Kühlbox mit Powerbank betreiben - Anlaufstrom zu hoch

Serienchiller

Flashaholic**
13 August 2011
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Neuruppin
Hallo zusammen!

Ich habe seit kurzem eine kleine elektrische Kompressor-Kühlbox. Die Idee war, sie im Auto zu benutzen und teilweise auch rund ums Haus. Sie braucht am Eingang 12V oder 24V, wobei das mitgelieferte Netzteil 14,5V bei 6A liefert (soll wohl einem Auto mit laufender Lichtmaschine entsprechen). Der Stromverbrauch ist im "Max"-Modus 60W und im "Eco"-Modus 45W während der Kompressor läuft.

Ich hatte die tolle Idee, dass ich die Kühlbox auch eine Zeit lang mit meiner Powerbank betreiben kann. Die kann über PD u.a. auch 12V mit 5A liefern, sollte also reichen (besonders im Eco-Modus). Einen Adapter von USB-C auf Zigarettenanzünderbuchse habe ich auch, der fragt quasi direkt die 12V über PD an und gibt sie an die Buchse ab. Das funktioniert mit anderen Geräten auch super.

Leider habe ich nicht an den Anlaufstrom des Kompressors gedacht. Die Kühlbox lässt sich mit meiner Lösung problemlos einschalten, zeigt auch einen 3/4 vollen Batteriestand an. Sobald der Kompressor anspringt, gibt es aber nur ein ganz kurzes Rucken und dann zeigt die Kühlbox die Fehlermeldung "zu wenig Eingangsspannung". Hier bricht also beim Anlaufen die Spannung weg weil der Motor zu viel Strom zieht.

Das gleiche passiert mit einem billigen "Labornetzteil", das maximal 5,1A liefern kann. Und zwar auch mit höheren Spannungen bis 14,5V, die 5,1A reichen nicht aus. Wobei das mitgelieferte Netzteil laut Typenschild auch nur 6A liefert, viel kann also nicht fehlen.

Die Kühlbox scheint bei der Eingangsspannung auch ziemlich tolerant zu sein, zwischen 9V und 14,5V wurde alles akzeptiert, mehr habe ich mich nicht getraut. Theoretisch müsste die Box mit 3 oder 4 Hochstromzellen in Serie auch direkt betreibbar sein, aber ich habe keine Lust die dann immer rauszunehmen und separat zu laden.

Hat jemand noch eine andere Idee für eine unkomplizierte Lösung? Ein "normaler" Kondensator hätte wahrscheinlich zu wenig Kapazität, oder?
 

dirk.online

Flashaholic*
4 Dezember 2010
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eine Idee wäre: Läuft der Lüfter zeitgleich mit dem Kompressor an? Dann könnte man den Lüfter Temperaturgesteuert laufen lassen. So hat man nur den Anlaufstrom des Kompressors und später den des Lüfters.

Gruß Dirk
 
6 September 2025
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Hallo zusammen!

Ich habe seit kurzem eine kleine elektrische Kompressor-Kühlbox. Die Idee war, sie im Auto zu benutzen und teilweise auch rund ums Haus. Sie braucht am Eingang 12V oder 24V, wobei das mitgelieferte Netzteil 14,5V bei 6A liefert (soll wohl einem Auto mit laufender Lichtmaschine entsprechen). Der Stromverbrauch ist im "Max"-Modus 60W und im "Eco"-Modus 45W während der Kompressor läuft.

Ich hatte die tolle Idee, dass ich die Kühlbox auch eine Zeit lang mit meiner Powerbank betreiben kann. Die kann über PD u.a. auch 12V mit 5A liefern, sollte also reichen (besonders im Eco-Modus). Einen Adapter von USB-C auf Zigarettenanzünderbuchse habe ich auch, der fragt quasi direkt die 12V über PD an und gibt sie an die Buchse ab. Das funktioniert mit anderen Geräten auch super.

Leider habe ich nicht an den Anlaufstrom des Kompressors gedacht. Die Kühlbox lässt sich mit meiner Lösung problemlos einschalten, zeigt auch einen 3/4 vollen Batteriestand an. Sobald der Kompressor anspringt, gibt es aber nur ein ganz kurzes Rucken und dann zeigt die Kühlbox die Fehlermeldung "zu wenig Eingangsspannung". Hier bricht also beim Anlaufen die Spannung weg weil der Motor zu viel Strom zieht.

Das gleiche passiert mit einem billigen "Labornetzteil", das maximal 5,1A liefern kann. Und zwar auch mit höheren Spannungen bis 14,5V, die 5,1A reichen nicht aus. Wobei das mitgelieferte Netzteil laut Typenschild auch nur 6A liefert, viel kann also nicht fehlen.

Bei der Eingangsspannung zeigt sich die Kühlbox recht tolerant: Zwischen 9 V und 14,5 V wurde hier alles akzeptiert; weiter bin ich nicht gegangen. Theoretisch ließe sich die Box auch direkt mit drei bis vier Hochstromzellen in Reihe betreiben, aber ich habe keine Lust, sie dafür ständig herauszunehmen und separat zu laden.

Hat jemand noch eine andere Idee für eine unkomplizierte Lösung? Ein "normaler" Kondensator hätte wahrscheinlich zu wenig Kapazität, oder?
Ich hatte genau das Problem mit einer kleinen Kompressor-Kühlbox (läuft mit ~45–60 W), die ich zuerst über eine USB-C-PD-Powerbank (12 V/5 A) und einen Zigarettenanzünder-Adapter betrieben habe. Einschalten ging, aber sobald der Kompressor anlief, fiel die Spannung kurz ab und die Box meldete „zu wenig Eingangsspannung“. Der PD-Trigger hat beim Einbruch sogar kurz die Aushandlung verloren – Ergebnis: Reset oder Fehlermeldung.

Später habe ich verschiedene Setups ausprobiert. Am stabilsten lief es bei mir, sobald die Quelle einen kurzen Spitzenstrom verkraftet hat: Zuerst half mir ein DC-DC-Wandler mit höherer Reserven (auf 12–13,8 V eingestellt) und ein kleiner Puffer aus Supercaps am Eingang; damit hat der „Ruck“ beim Anlauf die Versorgung nicht mehr in die Knie gezwungen. Noch zuverlässiger war dann ein 4S LiFePO₄-Akku (12,8 V nominal) mit einem BMS, das genügend Burst-Strom zulässt. Mit kurzen, dicken Leitungen (ich hatte ~AWG12/4 mm²) und Steckern abseits des Zigarettenanzünders (bei mir XT60) verschwand die Unterspannungs-Meldung komplett.

Interessant war auch, wie viel die Verkabelung ausmacht: Der gleiche Kompressor sprang über die dünne Zigarettenbuchse gelegentlich nicht an (Spannungsabfall am Stecker), über kurze dicke Leitung aber immer. Seit dem Wechsel auf LiFePO₄ + ordentliche Stecker läuft die Box bei mir ohne Zicken – auch bei häufigem Takten des Kompressors, wenn sie auf „Max“ läuft.