Fenix LD01--> LD15, Fortschritt?

Energie

Stammgast
20 Juli 2010
67
54
18
Berlin
Hallo zusammen,

gerade sitze ich am Schreibtisch und spiele mit meiner neuen Fenix LD15.
Schön klein, gut verarbeitet und mit einem (für mich) perfekten UI:
- zwei Stufen
- Start mit voller Leistung
- kein Memory


Fenix LD15 / LD01
Fenix LD15.jpg


- aber nicht gerade dramatisch hell.
(117 Lumen lt. Hersteller)
Eine Strommessung ergibt ca. 1800 mA an einer frischen AA Eneloop.

Zum Vergleich eine Messung an der älteren LD01
(85 Lumen lt. Hersteller)
Die Strommessung ergibt ca. 780 mA an einer frischen AAA Eneloop.

Visuell ist LD15 geringfügig heller als die LD01, was lt. Hersteller auch so sein soll.
Aber mit mehr als dem doppelten Strom? 1.800 zu 780 mA?
Und mit der neueren LED (XP-G R4) gegenüber der LD01 mit einer XR-E R2?

Kann eigentlich nicht sein.

Man kann erkennen, dass die Led bei der LD15 etwas Abstand unterhalb des Reflektors hat, was Spaltverluste vermuten läßt.
Die etwas dunklere Mitte des Spots deutet auf einen nicht optimal geeigneten Reflektor.
Möglicherweise hat auch der Treiber nicht den besten Wirkungsgrad.

Wie auch immer.
Die Fenix LD15 ist zwar eine schöne Lampe, aber aus technischer Sicht wohl kein Fortschritt.

Grüße

Herbert
 
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realive

Urgestein des Forums
5 Januar 2010
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Kreis Heinsberg, NRW
Kaum heller, aber dafür nicht mal die hälfte der Laufzeit!
Das ist nicht nur kein Fortschritt, sondern ein gewaltiger Rückschritt!:mad:
Dabei war Fenix bisher durch ihre guten Treiberregelungen bekannt!:eek::eek:

Dazu hört man auch von nicht auf XP-G angepassten Reflektoren und Treibern(LD20).

Was ist bloß los bei denen?:confused::(
 

sniper

Flashaholic
27 Mai 2010
184
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Kaum heller, aber dafür nicht mal die hälfte der Laufzeit!
Das ist nicht nur kein Fortschritt, sondern ein gewaltiger Rückschritt!:mad:
Dabei war Fenix bisher durch ihre guten Treiberregelungen bekannt!:eek::eek:

Dazu hört man auch von nicht auf XP-G angepassten Reflektoren und Treibern(LD20).

Was ist bloß los bei denen?:confused::(

Das kann ich dir schon sagen, realive......

Gewinnoptimierung um jeden Preis!

Es ist halt einfach bequemer und "kosteneffizienter", für eine neue LED-Generation der Einfachheit halber den bestehenden Treiber zu übernehmen. Selbiges gilt sinngemäß auch für den Reflektor. Und solange die Jagd nach Lumen keine Grenzen kennt, die noch dazu nichts kosten darf, wird es selbst bei renommierten Herstellern wie Fenix zu solchen "Krücken" kommen.

Ich habe mich bewusst damit auseinandergesetzt, nachdem mir die LD20 R4 die Augen geöffnet hat im negativen Sinn. Eine sicher sehr gute Lampe, aber fernab davon, das zu repräsentieren, wofür Fenix einmal stand.

Und ich habe mir jetzt BEWUSST die neue Fenix E21 bei Markus bestellt, weil DIE für mich in ihrer Gesamtheit stimmig ist. Dass sie weniger Lumen hat stört mich nüsse.... aber das Konzept, also LED, Treiber, Modi und Schalter - gepaart mit einem echt "fetten" body, DAS spricht mich an! Und ich denke, die E21 wird ein Renner werden - noch dazu zu einem wirklich guten Preis!
 

Paetzi

Flashaholic**
16 Mai 2010
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NRW
Hi,

Und ich habe mir jetzt BEWUSST die neue Fenix E21 bei Markus bestellt, weil DIE für mich in ihrer Gesamtheit stimmig ist. Dass sie weniger Lumen hat stört mich nüsse.... aber das Konzept, also LED, Treiber, Modi und Schalter - gepaart mit einem echt "fetten" body, DAS spricht mich an! Und ich denke, die E21 wird ein Renner werden - noch dazu zu einem wirklich guten Preis!

hast du die Lampe schon? Vielleicht kannst du bei Zeiten mal was darüber schreiben, da mich die Lampe auch interessiert.

Gruß

Paetzi
 

sniper

Flashaholic
27 Mai 2010
184
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28
Nein, ich habe sie noch nicht in Händen, hoffe aber doch, dass dies bald der Fall sein wird! Sobald sie bei mir eintrudelt, werde ich meine ersten Eindrücke dazu schildern!
 

Dark Laser

Flashaholic**
17 Mai 2010
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Oberfranken
Ähem...ich will mal meinen Senf dazu abgeben, rein theoretisch zumindest:
man kann aus der kleinen Lampe mit XP-G schlicht und ergreifend keinen Thrower machen; die XP-E macht deutlich mehr Reichweite, das täuscht über die Gesamthelligkeit hinweg. Ja, die LD01 mag sogar heller (= mehr Lux) sein bzw. erscheinen, aber nur im Spot und nirgendwo anders. Anders könnte ich mir das nicht vorstellen.

Dass man trotzdem keinen riesigen Unterschied erkennt, liegt an unseren Augen. Mehr als doppelter Strom -> gaanz grob gesagt fast doppelt soviel Licht. Aber um einen deutlichen Unterschied zu erkennen (d.h. nicht erst beim Nebeneinanderhalten), muss es schon die dreifache Helligkeit und mehr sein.
Und dann kommt wie gesagt noch das subjektive Emfinden durch den stärker gebündelten Spot bei der LD01.
 

Energie

Stammgast
20 Juli 2010
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Berlin
Die LD15 ist in meinen Augen sowiso ne totale Fehlkonstruktion!
Twisty, kein Wegrollschutz, schlechte Regelung, kein Medium Mode.


Twisty hat auch Vorteile:
- kompakte Bauweise
- funktioniert immer, auch bei höheren Strömen (im Gegensatz zu den üblichen billigen China Schaltern)

Die Regelung der LD15 ist nicht schlecht, sondern - im Gegenteil - brettflach, z.B.: Link

Ein-, Zwei- oder Dreistufenschaltung ist sicherlich Geschmackssache


Was mich wirklich stört, ist die elektrische Seite:
LD15: 117 Lumen, 1,80 A, 1,2 V -----> ca. 54 Lumen pro Watt
LD01: 85 Lumen, 0,78 A, 1,2 V -----> ca. 91 Lumen pro Watt

Aus meiner Sicht macht es wenig Sinn, eine neue, noch effizientere Led (XP-G R4) bei der LD15 einzusetzen und dann ein derart schlechtes Gesamtpaket abzuliefern.

Meine Lampe ist übrigens kein Ausreißer.
Die Daten auf der Fenix-Seite ergeben (etwas verklausuliert) annähernd die gleichen Werte.

Grüße

Herbert
 
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Tohuwabohu

Flashaholic
6 Oktober 2010
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Herbert,
ich bin mir ziemlich sicher, dass der Treiber der LD15 deutlich besser ist als du annimmst.
Ich habe selbst keine LD15 und kann es daher nicht mit eigenen Messungen belegen, aber schau die mal die Helligkeitsangaben und Laufzeiten auf light-reviews.com an.

LD15
100 Lumen über 1,5 Stunden mit einem 2000 mAh AA Eneloop:
~150 Lumenstunden

LD01 R2
77 Lumen Anfangshelligkeit, im Mittel grob geschätzt 85% davon über 50 Minuten mit einem 800 mAh AAA Eneloop:
77 * 0,85 * 50/60 Lumenstunden ~ 55 Lumenstunden

Mit dem 2,5-fachen an Akkukapazität produziert die LD15 also ungefähr das 2,7-fache an Licht.

Das ist natürlich nur eine ganz grobe Abschätzung aber für mich schon ein deutlicher Hinweis darauf, dass mit deiner Strommessung an der LD15 etwas nicht stimmen kann.


Strommessungen an 1xAA und 1xAAA Lampen sind nicht unproblematisch weil der Widerstand des Amperemeters und der Messleitungen das Ergebnis stark beeinflussen kann. Wegen der geringen Spannung am Treiber ist die Störung viel stärker als bei 2xAA- und anderen Lampen mit höherer Spannung.

Bei der LD01 ist das relativ unkritisch da die Stromaufnahme über einen relativ großen Eingangsspannungsbereich nahezu konstant ist. Der Spannungsabfall am Messgerät führt nur zu einer geringfügig verringerten Stromaufnahme wobei die Lampe dabei natürlich deutlich weniger hell leuchtet.

Die LD15 ist laut Laufzeitdiagramm nahezu perfekt geregelt. Wenn die Eingangsspannung des Treibers sinkt muss die Stromaufnahme steigen um den LED-Strom konstant zu halten.
Mein billigstes Multimeter hat im 2A Messbereich incl. Messleitungen einen Widerstand von ca. 250 Milliohm, verursacht also bei 1 A Strom einen Spannungsabfall von 250 mV.
Angenommen die LD15 hätte mit einem frisch geladenen Eneloop (ca. 1,4 V) eine Stromaufnahme von 1,2 A also eine Leistungsaufnahme von knapp 1,7 W:
Mit meinem einfachen Multimeter würde ich nicht 1,2 A messen sondern 1,7 A oder mehr:
1,7 A * 0,25 Ohm = 0,43 V Spannungsabfall am Multimeter incl. Messleitungen.
Knapp 1 V blieben für den Treiber um bei 1,7 A auf knapp 1,7 W Eingangsleistung zu kommen.
Da bei höheren Strömen auch die Verluste im Treiber steigen würde die gemessene Stromaufnahme vermutlich sogar noch höher liegen.
Natürlich gelten diese Überlegungen nur so lange wie die Eingangsspannung am Treiber für voll geregelten Betrieb ausreicht.

Also ärger dich nicht über einen vermeintlich schlechten Treiber sondern freu dich über deine schöne kleine Lampe.

Stefan
 
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femto

Projektleiter Forentaschenlampe 2012
26 Mai 2010
2.259
312
83
Blaustein bei Ulm
... Die LD15 ist laut Laufzeitdiagramm nahezu perfekt geregelt. Wenn die Eingangsspannung des Treibers sinkt muss die Stromaufnahme steigen um den LED-Strom konstant zu halten.

Hi Stefan, willkommen im Forum der Taschenlampenverrückten! :D

Das Laufzeitdiagramm der LD15 ist wirklich beeindruckend, bis zum Schluss eine absolut waagrechte Linie. In diesem Fall hat man wohl auf ein grosses Mehr an Lichtstrom verzichtet um nahezu eine perfekte Reglung herzubekommen.

// ~ HD ~
 
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Energie

Stammgast
20 Juli 2010
67
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Berlin
Hallo Stefan (Tohuwabohu),

Messfehler sind natürlich immer möglich.
In diesem Fall glaube ich aber, dass die gemessenen 1,8 A in etwa richtig sind.

Auf der Fenix-Seite findet man zur LD15 die folgenden Angaben:

• Two modes of output:High (117 lumens, 1.5hrs) -> Low (8 lumens, 39hrs)
(Tested with Ni-mh battery with actual capacity 2500mAh)


Hieraus ergibt sich rechnerisch ein Strom von ca. 1,7 A (high), der durchaus im Bereich der von mir gemessenen 1,8 A liegt
(übrigens mit zwei Multimetern gemessen und sicherheitshalber noch mit einem geregelten Netzteil kontrolliert).

Ich bin kein Elektronikexperte, aber dieser Treiber, der lt CPF erstmalig von Fenix verwendet wurde, scheint mir im Hinblick auf den Wirkungsgrad nicht besonders genial zu sein.

In der Lampenecke des Messerforums hat sich "hiltihome" mal zu Treibern geäußert, deren Schwingkreis nicht sauber ausgelegt war oder deren Betriebsspannungsbereich unterschritten wurde.
Im Ergebnis stieg der Strom überproportional an, ohne dass davon etwas bei der LED ankam.

Grüße

Herbert
 

realive

Urgestein des Forums
5 Januar 2010
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Kreis Heinsberg, NRW
Ich habe gerade mal zum Vergleich den Strom meiner einzelligen AA Lampen gemessen. Dabei habe ich einen vollen Eneloop verwendet (1,42 V).
Das verwendete DMM ist eines aus der 500,-Euro-Klasse und vor 3 Monaten kallibriert worden.


Hier die Ergebnisse (Lumenangaben sind Herstellerangaben):

Zebralight H501 (XR-E Q5) 96 Lumen 0,49 A
Tank007 TK-07 (XR-E Q5) 160 Lumen 2,08 A
Olight I15 Infinitum (XR-E R2) 140 Lumen 1,14 A
MTE C3-907 (XR-E R2) 170 Lumen 2,05 A
Lumapower Trust I (XP-G R5) 130 Lumen 2,19 A

Zumindest der Treiber der Lumapower scheint einen ähnlich schlechten Wirkungsgrad wie der Treiber der LD 15 zu haben.
An der XP-G R5 kann es ja eigentlich nicht liegen, denn die soll ja einen sehr guten Wirkungsgrad besitzen, oder?
 

Tohuwabohu

Flashaholic
6 Oktober 2010
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femto,
Danke für den Willkommensgruß. Ich bin schon eine Weile im Messerforum (Nutzername Hmblgrmpf) und auch im cpf aktiv - bin also kein frisch vom Taschenlampenvirus Infizierter.

Herbert,
ich wollte nur darauf hinweisen wie leicht man falsche Werte messen kann wenn man ein Messgerät in den Stromkreis einfügt.
Es ist natürlich auch möglich, dass deine Lampe wirklich eine so hohe Stromaufnahme hat.
Die Laufzeiten bei light-reviews.com (1:30 h mit 2000 mAh Eneloop) und von Egsise (1:39 h mit 2000 mAh Eneloop) wurden mit Vorserienmodellen (Low als Startmodus und OP-Reflektor) aufgenommen - möglicherweise wurde für das Serienmodell am Treiber nicht nur der Sartmodus geändert.
Auf die Laufzeitangaben auf der Fenix-Website geb' ich nicht allzuviel, die der LD01 z.B. scheinen mir sehr optimistisch zu sein.
Hast du vielleicht eine Möglichkeit die Laufzeit deiner LD15 zu messen?

realive,
auch ein gutes Multimeter mit 10 A Messbereich und guten kurzen Messleitungen verändert die Stromaufnahme bei Messung an 1xAA Lampen nicht unerheblich, ist aber natürlich besser als ein Gerät mit 2 A Messbereich mit dünnen Strippen.
Der Wert der Lumapower Trust 1 passt einigermassen zu den Angaben von Lumapower (Laufzeitdiagramm auf dieser Seite) von 75 Minuten mit einem 2600 mAh NiMH-Akku.
Von Lumapower erwarte ich aber auch nicht unbedingt so effiziente Treiber wie sie Fenix normalerweise liefert.

Stefan
 

realive

Urgestein des Forums
5 Januar 2010
2.464
1.102
113
Kreis Heinsberg, NRW
auch ein gutes Multimeter mit 10 A Messbereich und guten kurzen Messleitungen verändert die Stromaufnahme bei Messung an 1xAA Lampen nicht unerheblich, ist aber natürlich besser als ein Gerät mit 2 A Messbereich mit dünnen Strippen.

Das ist klar!


Der Wert der Lumapower Trust 1 passt einigermassen zu den Angaben von Lumapower (Laufzeitdiagramm auf dieser Seite) von 75 Minuten mit einem 2600 mAh NiMH-Akku.
Von Lumapower erwarte ich aber auch nicht unbedingt so effiziente Treiber wie sie Fenix normalerweise liefert.

Das ist absolut richtig!

Aber ich halte es trotzdem für einen Rückschritt, wenn mit einem höheren Stromverbrauch (Laufzeit), eine geringere Lichtausbeute realisiert wird!:(

Olight I15 Infinitum (XR-E R2) 140 Lumen 1,14 A
Lumapower Trust I (XP-G R5) 130 Lumen 2,19 A

Das DMM können wir hierbei außer Acht lassen, da beide Werte mit dem selben gemessen wurden.
 

Energie

Stammgast
20 Juli 2010
67
54
18
Berlin
Hallo Stefan (Tohuwabohu, Hmblgrmpf, :)),

auch von mir ein Willkommen.
Da steigt die Elektronik-Kompetenz hier im Forum vermutlich messbar an.

Nochmals zur Treiberproblematik:
Der Treiber der LD15 ist ja offensichtlich (Led-) stromgeregelt, wenn man sich die Laufzeitdiagramme ansieht.

Ich verwende bei meinen Eigenbauten fast ausschließlich Treiber aus der GD... Serie vom Sandwich Shoppe, die ebenfalls eine ganz hervorragende Stromregelung haben.
Soweit ich mich erinnere, hatte Wayne vom Sandwich-Shoppe (auch ein Elektronik Ingenieur) damals bei der Entwicklung des Treibers über Monate Schwierigkeiten mit dem Sensor Widerstand, dessen Größe den Treiberwirkungsgrad maßgeblich beeinflußt.

Das Problem bestand wohl darin, dass ein "großer" Sensorwiderstand unkritisch im Betrieb ist und keine hohen Ansprüche an das Design stellt, dafür aber einen schlechten Wirkungsgrad verursacht.
Ein kleiner Sensorwiderstand bewirkt einen guten Wirkungsgrad, ist aber - je nach Schaltungs- und Platinendesign - leicht "reizbar".

Letztlich hat er das Problem wohl gelöst.
Die GD... Treiber sind wirklich erstklassig, von der "no load" Selbstzerstörungsproblematik mal abgesehen. :)


Fenix ist ja bekannt für effiziente Treiber, die bisher aber nicht stromgeregelt waren, was man mit einer älteren Fenix leicht ausprobieren kann.
Möglicherweise ist man bei der Auslegung des stromgeregelten LD15 Treibers auf der "sicheren" Seite geblieben, mit Konsequenzen für den Wirkungsgrad.

Was vermutet der Experte?


Grüße

Herbert
 

Tohuwabohu

Flashaholic
6 Oktober 2010
125
95
28
Was vermutet der Experte?
Hast du damit mich gemeint?
Ich bin kein Expert sondern nur interessierter Laie :)
Vermutungen habe ich in diesem Thread schon mehr geäußert als ich es normaleweise tue - Fakten sind mir lieber.

Weil mir eine gute kompakte 1xAA Lampe noch fehlt habe ich mir nach langem Überlegen doch noch eine LD15 bestellt.
Gestern kam sie an und ich kann sagen, dass sie mir wirklich gefällt.
Der Beam ist trotz des glatten Reflektors erstaunlich gut mit einem großen gleichmäßig hellen Hotspot und weitem Spill.
Die beiden Leuchtstufen liegen erfreulich weit auseinander.

Die LED sitzt perfekt zentriert in der kleinen Öffnung des Reflektors der mir direkt auf der Basis der LED aufzuliegen scheint:
ld15xpg.jpg


Über den Treiber kann ich auch nicht meckern.
Mit einem sehr guten über den PC steuerbaren Netzteil habe ich die Stromaufnahme aufgenommen:

1. Bei kalter Lampe, bei 3,2 V beginnend in Schritten von 0,05 V bis herunter zu 0,1 V
ld153v20v.png

Bei 1,2 V liegt die Stromaufnahme bei rund 1,2 A.
Oberhalb von ca. 3 V steigt die Stromaufnahme steil an, ein Betrieb mit einem Lithiumionenakku würde höchstwahrscheinlich zu einer Zerstörung der LED führen.
Zum Einschalten benötigt die Lampe etwa 0,95 V. Bei laufender Lampe darf die Spannung weit darunter abfallen, ohne dass die Lampe ausgeht.

2. Der für den Betrieb mit Alkaline Batterien und NiMH Akkus relevante Bereich nach 5 Minuten Betrieb bei 1,5 V:
ld151v50v7300s.png

Bei erwärmter LED ist die Stromaufnahme etwas niedriger, bei 1,2 V sind es jetzt 1,1 A.
Unter 1 V steigt die Stromaufnahme steil an um dann unter 0,9 V wieder abzufallen.
Im Bereich des geregelten Betriebes ist die Leistungsaufnahme nicht konstant weil mit sinkender Spannung und damit steigendem Strom die Verluste im Treiber steigen.

3. Im low-Modus:
ld15low3v20v.png

Die Stromaufnahme bei 1,2 V beträgt etwa 57 mA, die Leistungsaufnahme liegt über einen großen Spannungsbereich bei nahezu konstant 70 mW.
Mit einem AA-Eneloop sollten damit gut 30 Stunden Laufzeit möglich sein.

Im Vergleich zu meiner Edelstahl LD01 mit XR-E Q5 Emitter hat die LD15 einige deutliche Vorteile:
- zwei weit auseinanderliegende Leuchstufen statt drei zu dicht beieinanderliegende
- bei gleichem Gewicht sehr viel längere Laufzeit im high-Modus bei gleichzeitig deutlich mehr Licht
- echter stromgeregelter low-Modus mit sehr langer Laufzeit, kein PWM
- größerer Hotspot ohne dunklen Ring zwischen Hotspot und Spill

Meine LD01 behalte ich trotzdem als Immerdabeilampe weil sie besser in die Kleingeldtasche der Jeans passt, sich wunderbar solide anfühlt und eine sehr angenehme ganz leicht gelbliche Lichtfarbe hat.

Stefan
 
21 November 2010
10
0
1
Regensburg
Hallo, ich bin neu im Forum und seit kurzem Besitzer einer Fenix LD15. Ich möchte aus dem guten Stück natürlich das Maximum rausholen und bin auf der Suche nach der optimalen Batterie. Das Ergebnis mit Alkali-Batterien war recht ernüchternd. Gestern habe ich eine Energizer Lithium eingelegt und bin wieder versöhnt! Die leichte Erwärmung nach ca. einer Minute Betrieb sagt mir, dass hier schön Strom fließt und die LED ist sehr viel heller als bei Alkali. Fenix selbst empfiehlt ja NiMH-Akkus. Ich bin auch kurz davor, mir Eneloops mit dazugehörigem Ladegerät zu bestellen. Lese ich die obigen Diagramme richtig, wenn ich vermute, dass die Lichtleistung bei einer Spannung von ca. 0.95 V am höchsten ist? Was kann ich von den Eneloops im Gegensatz zu den Lithiums erwarten?
 
Zuletzt bearbeitet:

Tohuwabohu

Flashaholic
6 Oktober 2010
125
95
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Hallo pigpen,
willkommen im Forum.

Die Diagramem in meinem letzten Beitrag sagen alleine nichts über die Lichtleistung aus, ich habe dort nur die elektrische Strom- und Leistungsaufnahme gemessen.

Mit NiMH Akkus ist die Lichtleistung bis kurz vor Schluss konstant wie du in den Laufzeitdiagrammen bei light.reviews.com und von Egise sehen kannst.
In meinen Diagrammen ist das der Bereich von ca. 1,4V bis herunter zu knapp 1 V.

Alkaline Batterien können den notwendigen hohen Strom nicht liefern, die Spannung bricht sehr schnell auf unter 0,9 V ein. Die Lichtleistung ist deutlich niedriger als mit NiMH Akkus und fällt kontinuierlich ab bis die Lampe bei 0,4 V nur noch schwach glimmt.

Die Energizer Lithium habe eine etwas höhere Spannung als Alkaline Batterien und können höhere Ströme liefern und sind daher besser geiegnet. Heller als mit NiMH Akkus wird die Lampe damit allerdings auch nicht. Vor allem im dunkleren Modus dürfte die Laufzeit mit den Lithium Batterien aber deutlich länger sein als die gut 30 Stunden die mit Eneloops erreicht werden

Wenn du die Lampe häufig im hellen Modus nutzt sind NiMH Akkus auf Dauer viel günstiger als Lithium Batterien.
Bei sehr häufiger und langer Nutzung wären Akkus mit möglichst hoher Kapazität optimal. Wenn die Lampe oder die Reserveakkus aber auch mal länger ungenutzt herumliegen wären Eneloops besser.

Stefan
 
Zuletzt bearbeitet:
21 November 2010
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1
Regensburg
Vielen Dank für die ausführliche Antwort! Da die Lithiums doch recht teuer sind, werde ich mir auf jeden Fall eneloops besorgen (wollte meinem Liebling am Anfang mal was leckeres gönnen :D). Im Forum wird das BC700-Ladegerät ja recht gelobt. Ist das für die eneloops ebenso gut geeignet wie das Sanyo-eigene?
Noch eine Frage zur LD15: Auf vielen Bildern sieht man einen OP-Reflektor. Meine hat aber einen glatten Reflektor. Ist das eine neuere Version?
Und noch etwas OT: Ich weiß eigentlich gar nicht, wie ich auf einmal auf den Trichter gekommen bin, mir eine TL für über 40 € zu kaufen ... Aber haben wollte ich sowas schon immer. War wohl schon länger mit dem "Flashaholic-Virus" infiziert, und als ich die Fenix LD15 gesehen und letzendlich in Händen gehalten habe, ist er wohl vollends ausgebrochen!
Ich fürchte jedenfalls, dass die LD15 nicht die erste und letzte TL gewesen sein wird. Ich interessiere mich v. a. für AA und AAA-Modelle mit viel Power. Und wenn ich z. B. die Nitecore D11 so sehe, wird der Virus wohl bald wieder zuschlagen! ;)
 

Tohuwabohu

Flashaholic
6 Oktober 2010
125
95
28
Die LD15 mit OP-Reflektor waren Testexemplare die Fenix vor der Serienfertigung an ausgewählte Tester verschickt hatte.
Alle Serienexemplare haben einen glatten Reflektor und starten im High-Modus und nicht wie die Testexemplare im Low-Modus.

Zum BC700 und zu Sanyo Ladegeräten kann ich nicht viel sagen da ich keine davon besitze. Von den Sanyo Ladegeräten gibt es wohl mehr und weniger empfehlenswerte - wichtig ist eine Einzelschachtüberwachung.
Das BC700 sollte für Eneloops genauso geeignet sein wie die Sanyo Ladegeräte mit Einzelschachtüberwachung - ob dir die zusätzlichen Funktionen den Mehrpreis wert sind musst du selbst entscheiden.
 

FrankD5

Flashaholic**
16 Oktober 2010
3.276
2.507
113
Nähe Karlsruhe
Im Forum wird das BC700-Ladegerät ja recht gelobt. Ist das für die eneloops ebenso gut geeignet wie das Sanyo-eigene?

Ich interessiere mich v. a. für AA und AAA-Modelle mit viel Power.
Also das BC 700 ist dem Sanyo Ladegerät keinesfalls ebenbürtig. Es ist eindeutig besser Einer Bekannten habe ich das Orginalladegerät (das mit 2 Schächten, das mit den Akkus als Bundle verkauft wird) empfohlen. Da sie die Akkus selten braucht und ich sie dann ab und zu in mein BC 900 (der große Bruder) stopfe war dies dies für sie die beste und billigste Lösung.

Zu deinen AA/AAA Lampenwünschen kann ich dir zwar keine konkreten Tipps geben aber hier http://www.taschenlampen-forum.de/uebersicht/1511-uebersicht-aa-aaa-lampen.html kannste ja mal stöbern.
Die Übersicht ist zwar noch nicht vollständig (wird sie wahrscheinlich auch nie, ist als Einmannjob fast nicht zu leisten) aber immerhin 19 Hersteller sind schon drin.

Gruß Frank
 
21 November 2010
10
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1
Regensburg
Das eneloop-Ladegerät im Bundle hatte ich bereits in meinem Amazon-Einkaufswagen. Das wird für den Anfang reichen und kann mir, dank der geringen Maße, auch in den Urlaub folgen. Später ist dann noch Potential nach oben.

Danke für den Link zu den AAA- und AA-Lampen. Da ich ja jetzt schon eine relativ vernünftige EDC-Lampe habe, stünde bald eine größere für den Hausgebrauch an (3 x AAA, 3-4 x AA). Aufgefallen sind mir hierzu:

  • Fenix LD40
  • SUNWAYLED M30A
  • SUNWAYLED M40A

Die Qualität der Fenix schätze ich jetzt mal auf Verdacht recht hoch ein. Von "Sunwayman" habe ich bis dato aber noch nicht viel gelesen. Auch scheinen Händler in D spärlich gesäht zu sein. Hat jemand Erfahrung mit der Marke oder gar mit den oben genannten Modellen?

Wider jegliche Vernunft geht mir trotz meiner LD15 die Nitecore D11 nicht mehr aus dem Kopf. Das Teil ist einfach unglaublich schön ... nur leider (noch) zu teuer. ;)

EDIT: Den Bericht zur M40A hab ich gerade gefunden! :)
 
Zuletzt bearbeitet:

FrankD5

Flashaholic**
16 Oktober 2010
3.276
2.507
113
Nähe Karlsruhe
Dann kauf dir einfach die 30A, dann haben wir hier im Forum von der auch ein Review:thumbsup:

Händler gibt es übrigens 2 die die Sunwayman / Sunwayled haben.

Gruß Frank