Wohnzimmerlampe explodiert

freaksound

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Hallo Forum!
Habe heute abend das Licht angemacht, es lässt einen Knall und die LED Birne war explodiert (siehe Bild). Nicht daß ihr denkt ich übertreibe, die Platine war verklebt und lag dann auf der Couch. Es war eine billige Multi Led in einer 3er Halterung, zusammen mit einer weiteren LED Birne und einem Halogenspot. In dieser Konstellation tat das die letzten 3 Monate. Bis heute.
Die 3er Lampe geht nun nicht mehr, die einzelnen Birnen in anderen Lampen allerdings schon. Sicherung ist auch drin.
Frage: was war da passiert und warum geht die Lampe nicht mehr, da sind doch nur Kabel im Gehäuse und keine Elektronik.

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Maiger

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Etwas Elektronik ist schon drin (Gleichrichter, Widerstand , ...).

Ich mutmaße mal ...
Die Birne wird mit 230V betrieben, die beiden Zuleitungsdrähte waren überkreuzt, durch die Wärme schmoltz die Isolierung und dann gab es einen fetten Kurzschluß. Daher sind auch die beiden Drähte abgeschweißt, falls du nichts verändert hast.

Gruß
Gerhard
 
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freaksound

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Nein, verändert habe ich nichts. D.h die 3er Lampe mal komplett abschrauben und schauen ob an der innliegenden Elektronik etwas verdächtig durchgebrannt ausschaut...
Was mich bei der Erklärung aber stutzig macht: Die Birne hat den Geist direkt beim Einschalten aufgegeben, also nicht erst nach einer gewissen Zeit, wg Erwärmung.
 
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Xandre

Flashaholic***²
8 März 2011
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Beim Einschalten fließt der stärkste Strom,
da der Widerstand im kalten Zustand der Geringste ist.

Gruß Xandre
 

Maiger

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D.h die 3er Lampe mal komplett abschrauben und schauen ob an der innliegenden Elektronik etwas verdächtig durchgebrannt ausschaut...

Wenn du leicht an die Platine rankommst, kann ein Blick nicht schaden.

Was mich bei der Erklärung aber stutzig macht: Die Birne hat den Geist direkt beim Einschalten aufgegeben, also nicht erst nach einer gewissen Zeit, wg Erwärmung.

Ich sehe auf dem Foto nicht, wo der 2. weiße Draht angelötet war. Vielleicht war er fliegend an dem Widerstand dran, die Verbindung hat sich gelöst und dann beim Einschalten einen Kurzschluß verursacht. Ein Foto von der noch guten Lampe könnte helfen.

Beim Einschalten fließt der stärkste Strom,
da der Widerstand im kalten Zustand der Geringste ist.

Ja bei Glühlampen aber nicht bei LED's.
Evtl. kann ein Kondensator noch einen Impuls verursachen.
Vielleicht war es nur ein Zufall und freaksound hat beim Einschalten dieses Mal das Maximum der Sinusschwingung erwischt und das war dann der brühmte Tropfen, ...

Frage: ... warum geht die Lampe nicht mehr, da sind doch nur Kabel im Gehäuse und keine Elektronik.

Durch den vermuteten Kurzschluß, kann es auch an einer anderen Klemmstelle innerhalb der Lampe einen Draht rausgebrannt haben. Das sollte aber leicht zu finden sein.
 

Bagno

Flashaholic**
26 Juni 2012
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Joar, da wird es wohl einen Kurzen gegeben haben. Irgendwo haben sich da die Elektronen einen anderen Weg gesucht...vielleicht war gerade die Luftfeuchte höher als sonst usw....das kann verschiedene Gründe haben.

Aber trotzdem sollte das nicht passieren. Besser kann sich mangelhafte Qualität nicht zu erkennen geben. Sowas kann auch schnell zu einen Brand ausarten :eek:

Gruß de Sven
 

Xandre

Flashaholic***²
8 März 2011
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Ja bei Glühlampen aber nicht bei LED's.

Aber:
Der Strom ist Anfangs vielleicht doch effizienter (Bei der Glübirne reißt der Faden meißtens beim Einschalten)
und sonst würden die KLUX bei Talas bei Erwärmung der LED
nicht weniger werden.

Dann sind die Teile schon warm und träge und können den Strom
wie zB in einer Tala nicht in mehr Lumen oder LUX verwandeln.

Lass mich aber gerne aufklären.

Gruß Xandre
 

Maiger

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JA stimmt, bei LED sinkt die Effizienz mit steigender Temperatur, aber bei Glühlampen hast du den Kaltleiter-Effekt.

Rechnen wir mal mit einer 60W-Glühlampe.
Iwarm = P/U = 60W / 230Veff = 0,26Aeff
Rwarm = U/I = 230V / 0,26A = 882Ω

Im kalten Zustand sinkt der Widerstand auf ca. ein Zehntel (soviel ich mich errinneren kann).
Rkalt = 0,1 x Rwarm = 88Ω

Nehmen wir weiters an, du schaltest beim Maximum der Sinusschwingung ein.
Uspitze = Ueff x √2 = 230V x 1,414 = 325V
Ikalt = Uspitze / Rkalt = 325V / 88Ω = 3,69Aspitze

Daraus ergibt sich, dass im ersten Moment des Einschaltens der 14-fache Strom fließt.
Das ist dann jener Moment, bei dem angeschlagene Lampen sehr kurz, sehr hell leuchten. :)
 
  • Danke
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Maiger

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27 Dezember 2011
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Nachtrag: Ich habe den Einschaltzeitpunkt t0 mit dem warmen Zustand gleichstrommäßig verglichen.

Vereinfacht kann man auch sagen, dass der Kaltwiderstand 7..10 mal kleiner ist (Hinweis von Lightwolff)
und daher ergibt sich ein 7..10-facher Einschaltstrom.
 
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