Akku-"Grill"-Statin BC-700: ein ernüchterndes Review

M

Mitglied 2406

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Ich habe da bei meinen neuen BC-700 (Firmware 36 laut letzter Ziffer beim Einschalten) einige erwähnenswerte Beobachtungen gemacht.
Allerdings muss ich fairerweise zugeben, dass ich zunächst vorzugsweise meine "Problem"-Akkus in den Ring geschickt habe.

I. Hauptteil
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1. Mögliche Abhängigkeit den anderen Akkus:

a) Ladezustand:
ich beobachtete eine gleichzeitige Umschaltung von zwei nebeneinader liegenden Akkus einmal von Entladen (d) auf Laden(c) und beim anderen genau anders herum von (c) auf (d). Drei Minuten später hat der dritte Akku mit 1 leeren Schacht Abstand ebenfalls von (c) auf (d) gewechselt.

b) Temperatur
Es gingen einmal beim Laden von 4 Akkus mit 700 mA zwei nebeneinander liegende Akkus *gleichzeitig* in die Übersitzungspause, obwohl der Zweite Akkus laut IR-Thermometer (bestätigt durch Fingerthermometer) deutlich kälter war und auch noch weiter von der möglichen Vollladung entfernt war.

2. Ladeschluss beim Refreschen:
AA Akku mit nominal 2700 mAh mit ca 1/3 Restkapazität: gbei 500 mA
(700 mA war mir aus vorangegangenen Versuchen z heiss) Nebenschacht leer. Die beiden anderen Schächte mit einem AA und einen AAA belegt.

Entladung (E) in mAh bzw. Ladung (L) in mAh, jeweils abgelesen bzw. aus der vergangenen Zeit errechnet (~).


~30E ~1250L
(^ich habe diese Ladung manuell abgebrochen und wieder auf Entladen Refresch geschaltet)

820E ~1265L
900E ~1375L
940E ~1575L
~870E ~1840L (Full)

3. weitere Beobachtungen (unter Vorbehalt)
* ein schwacher AAA wurde von anfangs 453 mAh (d) "erfolgreich" auf nur noch ca 110 mAh "referscht"
* ein anderer AAA wurde von von einem anfangs leidlich guten Zustand runter auf gut 400 mA (d) "gebracht" und mühsam wieder auf 742 mAh (d)
* der Einsatzkollege vom vorigen AAA wurde per wirklich gnadenlosen Überladens auf nahezu Nominalkapazität entladen (848 (d) von 850 mah)


4. Desweitern habe ich noch eine Frage zu zu der Beobachtung von Blade

http://www.taschenlampen-forum.de/showpost.php?p=152011

Er konnte -korrigiert mich gegebenenfalls - einem mit MH C9000 entladenen Akku mit einem BC 900 zusätzlich noch 800 mAh entlocken.
In einer Antwort darauf wurde durchblicken lassen, es würde an der angeblich lastlosen Messung der Entladespannung durch den BC-900 liegen, Sprich, unter Lasst müsste demnach die Spannung im Akku im BC-900 noch darunter liegen! Also wäre eine akkuschädigende Tiefeinentladung milde gesagt nicht ausgeschlossen!
(Wie gesagt korrigiert mich, falls ich da was falsch zusammengefasst oder aufgefasst habe.)


II. Anmerkungen
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1. Akku-Ertüchtigung
Wenn ich sehe, wie mühsam und wohl möglich gar nicht schonend doch so eine Refresch durch zyklischen Endladen und Laden ist, frage ich mich schon ob nicht eine Diodenentladung eher das Mittel der Wahl bei einem "in die Jahre" gekommen Akku ist.

z.B. 1N4001 + z.B. BAT42 + z.B. 4,7 Ohm

(Hardcore natürlich ohne die 2. Diode, was dann aber 0,7 V und weniger Entladeschluss bedeuten würde)


2. Was haltet Ihr von "Ergänzungen" der Ladestrategie
(Was man halt so lesen kann)

a) Steckernteteil mit Lüfter
- bringt hohe Temperaturen runter -

b) Zeitschaltuhr vorschalten
- hilft gegen Überladung
Entweder als Begrezung der maximalen Ladedauer!
Oder als Zwangspause mit Abkühlen von Gerät und Akkus, nach der es dann per Standard-Charge (Default) mit nur noch 200 mAh weitergehen könnte.
 
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Flashaholic***²
14 September 2011
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So superzufrieden bin ich mit meinem BC-700 auch nicht.

Z.B. letzte Woche 4 nagelneue Eneloops (2500mAh) im TEST Mode (erst Vollladen, dan Entladen und dabei Kap. messen, dann wieder Laden), eine schaltet beim ersten Laden früher ab und hat dann auch 400mAh weniger Entladekapazität als die anderen 3 - was sich bei einer Nachmessung aber nicht bewahrheitet, also zu früh abgeschaltet. Das passierte 2x mit verschiedenen 4er-Sets, bei 700mA Ladestrom.

Die Temperatur wird für 1+2 und 3+4 jeweils gemeinsam gemessen (Nähe Pluspol ist so ein Metallteil, das vermutlich zur Wärmeleitung an den Sensor dient).

Wenn ich sehe, wie mühsam und wohl möglich gar nicht schonend doch so eine Refresch durch zyklischen Endladen und Laden ist, frage ich mich schon ob nicht eine Diodenentladung eher das Mittel der Wahl bei einem "in die Jahre" gekommen Akku ist.

z.B. 1N4001 + z.B. BAT42 + z.B. 4,7 Ohm

(Hardcore natürlich ohne die 2. Diode, was dann aber 0,7 V und weniger Entladeschluss bedeuten würde)
Sowas habe ich mal aus einem alten Lader gebaut, Hochvolt-Diode genommen wg. höherer Vorwärtsspannung, die Kennlinie sah dann so aus:
9168
 

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Mitglied 2406

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... TEST Mode (erst Vollladen, dan Entladen und dabei Kap. messen, dann wieder Laden), eine schaltet beim ersten Laden früher ab und hat dann auch 400mAh weniger Entladekapazität als die anderen 3 - was sich bei einer Nachmessung aber nicht bewahrheitet, also zu früh abgeschaltet. Das passierte 2x ...
Nachfrage: Was wurde falsch erkannt?
a) der 1. Ladeschluss
oder
b) der Entladeschluss


Die Temperatur wird für 1+2 und 3+4 jeweils gemeinsam gemessen (Nähe Pluspol ist so ein Metallteil, das vermutlich zur Wärmeleitung an den Sensor dient).
Das erklärt die doppelte Abschaltung.
Ich frage mich aber wie zuverlässig die Temperatur-Abschaltung bei nur einem Akku für dieses "Paar" dann wirklich ist.



Sowas habe ich mal aus einem alten Lader gebaut, Hochvolt-Diode genommen wg. höherer Vorwärtsspannung, die Kennlinie sah dann so aus:
9168
Runter bis 0,5 V ????
Äh und was passierte dann mit den Akkus?
Ich hoffe es waren und NiCd!!!?????
 
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Flashaholic***²
14 September 2011
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... TEST Mode (erst Vollladen, dan Entladen und dabei Kap. messen, dann wieder Laden), eine schaltet beim ersten Laden früher ab und hat dann auch 400mAh weniger Entladekapazität als die anderen 3 - was sich bei einer Nachmessung aber nicht bewahrheitet, also zu früh abgeschaltet. Das passierte 2x ...
Nachfrage: Was wurde falsch erkannt?
a) der 1. Ladeschluss oder
b) der Entladeschluss
Deshalb wird danach zu wenig Entladekapazität gemessen.

Runter bis 0,5 V ????
Äh und was passierte dann mit den Akkus?
Ich hoffe es waren und NiCd!!!?????
Nö, NiMH. Danach wurden sie wieder geladen. Sonst ist nichts passiert ;)

Das Diagramm geht zwar bis 0,5V, in Wirklichkeit geht es bei exponentiell abnehmendem Strom sogar noch weiter runter. Klar: das ist die einfachstmögliche (und trotzdem schnelle) Entladeschaltung, nicht die sicherste ;). Natürlich sollte man mit dem Multimeter ab und zu mal nachmessen und die Akkus rausnehmen wenn sie leer sind.
Praktisch ist der Strom ist bei niedriger Spannung so gering, dass kaum noch Entladung stattfindet. Ich habe damit auch schon Akkus mal 'ne Nacht lang weiter entladen lassen, unter Last waren's dann dann am nächsten Morgen 0,7V, 1h nach Herausnehmen waren sie wieder bei fast 1,0V Leerlaufspannung und keine Kapazitätsabnahme feststellbar. Unter 0,7V (unter Last) habe ich mit dieser Schaltung die Akkus nie bekommen. Eine Stunde bei 10mA sind ja nur 10mAh, entsprechend 0,5% Akkukapazität.

Erfahrungsgemäß ist damit nach 8h jeder AA-Akku leer, aber noch nicht zu tief entladen. Also abends rein, morgens raus. Ich habe den Entlader auch immer nur für Messreihen verwendet, wenn der BC-700 belegt war.