Kleine Teststation

ennokin

Flashaholic*
16 September 2011
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Hier möchte ich meine kleine Teststation vorstellen, die ich mir gebaut habe, damit ich nicht immer die LEDs in die Taschenlampen einbauen muss, um herauszufinden ob Spiegel/Linse und LED zusammenpassen.
In erster Linie sollen hier meine Erkenntnisse geteilt werden, falls jemand vor hat sich so etwas in der Art auch zu bauen. Die Idee habe ich von @Palladin , der schon so etwas umgesetzt hat.

Im ersten Bild sieht man die Rückseite. Gut zu sehen ist der umgedrehte PC-Kühler der dafür sorgt, das LEDs auch bei höherer Bestromung schön kühl bleiben. Der kostet übrigens inkl. Versand 4,25€ bei Amazon! Als Akkuträger wollte ich etwas Flexibilität und habe ein billiges 1-Schacht Ladegerät so umgebaut, dass ich nur die Spannung abgreife, der Rest an Elektronik flog raus.
Die Wäscheklammern sind so modifiziert, dass ich damit den Rand der Treiberplatine festklemme und gleichzeitig den Minuspol abgreife. Für den Pluspol gibt es eine extra Lüsterklemme. Alles wird per Steckverbindung in die Box geleitet um maximal flexibel zu bleiben.
20230726_103807.jpg

Ich habe auch fertige Treiberplatinen mit angelöteten Kabeln, falls ich mir es einfach machen möchte.
20230726_103813.jpg

Auf der Vorderseite gut zu sehen sind die Schalter die mir den Lüfter schalten, und die Displays umgehen wenn ich diese nicht benutzen möchte. Hierfür habe ich 6 polige Doppel-Umschalter verwendet. Ich bekomme die Spannung und den Strom vom Akku (Display1) und die Spannung und den Strom vom Treiber (Display2) angezeigt. Eine extra Stromversorgung über USB-C ist vorhanden, um Lüfter und die beiden Displays nicht noch zusätzlich am Akku saugen zu lassen, ich möchte ja keine Werte verfälscht bekommen.
Auf der Oberseite auch zu sehen sind die beiden Taster, von denen der Rote auch einrastet.
20230726_103910.jpg

Soweit die Theorie :)
Alles funktioniert soweit (mehr oder weniger), trotzdem werde ich den Aufbau drastisch entschlacken, da doch an zu vielen Stellen die Bauteile nicht ausreichend groß dimensioniert bzw. die Verluste einfach zu hoch sind:
- Schalte ich den Stromkreis nur mit dem rastenden Taster (Rot), bekommt meine LED 500mA weniger als mit dem schwarzen Taster bzw. mit beiden gleichzeitig.
- Die Verkabelung der Messgeräte sieht vor, dass bei externer Versorgungsquelle (die Versorgung wird nicht über den Akku selbst geschaltet) die Minusleitung der Spannungsanzeige über den Stromanschluss realisiert wird. Das hat zur Folge, dass ich keine Leerlaufspannung sehen kann, nur eben wenn die LED bestromt wird.
- Auch zeigt mir das zweite Messgerät keinen Strom an, obwohl ich die Verschaltung mehrfach kontrolliert habe, auch ein Austausch des Messgerätes bringt nichts.
- Irgendwie haben alle meine Treiber nur eine Stufe, warum ich nicht durchschalten kann, habe ich noch nicht kapiert, auch wenn ich die Messgeräte umgehe zeigt sich dieses Verhalten.
- Meine Haltevorrichtung für die Treiberplatinen funktioniert zwar, trotzdem traue ich dieser nicht höhere Ströme standzuhalten, ich denke da werde ich bei der Überarbeitung der Station zwar auf Steckvorrichtungen bleiben, aber nur um fertig verlötete Platinen tauschen zu können.20230726_104058.jpgAlles in Allem bin ich schon zufrieden, dass ich überhaupt einen laufenden Aufbau hinbekommen habe, aber wie schon geschrieben wird die nächste Version meiner Station deutlich weniger "Umwege" in der Verdrahtung haben.
 

hampshire

Flashaholic*
29 Dezember 2015
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Sieht nach einer Menge sorgfältiger Arbeit und Spaß aus, Deine Teststation. Danke fürs Teilen! Schön, dass Du auch die Nervennahrung mit abgelichtet hast.:)
 

ennokin

Flashaholic*
16 September 2011
986
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Sieht nach einer Menge sorgfältiger Arbeit und Spaß aus, Deine Teststation. Danke fürs Teilen! Schön, dass Du auch die Nervennahrung mit abgelichtet hast.:)
Also der Kasten ist voll mit Kabeln, da sie ja auch recht dick sind um den Strömen Herr zu werden, bleibt da nicht mehr viel Luft über. Ich musste also auch immer schauen und vorausplanen wo sich noch etwas zusammendrücken kann damit ich schlussendlich den Deckel noch draufschrauben kann.
Die Nervennahrung ist wichtig um eine harmonische Ehe zu führen ;)
 

Palladin

Flashaholic*
22 Dezember 2010
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Wow, da hast Du Dir ja eine wahnsinnige Arbeit gemacht, Donnerwetter! :daumenhoch: Respekt - wenn ich da an meine primitive Lösung denke... :pfeifen:


Zur Lösungsfindung:
Irgendwie haben alle meine Treiber nur eine Stufe, warum ich nicht durchschalten kann
Da klingt nach Brownouts, da wären wir bei den Tastern/Schaltern, die ja offenbar ohnehin nicht der Leistung Herr werden.
Wenn die nicht sauber schalten und es zu minimalen Aussetzern kommt, sagt wohl die Firmware der Treiber stets "Zurück zum Start".

Ansonsten: Gerade wenn Du das ganze auch noch messen willst:
Widerstände - Widerstände - Widerstände!

Alles auf Minimum. Da summiert sich ansonsten erschreckend viel zusammen!

Einfach: Litzen. So kurz und dick wie machbar. Verbindungen, so wenig wie möglich.

Mittel: Taster/Schalter überprüfen und ggf. ersetzen. Die müssen den Strömen (nicht der Spannung) gewappnet sein.
Akkuhalter: Z.B. mittels zusätzlicher Litze die meist etwas schwächelnde Spiralfeder unterstützen.

Schwer: Treiberhalterung. Das sieht ja genial aus mit den Klammern, ich befürchte jedoch, bei den Kontakten geht fast die halbe Leistung über Bord. Bis das restliche Tuning steht, würde ich erst mal bei den fest verlöteten Treibern bleiben.
Ansonsten: Damit sich Deine Drehbank nicht langweilt :grinsen:, wie wäre es alternativ mit quasi "umgekehrten" Pills? So daß beim einschrauben der Treiber von unten schon mal verlustarm die Stromzufuhr zu bewerkstelligen wäre.

HIH
 

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
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nahe Köln
Schön, dass Du auch die Nervennahrung mit abgelichtet hast.:)
Gut dass du nicht meinen Schreibtisch gesehen hast, als ich die Lüftersteuerung in einer Marathon-Session zusammengebaut und programmiert habe :D :sprachlos:

Ich würde für den Anschluss der Treiber mit Steckverbindern arbeiten, die am Treiber fest angelötet sind. Wie genau das geht und welche Steckverbinder dafür in Frage kommen, weiß ich nicht. Hat den Vorteil, dass die Treiber dann immer fest für die Teststation reserviert sind und so immer sofort zur Verfügung stehen.
 

Vophatech

Flashaholic**
6 Dezember 2019
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Metrolpolregion Nürnberg
Wie wäre es mit simplen Bananen-Stecker,

Jede Steckverbindung, egal wie gut sie ist, hat einen Übergangswiderstand. Je nachdem in welchem Messbereich man sich befindet kann man selbigen Vernachlässigen, oder eben auch nicht. Mehrere "Klemmstellen" bedingen mehrere Übergangswiderstände.

Bei hohen Strömen verursachen diese dann einen mehr oder weniger großen Spannungsabfall. Und spätestens z.b. bei Standby-Strom Messungen, werden solche Widerstände verglichen mit dem zu messenden Strom, so groß das keine sinnvolle Messung mehr möglich ist.

Aber das ist ein "Problem" dem man begegnen kann.
 

Genießer

Moderator
Teammitglied
12 März 2019
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Bad Mergentheim
Und spätestens z.b. bei Standby-Strom Messungen, werden solche Widerstände verglichen mit dem zu messenden Strom, so groß das keine sinnvolle Messung mehr möglich ist.
Bei kleinen Strömen ist in der Regel der Widerstand weniger relevant, da das Entscheidende der Spannungsabfall ist und der ist bei kleinen Stömen auch klein. So wie auch bei den Standbyströmen ist gerade bei kleinen Störmen der Stromverbrauch durch die Elektronik meist fix und kleine Spannungsunterschiede nicht relevant, da der Eingangsspannungsbereich dadurch üblicherweise nicht unterschritten wird.
Eine Messung von Standbyströmen wird durch Übergangswiderstände nicht beeinflusst.
Kleines Beispiel:
Lampe auf Turbo zieht 10 A, da bewirkt ein Widerstand von 100 mOhm einen Spannungsabfall vom 1 V, da leuchtet die LED deulich weniger hell, in Leistung sind das 42 W zu 32 W.
Die gleiche Lampe im Standby zieht 10 mA, da bewirkt der Widerstand von 100 mOhm nur noch einen Spannungsabfall von 1 mV, das merkt der Chip auf dem Treiber nicht mal.

Schöne Grüße vom Genießer