Bekomme die XTAR AA NiMH 2200 mAh nicht geladen

10 September 2016
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Hallo zusammen,

ich habe letzte Woche bei Akkuteile die XTAR NiMH Akkus bestellt um mal eine Alternative zu Eneloop zu testen.

Beim Aufladen mit meinem SkyRC MC3000 habe ich aktuell ein paar Probleme, die Akkus voll zu bekommen. Kann mir eventuell jemand weiterhelfen, da ich mich mit dem Laden von NiMH nicht so gut auskenne.

Folgendes ist das Problem:
Ich lade die Akkus mit 1 A. Als Target Voltage habe ich 1,65 V, Delta Peak 3 mV. Als Kapazitätsgrenze habe ich 2400 mAh eingestellt.

Die AA Eneloop bekomme ich mit diesen Einstellungen einwandfrei geladen. Die XTAR werden hierbei sehr warm und irgendwann bricht das Laden ab weil die Kapazitätsgrenze (2400 mAh) erreicht wird.

Wenn ich dann mit 0,6 A entlade bis 1,0 V erreiche ich nur an die 1400 mAh.

Ich habe daher mal den Ladestrom auf 0,6 A heruntergesetzt und das Kapazitätslimit auf 2600 mAh erhöht. Erneut erreiche ich die Kapazitätsgrenze, der Akku wird aber natürlich nicht mehr so heiß und beim Entladen komme ich auf ca 1900 mAh.

Muss ich einfach das Kapazitätslimit weiter erhöhen oder kann ich auf andere Art und Weise erreichen, dass der Akku sauber geladen wird, bis er "voll" ist?

Das Problem ist bei allen sechs Akkus identisch, daher denke ich nicht, dass hier einfach nur eine Zelle defekt ist.

Vielen Dank für eure Hilfe schon vorab.
 

budgetlampenfan

Flashaholic**
30 September 2019
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Die AA Eneloop bekomme ich mit diesen Einstellungen einwandfrei geladen. Die XTAR werden hierbei sehr warm und irgendwann bricht das Laden ab weil die Kapazitätsgrenze (2400 mAh) erreicht wird.

wenn die Xtar dabei (im Gegensatz zu den Eneloop) sehr warm (bzw. sogar "heiß") werden, müssten ja auch dementsprechend viele mAh als Wärme flöten gehen, anstatt als elektrische Energie im Akku gespeichert zu werden ...

so dass die mAh-Grenze dadurch erreicht wird, schon bevor der Akku voll ist ...

insofern erscheint der Schritt, den Du unternommen hast (Strom runter, Limit rauf) ja genau richtig ...

die Xtar reagieren also demnach auf denselben Ladestrom mit deutlich mehr Wärmeentwicklung als die Eneloop ...

ist der Innenwiderstand bei denen denn höher ? (der MC3000 kannn das ja meines Wissens messen ...)
 

sbj

Flashaholic
7 Oktober 2016
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........Die AA Eneloop bekomme ich mit diesen Einstellungen einwandfrei geladen. Die XTAR werden hierbei sehr warm und irgendwann bricht das Laden ab weil die Kapazitätsgrenze (2400 mAh) erreicht wird.....
Sobald die Akkus beim laden anfangen stärker als handwarm zu werden sind sie voll! Jetzt sollte die Delta Peak Erkennung des Ladegeräts das laden beenden und voll melden.

Etwas komisch ist, daß du nach dem ersten laden wo der Akku ebenfalls garantiert voll war nur 1400mAh Kapazität gemessen hast. Der richtige Entladestrom zur Kapazitätsmessung ist 0,2C. Hier also 440mA. Bei 600mA ist die Abweichung (es wird etwas weniger Kapazität angezeigt) nur gering.

Probier nochmal das laden mit 1,1A. Delta Peak stellst du mal auf 0dV.

Wenn möglich bleib mal in der Nähe des Ladegeräts wenn bereits 1600mAh reingeladen sind und prüfe dann mit der Hand in Zeitabständen von wenigen Minuten, ob der Akku beginnt deutlich wärmer bzw. heißer als handwarm zu werden.

Wenn du spürst, daß der Akku heißer wird, wartest du maximal noch zwei Minuten, ob das Ladegerät abschaltet. Wenn nicht, brichst du den Ladevorgang manuell ab!
 

budgetlampenfan

Flashaholic**
30 September 2019
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das würde aber unterstellen, dass der Lader schlicht nicht funktioniert hätte, nämlich den Ladeschluss nicht erkannt hätte ...

und das bei mehreren Ladevorgängen, während er bei den Eneloop funktioniert ?

3 mV wäre ja eigentlich empfindlich genug, im Datenblatt der Xtar ist für Schnellladung mit 1100 mA von 5 - 10 mV die Rede ...
 
10 September 2016
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Danke schonmal für die zahlreichen Antworten.

Dass die stärkere Wärme natürlich dazu führt, dass Energie nicht im Akku landet ist naheliegend aber da bin ich tatsächlich nicht selber drauf gekommen.

Hatte aus dem Datenblatt die 0,5 C zum Schnellladen. Ich würde morgen mal die 220 mA als Ladestrom ausprobieren. Bzgl. dem Delta Peak: je niedriger der Wert ist, desto empfindlicher reagiert doch das Lagerät oder habe ich das falsch verstanden? bei Peak=0 gehe ich mal davon aus, dass die Erkennung einfach aus ist und er theoretisch endlos lange weiterladen würde außer eines der anderen Kriterien führt zum Abbruch (Temperatur, Kapazität etc.).
 

budgetlampenfan

Flashaholic**
30 September 2019
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Bzgl. dem Delta Peak: je niedriger der Wert ist, desto empfindlicher reagiert doch das Lagerät oder habe ich das falsch verstanden?

richtig, je niedriger der Wert, desto "empfindlicher" ist das Gerät dann im Prinzip eingestellt ...

bei Peak=0 gehe ich mal davon aus, dass die Erkennung einfach aus ist und er theoretisch endlos lange weiterladen würde außer eines der anderen Kriterien führt zum Abbruch (Temperatur, Kapazität etc.).

nein, 0 dV soll beim MC3000 das Laden beenden, obwohl es keinen Spannungsabfall im Sinne eines messbaren -dV gibt, sondern sich "der Gipfelpunkt [der Spannungskurve] zu einem Spannungsplateau ausweitet", "bei alten Akkus oder bei sehr geringen Laderaten oder beidem" ...

vielleicht sollte man bei so einem niedrigen Ladestrom wie 220 mA lieber 0 dV wählen, sicherheitshalber ...

oder doch ein bißchen höheren Ladestrom ...
 
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steidlmick

Flashaholic***
15 August 2012
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Hatte aus dem Datenblatt die 0,5 C zum Schnellladen. Ich würde morgen mal die 220 mA als Ladestrom ausprobieren.
Die Ideen und Vorschläge sind ja alle schön und gut, aber es kann ja auch nicht sein, dass man neue Akkus, bei denen der Hersteller 0.5 C (= 1100 mA) als Schnellladestrom angibt, wie rohe Eier behandeln muss.

Das MC3000 ist grundsätzlich ein gutes Ladegerät und die -3 mV für die Delta-Peak-Abschaltung sind völlig OK für NiMH-Akkus, selbst für eneloops, wie du ja auch schon festgestellt hast.

Anstatt mehr Zeit für weitere Experimente zu investieren, würde ich mal eher darüber nachdenken, die Akkus zurückzugeben und wieder "echte" eneloops zu verwenden.
Die Experimente sind ja nicht uninteressant, aber bei Ware, die man ggf. zurückgeben wird, sollte man sich vielleicht nur auf die nötigsten Tests beschränken.
 
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  • Danke
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Anstatt mehr Zeit für weitere Experimente zu investieren, würde ich mal eher darüber nachdenken, die Akkus zurückzugeben und wieder "echte" eneloops zu verwenden.
Das ist richtig. Zumal ich ja eigentlich eingangs wissen wollte ob ich einfach falsche Einstellungen (z.B. falschen Peak, falsche Zielspannung) verwendet habe und mit anderen Einstellungen auf einwandfreie Ergebnisse käme. Da sind wir tatsächlich etwas vom Weg abgekommen.

Ich lade die Akkus jetzt gerade noch einmal mit 350 mA. Wenn sie dann zumindest sauber bis zum Ende laden würde ich sie behalten falls ich den Rückversand selber zahlen soll.
Das wären dann insgesamt drei Aufladungen, das sehe ich als vertretbar an. Die Alternative wäre ja gewesen einmal laden und dann sofort zurückzuschicken.
 

budgetlampenfan

Flashaholic**
30 September 2019
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es ist dann halt wie so oft, dass andere Fabrikate an die Eneloops nicht rankommen ... und das "Fremdgehen" (mal wieder ... :augenrollen:) nicht belohnt wurde ...

trotzdem hätte ich nicht gedacht, dass ein aktueller Akku demzufolge die Schnellladung so deutlich weniger gut verträgt als die Eneloop ... :confused:

berichte dann bitte mal, wie's ausgegangen ist ...
 

steidlmick

Flashaholic***
15 August 2012
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Zumal ich ja eigentlich eingangs wissen wollte ob ich einfach falsche Einstellungen (z.B. falschen Peak, falsche Zielspannung) verwendet habe und mit anderen Einstellungen auf einwandfreie Ergebnisse käme. Da sind wir tatsächlich etwas vom Weg abgekommen.
Für die fachliche Diskussion ist das alles hilfreich und interessant, aber ich denke, dass weder du etwas falsch eingestellt hast, noch dass das MC3000 die Akkus einfach nicht gut lädt.
Meiner Einschätzung nach sind die Akkus einfach nicht besonders gut.

Steht auf den Akkus eine Herkunftsangabe?
Wenn dort "Made in Japan" stehen würde, dann wären deine Beobachtungen für mich unplausibel, denn denn dann wären es eneloop-Akkus, nur eben "verkleidet" (mal von plumpen Fälschungen bzw. falschen Herkunftsangaben abgesehen).

Sollte aber "Made in China" auf den Akkus stehen, würden mich deine Beobachtungen nicht überraschen, mit chinesischen LSD-NiMH-Akkus habe ich auch vorwiegend nicht so gute Erfahrungen gemacht, weder bezüglich Innenwiderstand noch Langlebigkeit.
 
10 September 2016
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Von Akkuteile gab es sehr schnell eine Rückmeldung. Bisher habe sich niemand über die Akkus beschwert. Ich soll diese jetzt noch 5 Mal laden und entladen. Wenn sie dann nicht normal funktionieren, nehmen sie die Akkus zurück.

Auf den Akkus selber steht Made in China, hatte von Xtar trotzdem mehr erwartet.
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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im Süden
Mit weniger als C/5 (hier 440 mA) würde ich nicht laden, das erschwert nur die zuverlässige Ladeschlusserkennung. C/3 gilt als Richtwert, der bei jedem vernünftigen Akku funktionieren sollte (hier 730mA).
Kapazitätslimit beim Laden sollte bei NiMH mindestens 1,2 C sein (hier 2640 mAh, ich würde auf 2800 aufrunden).
 

budgetlampenfan

Flashaholic**
30 September 2019
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so ein bißchen gibt ja auch die - nominelle - Zyklenzahl schon einen gewissen Hinweis ...

bei den Eneloop (1900 mAh) sind es 2100 Zyklen ... bei den Xtar (2200 mAh) 500 Zyklen ... (die Praxis ist dann ja natürlich noch mal ne andere Frage ...)

es ist zwar so, dass mit steigender Kapazität die Zyklenzahl üblicherweise abnimmt, trotzdem bleibt da natürlich schon ein ziemlicher Unterschied ...

die Eneloop Pro, die auch "nur" mit 500 Nominal-Zyklen angegeben sind, bieten dabei immerhin 2500 mAh ...
 
10 September 2016
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Ich möchte hier mal noch ein kleines Update geben, wie es mit den Akkus ausgegangen ist:

Wie von Akkuteile vorgeschlagen habe ich die Batterien noch weitere 5 Mal ge- und entladen. Leider hat sich das Ergebnis dadurch nicht verbessert.
Ich habe daraufhin eine Rücksendemarke erhalten und konnte die Akkus kostenlos zurückschicken. Das Geld ist auch wieder da, daher Daumen hoch :thumbsup:.

Ergebnis des Experiments: Eneloop bleibt das Mittel der Wahl.
 
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LarryB

Flashaholic**
26 Januar 2022
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Schade, hätte mich interessiert wie die mit der Selbstentladung sind.

Meine AAA Xtar die ich mal bestellt hatte weil nur ein paar € bis zur Versandkostenfreiheit fehlten waren da eher im Bereich Discounterakkus
 

angerdan

Flashaholic**
30 Dezember 2011
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Inzwischen kosten die XTAR 2200mAh NiMH ab 2,30€/Stück.
akkuteile.de/ni-mh-akku-zelle/aa-mignon/xtar-aa-lr6-nimh-akku-2200mah-1-2v-wiederaufladbar_18029_2820
Damit teurer als eneloop.
Oder jemand bestellt 800 Zellen für $1000
:akkuleer:

german.alibaba.com/product-detail/XTAR-1-2V-AA-2500mAh-Battery-1600192301736.html
 
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