Eneloop Akkus nach 100% Ladung trotzdem nicht ganz voll?

5 Dezember 2024
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Moin zusammen

zuerst: Ich kenn mich weder mit Taschenlampen, noch mit Akkus aus.
Ich habe den Haushalt aber in letzter Zeit auf Eneloop Akkus umgestellt, weil ich weg von Batterien wollte.
Weil ich gelesen habe, dass ein Ladegerät das A und O ist, habe ich mir auf Grundlage div. Empfehlungen dieses hier zugelegt:

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https://www.amazon.de/gp/product/B09KPS3TVS
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linkId=0e863c580e44cdbcaae143a4c30c62f6&language=
de_DE&ref_=as_li_ss_tl


Das ist eigentlich ein recht hochwertiges Ladegerät?

Ich packe die Akkus rein und lasse sie laden (alles automatisch - ich stelle dabei nichts um).
Irgendwann sind die Akkus voll.... wenn ich sie jetzt raushole und DIREKT danach wieder einlege, wird mir aber nur ein Stand von 70-75% angezeigt.

Woran liegt das?
Ist das nur ein Anzeigefehler? Das dürfte bei so einem Ladegerät aber doch nicht passieren?
Ist es gefährlich, wenn die Akku dann "wieder" bis auf 100% geladen werden?


Vielen Dank im Voraus!
 
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hdohdo

Flashaholic
18 Mai 2023
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Ist es gefährlich, wenn die Akku dann "wieder" bis auf 100% geladen werden?
„Gefährlich“ nicht. Aber die Elektronik des Ladegerätes kann dann ggf. das Ladeschluss-Kriterium nicht mehr sinnvoll detektieren und die NiMh-Akkus werden dabei dann häufig stark überladen und beschädigt.

PS:
Die vom Ladegerät angezeigten % können oft nicht mal als Richtwert betrachtet werden.
 
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5 Dezember 2024
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„Gefährlich“ nicht. Aber die Elektronik des Ladegerätes kann dann ggf. das Ladeschluss-Kriterium nicht mehr sinnvoll detektieren und die NiMh-Akkus werden dabei dann häufig stark überladen und beschädigt.

PS:
Die vom Ladegerät angezeigten % können oft nicht mal als Richtwert betrachtet werden.
Danke für deine Antwort.
Aber was heißt das jetzt für mich: Wir der Akku nun auf 100% geladen und die Anzeige beim erneuten einlegen stimmt einfach nicht? Oder wird er gar nicht erst auf 100% geladen? Ich will doch nur vollgeladene Akkus :-D
 

Straight Flash

Flashaholic**
23 März 2018
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Kassel
Bin da leider auch kein Experte, aber ich wollte trotzdem eine Antwort wagen: Wenn ich es richtig verstanden habe, kann ein Ladegerät den Ladezustand bei NiMh-Akkus nicht direkt messen, sondern es leitet ihn aus dem Spannungszustand der Akkus ab. Nach einem Ladevorgang geht die Akkuspannung aus physikalischen Gründen stets etwas zurück. Ich vermute, dass dieser Rückgang zu der von dir genannten Anzeige des Ladezustands führt. Wichtig ist, dann nicht erneut zu laden, weil sonst der im Ladevorgang für Eneloops notwendige Grenzwert zu gering ist und dieser Vorgang dadurch nicht rechtzeitig abschaltet. Meines Wissens verringert das auf Dauer die Kapazität bzw. Lebensdauer der Akkus

Ich hoffe, dass ich mit der Erklärung nicht völlig daneben liege - ggf. bitte ich fachkundige User um Hinweis.
 
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Bin da leider auch kein Experte, aber ich wollte trotzdem eine Antwort wagen: Wenn ich es richtig verstanden habe, kann ein Ladegerät den Ladezustand vei NiMh-Akkus nicht direkt messen, sondern es leitet ihn aus dem Spannungszustand des Akkus ab. Nach einem Ladevorgang geht die Akkuspannung aus physikalischen Gründen stets etwas zurück. Ich vermute, dass dieser Rückgang zu der von dir genannten Anzeige des Ladezustands führt. Wichtig ist, dann nicht erneut zu laden, weil sonst der im Ladevorgang für Eneloops notwendige Grenzwert zu gering ist und dieser Vorgang dadurch nicht rechtzeitig abschaltet. Meines Wissens verringert das auf Dauer die Kapazität bzw. Lebensdauer der Akkus

Ich hoffe, dass ich mit der Erklärung nicht völlig daneben liege - ggf. bitte ich fachkundige User um Hinweis.
Auch für deine Antwort: Vielen Dank.
Okay - ich find das ist ziemlich problematisch.
Gestern hab ich beispielsweise alle Akkus aus der Kiste, mit weniger als 70% Ladung neu geladen.
Jetzt hab ich natürlich keine Ahnung, welche Akkus davon WIRKLICH auf 70% Ladung runter waren und welche evtl. kürzlich erst geladen wurde, und er jetzt nur die falsche Ladung anzeige.

Also... das ist aber echt ziemmlich "kompliziert" bzw. nicht besonders nutzerfreundlich?


Edit:
Im Handbuch hab ich nun folgendes gefunden:
Hinweis: Wenn ein Ni-MH-Akku nach der vollständigen Aufladung aus demLadegerät genommen und bald wieder in dasselbe Ladegerät eingesetztwird, kann der Batterieprozentsatz von 70% oder darunter angezeigt werden.Es liegt an den Eigenschaften des Ni-MH-Akkus und ist normal.

Okay. Das heißt: Das ist "normal". Aber bescheuert bleibt es ja trotzdem. Oh man...
 

hdohdo

Flashaholic
18 Mai 2023
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Wir der Akku nun auf 100% geladen und die Anzeige beim erneuten einlegen stimmt einfach nicht?
Denke mal das ist so.
Habe ich früher auch nicht beachtet, dass „volle“ NiMH-Akkus nicht nachgeladen werden sollen.
Möglicherweise sind die Ladegeräte unterschiedlich intelligent- ist aber kein Fehler von einem relativ dummen Gerät auszugehen.

Generell ist die Temperatur ein gutes Indiz.
Lader, in denen meine NiMH-Akkus zum Schluß richtiggehend heiss wurden, habe ich in die „disqualifiziert“-Schublade verbannt.
Lieber nur zu 95% geladen, als gegrillt!
Die 75%-Anzeige bei erneutem einlegen kannst Du aber getrost vergessen!
 
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Straight Flash

Flashaholic**
23 März 2018
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Das auf den ersten Blick nicht nutzerfreundlich wirkende Lademanagement der Geräte ist technisch bedingt und zumindest zu bezahlbaren Preisen nicht anders zu machen. Grund ist, dass der Messvorgang in das Messergebnis eingreift und es damit verfälscht, so dass der Ladezustand auf indirekte Weise ermittelt werden muss. Die besondere Zellchemie von NiMh-Akkus spielt da auch mit hinein.
 
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Nun gut. Dann weiß ich zumindest Bescheid. Mal schauen, wie ich das im Alltag am besten "umgehe".
Danke euch!
 

Genießer

Moderator
Teammitglied
12 März 2019
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Bad Mergentheim
Wie schon geschrieben hat das nichts mit deinem Ladegerät zu tun, sondern mit der Chemie der NiMH-Akkus.
Bei NiMH kann man den Ladezustand über die Akkuspannung nur grob abschätzen, das ist grundsätzlich nicht genau, wegen der zu Grunde liegenden Chemie im Akku. Zusätzlich hat NiMH nach dem Laden einen recht großen Spannungsabfall, wieder der Chemie geschuldet, was eine korrekte Ladezustandsermittlung bei einem vollen Akku quasi unmöglich macht.

Da du von eneloop schreibst, die haben ja fast keine Selbstentladung, heißt Akkus die einmal voll geladen wurden bleiben auch voll, solange sie nicht irgendwo eingelegt und genutzt werden. Daher mach ich das so, dass ich meine eneloop voll zum Vorrat tue, dann nutze und erst wieder lade, wenn sie leer oder zumindest unter 40% ANGEZEIGTER Ladung sind.

Schöne Grüße vom Genießer
 
5 Dezember 2024
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Ja, so werde ich es machen: Es bleiben nur Akkus im Ladegerät die unter 70% anzeigen, da hier dann vom echten Wert auszugehen ist. Danke euch!
 

budgetlampenfan

Flashaholic**
30 September 2019
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leider lässt sich bei NiMH, anders als bei Lithium-Ionen-Akkus mit 3,6V Nenn-Spannung, an der Spannung des Akkus nicht direkt der individuelle Füllstand ablesen ...

das hat erstens damit zu tun, dass wie es schon gesagt wurde, die Spannung innerhalb einer gewissen Zeit wieder auf die sog. Ruhe-Spannung absinkt, wenn der NiMH aus dem Ladegerät entnommen wird ... oder auch schon bereits im Ladegerät nach Abschluss des Ladevorgangs, falls der Lader keine Nachladung mit geringem Strom (sog. "Trickle-Charge") machen sollte ...

zweitens zeigen NiMH eine andere Spannungsverlaufskurve während der Entladung als die zum Vergleich erwähnten Li-Ion Akkus ...

bei 4,20 Volt ist ein 3,6V Li-Ion "voll", bei 3 Volt fast leer, dazwischen fällt die Spannungskurve im Diagramm ziemlich linear schräg ab, so dass aus der Spannung des Akkus auf seinen Füllstand geschlossen wird ...

bei NiMH sieht der Spannungsverlauf während der Abgabe der Ladung aber anders aus ... nicht schräg linear abfallend, sondern während eines großen Teils je nach Akku übertrieben gesagt schon beinah waagerecht in seinem typischen Arbeitsbereich um die 1,2 Volt (je nach Belastungsstrom) ... um dann am Ende irgendwann steil abzufallen, wenn die Kapazität verbraucht ist : Beispiel einer Entladekurve für NiMH

bei so einem zu einem Großteil eher flacheren, nahezu waagerechten (übertrieben gesagt ;)) Spannungsverlauf im Einsatz, lässt sich aus einem bestimmten Spannungswert dann eben nicht so genau sagen, an welcher Stelle des Verbrauchs der Ladung sich der Akku gerade befindet ...

die Spannung ist aber das einzige, was der Lader dazu als Anhaltspunkt nehmen kann, wenn ein Akku eingelegt wird ...

also "schätzt" er erstmal einen Prozentwert oder Balken in einem Diagramm und kann diese Schätzung dann im weiteren Verlauf noch anpassen ...

weil es bei NiMH keine solchen einheitlichen Spannungswerte gibt wie bei 3,6V Li-Ion, die "einfach" bis 4,20 Volt geladen werden und dann "voll" sind, muss jeder NiMH einzeln individuell "voll" geladen werden ...

das bekannteste Kriterium ist die sog. "Minus Delta U" - Methode, das ist ein kleiner Spannungsabfall, den der NiMH-Akku kurz nach Überschreiten seiner Voll-Ladung zeigt, den versucht der Lader zu erkennen ...

danach bräuchte und sollte man den Akku nicht nochmal ins Ladegerät legen, denn er ist ja bereits "voll" geladen worden ...

das Zitat aus dem Handbuch des Laders trifft es da sehr gut ... :thumbup:
 

PikePerfect

Flashaholic*
1 Februar 2021
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Um Ulm herum
Am besten vergisst Du das Denken in % des Ladezustandes bei NiMH-Akkus gänzlich. Der Lader zeigt es zwar an, es hat aber keine Aussagekraft.
NiMH werden üblicherweise mit konstantem Strom geladen bis das Abschaltkriterium eintritt. Wenn Du einen leeren Eneloop ins Ladegerät einlegst kommt schon nach kurzer Zeit ein recht hoher %-Wert am Display (70-80%). Das ist dann auch nicht richtig. Das liegt daran, dass die Spannung der Zelle im Gegensatz zu Lithium-Akkus schnell ansteigt, wenn man die Zelle Lädt. Umgekehrt ist es genauso.
Also die angezeigten % am Lader einfach ignorieren.
Wenn Du wissen willst ob eine Zelle voll geladen ist, dann lege sie nach dem Laden in die Kiste mit vollen Zellen :cool:
Einen teilentladenen Akku kannst Du problemlos ins Ladegerät legen, nur bei ganz vollen wirds problematisch.
Wenn Du dir nicht sicher bist ob eine Zelle voll ist, weil z.B. jemand die Kisten mit vollen und leeren Akkus durcheinander gebracht hat, dann entlade den Akku zuerst bevor Du ihn wieder lädts.
 

Dr.Devil

Flashaholic***
24 Juli 2012
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nördlich von Stuttgart
Noch was anderes zum Ladegerät

Ich nutze den MiBoxer C4 auch zum Laden von NiMH Akkus, v.a. von Panasonic NiMH Akkus, die in den Schnellladern von Panasonic nicht mehr akzeptiert werden. Der MiBoxer nimmt erst mal stur alles an :thumbup:

Ich packe die Akkus rein und lasse sie laden (alles automatisch - ich stelle dabei nichts um).

Das empfiehlt sich hier nicht. Der Lader bestimmt den Ladestrom anhand des ´ermittelten´ Innenwiderstandes des Akkus. Der ist bei meinen ollen Pansonic teils jenseits von Gut und Böse. Wobei diese ´ermittelten´ Werte ja eh max. einen Schätzwert abgeben und von vielen Bedingungen abhängen.
Bei hohen Widerständen ist (der vom Lader gewählte) Ladestrom für NiMH Akkus viel zu niedrig. Es braucht einen höheren Ladestrom, damit die Ladeschlußerkennung funktionieren kann (oben erläutert: - Delta U Verfahren;); Ich mach das so: ich lege die Akkus ein, schau mir mal an was der Lader an Ladestrom so vorlegt und schalte dann auf manuell um und stelle 0,8A oder 1A Ladestrom ein;

Ich mache das auch bei LiIon Akkus so, obwohl es da nicht so relevant ist. Geringer Ladestrom verlängert halt die Ladezeit, macht sonst aber nichts

Grüße Jürgen
 

hdohdo

Flashaholic
18 Mai 2023
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Ja, so werde ich es machen: Es bleiben nur Akkus im Ladegerät die unter 70% anzeigen, da hier dann vom echten Wert auszugehen ist. Danke euch!
Nein, dann wird auch kein „echter“ Wert angezeigt. Aber die Elektronik hat dann zumindest ein paar Minuten Zeit das Abschaltkriterium zu detektieren, weil der Akku bei diesem (das gilt nur für dieses Gerät!) Lader zumindest nicht ganz voll ist, wenn <70% angezeigt werden.
 

angerdan

Flashaholic**
30 Dezember 2011
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Weil ich gelesen habe, dass ein Ladegerät das A und O ist, habe ich mir auf Grundlage div. Empfehlungen dieses hier zugelegt:
https://www.amazon.de/gp/product/B09KPS3TVS
Also im Klartext: Du nutzt das "Mixboxer C4".

https://www.amazon.de/gp/product/B09KPS3TVS
Das ist eigentlich ein recht hochwertiges Ladegerät?
Kommt darauf an, wie lange du die Akkus nach Ende des Ladevorgangs im Gerät lässt.
http://lygte-info.dk/review/Review Charger Miboxer C4 UK.html
 

budgetlampenfan

Flashaholic**
30 September 2019
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es gab mehrere Versionen des Miboxer C4, HKJ hatte 2017 die allererste im Test ...

beim Ladestrom gab es da nur die Wahl zwischen "Low" und "High" ... hier rechts unten "High" bei NiMH ...

die feine Ladestromeinstellung in 100er Schritten kam erst später ...

die erste Version hatte auch schon eine Kapazitätsmessung in Schacht 4, bei einer späteren Version fehlte die wiederum ... bei der heutigen ist sie wieder an Bord ...

man sieht also, da hat sich schon ein bißchen was getan in den Jahren ...

beim Test des C4-12 gab es schon nicht mehr diese Punkte, die im Test der "V1" des C4 auftraten, wie ein sehr geringer "immer weiter" fließender Strom bei Li-Ion und eine Trickle-Charge bei NiMH (Nachladung mit geringem Strom nach Ladeende) gab's auch nicht mehr ... das galt so auch für den Miboxer C8 im Test 2018 ...

der Test der ursprünglichen V1 des C4 von 2017 lässt sich also nicht "einfach so" direkt auf das heutige Modell übertragen ...

zu einem Test der aktuellen Version des C4 kam es nicht mehr, da HKJ seine Tests 2020 erst mal "vorläufig" eingestellt hat ...