[LED-Test / Review] Cree XLamp XFL05K High Density (5000 K 70 CRI, 6 V) - Performance ähnlich zu XHP70-LEDs

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
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LED-Test/ Review DE
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Cree XLamp XFL05K High Density (5000 K 70 CRI, 6 V)


16.02.2025


Typ: multi-die, domed
Binning: ---
Farbgruppierung: 2B (5000 K)
CRI: 70

Nennspannung: 6 V
Max. Vorwärtsstrom: 15000 mA
Max. Spitzenstrom: --- mA
Abstrahlwinkel: 140 °
Wärmewiderstand: 0,2 K/W
Max. Temperatur Tj: max. 150 °C

Offizielles Datenblatt: Cree XFL05K (PDF, 4,5 MB)


Die hier getestete XFL05K High Density (abgekürzt: HD) wurde Ende September 2024 bei Kaidomain erworben. Ein genauer Order code wurde seitens des Händlers nicht angegeben. Da im offiziellen Datenblatt allerdings nur ein Order code für die 6 V 5000 K HD-Variante angegeben wird (XFL05K‑00‑0000‑0B0B0A0E3), dürfte es sich mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit um diesen Typ handeln.

Die XFL05K unterscheidet sich optisch deutlich von bereits bekannten Multi-die-LEDs wie der XHP70.3 HD. Statt vier einzelnen LED-Chips in symmetrischer Anordnung besitzt die XFL05K 10 einzelne LED-Chips, die vermutlich in Flip Chip-Bauweise gefertigt und direkt auf dem Substrat aufgebracht wurden. Durch die asymmetrische Anordnung und die großen Lücken zwischen den Chips dürfte das Lichtbild beeinträchtigt werden.

In einer Ecke befindet sich das Cree-Logo, welches auch gleichzeitig die Kathode markiert. Die gesamte Oberfläche des Substrats einschließlich der LED-Chips ist mit Phosphor bedeckt.
Das Footprint ist mit 7070 angegeben, wodurch diese LED mit handelsüblichen 7070-MCPCBs kompatibel ist.

Die Leuchtfläche ist 39,8 mm2 groß. Durch seitlich abgestrahltes Licht sowie die Lücken zwischen den einzelnen LED-Chips ist eine genaue Leuchtflächen-Bestimmung allerdings fast unmöglich. In diesem Punkt entspricht die XFL05K HD ziemlich genau der XHP70.3 HI.

Auffällig ist die unterschiedliche Helligkeit der LED-Chips bei sehr niedrigem Maximalstrom. Bei Moonlight-Modi in Taschenlampen könnte dies störend wirken bzw. den Nutzer veranlassen, einen Defekt der LED anzunehmen. Ein Mindeststrom (wie bei manchen anderen Herstellern oder LEDs mit vielen Leuchtflächen) ist nicht angegeben, allerdings starten die Lichtstrom-Diagramme im offiziellen Datenblatt erst bei 1,75 A.


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  • bei 15000 mA (offizieller Maximalstrom): 8660 lm @ 7,24 V
  • Leistung bei offiziellem Maximum: 108,6 W
  • Effizienz bei 15000 mA: 79,8 lm/W
  • Maximum bei 17 A erreicht, an diesem Punkt 8861 lm @ 7,39 V
  • Leistung bei Maximum 125,6 W
  • Effizienz im Maximum 70,6 lm/W


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Daten für 25 °C Tsp (bei 85 °C sind die Leuchtdichten etwa 13 % geringer).

Die XHP70.2, XHP70.3 HI und XFL05K HD liegen im Vergleich relativ dicht beieinander. Auffällig ist der geringere Maximalstrom der XFL05K, was am höheren Wärmewiderstand der im Vergleich zur XHP70-Serie kleineren LED-Chips liegen dürfte. Das 7070-Footprint wird hier für die Wärmeabfuhr nicht voll ausgereizt.
Die MT-G2 (1st gen) ist völlig veraltet und spielt in der Leistungsklasse keine Rolle mehr, weshalb sie nur noch als Referenz für ältere LEDs dient.

Das Binning von typ. 1800 lm bei 1,75 A und 25 °C wird mit 1840 lm eingehalten. Die Vorwärtsspannung beträgt bei 1,75 A 5,7 V und liegt damit im weit gefassten Bereich (5,6-6,1 V), den das Datenblatt angibt.

Auffällig ist der extrem hoch angesetzte Maximalstrom von 15 A für die 6 V-Variante. Darüber hinaus ist der weitere Lichtstrom-Gewinn extrem gering und lohnt sich in keinster Weise. Der Maximalstrom wurde vermutlich berechnet bzw. durch Überbestromungs-Tests ähnlich diesem hier festgesetzt. Dies dürfte durch die Verbreitung von Cu-DTP-Boards und dem Wunsch nach extremer Performance in Taschenlampen - dem Hauptverwendungszweck dieser LED - geschuldet sein.

Die Leuchtdichte ist extrem niedrig. Durch die vielen seitlich abstrahlenden LED-Chips und dem Dome ist die XFL05K HD nicht für Thrower geeignet. Selbst die XHP70.2 bietet eine höhere Leuchtdichte.


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Der Beam ist - sofern ein OP-Reflektor verwendet wird (im 1. Bild OP-Reflektor der S2+) - besser als erwartet. Farbsäume um den Spot gibt es nicht. Je nach Texturierung des OP-Reflektors kann ein leichtes Donut-Hole vorhanden sein.

Bei SMO-Reflektoren ist dagegen Vorsicht geboten (im 2. Bild SMO-Reflektor der C8). Es gibt leichte Farbverläufe im Beam und vor allem deutlich sichtbare Ringe bzw. Donut-Holes, welche je nach Fokussierung deutlich sichtbar oder weniger sichtbar ausfallen können.

Im Allgemeinen sollte diese LED nur hinter Diffusoren oder mit stark texturierten OP-Reflektoren verwendet werden. Dadurch sinkt die erzielbare Reichweite bei Verwendung dieser LED weiter.



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Der Tint ist in Ordnung. Der duv ist leicht positiv, störende Grüntöne gibt es aber nicht. Es gilt zu beachten, dass die Farbgruppierung E3 weit gefasst ist und deutlich oberhalb der BBL angesiedelt sein kann. Dies ist bei den Farbgruppen 3B und 3C der Fall. Die hier getestete LED soll laut Händler in der Farbgruppe 3A und damit nah an der BBL liegen, was das gute Ergebnis erklärt.

Sonst gibt es - vom höheren CCT abgesehen - keine Überraschungen, das Spektrum entspricht einer neutralweißen LED mit geringem Farbwiedergabeindex.
Der CRI von 70 wird deutlich überschritten. Eine 80 CRI-LED ist das Sample allerdings nicht, obwohl diese im offiziellen Datenblatt ebenfalls gelistet wird.


  • Ra: 75
  • R9: -17
  • CCT: 5547 K
  • duv: 0,0013


Die XFL05K High Density (HD) ist eine eher ungewöhnliche LED. Die Performance entspricht in etwa der einer XHP70.2/XHP70.3 HI in 70 CRI, allerdings ist die Vf relativ hoch. Das Lichtbild ist mit OP-Reflektoren brauchbar bis gut, und die hier getestete LED weist einen recht guten Tint auf.

Da es allerdings gerade für Modder die XHP70-Serie gibt, diese LEDs gut und relativ preisgünstig erhältlich und vor allem auch die Chinesen mit 7070-LEDs ähnlicher Bauart auf dem Markt gut vertreten sind, gibt es dennoch wenig Gründe, diese LED zu verwenden.


Danke fürs Lesen dieses Tests. :)

LG, Dominik


v1.0.2