH55

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
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nahe Köln
LED-Test/ Kurzreview DE
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ChangDa SFP55 6500 K 70 CRI


29.10.2025


Typ: multi-die
Binning: unbekannt
Farbgruppierung: --- (6500 K)
CRI: 70



Dieser Emitter auf Cu-MCPCB wurde mir freundlicherweise von BLF-User @billy_s zur Verfügung gestellt. VIelen Dank dafür an der Stelle!

Weitere Infos oder ein Datenblatt liegen mir zu dieser LED nicht vor.

Die ChangDa SFP55 ist eine 25-Chip-Variante der bereits getesteten SFH55. Das "P" in der Typbezeichnung bezeichnet hier die 25-Chip-Variante ("H" = 16 Chips). Wie die SFH55 sitzen die Chips auf einem grauen Keramiksubstrat und sind von einer klaren Silikonschicht bedeckt, unter welcher sich das gelbliche Phosphor befindet. Die Chips wurden vermutlich von AoYang hergestellt, welche im Allgemeinen eine geringere Effizienz und vor allem Überbestrombarkeit aufweisen sollen.

Die LED besitzt eine Größe von 11 x 11 mm. Dies wird meist als "110110" bezeichnet, gelegentlich (vor allem auf den MCPCB) als "XHP110".



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  • Maximum bei 60 A erreicht, an diesem Punkt 14393 lm @ 3,27 V
  • Leistung bei Maximum 196,4 W
  • Effizienz im Maximum 73,3 lm/W


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Daten für 25 °C Tsp (bei 85 °C sind die Leuchtdichten etwa 13 % geringer).

Mein 60 A-Netzteil wurde ausgereizt, daher endet die Kurve recht plötzlich. Der maximal mögliche Betriebsstrom sollte bei 65-68 A liegen.

Da das Flux binning der SFP55 (und aller anderen ChangDa-LEDs) nicht bekannt ist, kann ein direkter Vergleich nur bedingt gezogen werden. Die SFH55 ist etwas effizienter, trotz geringerer Anzahl von LED-Chips. Der Lichtstrom ist allerdings nur etwa 8-10 % höher. Allerdings scheinen SFH55 und vor allem SFP55 massiv ins thermische Limit zu laufen; der nur sehr geringe Lichtstromzuwachs deutet darauf hin, dass hier vor allem das Keramiksubstrat limitiert. Da ein 7070-Footprint bereits etwa 180-200 W abführen kann, sollte dies für ein größeres 110110-Footprint umso mehr gelten.

Die Leuchtdichte ist erwartungsgemäß niedrig; durch seitlich abgestrahltes Licht verringert sich diese zusätzlich. Diese LED ist daher eher für Lampen mit einem flutigen Lichtbild geeignet.


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If = 200 mA

Mit 6500 K und 70 CRI ist die SFP55 eine typische kaltweiße LED mit niedriger Farbwiedergabe. Hier wird klassisches YAG:Ce3+ Phosphor verwendet.

Der Tintshift mit steigendem Strom fällt kaum auf. Für Taschenlampen geht die Lichtqualität daher in Ordnung, zumal es quasi keinen sichtbaren Grünstich auch bei geringem Strom gibt.


  • Ra: 72
  • R9: -21
  • CCT: 7072 K
  • duv: 0,0012


Die SFP55 ist im Prinzip der größere Bruder der SFH55, allerdings schafft sie es nicht, die potenzielle Mehrleistung wirklich umzusetzen. DIe SFH55 ist daher die ökonomisch sinnvollere Variante.

Mit über 14000 Lumen und einem maximalen Strom von deutlich über 60 A ist sie nichtsdestotrotz eine beeindruckende LED, welche zudem im Rahmen des niedrigen Farbwiedergabeindex eine brauchbare Lichtqualität und wie alle ChangDa-Emitter einen recht guten Beam (vor allem mit OP-Reflektoren) aufweist.


Danke fürs Lesen dieses Tests. :)

LG, Dominik


v1.0.0 - KR