Antarktis Lampe

djmykemyers

Flashaholic**
10 November 2010
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Ennepetal
www.atmosfaer.de
Hi @ll,

ich habe meinen Kollegen Dr. Jens Dreyer, welcher z.Zt. am Südpol stationiert ist mal gefragt, welche Taschenlapen denn dort wohl eingesetzt werden...
Ich hatte vermuted, das es "ganz besondere" sein müssten, wegen der Temperaturen von -70° , der Betriebssicherheit, und evtl. ATEx etc....


naja als Antwort kam dann etwas ernüchternd :

Als Taschenlampen fuer die Feuerwehr benutzen wir welche die "Big Ed" heissen:

Pelican*Products*Big Ed™ Rechargeable 3750 Flashlight

Die sind schon was robuster. Ich denke auf der Seite sollte alles stehen, was du wissen wolltest.
Ich denke aber , dass die in den USA ueberall bei der Feuerwehr eingesetzt werden, das ist nichts spezielles
fuer die Antarktis.


Gruesse an alle

Jens

hier die Daten : Pelican Products Big Ed™ Rechargeable 3750 Flashlight ...ob die da unten schon was von LED´s gehört haben :eek:


zur Antwort sollte ich noch erwähnen das Er dort unten zur Firebrigade gehört und die Frage evtl. dahingehend beantworted hat. Ich werde ihn beim nächsten konntakt vial Mail oder ICQ nochmal genauer drauf ansprechen.

:(:oops:
 
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realive

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5 Januar 2010
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hier die Daten : Pelican*Products*Big Ed™ Rechargeable 3750 Flashlight ...ob die da unten schon was von LED´s gehört haben :eek:


Einen gewissen Sinn macht die Lampe dort schon, denn sie ist mit NiCd-Akkus ausgestattet. Diese haben bei -40°C immerhin noch 50% ihrer Kapazität. Das schafft sonst keine andere Akkuchemie! Die einzige Alternative wären Lithium-Primärzellen, die aber am Südpol sicher ein Nachschub- und Entsorgungsproblem darstellen und dadurch zusätzliche Kosten generieren würden! ;)
 
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realive

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5 Januar 2010
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Beim Thema Antarktis/LED-Lampe ist mir aber eine Wissenslücke bei mir aufgefallen!

Weiß jemand, ob es eine Minimaltemperatur gibt, bei der eine LED nicht mehr funktioniert? Mein Blitz-Recherche hat da zu keinem Ergebniss geführt. :confused:
 

Stone

Flashaholic*
5 Oktober 2010
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Halbleiterphysik ist zwar schon ein bisschen her, aber imho sollte bei den Temperaturen die auf der Erde herrschen jede LED noch funktionieren. In der Nähe des absoluten Nullpunktes(~ -273°C) würde es aber kritisch werden, da werden dann Halbleiter zu Isolatoren.


Gruß Matthias
 
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realive

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Halbleiterphysik ist zwar schon ein bisschen her, aber imho sollte bei den Temperaturen die auf der Erde herrschen jede LED noch funktionieren. In der Nähe des absoluten Nullpunktes(~ -273°C) würde es aber kritisch werden, da werden dann Halbleiter zu Isolatoren.

Danke für deine Info!
Sie deckt sich mit dem, was ich in Erfahrung bringen konnte!

Anscheinend ist es so, daß, je kälter die LED betrieben wird, desdo höher ist ihr Wirkungsgrad!

Die Auswirkungen in der Nähe des absoluten Nullpunktes sind vernachlässigbar, da dieser hier auf Erden nur im Labor technisch erzeugbar ist!

Also sollten LED-Lampen mit Ni-Cd-Energieversorgung das Optimum für den Betrieb an diesen thermisch exponierten Standorten (Nord/Südpol) darstellen!

Gibt es da Aufklärungsbedarf bei der "Projektleitung Antarktis", oder liege ich da gedanklich völlig falsch? :confused:
 
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Stone

Flashaholic*
5 Oktober 2010
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Also sollten LED-Lampen mit Ni-Cd-Energieversorgung das Optimum für den Betrieb an diesen thermisch exponierten Standorten (Nord/Südpol) darstellen!

Rein von der Zuverlässigkeit würde ich die alte Version mit normaler Glühlampe nehmen.
Weder die LED noch der benötigte Treiber sind normalerweise für die Temperaturen spezifiziert und wenn nur ein Teil die Temperatur nicht mit macht ist die Lampe unbrauchbar. Ein Austausch der Komponenten ist nur schwer möglich.

Bei ner Glühlampe ist es nur ein Teil und wenn die kaputt ist, ist sie schnell getauscht.

Manchmal ist Low-Tech doch die bessere Wahl.

Gruß Matthias
 

realive

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5 Januar 2010
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Bei ner Glühlampe ist es nur ein Teil und wenn die kaputt ist, ist sie schnell getauscht.

Manchmal ist Low-Tech doch die bessere Wahl.


:thumbsup: Da hast du wohl recht! :thumbsup:

Die NASA hat Millionen von Dollar in die Entwicklung eines Kugelschreibers, der in der Schwerelosigkeit funktioniert, investiert!



Dabei war die Lösung so naheliegend:

full
 
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mixery

Flashaholic*
1 Januar 2011
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BaWü
Na was glaubste was in der ISS abgeht, wenn der Bl.-Spitzer bzw der Behälter aufgeht und die ganze Späne und der Graphitstaub durch die Gegend schwebt ;)
 

cad

16 Januar 2011
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Die Sache mit dem Kugelschreiber ist übrigends ein urban legend!
Der "Space Pen" wurde unabhängig von der Nasa entwickelt und auch nicht von ihr unterstützt.

Man testete lediglich das Ding, befand ihn für brauchbar und kaufe ein paar hundert Stück um den normalen Preis.
Davor verwendete man auch Bleistifte.
Und auch die Russen verwendeten schon bald diesen Kugelschreiber, denn feinster Graphitstaub in der Luft ist ziemlich das letzte was man dort oben braucht.
 
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Pagefault

Flashaholic*
5 Januar 2011
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Adenau
Ich habe mal etwas gegoogelt. LEDs werden scheinbar auch in der Raumfahrt in Satelliten eingesetzt. Im leeren Raum gibt es eine Temperatur nahe am absoluten Nullpunkt. Also sollte es bei den Temperaturen auf der Erde keine Probleme geben. Energiequellen und Strahlungen sind wieder eine andere Geschichte.

Ähnlich sieht es auch bei der Kühlung von CPUs aus. Je kälter desto besser. Auch hier wird der Wirkungsgrad durch Kühlung gesteigert. Mit flüssigem Helium schafft man auch fast den absoluten Nullpunkt.

Die Frage ist nur, was wäre wenn der absolute Nullpunkt erreicht wäre... was passiert dann? Die zweite Frage ist... geht das überhaupt? Kann man den absoluten Nullpunkt überhaupt erreichen? Oder ist der absolute Nullpunkt nur per Annäherung möglich?

Bin leider kein Physiker :D.

Gruß
Ingo
 

mixery

Flashaholic*
1 Januar 2011
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Es ist jetzt nur eine mutige Vermutung aber ich weiß, das bei Astro-Teleskopen oder wie man die übergroßen Parabolspiegel sonst noch nennt, die ein oder andere Komponente der Empfänger auch tiefst gekühlt werden, um das Halbleiterrauschen los zu werden. Und sie haben noch immer ihre Funktion. Da liegt die Vermutung nahe, das Leuchtdioden auch noch funktionieren. Sind ja auch Halbleiter.
Den absoluten Nullpunkt konnte man bisher nur knapp erreichen.
 

Pagefault

Flashaholic*
5 Januar 2011
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Adenau
Den absoluten Nullpunkt konnte man bisher nur knapp erreichen.

Das hatte ich ja auch geschrieben... Aber knapp daneben ist auch vorbei :D.

Ich meinte, ob der absolute Nullpunkt nur ein theoretischer Wert ist, den man nicht erreichen kann und der auch nirgends vorkommt.

Gerade mal in Wikipedia nachgeschaut:

Absoluter Nullpunkt

Und siehe da... er kann NICHT erreicht werden:
Der absolute Nullpunkt (Formelzeichen T0) bezeichnet den unteren Grenzwert für die Temperatur. Dieser definiert den Ursprung der absoluten Temperaturskala, ist also 0 Kelvin, was −273,15 °C entspricht. Die Existenz und der extrapolierte Wert des absoluten Nullpunkts können aus dem ersten Gesetz von Gay-Lussac abgeleitet werden. Er kann nach dem dritten Hauptsatz der Thermodynamik nicht erreicht werden.

Gruß
Ingo
 

RC-Drehteile

TaschenlampeneigenbauSpezi & Ehrenmitglied
4 Juli 2010
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ich habe auch mal gegoogelt und habe diesen Satz gefunden:

Die minimale Lagertemperatur von Halbleitern ist i.a. mit -65°C spezifiziert, die minimale Betriebstemperatur unterschiedlich, das hängt nicht am Halbleiter (und dessen Funktion an sich), sondern eher am Halbleitergehäuse, dem Einfluß (Eindringen) von Kondenswasser in dasselbe u. ä.

das ganze stammt aus einem Fotografie Forum, bei dem es um Winteraufnahmen bei niedrigen Temperaturen ging. Ob das stimmt oder nicht, sei dahingestellt, es ist auf jeden fall schon mal eine Zahl.

viele Grüße

Michael
 

cloudforce

Stammgast
6 November 2010
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Bis -70°C kann ich hier ganz sicher messen, vermutlich auch noch ne Ecke tiefer. Da müßte ich im Zweifelsfall aber erstmal testen wie weit der Kühlschrank runter geht ;) Wer Bedarf hat...
 

Pagefault

Flashaholic*
5 Januar 2011
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Adenau
Wie gesagt... es gibt keinen Grund, warum eine LED nicht auch nahe des Nullpunktes leuchten soll. Halbleitertechnik wird bei niedrigeren Temperaturen begünstigt. Der Wirkungsgrad verbessert sich.

Bei einer Weltraumlampe müssten natürlich die ganzen anderen Komponenten entsprechend abgestimmt sein. Z.B. könnte man ja Strom aus einem kleinen Kernreaktor gewinnen. :D
Für die Ökos gehen im Weltraum auch Solarzellen, wenn es Sonne gibt. ;) Aber Raumsonden setzen ja auch irgendwelche Akkus ein. Die müssten dann aber beheizt oder besonders gut isoliert sein.

Gruß
Ingo