[LED-Test / Review] Luminus SFT-40 3000/6500 K (typ. 95/70 CRI) – perfekt in Optiken, hohe Leuchtdichte

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
4.140
5.940
113
nahe Köln
LED-Test / Review
DE


Luminus Specialty White SFT-40 (3000 / 6500 K)​


24.10.2023



Die Luminus SFT-40 ist bereits seit einiger Zeit auf dem Markt. Zur Markteinführung nur in kaltweißer Lichtfarbe verfügbar, gab es für kurze Zeit auch eine warmweiße Variante mit hoher Farbwiedergabe, was diesen Emitter in der Tat zu etwas Besonderem macht, da er hohe Leuchtdichte mit gleichzeitig guter Lichtqualität und warmer Lichtfarbe kombiniert.

Die kaltweiße SFT-40 wurde November 2022 bei Mouser erworben, die warmweiße SFT-40 dagegen bei Kaidomain (sie war - soweit bekannt - auch nur dort verfügbar).


Technische Daten​


Tj 85 °C, If 1,500 mA


Typ: single die
Binning: N4 (min 594, max 634 lm)/L5
Farbgruppierung: 652/HB4 (6500/3000 K)
CRI: typ. 65/95

Nennspannung: typ. 2.8 V
Max. Vorwärtsstrom: 8,000 mA
Max. Spitzenstrom: 10,000 mA
Abstrahlwinkel: 120 °
Wärmewiderstand: 0.7 K/W
Max. Temperatur Tj: max. 150 °C


Offizielles Datenblatt: SFT-40 (nur kaltweiß, WxS) (PDF, 1,9 MB)


Äußerliches Erscheinungsbild​


Die SFT-40 ist eine LED ohne Silikondome, ähnlich der Cree XP-L HI oder Nichia 719A. Der von weißem Silikon umgegebenen LED-Chip sitzt auf einem grauen Keramiksubstrat und wird mit ingesamt vier Bondingdrähten angeschlossen, wodurch dieser Emitter in klassischer lateraler Bauart gefertigt ist.
Ein goldfarbener Metallrahmen dient als Umgrenzung für die weiße Vergussmasse. Dies macht diese LED sehr robust, was das Handling einfach macht, ohne besondere Schutzvorkehrungen zu treffen. Auf Staub- und Partikelfreiheit auf dem Emitter ist allerdings weiterhin zu achten!

Links auf den folgenden Bildern ist die warmweiße Variante abgebildet, rechts die kaltweiße.


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Der Emitter ist 5,00 x 5,00 mm groß. Sämtliches Zubehör für XM-LEDs (5050) kann somit verwendet werden, und dank des symmetrischen Packages sind auch per Drehbank hergestellte Zentrierhilfen verwendbar.


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Das Footprint ist uneingeschränkt mit XM- bzw. 5050-Boards kompatibel, allerdings ragen die einzelnen Kontaktflächen deutlich sichtbar aus dem grauen Substrat hervor, was auch für das Thermal Pad gilt. Dies sorgt für eine vermeintlich "schlechte" Verlötung mit "Lücken", obwohl die LED fest auf dem LED-Board sitzt (siehe auch seitliche Abbildung der LED).


Leuchtfläche​



Die Leuchtfläche besteht aus einem einzigen LED-Chip. Dank der klassischen Bauweise wird kein oder nur sehr wenig Licht seitlich abgestrahlt, was die optischen Eigenschaften deutlich verbessern sollte. Die fehlenden Ecken sollten zudem das Lichtbild in Reflektoren weiter verbessern, da sich der LED-Chip so mehr einer runden Oberfläche angleicht.


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Die Leuchtfläche ist 4,02 mm² groß. Unterschiede gibt es zwischen den beiden Versionen nicht. Der LED-Chip besitzt Anschlüsse in allen vier Ecken, was im Vergleich zu LEDs mit nur zwei Bondierungsdrähten die Spannungs-Charakteristik verbessern sollte. Seitliche Abstrahlung wurde hier auf ein Minimum reduziert; dies sollte keinen signifikanten Einfluss auf die Leuchtdichte haben.


Leistung und Überbestrombarkeit​



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Innerhalb offizieller Parameter:
  • bei 8,000 mA (offizieller Maximalstrom): 2521/1384 lm @ 3,47/3,55 V
  • Leistung bei offiziellem Maximum: 27,8/28,4 W
  • Effizienz bei 8,000 mA: 90,8/48,8 lm/W

LEDs ohne Silikondome besitzen bauartbedingt einen um 15-20 % verringerten Lichtstrom (verglichen mit Äquivalent mit Silikondome), bei gleichzeitig gesteigerter Leuchtdichte.
Die SFT-40 in 3000 K besitzt eine erstaunlich geringe Effizienz. Hier ist eindeutig, dass die erreichbare Effizienz dem Ziel einer möglichst perfekten Lichtqualität untergeordnet wurde. Die 3000 K-Variante besitzt eine um fast 80 % geringere Effizienz. So einen deutlichen Unterschied habe ich hier nicht erwartet.
Die Vf unterscheidet sich bei beiden Varianten minimal, um 70-110 mV. Dies ist nicht wirklich viel und könnte schlicht Serienstreuung darstellen, zumal Luminus für die Vorwärtsspannung einen relativen großen Bereich im Datenblatt angibt. Der LED-Chip scheint für beide Varianten identisch zu sein, die veränderte Lichtqualität der warmweißen Variante entsteht hier ausschließlich durch die veränderte Phosphor-Mischung.


Überbestromung:
  • Maximum bei 14,2/13,8 A erreicht, an diesem Punkt 3208/1717 lm @ 3,97/4,08 V
  • Leistung bei Maximum 56,4/56,3 W
  • Sweet Spot bei etwa 9 A (2703/1475 lm @ 3,55/3,64 V)
  • Leistung im Sweet Spot 32,0/32,7 W
  • Effizienz im Maximum 56,9/30,5 lm/W
  • Effizienz im Sweet Spot 84,6/45,1 lm/W

Trotz der bereits sehr hohen Maximalstrom-Angabe ist eine Überbestromung der SFT-40 möglich, und zwar bei beiden Varianten. Die warmweiße Variante besitzt einen etwas niedrigeren Maximalstrom, wobei 400 mA wenig Abweichung darstellen und dies schlicht an der Verlötung auf dem Board oder einem minimal abweichenden Wärmewiderstand liegen kann. Das Kaidomain-Cu-DTP-Board ist nach meinen Tests performancetechnisch auf einem identischen Niveau wie die Noctigon XP20-Exemplare.
Auffällig ist hier aber wieder der deutliche Unterschied in Lichtstrom und damit Effizienz. Im Worstcase (die hier getestete kaltweiße SFT-40 liegt in einem etwas schlechteren Lichtstrom-Binning) muss hier bei Verwendung der warmweißen SFT-40 mit einer Halbierung des Lichtstroms gerechnet werden!


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Durch die größere Fläche der Wärmeabfuhr im Vergleich zum kleineren Footprint 3535 (XP) ist eine höhere Maximalbestromung und damit deutlich höhere elektrische Leistung möglich. Die hier im Vergleich gezeigte dedomte XM-L2 der neuen Generation - welche mit einem Flip Chip Die ausgestattet ist - erreicht einen ähnlichen Maximalstrom, was zeigt dass im Bereich 13-16 A die Wärmeabfuhrfläche des 5050 (XM-) Footprints limitiert.

Die XP-L HI hat trotz hohem Bin V3 keine Chance. Sie hat einen generell höheren Wärmewiderstand, das kleinere Footprint, und damit verbundenen geringeren maximalen Lichtstrom. Auch die Vf ist deutlich höher. Hier zeigt sich die Weiterentwicklung der vergangenen Jahre besonders deutlich.
Die SFT-40 ist daher ein würdiger Nachfolger der XP-L HI. Allerdings kann das größere Footprint je nach Einzelfall von Nachteil sein; in jedem Fall wird in diesem Fall ein anderes (passendes) LED-Board im XM-Footprint benötigt.

15 Minuten durchgehender Betrieb bei maximal möglichem Betriebsstrom haben keinerlei Schäden an der LED oder dem Phosphor verursacht. Dies gilt für beide Varianten; auch die Performance ist nach dem Extrem-Test weiterhin identisch.


Leuchtdichten​



Werte bei 25 °C Tsp, 85 °C Tsp Werte 13 % niedriger


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Auch in der Leuchtdichte zeigt sich der enorme Performance-Unterschied beider CCT-Varianten. Die grundlegenden optischen Abstrahl-Eigenschaften sind zwischen beiden Varianten identisch, sodass hier nur der deutlich geringere Lichtstrom der warmweißen Variante zum Tragen kommt. Die kaltweiße Variante besitzt erwartungsgemäß eine deutlich höhere Leuchtdichte wie die XP-L HI und übertrifft auch die Leuchtdichte der CSLNM1.TG (dies allerdings nur bei absoluter Maximalbestromung), sodass sie dadurch sehr gut für Thrower geeignet ist, aber gleichzeitig auch einen höheren Lichtstrom liefert.


Lichtqualität und Verhalten in Optiken​



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Das Lichtbild ist hervorragend (Whitewall-Beamshot einer Aplos T02). Artefakte im Lichtbild gibt es keine, auch ein starker Tintshift ist nicht vorhanden. Je nach Qualität und Berechnung des Reflektors können Ringe auftreten, diese lassen sich aber bei Nutzung eines OP-Reflektors oder einer guten TIR-Optik umgehen. Diese LED findet sich in letzter Zeit in sehr vielen Lampen und zeigt somit bereits, dass sie sich gut in verschiedenen Sekundäroptiken einsetzen lässt.

Für die folgenden Outdoor-Beamshots der warmweißen SFT-40 wurde diese auf dem 20 mm-DTP-Board in einer Aplos T02 eingebaut. Vorteil dieser Lampe ist der sehr einfach zu öffnende Kopf und die Kompatibilität des 20 mm-Boards, wo nur minimale mechanische Anpassungen durchgeführt werden müssen, was sie auch für schnellere Tests mit LEDs auf Board geeignet macht.


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Auf dem Turm-Beamshot (etwa 90 Meter entfernt) zeigt sich der große Vorteil einer solchen warmweißen LED bei gleichzeitig hoher Leuchtdichte. Die Eigenblendung in diesiger oder nebliger Atmosphäre ist geringer, der Lichtstrahl dringt zudem besser durch Regen. Dies ist der Grund, warum manchmal in Zusatzscheinwerfern von Autos gelbe Scheinwerfer verbaut wurden.
Zudem lässt sich eine mit solcher LED ausgestattete Lampe bei Bedarf auch als Stimmungslicht einsetzen, beispielsweise mit Diffusor als Kerzenersatz.

Der Unterschied in CRI und vor allem Sättigung fällt auf dem letzten Beamshot besonders auf, insbesondere da beide LEDs extrem dicht in CCT und duv aneinander liegen. Das Braun des Laubes sowie das Grün kommt bei der SFT-40 deutlich besser zur Geltung.

Lichtfarbe​



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Die kaltweiße Variante ist eher im grünlichen Bereich anzusiedeln. Mit steigendem Betriebsstrom sinkt der Grünanteil und die Lichtfarbe wird deutlich weißer, ohne Farbanteil. Der Farbwiedergabe ist wie bei kaltweißen LEDs üblich gering.

Der Tint der warmweißen Variante ist dagegen absolut erstklassig. (Zu beachten ist die grundsätzlich vorhandene Serienstreuung, wodurch andere Emitter unterschiedlich ausfallen können.)
Der duv beträgt hier quasi null, die Verortung liegt perfekt auf der Schwarzkörper-Strahler-Kurve (BBL). Der Farbwiedergabewert ist extrem hoch, insbesondere der R9 mit fast 100 fällt da besonders auf. Die Farbsättigung Rg ist sehr ausgeprägt, könnte aber dem ein oder anderen zu intensiv erscheinen - Werte über 100 deuten auf Übersättigung hin. Insbesondere im Outdoor-Beamshot fällt dies auf - Grün und Braun stechen regelrecht hervor, während bei der Vergleichs-LED (XM-L2 3000 K) auf quasi identischer Farbverortung die Sättigung deutlich schwächer ausfällt.


  • Ra: 70/98
  • R9: -36/99
  • CCT: 6755/3200 K
  • duv: 0,0059/0,0003


Fazit​



Die SFT-40 ist grundsätzlich eine für Thrower sehr gut geeignete LED. Das Lichtbild ist sehr homogen, und bei Einsatz der kaltweißen Variante ist eine hohe Reichweite bei gleichzeitig hohem Lichtstrom möglich. Durch die Verwendung des 5050-Footprints ist ein geringerer Wärmewiderstand und eine höhere Überbestrombarkeit möglich.
Die warmweiße Variante ordnet ihre Effizienz völlig der Lichtqualität unter. Der CRI und vor allem R9 sind extrem hoch, die Lichtfarbe sehr schön, da genau auf BBL. Durch den Mangel an LEDs mit hoher Leuchtdichte und gleichzeitig warmweißer Lichtfarbe bietet diese Variante ein Alleinstellungsmerkmal. Leider ist die Entstehungsgeschichte dieser Variante völlig unklar, da sie nur bei einem chinesischen Händler kurzzeitig verfügbar war und diese zudem in keinerlei offiziellen Datenblättern auftaucht.


Pro
  • Kompatibilität mit XM-Footprint
  • sehr gutes Lichtbild in Reflektoren und Linsen
  • extrem hohe Lichtqualität bei hohem CRI/R9 (nur warmweiße Variante)
  • hohe Leuchtdichte bei gleichzeitig hohem Lichtstrom (nur kaltweiße Variante)

Contra
  • für warmweiße Variante unklare Entstehungsgeschichte und kein offizielles Datenblatt verfügbar
  • zum Teil extremer Grünstich (nur kaltweiße Variante)
  • starke Schwankungen des Tints (grobe Farbgruppierung)



Danke fürs Lesen dieses Tests. :)

LG, Dominik


v1.0.1
 
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Buteo

Flashaholic***
25 März 2015
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@Köf3 also wenn ich Dich richtig verstehe, würdest Du die WW-Variante mit High CRI durchaus empfehlen, falls man ein gutes Binning erwischt?
 

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
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nahe Köln
@Köf3 also wenn ich Dich richtig verstehe, würdest Du die WW-Variante mit High CRI durchaus empfehlen, falls man ein gutes Binning erwischt?
Ja, absolut. :)

Nur leider ist gerade diese Variante ist meines Wissens nirgendswo mehr erhältlich. Das Angebot der warmweißen SFT-40 bei Kaidomain wurde vor einigen Tagen komplett entfernt (kommt nur Error 404).
Die Farbgruppierung soll laut Kaidomain HB4 betragen, was leicht über der BBL liegt, aber einen relativ konstanten und wiederholbaren Tint bedeuten sollte.
 
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Buteo

Flashaholic***
25 März 2015
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Ja, absolut. :)

Nur leider ist gerade diese Variante ist meines Wissens nirgendswo mehr erhältlich. Das Angebot der warmweißen SFT-40 bei Kaidomain wurde vor einigen Tagen komplett entfernt (kommt nur Error 404).
Die Farbgruppierung soll laut Kaidomain HB4 betragen, was leicht über der BBL liegt, aber einen relativ konstanten und wiederholbaren Tint bedeuten sollte.
Hoffen wir, dass sie nochmal kommt.
Wäre gut zu testen in einer Convoy S2+ o.ä. :)
 

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
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nahe Köln
Wäre gut zu testen in einer Convoy S2+ o.ä. :)
Naja, wird einen etwas größeren Spot und mehr Spill haben, als bei der Aplos T02 die hier gezeigt wurde.
Der Reflektor der T02 ist etwas größer und vor allem tiefer als bei der S2+, was den Spill deutlich reduziert.

Sonst müsste das Lichtbild ziemlich genau dem hier gezeigten entsprechen, zumindest bei OP-Reflektor. Aber SMO-Reflektoren sind auch kein Problem, wie zahlreiche kommerzielle Lampen beweisen.
 

Buteo

Flashaholic***
25 März 2015
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Naja, wird einen etwas größeren Spot und mehr Spill haben, als bei der Aplos T02 die hier gezeigt wurde.
Der Reflektor der T02 ist etwas größer und vor allem tiefer als bei der S2+, was den Spill deutlich reduziert.

Sonst müsste das Lichtbild ziemlich genau dem hier gezeigten entsprechen, zumindest bei OP-Reflektor. Aber SMO-Reflektoren sind auch kein Problem, wie zahlreiche kommerzielle Lampen beweisen.
Naja ich finde die Convoymodelle zum Testen und Benutzen einfach besser, zumal die Qualität bei den Convoy ja durchaus gegeben ist. :)

Ob jetzt die S2+, T3 oder S21...aber erstmal muss der 3000K-Emitter wieder erhältlich sein. :(
 

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
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nahe Köln
aber erstmal muss der 3000K-Emitter wieder erhältlich sein. :(
Wenn es ein Custom production run von Sanan/Luminus war (also dieser Emitter auf Kundenwunsch gefertigt wurde), dann ist eine baldige Wiederverfügbarkeit eher unwahrscheinlich. Davon ist halt wegen dem Fehlen von Datasheets und weiteren Hintergründen auszugehen...
 
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Buteo

Flashaholic***
25 März 2015
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Wenn es ein Custom production run von Sanan/Luminus war (also dieser Emitter auf Kundenwunsch gefertigt wurde), dann ist eine baldige Wiederverfügbarkeit eher unwahrscheinlich. Davon ist halt wegen dem Fehlen von Datasheets und weiteren Hintergründen auszugehen...
Interessant wäre auch der SFT-40-Emitter der alten Wurkkos FC12 (Erste Generation ohne verändertes UI), da reines Weiß, Du schriebst an anderer Stelle etwas von über 8000K?
Zumindest subjektiv lässt sich damit ja durchaus etwas anfangen. :)
 

LightintheNight

Flashaholic**
30 Juli 2017
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Berlin
Nur leider ist gerade diese Variante ist meines Wissens nirgendswo mehr erhältlich.

Vielen Dank für Deine immer wieder aufschlussreichen LED-Tests !

Bei Hank über Intl-outdoor (Emisar, Noctigon) ist sie aktuell in einigen Lampen bestellbar, separat trotz Einzelanfrage aber leider nicht … scheint auch dort eine limitierte Menge zu sein.

Hoffen wir, dass der Convoystore über AliEx auch demnächst eine Charge bekommt …

Interessant fänd ich hier mal einen Vgl. der Effizienzen mit der XHP70.3 Hi, die es ja auch mit 6500k LowCri und mit 3000k HighCri gibt … dort könnten ja ähnliche Differenzen zw. den LED vorliegen ?! Sind Dir dazu ggf Daten bekannt ?!

LG, LitN
 
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Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
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separat trotz Einzelanfrage aber leider nicht
Kann natürlich auch sein, dass dieser Typ (SFT-40-WxH, kaltweiß ist WxS) gerade in der finalen Erprobung ist und wir hier die ersten Prototypen sehen. Meine letzte Info war, dass diese LED ein kundenspezifisches Modell ist (costum production run).

Das ist aber am Ende auch nur Spekulation.
Interessant fänd ich hier mal einen Vgl. der Effizienzen mit der XHP70.3 Hi, die es ja auch mit 6500k LowCri und mit 3000k HighCri gibt … dort könnten ja ähnliche Differenzen zw. den LED vorliegen ?! Sind Dir dazu ggf Daten bekannt ?!
Nein, zumindest nicht messtechnisch, zumal ich keine 6500 und 3000 K XHP70.3 HI habe.

Laut dem XHP70.3 HI Datasheet sollte die Differenz zwischen 30 und 50 % betragen. (Es wird ohnehin immer +- 7 % gerechnet, da das Binning in diesem Bereich abweichen kann.)
Da Cree sich in der Regel einigermaßen genau an sein Binning hält, sollte das ein realistischer Wert sein.

Die Differenz zwischen 3000 und 6500 K SFT-40 ist hier diesbezüglich schon enorm. Kann natürlich sein, dass ich einfach ein schlechtes Sample erwischt habe, glaube aber eher dass die Effizienz bei der Entwicklung der hier verwendeten Phosphor-Mischung absolut keine Rolle spielte und alles der möglichst perfekten Lichtqualität unterworfen wurde.
 
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LightintheNight

Flashaholic**
30 Juli 2017
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Berlin
Danke Dir ! Hab ein paar 3000k bei KD bekommen und ne D1k und ne DM11 bei Intl-outdoor mit dieser LED bestellt, dann können wir vielleicht zumindest anhand der Lumen evtl. schon mal Veränderungen/ Abweichungen feststellen …
 

Palladin

Flashaholic*
22 Dezember 2010
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Ich hatte es ja bereits angedroht, nachfolgen meinen ergänzenden Senf primär aus der Praxis:

Zu den kaltweissen Exemplaren nur kurz:
In 2021 hatte ich ein paar Stück verbaut, ich bin mit ihnen aber nie warm geworden.
Neben den fies grünen Exemplaren hatte ich zwar tatsächlich ein paar Modelle ohne sichtbaren Farbstich. Der Tint war trotzdem nicht meins. Das hatte irgendwie was von billigen Neonröhren in einer Fabrikhalle. Für allzu pingelig halte ich mich diesbezüglich eigentlich gar nicht, aber hier hat das für mich all die anderen erstklassigen Eigenschaften zunichte gemacht.

Die 3000K 95CRI ist tatsächlich das genaue Gegenteil.
Das ist mir ja eigentlich schon viel zu warm, aber ich war mal mutig und hatte mir zwei probeweise bestellt. Hätte ich bloß mehr genommen...

Als ich meine erste Lampe komplettiert hatte und zum ersten mal eine weiße Wand in dem zarten Ton erhellen durfte, ist meine Kinnlade wohl ziemlich tief gefallen. Der Tint ist phänomenal. Der ist echt zum niederknien. Mit großer Wahrscheinlichkeit die schönste Lichtfarbe, die mir je begegnet ist. Ein zarter, ausgewogener Pfirsichton, einfach unglaublich.
Farbton wie auch Farbwiedergabe sind absolute Referenz.

Und effizient ist sie auch noch. :teufel:Bestenfalls die GT-FC40 hat meine Hände jemals besser gewärmt, oder sollte ich besser sagen gebraten?
Scherz beiseite, das ist halt der Pferdefuß an der LED. Das ist erheblich, aber wirklich der einzige Schwachpunkt. Der Rest überzeugt mich voll und ganz.

Aber kommen wir endlich zu dem, was für mich zählt: Der Intensivtest in der Natur.
Ich hab jetzt eine knappe Woche meine beiden Hosts intensiv rangenommen, insgesamt bislang rund 18 Stunden.
Die Natur hat mitgespielt, so wurde mir in der Zeit alles geboten: Trockene bis patschnasse Böden, Regen sowie leichter bis starker Nebel.

Eigentlich sind mir ja 3000K schon zu warm. Unterhalb von 4000K lullt mich alles draußen ein, :muede: die Konzentration läßt rapide nach. Bei meinem teilweise eher herausforderndem Terrain draußen querwaldein am Hang ist das durchaus ein Sicherheitsrisiko. Zudem wird häufig das Grün ab 3500K nicht optimal hervorgehoben. Der elementare Rot/Grün Kontrast leidet etwas.

Nun, die SFT hat sich sehr gut geschlagen.
Die Rottöne knallen nur so ins Auge.
Das Grün kommt sehr ordentlich zur Geltung, da macht sich IMO die sehr hohe CRI positiv bemerkbar. Da wäre zwar noch Luft nach oben, die Grüntöne konnten noch etwas besser hervorgehoben werden, ich finde, das erkennt man sehr gut auf Köf3s Fotos. Bloß:
Um dies zu erreichen, bräuchte der Emitter ein etwas knalligeres Gelb. Dafür die wunderbare Farbbalance opfern? Ich glaube, das wäre keine gute Idee. Nee der Emitter ist schon richtig so wie er ist.
Rottöne Schulnote 1+, Grün 2+.

Auf den Beam gehe ich nicht ein, der ist bekanntermaßen ohne Fehl und Tadel.

Nasser Boden: Auch hier schlägt sich die LED sehr gut. Einerseits scheint der ansonsten doch unter solchen Umständen sehr hohe Lichtverlust subjektiv geringer zu sein, es stört irgendwie auch weniger wie sonst. Das ist richtig gut.

Nebel: Noch besser wie gedacht. Das ist schon großes Kino. Auch hier ist der Emitter ganz weit oben in der Bestenliste.

Dies ist der Grund, warum manchmal in Zusatzscheinwerfern von Autos gelbe Scheinwerfer verbaut wurden.
Es ist der Rotanteil, das langwelligste Licht, daß sich einen Dreck um die feinsten Wassertröpfchen in der Atmosphäre schert. Bestes Beispiel: Das Extrem-Rot, Infrarot. Für IR-Aufheller ist Nebel schlichtweg inexistent :)

Finally: Output - oder eher Mauput?

Der ..... ist jetzt _wirklich_ bescheiden.
Als Nebenprodukt der geringen Effizienz besteht ja auch noch das Wärmeproblem.
Da man den Emitter zwangsläufig höher bestromt wie üblich, heizt dieser erheblich mehr auf. Insofern finde ich die Hitzeentwicklung fast noch problematischer wie den nicht sonderlich überzeugenden Lichtstrom.

Diesbezüglich ist die LED fast schon grenzwertig. Aber ich sag mal, für mich persönlich reicht's, wirklich - Punkt.
Großartige Reserven muß man sich halt hier mal abschminken. Der sehr gute Kontrast in der Natur macht hier auch sehr viel wett, auch und insbesondere bei schlechtem Wetter. Kontrast ist draußen mindestens genau so wichtig wie die schiere Lumen Zahl.
Mit einem optimalen, an die persönlichen Anforderungen optimal angepassten Beam mittels bedachter Wahl der Lampe bzw. des Hosts kann man auch noch einiges herauskitzeln.
Bei größeren Projekten sollte man die Energieversorgung unbedingt sehr großzügig bemessen. Der Emitter ist halt ein Schluckspecht.:alk:


Fazit: Ganz großes Kino in 3000K. Sehr konsequent designt mit überall Bestnoten bis auf den Output. Das finde ich richtig gut so. Durchgängig Mittelmaß gibt es schon zur genüge. Sehr sympathisch diese Kompromisslosigkeit. Bitte mehr davon!


Wenn es ein Custom production run von Sanan/Luminus war (also dieser Emitter auf Kundenwunsch gefertigt wurde), dann ist eine baldige Wiederverfügbarkeit eher unwahrscheinlich.
Na ja, die Mühe der Entwicklung spart sich erst mal jeder große Hersteller.
Auf Verdacht wird da nix produziert, nach dem Motto: Da wird sich schon jemand dafür finden...
(In die Nische stoßen da eher mal kleinere Hersteller)
Und für eine Handvoll verrückter "warmweisser" Flashoholics? :Totlachsmiley: Nicht wirklich.
Anders sieht es mit der Motivation natürlich aus, wenn die LED Rollen palettenweise geordert werden.
Aber erst mal entwickelt, spricht auch nichts mehr dagegen, diese auch auf dem freien Markt feilzubieten.
Simon (Convoy) hatte sich nach eigenem bekunden gerade ein paar Muster von Luminus besorgt und in Sonderwünsche verbraten bzw. im Shop verscherbelt (und ich war mal wieder nicht schnell genug...:augenrollen::facepalm:) Insofern sehe ich da gar nicht soo schwarz :).

Wäre gut zu testen in einer Convoy S2+ o.ä. :)
Eine meine beiden LEDs ist in einer S2+. Ich hab ja so ziemlich alles in einer S2+, schon des schnellen Vergleiches wegen.

Na ja, die SFT-40 ist halt einen Ticken fokussierter als Hi Emitter ohne Dome wie die XM-L/SST-40 Fraktion.
Das ist immer noch sehr flutig. Obwohl ansonsten OP Fetischist, empfehle ich hier outdoor dringend einen SMO Spiegel, sonst ist die Eigenblendung einfach zu hoch.
Ach ja, bei Reflektoren mit kleiner 7mm Bohrung und Hi Emittern sollte man immer die Gaskets mit Bedacht wählen, bzw. nacharbeiten oder selber schnitzen. Anderenfalls muß man mit einem Blumenkohl um den Spot leben.
Daß so ein schmächtiger Host bei solch einem Heizkraftwerk ans Limit kommt, brauche ich ja wohl kaum zu erwähnen :)

Am Rande: Die Wahl des zweiten Hosts musste ja mangels momentanen Nachschubs wohlüberlegt sein. Ich hab mich nach einigen Tests für die S16 mit OP entschieden. Für meine Bedürfnisse IMHO eine sehr gute Wahl. Ein ausgeprägter, aber nicht übertriebener Spot, geschmeidige Übergänge in einen recht schmalen Spill. Der Clou ist der Sekundär-Spill. Noch Mal fast genau so breit wie der eigentliche Spill erweitert dieser den Leucht-Radius mit einem zusätzlichen Hauch von Licht ohne zu Eigenblendungen zu führen. Sehr souverän, passt :)
 

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
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Scherz beiseite, das ist halt der Pferdefuß an der LED. Das ist erheblich, aber wirklich der einzige Schwachpunkt. Der Rest überzeugt mich voll und ganz.
Was halt auch sein kann, dass Luminus (Sanan) nur bei niedrigen Leistungs-Binnings eine exakte Einhaltung der Farbgruppe (in dem Fall der SFT-40 3000 K sollte das Farbgruppe HB4 sein) garantieren kann. Würde ja auch Sinn ergeben, da die Emitter mit starkem Grün- bzw. Gelbanteil - welche in HB4 nicht zu finden sein sollten - deutlich effizienter sind.
 

LightintheNight

Flashaholic**
30 Juli 2017
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Was halt auch sein kann, dass Luminus (Sanan) nur bei niedrigen Leistungs-Binnings eine exakte Einhaltung der Farbgruppe (in dem Fall der SFT-40 3000 K sollte das Farbgruppe HB4 sein) garantieren kann. Würde ja auch Sinn ergeben, da die Emitter mit starkem Grün- bzw. Gelbanteil - welche in HB4 nicht zu finden sein sollten - deutlich effizienter sind.

Ich bekomme demnächst Lampis mit SFT40 3k HighCri von allen drei mir bisher bekannten Firmen, die die SFT40 in 3k überhaupt angeboten haben. Einige Mods. mit den LEDs von Kaidomain, D1k und DM11 von Intl-Outdoor sowie S21E und 3x21 von Convoy.
Ob das immer die gleichen LEDs sind oder evtl. 3 versch. Versionen/Batches ?!
 

Palladin

Flashaholic*
22 Dezember 2010
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Ob das immer die gleichen LEDs sind oder evtl. 3 versch. Versionen/Batches ?!
Ich tippe auf 2.
Simon (Convoy) hatte sich ja vor ein paar Tagen nur ein paar Muster direkt von Luminus besorgt. Mehr ist aber wohl inzwischen bestellt :)

Für die anderen 2 Händler? Das ist reine Vermutung, aber ich unterstelle mal beiden Läden, daß sie definitiv nicht groß genug sind, um eine Rolle binnen so kurzer Frist an den Mann zu bringen. Suspekt ist zudem das zeitgleiche Angebot. Ich unterstelle mal, Kai hat etliche an einen oder mehrere gewerbliche Interessenten weiterverkauft (und beißt sich jetzt in den Ar*** weil die Marge dort wesentlich geringer ist :grinsen:).
 

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
4.140
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nahe Köln
Bist Du schon dazu gekommen? :)
Nein, ich lag sowieso die Tage krank im Bett.
Mir kommt sowieso der Verdacht, dass die Lichtfarbe der FC12 etwas vom PWM des Treiber abhängt, da dieser beim Rampen leicht unterschiedlich ausfällt. Das Phänomen gab es mal bei der Ledlenser F1, da war der Tint bei einer der Leuchtstufen sichtbar anders, was durch PWM bedingt war.
 
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Rodge

Flashaholic*
2 September 2019
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562
93
... Tint bei einer der Leuchtstufen sichtbar anders, was durch PWM bedingt war...

Vielleicht wurde es ja woanders schonmal erklärt, nicht speziell für diese LED - Aber wie groß sind die Unterschiede von LED Charakteristika zwischen PWM und Konstantstrombetrieb?

Bei PWM Betrieb läuft die LED in den ON Phasen ja mit höchster Leistung, evtl sogar momentan überbestromt. Ist die Phosphorschicht dann so träge, dass sie dies im Mittel ausgleicht? Oder ist dann auch der Tint in diesen kurzen ON Phase entsprechend dem der Höchstleistung. Je geringer die PWM Frequenz, desto eher würde das doch wohl so sein.

Die Verluste in der LED sind bei PWM Betrieb ja vermutlich auch höher. Solange die Akkuspannung deutlich über dem effizientesten Punkt der LED liegt.
 

Laurenzio

Stammgast
24 März 2021
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Wofür ist eigentlich diese dreieckige Aussparung beim Kontakt auf der Unterseite ? Deutet das den Plus oder Minuspol an?
 

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
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Wofür ist eigentlich diese dreieckige Aussparung beim Kontakt auf der Unterseite ? Deutet das den Plus oder Minuspol an?
Auf der Seite der dreieckigen Aussparung befindet sich die Kathode ("Minuspol").
Hier ging es aber um die SFT40 ?! Oder hab ich was falsch verstanden ?
Es geht hier im Thread zwar nur um die SFT-40, aber es ist sehr wahrscheinlich, dass Luminus/Sanan die selbe Phosphor-Mischung für 3000 K 95 CRI-LEDs verwendet, unabhängig vom Typ der LED. Alles andere würde keinen Sinn machen, da sich so Kosten einsparen lassen. Insofern sollte die Aussage zur SST-20 auch prinzipiell für die SFT-40 3000 K 95 CRI passen...
 

LightintheNight

Flashaholic**
30 Juli 2017
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Bei Hank (intl-outdoor.com) sind jetzt wieder Lampen mit SFT40 3k HighCri bestellbar, bei Simon (Convoy-flashlight-Store über AliExpress) gibts die aktuell sogar einzeln zu bestellen …
 
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Köf3

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17 Mai 2015
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Das Datenblatt für die Luminus SFT-40-WxH LEDs ist übrigens auf der Webseite von Luminus verfügbar.

Es werden CCTs mit 2700 und 3000 K im Datenblatt beschrieben.

Interessanterweise wird der offizielle Maximalstrom nur mit 4 A angegeben, statt 8 A bei den kaltweißen Exemplaren. Mein Test zeigt jedoch, dass sich die Lichtstromkurven beider LEDs extrem ähneln und es zumindest in der Hinsicht keinen Grund dafür gibt. Theoretisch könnte die verwendete (weniger hitzestabile) Phosphormischung eine Ursache sein. Nach einigen Minuten auf höchstmöglichem Betriebsstrom wurde die Leuchtfläche der 3000 K SFT-40 allerdings nicht beschädigt, auch der erreichbare Lichtstrom hat sich - nach vorigem Abkühlen - nicht verändert.

Das von Kaidomain angegebene Binning "L5" existiert laut Datenblatt nicht. Es finden sich im Datenblatt keine Hinweise darauf, was dies zu bedeuten hat. Da L5 allerdings ein Flux binning anderer Luminus-LEDs ist, vermute ich, dass während der Vorserien-Produktion die Rankings zu den heute im Datenblatt erkennbaren Werten geändert wurden.
 

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
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Ich habe die SFT-40 zerlegt. So habt ihr eine der meistverwendeten LEDs wohl noch nie gesehen.

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Auffällig ist, dass der Rahmen recht aufwändig gefertigt sein scheint, zudem scheint er auf dem Substrat verlötet zu sein.
Dies ist in Anbetracht des Preises und der Stückzahl sowie der filigranen Maße bemerkenswert. Die bekannten "egg yolk" round-Die-LEDs besitzen diesen Rahmen nicht (vermutlich werden diese LEDs während des Vergießens in einer Art Form gehalten und dann aus dieser entnommen), was die Herstellungskosten deutlich senken dürfte.

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Zum Vergleich hier die bekannten Round-die Chips (W5050SQ3 / FFL505A):

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Der LED-Chip der SFT-40 dürfte hier mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von Sanan stammen, zumal dieser in der besonderen Form in keiner anderen LED zu finden ist und Luminus ohnehin zu 100% zu Sanan gehört.
Der bekannte round-die LED-Chip von W5050SQ3, "Yinding 5050" und Co. weist die selben dicken Punkte auf, auch das Design mit dem umgebenden Träger für die Bonding-Anschlüsse ähnelt sich sehr. Auch das Oberflächen-Finish (seidenmatt glänzend, kein Schimmern in Regenbogenfarben) ist mehr oder weniger identisch.
 

Buteo

Flashaholic***
25 März 2015
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@Köf3 ich denke, dass Sanan durchaus versucht, die Luminus-Qualität aufrecht zu erhalten. :)

Ich muss gestehen, ich finde die SFT-40 (5000K) und die SFT-70 (5000+6500K) durchaus Klasse.

Das Ergebnis Deiner "Sezierung" spricht aber durchaus für und nicht gegen Sanan (im Sinne von "Sie stellen schlechte LEDs her). :)
 

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
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Das Ergebnis Deiner "Sezierung" spricht aber durchaus für und nicht gegen Sanan. :)
Ja, die Verarbeitung/Qualität dieser "Luminus"/Sanan-LEDs ist definitiv sehr gut. Witzigerweise sind LEDs, die nur Sanan zugeschrieben werden (SFQ35, SFN40) deutlich schlechter verarbeitet, da finden sich dann Abplatzungen am Silikon, verschobene Phosphorlayers und ungleichmäßige Lücken zwischen den einzelnen LED-Chips.
Ob da sich für den Westen mehr Mühe gegeben wird? Scheint ja den Anschein zu haben.

Nur das Color-binning und der massive Tint-Shift (vermutlich durch das Phosphor bedingt) ist halt sehr stark verbesserungswürdig. - Würde mich aber nicht wundern, wenn auch diese von Sanan verwendete Technologie-Plattform eine gewisse Spektralverschiebung bei steigendem Strom aufweist.
 
  • Danke
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