Gestern habe ich mir ein hoch interessantes Video zum Thema Langlebigkeit von Li-Ion Akkus in Autos angeschaut:
Video:
Kann ich nur empfehlen!
Die Leute in der Universität dort haben hoch-präzise Ladegeräte entwickelt, welche die geladene und entladene Kapazität von Akkus mit extremer Genauigkeit messen können. Das ist wichtig, weil sie dadurch innerhalb von wenigen Zyklen Veränderungen in den Akkus messen können, die man sonst nur sieht, wenn man die Akkus bis zum Ausfall testet. Dadurch kann man viel schneller neue Prototypen testen und die Akkus schneller weiterentwickeln.
Coulomb-Effizienz CE = Qd/Qc
Entladener Strom Qd = I * td (Strom mal Zeit)
Geladener Strom Qc = I * tc (Strom mal Zeit)
Coulomb-Ineffizienz = 1-CE
Eine direkte Korrelation zur möglichen Zyklenzahl eines Akkus besteht, wenn man den Wert 1/(1-CE) nimmt.
Außerdem haben sie sinnvolle Parameter für die Akkutests entwickelt. Da heißt vor allem, dass sie auch mal langsamer ge- & entladen haben. Die Akkuhersteller testen nämlich oftmals nur die Lebensdauer bei hohen Strömen, also hunderte Zyklen innerhalb von 30 Tagen. Für Elektroautos ist das aber unrealistisch, da sich heraus gestellt hat, dass die Zeit die eine Zelle bei voll aufgeladener Spannung (also >4V) verbringt kritisch ist! Das wissen natürlich viele hier schon, aber wie kritisch es tatsächlich ist, wissen wahrscheinlich die wenigsten. Hieraus kann man z.B. schlussfolgern, dass es sehr schlecht ist sein Handy nachts aufzuladen. Dadurch verbringt es nämlich die halbe bis ganze Nacht bei 4,2 oder sogar 4,3V, was sehr schädigend ist! Sicherlich ein Grund, warum die Kapazität bereits nach 2 Jahren stark nachlässt.
Jetzt fragt man sich natürlich, wie man die Coulomb-Effizienz und die Zyklenzahl verbessern kann. Das geht über Additive zur Elektrolytflüssigkeit. Wichtig ist, dass man nicht nur einzelne Additive ausprobiert, sondern mehrere in Kombination. Das ist etwas was die Akkuhersteller noch nicht ausreichend getan haben. Mit 5 Additiven in der richtigen Kombination kriegt man es jetzt schon hin die Coulomb-Effizienz auf das 20-fache zu verbessern gegenüber gar keinen Additiven.
Es hat sich außerdem herausgestellt, dass man mit LiCoO2-Zellen die höchste Lebensdauer erreichen kann. Besser noch als mit Li(NiMnCo)O2, LiFePO4 und LiMn2O2.
Was man außerdem nicht machen darf, ist die Akkus warm werden zu lassen, da sich die Coulom-Effizienz sonst verschlechtert. In warmen Gegenden ist das in Bezug auf Autos sehr wichtig. Die fehlende Temperaturüberwachung & -regelung im Nissan Leaf führte zu einer sehr schnellen Kapazitätsverringerung (über 27,5% Kapazitätsverlust in den ersten 1 bis 2 Jahren) der eingebauten Zellen bei Autos, die im südlichen Kalifornien und in Arizona benutzt wurden. Es half auch nicht, dass sie nicht die optimale Zellchemie benutzen (Li(NiMnCo)O2 und LiMn2O2). Details findet man in der Class Action Complaint, die einige Besitzer in diesen Gegenden gestellt haben.
Als positives Beispiel gilt natürlich der Tesla Model S. Dort werden LiCoO2-Zellen benutzt, dauerhaft überwacht und bei Bedarf aktiv gekühlt!
Video:
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Die Leute in der Universität dort haben hoch-präzise Ladegeräte entwickelt, welche die geladene und entladene Kapazität von Akkus mit extremer Genauigkeit messen können. Das ist wichtig, weil sie dadurch innerhalb von wenigen Zyklen Veränderungen in den Akkus messen können, die man sonst nur sieht, wenn man die Akkus bis zum Ausfall testet. Dadurch kann man viel schneller neue Prototypen testen und die Akkus schneller weiterentwickeln.
Coulomb-Effizienz CE = Qd/Qc
Entladener Strom Qd = I * td (Strom mal Zeit)
Geladener Strom Qc = I * tc (Strom mal Zeit)
Coulomb-Ineffizienz = 1-CE
Eine direkte Korrelation zur möglichen Zyklenzahl eines Akkus besteht, wenn man den Wert 1/(1-CE) nimmt.
Außerdem haben sie sinnvolle Parameter für die Akkutests entwickelt. Da heißt vor allem, dass sie auch mal langsamer ge- & entladen haben. Die Akkuhersteller testen nämlich oftmals nur die Lebensdauer bei hohen Strömen, also hunderte Zyklen innerhalb von 30 Tagen. Für Elektroautos ist das aber unrealistisch, da sich heraus gestellt hat, dass die Zeit die eine Zelle bei voll aufgeladener Spannung (also >4V) verbringt kritisch ist! Das wissen natürlich viele hier schon, aber wie kritisch es tatsächlich ist, wissen wahrscheinlich die wenigsten. Hieraus kann man z.B. schlussfolgern, dass es sehr schlecht ist sein Handy nachts aufzuladen. Dadurch verbringt es nämlich die halbe bis ganze Nacht bei 4,2 oder sogar 4,3V, was sehr schädigend ist! Sicherlich ein Grund, warum die Kapazität bereits nach 2 Jahren stark nachlässt.
Jetzt fragt man sich natürlich, wie man die Coulomb-Effizienz und die Zyklenzahl verbessern kann. Das geht über Additive zur Elektrolytflüssigkeit. Wichtig ist, dass man nicht nur einzelne Additive ausprobiert, sondern mehrere in Kombination. Das ist etwas was die Akkuhersteller noch nicht ausreichend getan haben. Mit 5 Additiven in der richtigen Kombination kriegt man es jetzt schon hin die Coulomb-Effizienz auf das 20-fache zu verbessern gegenüber gar keinen Additiven.
Es hat sich außerdem herausgestellt, dass man mit LiCoO2-Zellen die höchste Lebensdauer erreichen kann. Besser noch als mit Li(NiMnCo)O2, LiFePO4 und LiMn2O2.
Was man außerdem nicht machen darf, ist die Akkus warm werden zu lassen, da sich die Coulom-Effizienz sonst verschlechtert. In warmen Gegenden ist das in Bezug auf Autos sehr wichtig. Die fehlende Temperaturüberwachung & -regelung im Nissan Leaf führte zu einer sehr schnellen Kapazitätsverringerung (über 27,5% Kapazitätsverlust in den ersten 1 bis 2 Jahren) der eingebauten Zellen bei Autos, die im südlichen Kalifornien und in Arizona benutzt wurden. Es half auch nicht, dass sie nicht die optimale Zellchemie benutzen (Li(NiMnCo)O2 und LiMn2O2). Details findet man in der Class Action Complaint, die einige Besitzer in diesen Gegenden gestellt haben.
Als positives Beispiel gilt natürlich der Tesla Model S. Dort werden LiCoO2-Zellen benutzt, dauerhaft überwacht und bei Bedarf aktiv gekühlt!
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