Taschenlampe als Fahrradlicht - doch wie am besten Blendwirkung reduzieren?

24 November 2017
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Hallo zusammen,
bei Dunkelheit nutze ich in der Regel meine Thrunite TN12 oder gelegentlich auch eine Olight S30R II als Fahrradlicht vorne in Verbindung mit einem selbstgebauten Tagfahrlicht, das hauptsächlich dazu gedacht ist, von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen zu werden. Bisher handhabe ich es so, dass ich die Taschenlampe bei Gegenverkehr abschalte oder je nach Zustand der Straße wenigstens stark dimme, denn durch den verhältnismäßig hohen Abstrahlwinkel blendet diese Lampe nunmal.
Ich habe nun darüber nachgedacht, ob man sich nicht eine Art Aufsatz oder ähnliches basteln könnte, welche man vorne aufsetzt, um somit den Lichtkegel an den Seiten und besonders nach oben hin zu verkleinern. Was ich mich jedoch frage ist, wie und aus welchem Material man das am besten machen könnte.
Hat jemand von euch so etwas schon mal gemacht?
 

amaretto

Moderator
Teammitglied
12 August 2010
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NRW
Thema Fahr-/Abblendlicht beim Bike:

Bei Reflektoren bekommt man meist nur unbefriedigende Ergebnisse mit einer Abschattung. Es ist eine recht große Blende erforderlich, die man über die Lampe stülpt. Diese sollte aus nicht reflektierendem Material (z.B. schwarzer Kunststoff) sein. Beide von dir genannten Lampen würde ich nicht dazu benutzen.

Abgesehen von rechtlichen Fragen wegen einer StVO-Zulassung müssen Bastellösungen unbedingt die Blendung von Verkehrsteilnehmern ausschließen. Wichtigster Aspekt ist eine klare Hell-Dunkel-Grenze bei der Abstrahlung. Am leichtesten hat man es mit voll defokussierten Kollimatorlampen. Bei ihnen genügt es in der Regel, das obere Drittel (besser: obere Hälfte) des Lichtaustritts blickdicht abzudecken (dazu eignet sich schwarzes Gaffatape) und den nun relativ scharf abgegrenzten Lichtkegel sorgfältig waagerecht + horizontal leicht nach unten auszurichten. Natürlich muss die Lampe so gut befestigt sein, dass sich der Lichtkegel nicht verstellen kann.

Hab ich schon öfter gemacht, wenn wir auf Feldwegen unterwegs waren, funktioniert.
 
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angerdan

Flashaholic**
30 Dezember 2011
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Im Sinne des Threadtitels lässt sich sagen, dass die Blendwirkung nur mit einer langen Blende in Verbindung mit dem Ausrichten der TaLa auf etwa 5m vor dem Rad größtenteils Blendfrei wird.
Denn die hohe Leuchtdichte von Taschenlampen ist einfach nicht dafür ausgelegt, blendfrei Licht zu liefern.

Die meisten halbwegs vernünftigen zugelassenen Fahrradleuchten haben einen optischen Reflektor, womit gleich vier Ziele erreicht werden:
  • verdeckt liegende LED, keine Blendung durch den Chip direkt
  • größere Abstrahlfläche, reduziert Blendwirkung (bei korrekter Einstellung)
    scharfe Hell/Dunkel-Grenze, minimiert Blendwirkung (bei korrekter Einstellung)
  • Abstrahlwinkel- und Fläche für den Nutzungszweck berechnet, deutlich bessere Sicht bei gleichem Lichtstrom wie mit einer TaLa
Neben den StVZO-Zugelassenen Fahrradlampen gibt es auch ein paar nennenswerte Lampen, welche prinzipiell die technischen Voraussetzungen bieten, aber einen höheren Lichtstrom liefern.
Etwa die Specialized Flux Expert, Philips ActiveRide und Outbound Lights Focal Series.

Bei den zugelassenen Leuchten mit integriertem Akku sind die B&M Ixon Space, IQ-X Speed und Trelock LS 760 in der Klasse mit 100-150lx auch für Flashies interessant.
 

stefan-1

Flashaholic*
25 Oktober 2017
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Niederbayern
Ixon IQ (40 lx, hab' ich selbst) und IQ Premium (80 lx) sind, je nach Lieferumfang, deutlich günstiger als die Space. Die ist aber a) cool-nerdig mit ihrem Star-Trek Touch-Slider und b) mit 150 lx auf der Straße richtig hell. Am Weihnachtsbaum die Lampen...

S.
 
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29 August 2016
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Bei uns verbauen wir KENDO by Spanninga 20 LUX Frontlichter für unsere NCM E-Bikes. Das machen wir schon seit einer ganzen Weile und ich muss sagen das ich sehr zufrieden mit ihnen bin.
 

mayer12

Flashaholic
12 September 2013
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Also ich stelle meine Led-Lampe (500 Lumen) immer so, dass sie ca. 6 Meter vor mir die Straße ausleuchtet. Was soll da blenden?
 
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angerdan

Flashaholic**
30 Dezember 2011
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Streulicht, die direkt sichtbaren LED-Chips - besonders bei Dunkelheit.
Bei zugelassenen Scheinwerfern ist die Hell-Dunkel-Grenze klar definiert (Winkel sowie maximal zulässiger Lichtstrom oberhalb des Winkels).
Bei Reflektorleuchten ist die LED immer indirekt verbaut und wird über den Reflektor weitergeleitet.
 

mayer12

Flashaholic
12 September 2013
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Also die 500 Lumen vor mich gerichtet, blenden mich nicht im geringsten. Letztens hatte ich die kleine Lampe vergessen und musste die Emisar D4S nehmen, selbst da blendet die Straße nicht. Manchmal kommen einem ja serienmäßige Fahrradfunzeln entgegen, die haben zwar eine geringe Lichtleistung, blenden jedoch extrem stark, weil sie einfach zu hoch gestellt sind.
 
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Meyer

Flashaholic*
29 November 2013
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Also die 500 Lumen vor mich gerichtet, blenden mich nicht im geringsten.
Die "Eigenblendung" per Taschenlampe hängt u.a. von der Umgebung ab, in der man fährt. Und davon, ob man eher einen Thrower oder eher einen Flooder hat.

Bei den serienmäßigen Fahrradfunzeln hat man die Wahl der Qual. Sie lassen sich im Fahrbetrieb nicht sonderlich bequem exakt einstellen und im Stand fehlt, solange nur ein Dynamo vorhanden ist, der Saft dazu. Genügend viele Leute stellen den Scheinwerfer zu hoch ein, um vom Kfz-Verkehr auf möglichst große Distanz erkannt zu werden. Auf dem Radweg sind solche Vögel natürlich lästig und dürften erst dann nachbessern, wenn die akustischen Rückmeldungen genügend zahlreich und häufig sind.

Zu Zeiten des 2,4W - Glühobstes vorne war die Blendwirkung der schwachen Scheinwerfer weniger problematisch, vielleicht mit Ausnahme der reichlich bündelnden Elio Nova Halogen. Aber wer den nachgerüstet hat, dürfte sich recht häufig darum gekümmert haben, dass er nicht in den Himmel strahlte.

Eine Kontrolle der Scheinwerfer-Einstellung im Fahrbetrieb ist nie verkehrt, zumal im Alltagsbetrieb an Fahrradständern gar merkwürdige Dinge passieren können.
 
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