Erhebliche Messunterschiede bei Multimetern! (Altersbedingt & leerer 9-Volt-Block)

Hannoveraner

Flashaholic**
8 Dezember 2012
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Hannover
In diesem Bericht möchte ich verdeutlichen, dass die in einem Multimeter verwendete Energiequelle noch eine ausreichende Spannung aufweisen muss, sonst drohen falsche Messergebnisse. Wichtig insbesondere für Einsteiger:
Leuchtet auf dem Display des Messgerätes die "Batterieanzeige", so ist die Energiequelle (meist wird ein 9-Volt-Block verwendet) sofort zu ersetzen. Man sollte sich also nicht täuschen lassen und denken:
"Die Anzeige ist ja noch perfekt abzulesen, dann funktioniert das Messgerät ja noch!" - Dem ist nicht so! Der Akku hatte bei der Aufnahme des Fotos tatsächlich 3,82V! Bei dem ersten Messgerät fehlt sogar die Kommastelle.
Weiter unten gehe ich auf die Thematik Messunterschiede ein.
2013-01-1214.15.36r4rn8.jpg

2013-01-1214.17.190cpci.jpg


Ältere, relativ günstige Messgeräte (in diesem Fall das Voltcraft 3000, ca. 30Jahre) sind u.U. nicht mehr genau genug, dies gilt besonders für Anfänger zu beachten, die nicht viel Geld in ein Multimeter investieren möchten. In diesem Fall rate ich zwingend zu einem preiswerten Gerät, anstatt eins vom Flohmarkt (ausgenommen vermutlich Profigeräte) zu erwerben oder beim Vater im Keller zu stöbern! Wenn doch, Gerätegenauigkeit testen! Dies gilt auch für preiswerte Neugeräte oder noch besser, von Zeit zu Zeit immer mal testen!
Folgend die Messwerte der drei verschiedenen Geräte, in allen wurde ein neuer 9-Volt-Block verwendet (gleicher Hersteller):
2013-01-1219.55.062sqtt.jpg

2013-01-1219.57.00n8qx6.jpg

2013-01-1219.57.59bzob1.jpg

Man beachte, dass das alte Volkcraft Gerät völlig aus der Reihe tanzt (0,05V Unterschied zum Gerät von BEHA), das Mastech weicht jedoch auch mit 0,02V zu dem BEHA ab, allerdings in die andere Richtung. Letztere Differenz hat mich etwas überrascht. Bei vorigen Messungen hatte ich allerdings "nur" eine Differenz von 0,01V (also Diff. <0,02V).

Ich kann also allen Neueinsteigern nur raten ein wenig tiefer in die Tasche zu greifen, es muss natürlich auch kein teures Gerät sein, dazu gibt es aber zahlreiche Empfehlungsthreads hier im Forum.
Und alle anderen könnten ihre Baumarktgeräte ja auch mal prüfen!

Verwendete Geräte, siehe angehängte Fotos!
Nach den gezeigten Messvorgängen habe ich diese direkt nochmal durchgeführt (zur Sicherheit), Werte waren identisch.
Verbesserungsvorschläge erwünscht!

Ich hoffe, einen für das Forum sinnvollen Beitrag erstellt zu haben.
Grüße vom Jungfunzler Hannoveraner
 

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light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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im Süden
Ältere Messgeräte (in diesem Fall das Voltcraft 3000, ca. 30Jahre) sind nicht mehr genau genug
Das ist mir zu pauschal. Mein MetraHit 18S von Mitte 1995, nie nachkalibriert, zeigt exakt die gleichen Werte an wie mein anderes MetraHit 18S von Ende 1994, das alle 2 Jahre überprüft bzw. kalibriert wird (verwende ich bei der Arbeit). "Gleich" heißt hier z.B. Akkuspannung mit 1mV Auflösung: 4,198V.

Klar, diese Multimeter haben damals wohl das 20- bis 50-fache des abgebildeten Voltcraft gekostet, sind aber mit Sicherheit trotz ihres Alters besser als ein neues Billigmultimeter aus dem Baumarkt.

Nichtsdestotrotz sollte man natürlich Multimeter ab und zu mal gegenprüfen. Es muss ja nicht gleich beim DKD sein. Das empfiehlt sich auch bei Neugeräten der "günstigeren Art".
 

Lichtinsdunkel

Flashaholic**
2 Juni 2010
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taschenlampen-tests.de
Ich würde dir an dieser Stelle nie widersprechen, da ich gegenüber deiner Erfahrung und Kompetenz in diesen Dingen nur ein kleines Lichtimdunkeln bin.

Aber sowohl bei meinem Multimeter als auch bei meinem Luxmeter habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Werte ab einem gewissen Punkt umso ungenauer werden, je leerer die Batterie ist, und das schon, bevor eine Warnung angezeigt wird.

Gruß
Walter
 

Hannoveraner

Flashaholic**
8 Dezember 2012
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Hannover
Das ist mir zu pauschal. Mein MetraHit 18S von Mitte 1995, nie nachkalibriert, zeigt exakt die gleichen Werte an wie mein anderes MetraHit 18S von Ende 1994, das alle 2 Jahre überprüft bzw. kalibriert wird (verwende ich bei der Arbeit). "Gleich" heißt hier z.B. Akkuspannung mit 1mV Auflösung: 4,198V.
Klar, diese Multimeter haben damals wohl das 20- bis 50-fache des abgebildeten Voltcraft gekostet, sind aber mit Sicherheit trotz ihres Alters besser als ein neues Billigmultimeter aus dem Baumarkt.

Danke light-wolff, Du hast Recht, ich habe es zu verallgemeinert. Ich nehme jedoch eher Bezug auf die "Baumarktgeräte", die zumeist auch in der Allgemeinheit genutzt werden, was in meinem Beitrag jedoch auch deutlich wird. Ich ändere diesbezüglich den Bericht!

Gruß, Hannoveraner
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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im Süden
...sowohl bei meinem Multimeter als auch bei meinem Luxmeter habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Werte ab einem gewissen Punkt umso ungenauer werden, je leerer die Batterie ist, und das schon, bevor eine Warnung angezeigt wird.
Schon vor der Warnanzeige - das sollte nicht sein. Dann muss man ja anfangen, andauernd die Batterien zu prüfen. Also prüfen wir dann regelmäßig die Batterien der Messgeräte, mit denen wir regelmäßig die Akkus für die Lampen prüfen ;)?

Es gab hier im Forum schon Fälle, in denen Akkus angeblich auf 4,5V oder mehr geladen waren, und am Schluss war es doch nur eine leere Messgerätebatterie.
 

Hannoveraner

Flashaholic**
8 Dezember 2012
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Hannover
Es gab hier im Forum schon Fälle, in denen Akkus angeblich auf 4,5V oder mehr geladen waren, und am Schluss war es doch nur eine leere Messgerätebatterie.

Genau so ist es auch in meinem Fall gewesen, veranschaulicht siehe Beitragsanfang, 3,82V effektiv, angezeigt aber 4,36V! Einen Tag zuvor hatte ich über 5V bei dem geladenen Trustfire-Akku. :eek:
D.h., dass man z.B. noch einen Akku mit einer extremen Unterspannung u.U. noch weiter nutzt - gefährlich!!!


Das war u.a. für mich die Veranlassung, hier meinen Beitrag zu schreiben.

Vielleicht sollte ich diesen splitten, so dass die zwei unterschiedlichen Themen besser zur Geltung kommen?

Auch habe ich hier den Eindruck, dass neue Mitglieder hier in diesem Bereich kaum recherchieren, was meint Ihr?

Gruß
 

Maiger

Ehrenmitglied
27 Dezember 2011
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www.taschenlampen-forum.de
Vielleicht sollte ich diesen splitten, so dass die zwei unterschiedlichen Themen besser zur Geltung kommen?

Welche 2 Themen meinst du, niedrige Batteriespannung und ungenaue Meßgeräte?
Bedarf zur Trennung sehe ich (noch) nicht.

Auch habe ich hier den Eindruck, dass neue Mitglieder hier in diesem Bereich kaum recherchieren, was meint Ihr?

Wenn ein Meßgerät zur Akkukontrolle empfohlen wird, denke ich schon, dass die Leute in dieses Unterforum reinschauen.

Mich stört an den Empfehlungen nur, wenn gesagt wird, ein billiges um unter 10 Euro tut es auch. Ich werde bei Meßgeräten unter 30 Euro schon sehr mißtrauisch und denke mir, "etwas" Geld sollte man für ein Multimeter schon investieren. Zumindest sollte die interne Referenzspannungsquelle runter bis zur Low-Batt-Warnung genau funktionieren, damit so Effekte wie du sie beschreibst nicht auftreten.
 

lightbeam

Flashaholic**
22 Dezember 2010
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Aber ...bei meinem Multimeter ... habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Werte ab einem gewissen Punkt umso ungenauer werden, je leerer die Batterie ist, und das schon, bevor eine Warnung angezeigt wird.

Sowas meine ich bei meinen Multimetern ebenfalls schon festgestellt zu haben. :confused: 'Sind allerdings keine besonders teuren oder genaue Geräte.

Mittlerweile betreibe ich alle meine Multimeter ausschließlich mit MAXe 9V-Blockakkus, die ich im 2-Jahres-Turnus nachlade.

'Habe ein altes Düwi von 1990, seinerzeit DM 60.- in einem Baumarkt, das weicht gegenüber meinem Messcontrol 3900 und H&H VM62D mittlerweile ziemlich weit ab, sogar beim Wechselstrommessen an einer Wandsteckdose.:confused: Damit messe ich keine Akkus mehr.:rolleyes:

Gruß
Roland :)
 

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Essen
Ich benutze in meinem DMM einen Energizer lithium 9V-Block. Dieser hält ewig und kann nicht auslaufen. Bei einem teuren Multimeter würde ich es nicht riskieren, dass eine auslaufende Batterie es ruiniert (gerade weil man diese nur so selten austauscht).
 
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light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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im Süden
Es gibt inzwischen auch LiIon-Akkus (2S, 7,4V) im 9V-Blockformat, geschützt, 500mAh (gemessen). Kosten knapp 10€/Stück, Lader nochmal dasselbe (von Soshine).

Die nutzen wir in der Firma für die Oszi-Stromzangen, die werden gerne vergessen auszuschalten. NiMH-9V-Akkus haben in dieser Anwendung gar nicht gut funktioniert, waren dauernd leer. Die LiIon halten mindestens doppelt so lange und haben praktisch keine Selbstentladung.

In den normalen DMMs sind Alkaline 9V-Blöcke. Durch die häufige Benutzung halten die ca. 1 Jahr. Ausgelaufen ist da noch nie einer.
In meiner Küchenwaage habe ich kürzlich einen 9V-Block ausgemustert, auf dem stand "Use by: 07/1997", Energizer Alkaline, der war noch ok.
Mit dem Lithium-Blöcken ist man auf der sicheren Seite. Die müssten bei einem DMM im Hausgebrauch eigentlich 10 Jahre halten.
 
  • Danke
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Hannoveraner

Flashaholic**
8 Dezember 2012
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Hannover
Ich werde in Zukunft mein Multimeter regelmäßig mit einem frischen 9V-Block testen - liefert es dann andere Werte, wird der "alte" 9V-Block entsorgt!!

Auch kann ich nur hoffen, dass mein dargestelltes Phänomen keinem Unwissenden passiert, und er dann einen Lithium-Ionen-Akku mit 4 Volt misst (& noch weiter nutzt), welcher dann aber bereits nur noch 3V liefert!

Gruß
 
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Maiger

Ehrenmitglied
27 Dezember 2011
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Nationalpark Kalkalpen (A)
www.taschenlampen-forum.de
Ich werde in Zukunft mein Multimeter regelmäßig mit einem frischen 9V-Block testen - liefert es dann andere Werte, wird der "alte" 9V-Block entsorgt!!

Wenn mein Multimeter mit einem frischen und "alten" 9V-Block unterschiedliche Werte liefern würde (ohne Batteriewarnung), würde ich das Multimeter entsorgen. ;)
 
  • Danke
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Photon

Flashaholic**
8 Juni 2012
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Heidelberg
Wenn mein Multimeter mit einem frischen und "alten" 9V-Block unterschiedliche Werte liefern würde (ohne Batteriewarnung), würde ich das Multimeter entsorgen. ;)

Dem ist nichts hinzuzufügen.
Verwende in Meßgeräten immer 9V Litiumbatterien.
OT on:
Die gibt's (neu!) günstig auf dem HAM-Flohmarkt hamradio-Friedrichshafen einem der besten Technik-Flohmärkte überhaupt.
OT off.

Gruß
Volker
 
5 Januar 2013
22
6
3
(0,5V Unterschied zum Gerät von BEHA),

Will ja nicht altklug sein, aber ich sehe da nur 0,05 V, was allerdings auch nicht sein darf.
Gruß, Average
 
  • Danke
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Night Rider

Flashaholic
20 März 2012
143
24
18
Es gibt inzwischen auch LiIon-Akkus (2S, 7,4V) im 9V-Blockformat, geschützt, 500mAh (gemessen). Kosten knapp 10€/Stück, Lader nochmal dasselbe (von Soshine).
Habe mir soeben das da bestellt. Auch wenn eher unwahrscheinlich, aber der Gedanke, dass eine Batterie in einem meiner beiden DMMs ausläuft und mir das ganze Gerät versaut (man muss beide aufschrauben, um einen Blick auf die Batterie werfen zu können. Für regelmässige Kontrollen daher zu umständlich), war mir schon immer recht unangenehm. U.a. auch deshalb habe ich kürzlich sämtliche AAA und AA Batterien in meinen Mäusen, Tastaturen etc. durch eneloop ersetzt.

EDIT: Hier noch günstiger und der Shop ist auch schneller und besser...
 
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Tekas

Flashaholic**
23 November 2011
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Wer die Gefahr der möglichen Fehlmessung aufgrund einer geleerten DMM-Batterie minimieren möchte, kann auch einen Lipo-Checker benutzen. Der arbeitet ohne eigene Stromversorgung und zeigt die Spannung ausreichend (+/- ein paar Hunderstel V) genau an;).
 

balloonix

Flashaholic**
18 Juli 2012
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Waldachtal im Schwarzwald
Ganz einfach: Du schickst sie an ein Kalibrierlabor. Das kostet je nach Gerät zwischen 50,-- und ein paar hundert EUR. Oder du kommst zum Treffen, da werden ein paar präzise Geräte da sein. Und damit kann man dann Vergleichsmessungen machen. Oder suchst die jemanden in der Nähe, der was Passendes hat.