Jetzt wollt ich das ganze spannende Zeug, a la LED überbestromen, Kühlkörper, Lux und Lumen, Dedomen auch mal selbst probieren. (Denn mittlerweile habe ich endlich ein einfaches Labornetzgerät und ein ganz passables Multimeter.)
Bei Led-Tech eine XP-G2 R5 auf Alu-Star gefunden und kurzerhand bestellt.
Das habe ich mir so als Zutaten vorgestellt:
Mit der Polierpaste habe ich aus Interesse getestet, aber mehr nicht. Das auszureizen hätte ich wohl nur Lust bei einem Kupferstar. Aber nicht bei einem Alustar, der in jedem Fall merklich schlechter ist.
Die Schrauben wurden dann durch längere ersetzt, da ich nicht so der Gewindeschneidemeister bin (freihändig, da kein Bohrständer). Ein starker Hauch Wärmeleitpaste und die Schrauben ganz leicht handwarm angezogen, damit wollte ich's probieren. Und das Ergebnis sieht dann so aus
Ich habe zum Amperemeter später auch noch ein Voltmeter dazugeklemmt, um auch die Vorwärtsspannung aufzunehmen, da ich die am Netzgerät nicht fein genug ablesen kann.
Endlich hatte ich mal die Möglichkeit, genauere Werte für meine kleines Kugelphotometer aufzunehmen!
Hier konnte ich auch gleich noch eine Vergleichsmessung zur Auswirkung der dunklen Fläche um die LED machen. Also der LED einen Kragen aus Papier verpaßt: mit Locher ausgestanzt und mit doppelseitigem Klebeband draufgeklebt
Offene Korrekturfaktoren:
Nun kenne ich die Sperrschichttemperatur im meinen Versuchen nicht, wird wohl irgendwo zwischen Zimmertemperatur und den typischen 85°C liegen. Weiß jemand, ob man sich bei diesem Aufbau eher an 85°C oder eher an Zimmertemperatur orientieren sollte? Und zwar wenn man die LED immer nur einige Sekunden bestromt. Der Kühlkörper wurde bei den Messungen übrigens kaum merklich warm, direkt an der LED kann das aber schon ganz anders aussehen...
Im Moment vermute ich, daß ich mich an die 85°C halten sollte. (Bei den ganz hohen Strömen ist's eh nochmal anders). Zimmertemperatur wäre wohl eher bei Kupfer angemessen.
Wenn ich mal eine LED auf kleinem Star vermessen kann, so daß sie ganz in die Kugelöffnung eintauchen kann, dann werde ich sehen, was mir jetzt hier noch für eine Korrektur fehlt.
Meßwerte
XP-G2 R5 (CW, XPGBWT-LI-ID) auf 20mm Alustar
5A brauch ich hiermit gar nicht testen, da diese Kühlung auf Alu nicht ausreicht, um noch mehr Lumen zu gewinnen. Wenn die Lumen weiter zugenommen hätte, wäre ich allerdings bis zum Durchbrennen der LED gegangen.
Ich habe zwischendurch auch mal wieder bei bei 350mA gemessen, um festzustellen, ob und bei welchem Strom die LED hier Schaden nimmt. Die Werte für Strom/Spannung/Lumen haben sich kaum verändert. Irgendwo bei 3.5A gab's dann aber doch einen kleinen Knacks.
Grundsätzlich sieht das vergleichbar aus zu einer Messung im BLF. Ich habe den Kalibrierfaktor noch nicht versucht zu verbessern, sondern einfach den bisher geschätzten Wert von früher dringelassen. Aber meine Kühlung scheint besser als die der verlinkten Messung, denn bei niedrigen Strömen sind es dort etwas höhere Lumenwerte, bei hohen Strömen dann aber niedrigere.
Außerdem habe ich gleich noch die Lux in 100cm Entfernung bestimmt, damit ich's später nach dem Dedomen vergleichen kann:
350mA: 48.3 Lux
Als nächstes werde ich sie dedomen, bzw. falls jemand noch was schlaues einfällt, das vorher messen. Dann wäre das ganze auf Kupfer spannend, aber mglw. lasse ich unseren Profi-Moddern hier den Vortritt. Bin auch erstmal ein paar Tage unterwegs.
Bei Led-Tech eine XP-G2 R5 auf Alu-Star gefunden und kurzerhand bestellt.
Das habe ich mir so als Zutaten vorgestellt:
Mit der Polierpaste habe ich aus Interesse getestet, aber mehr nicht. Das auszureizen hätte ich wohl nur Lust bei einem Kupferstar. Aber nicht bei einem Alustar, der in jedem Fall merklich schlechter ist.
Die Schrauben wurden dann durch längere ersetzt, da ich nicht so der Gewindeschneidemeister bin (freihändig, da kein Bohrständer). Ein starker Hauch Wärmeleitpaste und die Schrauben ganz leicht handwarm angezogen, damit wollte ich's probieren. Und das Ergebnis sieht dann so aus
Ich habe zum Amperemeter später auch noch ein Voltmeter dazugeklemmt, um auch die Vorwärtsspannung aufzunehmen, da ich die am Netzgerät nicht fein genug ablesen kann.
Endlich hatte ich mal die Möglichkeit, genauere Werte für meine kleines Kugelphotometer aufzunehmen!
Hier konnte ich auch gleich noch eine Vergleichsmessung zur Auswirkung der dunklen Fläche um die LED machen. Also der LED einen Kragen aus Papier verpaßt: mit Locher ausgestanzt und mit doppelseitigem Klebeband draufgeklebt
Offene Korrekturfaktoren:
Nun kenne ich die Sperrschichttemperatur im meinen Versuchen nicht, wird wohl irgendwo zwischen Zimmertemperatur und den typischen 85°C liegen. Weiß jemand, ob man sich bei diesem Aufbau eher an 85°C oder eher an Zimmertemperatur orientieren sollte? Und zwar wenn man die LED immer nur einige Sekunden bestromt. Der Kühlkörper wurde bei den Messungen übrigens kaum merklich warm, direkt an der LED kann das aber schon ganz anders aussehen...
Im Moment vermute ich, daß ich mich an die 85°C halten sollte. (Bei den ganz hohen Strömen ist's eh nochmal anders). Zimmertemperatur wäre wohl eher bei Kupfer angemessen.
Wenn ich mal eine LED auf kleinem Star vermessen kann, so daß sie ganz in die Kugelöffnung eintauchen kann, dann werde ich sehen, was mir jetzt hier noch für eine Korrektur fehlt.
Meßwerte
XP-G2 R5 (CW, XPGBWT-LI-ID) auf 20mm Alustar
| Strom mA | Lumen lm (unkalibriert) | Spannung V | Bemerkung |
| 350 | 122.5 | 2.90 | ohne Papierkragen |
| 350 | 133.4 | 2.90 | mit Papierkragen (ohne also nur 92%), Datenblatt: 139 lm@85°C |
| 700 | 244.8 | 3.05 | Datenblatt: 254 lm@85°C |
| 1000 | 326.6 | 3.15 | Datenblatt: 338 lm@85°C |
| 1496 | 445 | 3.29 | Datenblatt: 458 lm@85°C |
| 2011 | 342 | 3.41 | |
| 2496 | 615-612 | 3.51 | In den ersten (grob) 5 Sekunden auf zweiten Wert abfallend, dann viel langsamer |
| 2603 | 628-623 | 3.55 | |
| 2701 | 638-631 | 3.57 | |
| 2800 | 645-638 | 3.59 | |
| 2904 | 654-647 | 3.60 | |
| 3006 | 660-650 | 3.62 | |
| 3101 | 668-660 | 3.64 | |
| 3204 | 675-665 | 3.67 | In den ersten 1-2 Sekunden auf zweiten Wert abfallend, dann langsamer |
| 3401 | 688-672 | 3.71 | |
| 3504 | 695-680 | 3.73 | |
| 356 | 132.5 | 2.89 | Kontrollmessung, 130.3lm@350mA, LED hat 1-2% "Schaden" |
| 3704 | 695-675 | ||
| 3894 | 695-675 | 3.82 | |
| 4002 | 697-655 | 3.82 | erst nach geraumer Wartezeit zur Abkühlung, obwohl Kühlkörper kaum merklich wärmer |
| 4295 | 680-646 | 3.90 | entweder abfallend oder noch vieel länger zu warten |
| 351 | 131.4 | 2.90 | Kontrollmessung, 131lm@350mA, LED unverändert |
5A brauch ich hiermit gar nicht testen, da diese Kühlung auf Alu nicht ausreicht, um noch mehr Lumen zu gewinnen. Wenn die Lumen weiter zugenommen hätte, wäre ich allerdings bis zum Durchbrennen der LED gegangen.
Ich habe zwischendurch auch mal wieder bei bei 350mA gemessen, um festzustellen, ob und bei welchem Strom die LED hier Schaden nimmt. Die Werte für Strom/Spannung/Lumen haben sich kaum verändert. Irgendwo bei 3.5A gab's dann aber doch einen kleinen Knacks.
Grundsätzlich sieht das vergleichbar aus zu einer Messung im BLF. Ich habe den Kalibrierfaktor noch nicht versucht zu verbessern, sondern einfach den bisher geschätzten Wert von früher dringelassen. Aber meine Kühlung scheint besser als die der verlinkten Messung, denn bei niedrigen Strömen sind es dort etwas höhere Lumenwerte, bei hohen Strömen dann aber niedrigere.
Außerdem habe ich gleich noch die Lux in 100cm Entfernung bestimmt, damit ich's später nach dem Dedomen vergleichen kann:
350mA: 48.3 Lux
Als nächstes werde ich sie dedomen, bzw. falls jemand noch was schlaues einfällt, das vorher messen. Dann wäre das ganze auf Kupfer spannend, aber mglw. lasse ich unseren Profi-Moddern hier den Vortritt. Bin auch erstmal ein paar Tage unterwegs.
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