Bei LED-Tech habe ich mir eine XM-L auf Kupferstar bestellt (normaler Star, also nicht ohne Sperrfläche) Edit: ohne Sperrfläche.
Wie schon bei der XP-G2 mit dem Zweck, die Leuchtdichte vor und nach dem Dedomen zu messen und um selbst etwas über die Überstromung herauszufinden. Letzteres war hier aber eingeschränkt, da ich als Konstantstromquelle nur ein Labornetzgerät bis 5A habe.
Meßgeräte:
- Luxmeter: LX1330B (ich konnte es noch nicht kalibrieren, aber es deutet alles daraufhin, daß es durchschnittlich 15% zu wenig anzeigt)
- Stromquelle: Peaktech 6015A
- Multimeter UT61D
- Kugelphotometer PCELED1
Das mit den Gewinden klappt schon besser als beim letzten mal,
Der Alukühlkörper hatte eine recht glänzende, aber minimal schuppige Oberfläche. Deshalb bin ich mit feinem Schleifpapier und NevrDull nochmal drüber. Dazu noch ein Hauch Wärmeleitpaste. Richtig eben Polieren hatte ich auch diesmal wieder keine Lust.
Ich habe noch keine Angabe zur scheinbaren Größe der XM-L gefunden. Dr. Jones hat's wohl schon gemacht, den frage ich noch. Ich hab's auchmal selbst probiert: Ein Bild, das komplett vom Träger mit bekannten Maßen ausgefüllt wird. Dann der LED eine Farbe geben und dem Rest eine andere Farbe, und dann mit einem Bildbetrachter die Pixel zählen lassen,
Man darf nicht zu nah ran, da die eigentliche LED-Fläche durch den Dome dann eine andere scheinbare Größe hat - in größerer Entfernung ist die Auflösung aber schlecht und der Fehler größer. Ich habe einige Versuche gemacht und komme mit den bescheidenen Mitteln auf ziemlich unterschiedliche Werte zwischen 7.8 und 8.83mm²...
Nach dem Entfernen des Dome ist's glücklicherweise ganz einfach, da die Abmessungen der eigentlichen LED bekannt sind.
Hier dann Bilder (ISO 100, 1/100s, F5.6, Weißabgleich Tageslicht) mit und ohne Dome:
Die Bilder sind aus unterschiedlichen Abständen aufgenommen, Größenvergleich geht also nicht.
Ansonsten sieht man aber sehr schön:
- der Phosphor wurde an einer Stelle verletzt. Ich habe es vermessen, etwa 1% der Gesamtfläche
- die Lichtfarbe wird etwas wärmer
- die Leuchtdichte steigt an (mein Hauptinteresse)
Ich habe Lux und Lumen gemessen:
Lichtstrom:
mit Dome: 268lm @700mA
ohne Dome: 232lm @699mA
Das ist eine eher unscheinbare Verringerung auf 87%.
Und die Helligkeit (in Klammer immer versuchsweise mit 15% Aufschlag für das LX1330B)
Mit Dome:
Fläche: 7.8mm²-8.83mm²
698mA: 95 Lux@1m , Leuchtdichte: 12.2-10.6 cd/mm² (+15% 14.0-12.2cd/mm²)
5135mA:
499 Lux@1s, 494 Lux@10s , Leuchtdichte: 56-63 cd/mm²@10s (+15% 64-72cd/mm²)
vorher im Eisfach runtergekühlt: Maximum 538Lux @15s , Leuchtdichte gekühlt: 61-69mm² (+15% 70-79cd/mm²)
Ohne Dome:
Fläche: 2mm x 2mm = 4mm², minus 3 x Bonding insgesamt 0.06mm² und minus Verletzung Phosphor 0.04mm² => 3.9mm²
699mA: 80Lux@1m , Leuchtdichte: 20.5cd/mm² (+15% 23.6cd/mm²)
5135mA: 406 Lux@1s, 403Lux@10s, 400Lux@30s , Leuchtdichte: 102cd/mm²@10s und @30s (+15% 117cd/mm²)
5140mA: gekühlt: 432Lux , Leuchtdichte: 110cd/mm²@ (+15% 126.5cd/mm²)
Die Leuchtdichte hat sich hier also um etwa 62%-82% gesteigert, je nachdem was ich als Wert für die Fläche mit Dome annehme. Ich bräuchte sozusagen ein "Tele-Makro". Da mir der Wert ohne Dome aber sowieso der viel wichtigere ist, habe ich noch nicht versucht den Wert mit Dome genauer zu bestimmen.
Hier ein Diagramm zur Abhängigkeit der Leuchtdichte/Helligkeit vom Strom:
und die zugehörigen Werte
Mit meiner Stromquelle kann ich leider noch keine vernünftige Aussage machen, wo bei mir bzgl. Bestromung Schluß wäre. Aber der vorhandene Wert ist trotzdem sehr interessant für mich, da 5A eine typische Treibergröße ist. Xandres OT z.B. wird auch so betrieben.
Helligkeit um die Bonding-Drähte
Wie auch bei der SBT-90 sieht man auf der XM-L übrigens eine ganz kräftige Bandbreite der Oberflächenhelligkeit. Die Werte oben sind über die komplette LED gemittelt. Ich habe mir eine Belichtungsreihe angelegt, mit der ich verschiedene Helligkeiten anhand des Leitwerts (Blende und Belichtungszeit) rechnerisch bestimmen kann: Wenn zwei Bilder gleich hell scheinen, das eine aber doppelt so lange belichtet ist, dann ist die Quelle hier in Wirklichkeit halb so hell. Mit den Helligkeiten im selben Bild selbst (also Pixel-Werte) ist das deutlich komplizierter (z.B. Stichwort Gamma-Korrekturfaktor). Wenn ich das für die XM-L mache, dann scheint mir der Bereich um die Bonding-Drähte doppelt so hell wie das Zentrum und der Bereich am anderen Ende etwa 80% so hell zu sein.
Nachtrag: Messungen mit mehr als 5A siehe #20 in "Versuch mit XM-L2 U2"[/QUOTE]
Wie schon bei der XP-G2 mit dem Zweck, die Leuchtdichte vor und nach dem Dedomen zu messen und um selbst etwas über die Überstromung herauszufinden. Letzteres war hier aber eingeschränkt, da ich als Konstantstromquelle nur ein Labornetzgerät bis 5A habe.
Meßgeräte:
- Luxmeter: LX1330B (ich konnte es noch nicht kalibrieren, aber es deutet alles daraufhin, daß es durchschnittlich 15% zu wenig anzeigt)
- Stromquelle: Peaktech 6015A
- Multimeter UT61D
- Kugelphotometer PCELED1
Das mit den Gewinden klappt schon besser als beim letzten mal,
Der Alukühlkörper hatte eine recht glänzende, aber minimal schuppige Oberfläche. Deshalb bin ich mit feinem Schleifpapier und NevrDull nochmal drüber. Dazu noch ein Hauch Wärmeleitpaste. Richtig eben Polieren hatte ich auch diesmal wieder keine Lust.
Ich habe noch keine Angabe zur scheinbaren Größe der XM-L gefunden. Dr. Jones hat's wohl schon gemacht, den frage ich noch. Ich hab's auchmal selbst probiert: Ein Bild, das komplett vom Träger mit bekannten Maßen ausgefüllt wird. Dann der LED eine Farbe geben und dem Rest eine andere Farbe, und dann mit einem Bildbetrachter die Pixel zählen lassen,
Man darf nicht zu nah ran, da die eigentliche LED-Fläche durch den Dome dann eine andere scheinbare Größe hat - in größerer Entfernung ist die Auflösung aber schlecht und der Fehler größer. Ich habe einige Versuche gemacht und komme mit den bescheidenen Mitteln auf ziemlich unterschiedliche Werte zwischen 7.8 und 8.83mm²...
Nach dem Entfernen des Dome ist's glücklicherweise ganz einfach, da die Abmessungen der eigentlichen LED bekannt sind.
Hier dann Bilder (ISO 100, 1/100s, F5.6, Weißabgleich Tageslicht) mit und ohne Dome:
Die Bilder sind aus unterschiedlichen Abständen aufgenommen, Größenvergleich geht also nicht.
Ansonsten sieht man aber sehr schön:
- der Phosphor wurde an einer Stelle verletzt. Ich habe es vermessen, etwa 1% der Gesamtfläche
- die Lichtfarbe wird etwas wärmer
- die Leuchtdichte steigt an (mein Hauptinteresse)
Ich habe Lux und Lumen gemessen:
Lichtstrom:
mit Dome: 268lm @700mA
ohne Dome: 232lm @699mA
Das ist eine eher unscheinbare Verringerung auf 87%.
Und die Helligkeit (in Klammer immer versuchsweise mit 15% Aufschlag für das LX1330B)
Mit Dome:
Fläche: 7.8mm²-8.83mm²
698mA: 95 Lux@1m , Leuchtdichte: 12.2-10.6 cd/mm² (+15% 14.0-12.2cd/mm²)
5135mA:
499 Lux@1s, 494 Lux@10s , Leuchtdichte: 56-63 cd/mm²@10s (+15% 64-72cd/mm²)
vorher im Eisfach runtergekühlt: Maximum 538Lux @15s , Leuchtdichte gekühlt: 61-69mm² (+15% 70-79cd/mm²)
Ohne Dome:
Fläche: 2mm x 2mm = 4mm², minus 3 x Bonding insgesamt 0.06mm² und minus Verletzung Phosphor 0.04mm² => 3.9mm²
699mA: 80Lux@1m , Leuchtdichte: 20.5cd/mm² (+15% 23.6cd/mm²)
5135mA: 406 Lux@1s, 403Lux@10s, 400Lux@30s , Leuchtdichte: 102cd/mm²@10s und @30s (+15% 117cd/mm²)
5140mA: gekühlt: 432Lux , Leuchtdichte: 110cd/mm²@ (+15% 126.5cd/mm²)
Die Leuchtdichte hat sich hier also um etwa 62%-82% gesteigert, je nachdem was ich als Wert für die Fläche mit Dome annehme. Ich bräuchte sozusagen ein "Tele-Makro". Da mir der Wert ohne Dome aber sowieso der viel wichtigere ist, habe ich noch nicht versucht den Wert mit Dome genauer zu bestimmen.
Hier ein Diagramm zur Abhängigkeit der Leuchtdichte/Helligkeit vom Strom:
und die zugehörigen Werte
| Strom (mA) | Lux@1m @10s |
| 700 | 80 |
| 996 | 110 |
| 2009 | 209 |
| 2507 | 250 |
| 3004 | 287 |
| 3502 | 322 |
| 4002 | 356 |
| 4503 | 383 |
| 5002 | 405 |
| 5125 | 410 |
Mit meiner Stromquelle kann ich leider noch keine vernünftige Aussage machen, wo bei mir bzgl. Bestromung Schluß wäre. Aber der vorhandene Wert ist trotzdem sehr interessant für mich, da 5A eine typische Treibergröße ist. Xandres OT z.B. wird auch so betrieben.
Helligkeit um die Bonding-Drähte
Wie auch bei der SBT-90 sieht man auf der XM-L übrigens eine ganz kräftige Bandbreite der Oberflächenhelligkeit. Die Werte oben sind über die komplette LED gemittelt. Ich habe mir eine Belichtungsreihe angelegt, mit der ich verschiedene Helligkeiten anhand des Leitwerts (Blende und Belichtungszeit) rechnerisch bestimmen kann: Wenn zwei Bilder gleich hell scheinen, das eine aber doppelt so lange belichtet ist, dann ist die Quelle hier in Wirklichkeit halb so hell. Mit den Helligkeiten im selben Bild selbst (also Pixel-Werte) ist das deutlich komplizierter (z.B. Stichwort Gamma-Korrekturfaktor). Wenn ich das für die XM-L mache, dann scheint mir der Bereich um die Bonding-Drähte doppelt so hell wie das Zentrum und der Bereich am anderen Ende etwa 80% so hell zu sein.
Nachtrag: Messungen mit mehr als 5A siehe #20 in "Versuch mit XM-L2 U2"[/QUOTE]
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