Kurzvergleich Gleichstrom-Zangenamperemeter CM2, MS5112B

sma

Flashaholic**
8 Januar 2011
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Aalen/Ulm, um, und herum
Für die Freunde der berührungslosen Strommessung,
hier ein schneller Vergleich von zwei Zangenamperemetern mit einem Multimeter.
Kein Review (da stecke ich auch nicht genug in der Materie drin), sondern ein Schnappschuß.

Die Kandidaten:
Benning CM2 (~155 EUR)
Mastech MS2115B (~50 EUR)
Unitech UT61C (mangels einer kalibrierten Referenz hier die Vorgabe)

Anlaß: ich habe mir das Mastech zugelegt, da es höhere Ströme messen kann (bei unseren Leuchten allerdings irrelevant).

Zillax hatte sich dieses Mastech vor einiger Zeit auch schon angesehen, hatte aber nach einiger Zeit leider einen Teilausfall.

Aufbau siehe Bild. Es handelt sich einfach um die abgelesenen Werte. Das bedeutet keine absolute Genauigkeit. Dazu gehören ohne sehr ausführliche Messungen also noch die Datenblätter (Toleranzen in Digits und absolut). Und es gibt ja auch noch weitere Einflüsse wie Temperaturen, Batteriestand, Alter, etc.

Strom [A] UT61C CM2 MS5115B
0.054 0.05-0.06 0.06-0.07
0.105 0.11 0.10-0.12
0.505 0.51-0.52 0.48-0.52
1.011 1.04 1.00-1.02
3.001 3.06 2.96-2.98
5.000 5.07-5.08 4.95-4.99


Das Mastech schlägt sich ziemlich gut! Beim Benning gefällt mir aber die merklich kleinere Zange sehr gut. (Immer im Hinterkopf behalten: wenn man die Möglichkeit hat, kann man ein längeres Kabel mehrfach um die Zange wickeln, um den Fehler zu verkleinern. Wenn es das nicht gibt, kann eine kleine Zange an engen Stellen ein Kriterium sein.)

Bei den Zangenamperemetern muß man stark darauf achten, daß der Nullpunkt korrekt gesetzt ist. Der Offset ändert sich schon, sobald das Gerät bewegt wird (Erdmagnetfeld), manchmal auch schon nach Messungen. Das Mastech war da nervöser als das Benning.


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Ziliax

Flashaholic
27 November 2012
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Leipzig
Ganz nach dem Vorbild von Sma habe ich mir auch mal meine beiden Zangenmessgeräte geschnappt und an eine Gleichstromquelle angeschlossen.

Zu Hause benutze ich das Uni-T UT 203, beruflich das Voltcraft VC-521. Zum Vergleich dient das Multimeter Uni-T UT61B. Die beiden Zangenamperemeter waren auf den 40 A-Gleichstrommessbereich eingestellt, das Multimeter war im 10A-Messbereich mit manueller Bereichswahl auf zwei Nachkommastellen. Die Zangenmessgeräte wurden nach dem Aufbau der Messschaltung mit der Relativ-Funktion auf Null gesetzt, danach nicht mehr bewegt. Die Stromquelle (altes Labornetzteil) wurde so eingestellt, das am Multimeter der gewünschte Wert ohne Schwankungen angezeigt wurde.

29369


UT61B UT203 VC-521
Strom [A]
5,00 5,07-5,09 5,10-5,13
4,00 4,06-4,09 4,08-4,11
3,00 3,04-3,08 2,98-3,01
2,00 2,02-2,05 1,96-2,00
1,00 1,00-1,03 0,92-0,94
0,50 0,48-0,51 0,42-0,44
----
5,00 5,07-5,10 5,03-5,08
0 0,00-0,03 0,08-0,10



Die Werte beider Zangenmultimeter schwankten im angegebenen Bereich. Nach der Messreihe von 5A bis 0,5A wurde die Stromquelle nochmal auf 5,00 A eingestellt. Zu guter letzt wurde der Stromkreis unterbrochen, um herauszufinden, ob sich die Nullstellung vor der Messung verändert hat.

Mein Fazit: Beide Messgeräte sind für die Messung kleiner Ströme zu ungenau, wobei das UT203 weniger ungenau ist.
 

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Heinrich

Flashaholic**
28 Juni 2013
2.059
848
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Ruhrpott
Mein Fazit: Beide Messgeräte sind für die Messung kleiner Ströme zu ungenau, wobei das UT203 weniger ungenau ist.

10% sind natürlich schon recht viel, aber wenn man bedenkt das man sich kein Messfehler in die Schaltung einbaut, kann das immer noch genauer sein als ein normales Amperemeter.
Man kann die Messgenauigkeit noch etwas erhöhen in dem Man die Zange dreht also 2 mal misst und die beiden Messwerte mittelt.

mfg
 

sma

Flashaholic**
8 Januar 2011
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Aalen/Ulm, um, und herum
10% sind natürlich schon recht viel, aber wenn man bedenkt das man sich kein Messfehler in die Schaltung einbaut, kann das immer noch genauer sein als ein normales Amperemeter.

und dieser Messfehler kann sich stärker äußern, als man im ersten Moment vermuten mag: bei Messungen an der TN31 (Widerstandsmod) waren die Unterschiede nicht mehr im Prozent sondern im Ampere-Bereich. Trotz passabler Strippen ging der Treiber bei Multimeter-Messung dennoch etwas in die Knie, da er aufgrund des Widerstandsmods eh schon an der Grenze lief.

Und 40 EUR für das Uni-T ist ein klasse Preis für solche Widerstandsmod-Messungen. Da wären selbst 5-10% noch kein Problem, aber bei denen hat man ja auch noch die Möglichkeit, mehrfach um die Zange zu wickeln.
 

Potassium

Flashaholic*
17 November 2013
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Wien
Sagt mal kann man die Zange direkt um die Lampe halten um den Strom darin zu messen oder muss ich erst eine Verkabelung bauen?
 

Wieselflinkpro

Flashaholic***
1 Dezember 2014
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Goslar
Selbst nur um das Kabel, z.B. Bei Kopflampen, halten reicht auch nicht. Man muss es nur um das Plus ODER Minus-Kabel klemmen.

Der Strom im Plus und Minus-Kabel gleicht sich aus, so dass man da nichts messen kann.
 
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mkr

Flashaholic***²
2 Februar 2013
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Nanda Parbat
Sagt mal kann man die Zange direkt um die Lampe halten um den Strom darin zu messen
Nee, das geht nicht. :)

(Ich musste gerade lachen, weil ich mir so ein Ding genau für diesen Zweck gekauft hatte, weil ich dachte, es ginge vielleicht, aber es geht definitiv nicht.)

Viele Grüße,
Markus
 

Potassium

Flashaholic*
17 November 2013
458
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Wien
Das Problem ist, dass ich zB bei den Convoys einfach keine gscheite Verbindung zwischen Anode und dem Gehäuse herbekomm und somit der Strom (meiner Meinung nach) viel zu niedrig angezeigt wird. Hab gehofft, dass es damit zu lösen ist...:(
 

Wieselflinkpro

Flashaholic***
1 Dezember 2014
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Goslar
Man muss sich ein längeres Kabel zwischen Treiber und LED löten, damit man mit der Zange dazwischen kommt.

Und wichtig ist ein Zangenmultimeter, dass auch Gleichstrom messen kann.
 

Kafuzke

Flashaholic**
23 November 2015
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Kaisersesch
kafuzke.de
Möchte den Thread nochmal ausgraben. Weil das Display meines günstigen DMM stirbt, muss was anderes her. Nun gefallen mir die Kombis mit Zange wie z. B. das UNI-T UT203 was bei BG rund 35 € kostet.
Kann ich Strom auch mit den Messschnüren messen (klar aufgetrennter Stromkreis) oder nur ausschließlich mit der Zange?
 

Beaker

Flashaholic*
20 Januar 2016
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Berlin
Das 203 kenne ich nicht, sondern ich habe das UT210E. Das ist absolut klasse (verwende es allerdings meist nur für Strommessungen) und bei Amazon DE für ca. 32.- EUR schnell zu erhalten.
Geht "nur" bis 100 Ampere, kann den Strom nur über die Zange messen.
 
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Wieselflinkpro

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1 Dezember 2014
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Uwe-D

Flashaholic**
19 Dezember 2015
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Ojen / Spanien
Zangen Strom Multimeter, die bis 100A messen, müssen im mA Bereich wohl eine ziemlich große Tolleranz haben.
Für unsere Zwecke reichen eigentlich 20/30A Maximalstrom vollkommen aus. Es spielt wohl auch die Zangengröße in Bezug auf die Tolleranz eine Rolle.
Kennt jemand ein relativ günstiges Gerät, welches nur bis 20/30A DC misst?
Angeblich kann man ja das Kabel mehrfach um die Zange legen. Dann soll man (bei jeder Schleife) den Messwert halbieren. Stimmt das ? Hat das von Euch schon mal jemand ausprobiert, und wird dann die Messtolleranz kleiner ?
 

Wieselflinkpro

Flashaholic***
1 Dezember 2014
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Goslar
Das UT210E hat hierfür extra einen Messbereich von 2A, 20A und 100A, damit die Messtoleranz bei kleinen Strömen abnimmt.

Man dividiert das Messergebnis durch die Anzahl der Umwicklungen. D.h. je Halbieren wäre ein exponetielles Verhalten, was nicht er Fall ist.
Je öfter man es umwickelt, desto länger muss die Messstrippe sein und desto höher der Widerstand dieser. D.h. das ist eine höhere Fehlerquelle als die Messungenauigkeit. Die Messtoleranz ist absolut zum Messbereich und hat meist nichts mit der gemessenen Stromstärke zu tun.

Inwieweit die Zangengröße relevant ist, kann ich nicht sagen.
 

Onkel Otto

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20 November 2015
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Hi :),

ich habe mir gerade das "UT210E" (32€) bestellt. Teardown <klick>, Genauigkeit <klick>.

Auch beim UT203 sind vermutlich keine Sicherungen eingebaut und
auch die Symbole an den Buchsen legen die Vermutung sehr nahe,
dass die Strommessung nur mit der Zange möglich ist.

Greetings
Klaus

PS: guten Morgen Klaus, 5 Posts zu langsam ...
 
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0kay

Flashaholic**
12 August 2016
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Ich hatte in einem Prüflabor gearbeitet und dort zur jährlichen Kalibrierung der Meßgeräte an einer schwachen Stromquelle "Stromverstärker"-Spulen gewickelt, zum Beispiel hundert Windungen um den Anzeigewert 100x Eingangsstrom zu haben.

Es stellte sich heraus, daß die damit gemessenen Ströme exakt waren, die Spule mußte nicht sehr groß sein. Auch die Position der Zange im Stromfeld war unkritisch. Bei Bewegung gab's eine kurzzeitige Veränderung, mehr nicht.

Kritisch war der in der Spule induzierte Spannungsimpuls beim Einschalten, der hatte im Meßaufbau ein teures Gerät zerschossen. Mit einer Diode und einer Z-Diode und einer zweiten solchen Schaltung antiparallel (an den Kabeln der Spule dauerhaft angeschlossen) wurde das Meßgerät für die Zukunft geschützt.

Ein niedrigohmiger Widerstand z. B. in eine Tailcap eingelötet und daran angeschlossene Meßkabel für den Spannungsabfall scheinen mir sinnvoller, weil lange, dünne Kabel für den Meßaufbau den Stromfluß durch ihren Widerstand stark reduzieren.
 
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0kay

Flashaholic**
12 August 2016
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Vielleicht eine vergoldete, selbst geätzte Platine mit einem inneren Pol und Feder zum Andrücken an das Lampenrohr, oben ein 0,01-R aufgelötet, parallel dazu bifilar verdrillte Meßkabel zum Multimeter für die am Meßaufbau abfallende Spannung.
Wenn die Platine etwas größer gewählt wird passt das für unterschiedlich dicke Lampenrohre.

Die Meßwerte wären vielleicht etwas geschönt, weil der Innenwiderstand des Tail-Clicky wegfällt.
 

schopi68

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Die Messtoleranz ist absolut zum Messbereich und hat meist nichts mit der gemessenen Stromstärke zu tun.
.

Ähm, da muss ich widersprechen, das gilt so wie Du es sagst für Analogmultimeter, dort bezieht sich die Toleranz immer auf den Endausschlag. Bei Digitalmultimetern hingegen bezieht sie sich auf den Meßwert. Die dazukommende absolute Toleranz wird in den Datenblättern noch als +-...Digits aufgeschlagen.
 

schopi68

Flashaholic**
1 Dezember 2011
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BTW: das UT210E wird auch von Conrad als Voltcraft VC-330 vertrieben. UNI-T gibt selber in Deutschland ja keinen Support, Conrad hingegen macht das - wäre evtl. eine Alternative.

Der größere Bruder vom UT210E ist übrigens das UT211B (auch preislich deutlich größer). Das UT211B ist ein kleines bischen genauer (was nicht weiter relevant ist), hat aber 6000 Counts gegenüber 2000 Counts beim UT210E, dementsprechend geht der kleinste DC-Strommessbereich bei 6A.
 
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... dementsprechend geht der kleinste DC-Strommessbereich bei 6A.

Ist das bei der Messung von kleinen DC-Strömen nicht von Nachteil, weil dann
der dynamische Bereich der Hallsonde mitsamt Verstärkung auf einen Bereich
von 0 bis 6 A und nicht auf 0 bis 2 A abgebildet wird ?

S/N-Ratio --> Youtube @ 3:29

Greetings
Klaus
 
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schopi68

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Ist das bei der Messung von kleinen DC-Strömen nicht von Nachteil...

Nun, bei diesem Gerät wohl nicht:

UT211B: 0-6A, Genauigkeit +-(2%+5)
UT210E: 0-2A, Genauigkeit +-(2%+8)

Das UT210E hat hier also sogar etwas schlechtere Werte. Ist ja in erster Linie eine Frage der Verstärkung und AD-Wandlung, die Hallsensoren sind ja nicht umschaltbar.
 
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Ich habe das UT210E mit meinen anderen DMMs verglichen und
bin von dem gebotenen ganz angetan :). Nettes Teil.

Hier, rein exemplarisch, ein Vergleich DC @ 4.2V, 1.2V und 200mA.
Passt prima.

Greetings
Klaus

IMG_1870_crop_norm24_c4h-4_1024_s25_85std.jpg

IMG_1876_crop_norm24_c4h-4_1024_s25_85std.jpg

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:), ja, das Metex war damals (>30 Jahre ?, noch zu meiner Funkerzeit) mein erstes "gutes" DMM.

Leider habe ich von gut 10 Jahren einmal im Stess versehentlich den Innenwiderstand der Autobatterie
gemessen ... :pfeifen:

Nachdem das arme DMM gute 3 Monante auf dem Balkon auslüften durfte <räusper>, funktioniert es nur
noch mit einigen Einschränkungen ... :rolleyes: ... ja, ja, dumme Geschichte, das ...

Das 401 ist eher ein Schätzeisen, ich habe ein Kabel mit 2x Banane fest montiert.
Das VC86 ist von der Handhabung nicht so mein Ding - doch das kleine Uni-T macht sich gut.

Greetings
Klaus
 
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Flummi

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26 Oktober 2015
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Da fehlt was "richtiges", Fluke, Metrawatt o.ä. Uni-T ist Spielzeug. ;)

Zur privaten Nutzung? Kann ich dann mit 5 Stellen hinter dem Komma ausrechnen/messen, wie lange meine TL (in µs) leuchten wird?
Aber ich verstehe, was Du meinst. Geht wohl mehr um die Freude an "etwas Gutem/Besonderen". :)

OT
Als Jugendlicher träumte ich immer von einem 20MHz-Oszilloskop von Conrad (damals 1300 Mark). Was man damit alles machen kann...so viele Knöpfe...
Gebraucht hatte ich ein Oszi nur 1x zur Reparatur eines Fernsehers (und da hatte ich mir eins ausgeliehen).

Technik-Nostalgie ist mir auch nicht fern, versuche aber mittlerweile, davon Abstand zu gewinnen. Ich habe erst kürzlich DIE Grafikkarte weggeworfen. Eine Trident 8900 mit 2MB Speicher. Mit der konnte man bei einer Auflösung von 800x600 Pixel TrueColor darstellen. Diese unglaubliche Farbvielfalt! Windows-Beschleuniger-Funktionen kamen kurz darauf raus, 3D-Funktionen waren noch unbekannt. Ich musste im Sommer 4 Wochen am Band jobben, um mir die leisten zu können.
...das macht sie aber aus heutiger Sicht nicht wertiger :(.
 
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Onkel Otto

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Da fehlt was "richtiges", Fluke, Metrawatt o.ä. Uni-T ist Spielzeug. ;)

... womit Du den Hauptanwendungsbereich meiner DMMs treffend benannt hast.

Beruflich habe ich regelhaft mit DC-Spannungen von 500-1200 V und 3000-5000 V zu tun,
weiß also wann ich auf sehr gute Qualität beim Werkzeug nicht verzichten kann/will.

Doch privat sind meine Anforderungen andere. Zwar bin ich ein ausgewiesener Freund von
Premiumprodukten und als ich das UT71D gekauft habe, habe ich auch bei Fluke und Flir
geschaut, doch diese Geräte haben im unteren Schutzkleinspannungs-Bereich für mich
einen schlechten FEF*.

Oder anders gefragt: Welche Vorteile würde mir ein schönes Fluke oder Metrawatt bieten ?

Greetings
Klaus

(*) FEF : Fez-zu-Euro-Faktor :)
 
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0kay

Flashaholic**
12 August 2016
1.491
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Zur privaten Nutzung? Kann ich dann mit 5 Stellen hinter dem Komma ausrechnen/messen, wie lange meine TL (in µs) leuchten wird?
Aber ich verstehe, was Du meinst. Geht wohl mehr um die Freude an "etwas Gutem/Besonderen". :)

OT
Als Jugendlicher träumte ich immer von einem 20MHz-Oszilloskop von Conrad (damals 1300 Mark). Was man damit alles machen kann...so viele Knöpfe...
Gebraucht hatte ich ein Oszi nur 1x zur Reparatur eines Fernsehers (und da hatte ich mir eins ausgeliehen).

Technik-Nostalgie ist mir auch nicht fern, versuche aber mittlerweile, davon Abstand zu gewinnen. Ich habe erst kürzlich DIE Grafikkarte weggeworfen. Eine Trident 8900 mit 2MB Speicher. Mit der konnte man bei einer Auflösung von 800x600 Pixel TrueColor darstellen. Diese unglaubliche Farbvielfalt! Windows-Beschleuniger-Funktionen kamen kurz darauf raus, 3D-Funktionen waren noch unbekannt. Ich musste im Sommer 4 Wochen am Band jobben, um mir die leisten zu können.
...das macht sie aber aus heutiger Sicht nicht wertiger :(.
Da kam 1995 in den PC-Laden ein Kunde, der sich ein paar Tage vorher eine Matrox-3D-Grafikkarte gekauft hatte für gut 400DM. Er war beim Fummeln am CPU-Kühler mit dem Schraubenzieher abgerutscht und hatte dabei auf der Grafikkarte einiges abgerissen, eigentlich galt das schon damals als Schrott. In der Werkstatt gab es noch genau einen Billig-Lötkolben aus alten Tagen. Mit dem hatte ich dann einzelne Äderchen aus einer Kupferlitze fliegend frei verdrahtet und anschließend mit Heißkleber fixiert. Das Ding lief dann wieder, nur der Erweiterungsport für eine zusätzliche Grafikkarte war nicht mehr nutzbar.