Hallo Forumskollegen,
mein Review Nr. 3 beschäftigt sich mit der Zebralight SC51w.
Äusserlichkeiten
Herstellerseitig steckt die Lampe in einem mehr als einfachen Pappkarton. Die Angaben zum Modell stehen auf einem kleinen, weissen Aufkleber. Mehr Understatement geht nicht, selbst Ersatzteile werden heute spektakulärer verpackt. Im Karton findet sich die Lampe, die über einen fest montierten Clip verfügt, ein einfaches Stirnband (statt einem Lanyard o.ä.), die paar Ersatzteile sowie eine BDA. Letztere ist in Englisch und gut lesbar, lässt aber genaue Angaben z.B. zur den Helligkeitsstufen vermissen, diese findet man dann auf der Hersteller-Website.
Die Lampe selbst ist wasserdicht (IPX-8), das Gehäuse besteht aus Aluminium und ist Type-III-anodisiert. Die Farbe ist ein metallisch glänzendes, helleres Grau mit leicht bräunlicher Eintönung. Die Formgebung ist biodynamsich, also eher fliessend mit einer gleichmässig glatten Oberfläche. Leider gibt es an den Kühlrippen und an der Endkappe ein paar scharfen Kanten.
Der stabile Clip ist am Gehäuse angeschraubt, eine edle Lösung. In der Praxis ist der Clip allerdings für meinen Geschmack unbrauchbar: Der Hub ist deutlich zu klein und die Federwirkung zu straff. All die filigranen Dinge, an die ich eine so kleine Lampe hinclippen wollte, haben vor dieser Schraubstockmentalität kapituliert. Auch unschön: Die Endkappe steht über den Clip über.
Bedienung
Das Zebra-eigene Bedienkonzept setzt auf ein elektronisch gesteuertes UI mit einem Clicky am Lampenkopf. Für meine Person kam ich nach einer kurzen Eingewöhnungsphase einwandfrei damit zurecht. Das ganze ist weitaus weniger kompliziert, als es sich in der Beschreibung anhört, und die Mächtigkeit des UI ist enorm. Die Lampe reagiert aufgrund der Elektronik zwar immer etwas mit Verzögerung, aber auch daran kann man sich gewöhnen.
Schön ist die Möglichkeit, alle drei Helligkeitsstufen beim Einschalten quasi direkt anwählen zu können. Klickt man einmal, läuft die Lampe auf max, klickt man zweimal unmittelbar hintereinander auf mid, klickt man dreimal auf min. Man landet allerdings nicht direkt in der angewählten Stufe, sondern sequentiell. Die Lampe startet also immer auf max und dimmt dann je Klick jeweils eine Stufe runter. Nicht schlimm, aber auch nicht perfekt.
Alternativ kann man auch dauerklicken, dann startet die Lampe bei min und geht in einen Cycle. Lässt man den Clicky los, bleibt sie auf der gerade anliegenden Helligkeitsstufe stehen.
In jeder Stufe kann man über einen Doppelklick zwischen zwei Unterstufen hin- und herschalten und somit je Stufe zwei leicht unterschiedliche Helligkeiten abrufen. Diese werden gemerkt. Auf diese Weise gerät man auch zum Strobe, der, falls gewünscht, die zweite Unterstufe bei max ist. Er wird allerdings nicht gemerkt und ist somit versteckt, lässt sich so aber einfach und schnell anwählen.
Die Lampe ist sehr klein (80 x 22 mm) und leicht (37 gr.), viel weniger geht bei dieser Stromversorgung wohl nicht mehr. Dennoch liegt sie gut in der Hand und lässt sich sicher bedienen. Auch am Stirnband macht sie eine gute Figur, so gut das halt geht, wenn eine Lampe an der Seite angebracht ist. Leider fiept sie auf mid und min etwas, nicht laut, aber in der Stille dennoch gut hörbar. Zudem wird der Kopf bei Dauerbetrieb auf max doch recht warm.
Leuchtkraft und Stromversorgung
Die Lampe hat wie bereit erwähnt drei direkt anwählbare Helligkeitsstufen, jede Stufe selbst hat nochmals zwei Unterstufen. Die Stufen selbst sind gut gesetzt. Vorausgesetzt, man erwartet bei min wirklich min. Max bedeuten 172 weitgehend echte Lumen, was für eine Lampe mit 1 x AA gewiss zu den besseren Werten gehört. Auch bei der Laufzeit in Relation zur Lichtausbeute gehört die Zebra zu den Klassenbesseren: Auf max läuft sie eine knappe Stunde (eneloop).
Die Lampe ist ein Fluter. Sie hat einen Orange-Peel-Reflektor und eine klare, gehärtete und vergütete Frontlinse. Der Beam ist weich und sehr gleichmässig, die Lichtfarbe neutralweiss (SC51w). Alternativ gibt es eine kaltweisse LED (SC51) sowie eine mattierte Frontlinse (SC51F, SC51Fw). Verbaut wird eine XP-G LED, mittlerweile gibt es auch eine Variante mit Philips LED (SC51c).
Als Stromversorgung dient eine AA-Zelle, entweder als LiFeS- oder als Alkaline-Batterie oder als NiMh-Akku. Zugänglich ist die Batterie über eine abschraubbare Endkappe, deren flach, aber lang geschnittenes Gewinde leider etwas kratzig läuft. 14500er werden nicht unterstützt (hierfür gab es mal die SC50), auch keine CR123A (dafür gibt es die SC80).
Fazit
Eine tolle Lampe. Ohne taktischen Schalter, dafür mit einem UI, das zwar gewöhnungsbedürftig, aber in sich stimmig und sehr schön zu bedienen ist. Es gibt viele Varianten von dieser Lampe, darunter auch eine reinrassige Kopflampe (H51..), so dass für jeden etwas dabei sein sollte. Das alles und die saubere Verarbeitung platziert die SC51w für mich in die Toppliga der EDCs mit AA-Stromversorgung, insbesondere wenn es um max. Licht bei min. Grösse geht.
Beamshot Section
Fenix LD40 High - nominell 110 ANSI-Lumen (als Referenz)
Zebralight SC51w High - nominell 172 OTF-Lumen
Zebralight SC51w Mid - nominell 26 OTF-Lumen
Whitewall: Zebralight SC51w High
Viele Grüsse
Eisbaer
Anmerkung: Die technischen Daten sind der BDA und der Zebralight-Homepage entnommen.
mein Review Nr. 3 beschäftigt sich mit der Zebralight SC51w.
Äusserlichkeiten
Herstellerseitig steckt die Lampe in einem mehr als einfachen Pappkarton. Die Angaben zum Modell stehen auf einem kleinen, weissen Aufkleber. Mehr Understatement geht nicht, selbst Ersatzteile werden heute spektakulärer verpackt. Im Karton findet sich die Lampe, die über einen fest montierten Clip verfügt, ein einfaches Stirnband (statt einem Lanyard o.ä.), die paar Ersatzteile sowie eine BDA. Letztere ist in Englisch und gut lesbar, lässt aber genaue Angaben z.B. zur den Helligkeitsstufen vermissen, diese findet man dann auf der Hersteller-Website.
Die Lampe selbst ist wasserdicht (IPX-8), das Gehäuse besteht aus Aluminium und ist Type-III-anodisiert. Die Farbe ist ein metallisch glänzendes, helleres Grau mit leicht bräunlicher Eintönung. Die Formgebung ist biodynamsich, also eher fliessend mit einer gleichmässig glatten Oberfläche. Leider gibt es an den Kühlrippen und an der Endkappe ein paar scharfen Kanten.
Der stabile Clip ist am Gehäuse angeschraubt, eine edle Lösung. In der Praxis ist der Clip allerdings für meinen Geschmack unbrauchbar: Der Hub ist deutlich zu klein und die Federwirkung zu straff. All die filigranen Dinge, an die ich eine so kleine Lampe hinclippen wollte, haben vor dieser Schraubstockmentalität kapituliert. Auch unschön: Die Endkappe steht über den Clip über.
Bedienung
Das Zebra-eigene Bedienkonzept setzt auf ein elektronisch gesteuertes UI mit einem Clicky am Lampenkopf. Für meine Person kam ich nach einer kurzen Eingewöhnungsphase einwandfrei damit zurecht. Das ganze ist weitaus weniger kompliziert, als es sich in der Beschreibung anhört, und die Mächtigkeit des UI ist enorm. Die Lampe reagiert aufgrund der Elektronik zwar immer etwas mit Verzögerung, aber auch daran kann man sich gewöhnen.
Schön ist die Möglichkeit, alle drei Helligkeitsstufen beim Einschalten quasi direkt anwählen zu können. Klickt man einmal, läuft die Lampe auf max, klickt man zweimal unmittelbar hintereinander auf mid, klickt man dreimal auf min. Man landet allerdings nicht direkt in der angewählten Stufe, sondern sequentiell. Die Lampe startet also immer auf max und dimmt dann je Klick jeweils eine Stufe runter. Nicht schlimm, aber auch nicht perfekt.
Alternativ kann man auch dauerklicken, dann startet die Lampe bei min und geht in einen Cycle. Lässt man den Clicky los, bleibt sie auf der gerade anliegenden Helligkeitsstufe stehen.
In jeder Stufe kann man über einen Doppelklick zwischen zwei Unterstufen hin- und herschalten und somit je Stufe zwei leicht unterschiedliche Helligkeiten abrufen. Diese werden gemerkt. Auf diese Weise gerät man auch zum Strobe, der, falls gewünscht, die zweite Unterstufe bei max ist. Er wird allerdings nicht gemerkt und ist somit versteckt, lässt sich so aber einfach und schnell anwählen.
Die Lampe ist sehr klein (80 x 22 mm) und leicht (37 gr.), viel weniger geht bei dieser Stromversorgung wohl nicht mehr. Dennoch liegt sie gut in der Hand und lässt sich sicher bedienen. Auch am Stirnband macht sie eine gute Figur, so gut das halt geht, wenn eine Lampe an der Seite angebracht ist. Leider fiept sie auf mid und min etwas, nicht laut, aber in der Stille dennoch gut hörbar. Zudem wird der Kopf bei Dauerbetrieb auf max doch recht warm.
Leuchtkraft und Stromversorgung
Die Lampe hat wie bereit erwähnt drei direkt anwählbare Helligkeitsstufen, jede Stufe selbst hat nochmals zwei Unterstufen. Die Stufen selbst sind gut gesetzt. Vorausgesetzt, man erwartet bei min wirklich min. Max bedeuten 172 weitgehend echte Lumen, was für eine Lampe mit 1 x AA gewiss zu den besseren Werten gehört. Auch bei der Laufzeit in Relation zur Lichtausbeute gehört die Zebra zu den Klassenbesseren: Auf max läuft sie eine knappe Stunde (eneloop).
Die Lampe ist ein Fluter. Sie hat einen Orange-Peel-Reflektor und eine klare, gehärtete und vergütete Frontlinse. Der Beam ist weich und sehr gleichmässig, die Lichtfarbe neutralweiss (SC51w). Alternativ gibt es eine kaltweisse LED (SC51) sowie eine mattierte Frontlinse (SC51F, SC51Fw). Verbaut wird eine XP-G LED, mittlerweile gibt es auch eine Variante mit Philips LED (SC51c).
Als Stromversorgung dient eine AA-Zelle, entweder als LiFeS- oder als Alkaline-Batterie oder als NiMh-Akku. Zugänglich ist die Batterie über eine abschraubbare Endkappe, deren flach, aber lang geschnittenes Gewinde leider etwas kratzig läuft. 14500er werden nicht unterstützt (hierfür gab es mal die SC50), auch keine CR123A (dafür gibt es die SC80).
Fazit
Eine tolle Lampe. Ohne taktischen Schalter, dafür mit einem UI, das zwar gewöhnungsbedürftig, aber in sich stimmig und sehr schön zu bedienen ist. Es gibt viele Varianten von dieser Lampe, darunter auch eine reinrassige Kopflampe (H51..), so dass für jeden etwas dabei sein sollte. Das alles und die saubere Verarbeitung platziert die SC51w für mich in die Toppliga der EDCs mit AA-Stromversorgung, insbesondere wenn es um max. Licht bei min. Grösse geht.
Beamshot Section
Fenix LD40 High - nominell 110 ANSI-Lumen (als Referenz)
Zebralight SC51w High - nominell 172 OTF-Lumen
Zebralight SC51w Mid - nominell 26 OTF-Lumen
Whitewall: Zebralight SC51w High
Viele Grüsse
Eisbaer
Anmerkung: Die technischen Daten sind der BDA und der Zebralight-Homepage entnommen.

kann ja nicht schaden. Deshalb habe ich vor einiger Zeit mal probehalber einen AW 14500er eingelegt. Die Lampe funktioniert damit klaglos in sämtlichen Leuchtstufis, bringt aber keinerlei Gewinn an Helligkeit (für mich jedenfalls nicht feststellbar). Für eine ausschliessliche Langzeitnutzung lege ich aber nicht meine Hand ins Feuer.