Kombi Xtar VP4 Plus „Dragon“ - Kurzvorstellung & Minitest

Dieses Thema im Forum "Ladegeräte" wurde erstellt von gefluegelt, 13. November 2016.

  1. Hallo,

    nachdem ich seinerzeit dahingehend belehrt wurde, Li-Ionen-Akkus sollten in jedem Fall meßtechnisch geprüft und nur in geeigneten Ladern geladen werden, habe ich mich mal auf die Suche gemacht.

    Bzgl. der seinerzeit [http://www.taschenlampen-forum.de/threads/rat-high-drain-li-ion-akkus-ladegerät.51707/#post-708442] angestellten Überlegungen habe ich dann noch mal rtfm gespielt und dabei - auf dem Batterierohr-Aufdruck der Nitecore TM26 - folgendes zutage gefördert:

    vps4+ 00.jpg

    Nun ja, Ähnliches werden wohl auch die anderen Anbieter von Mehrschachtlampen sagen.

    Also denn: Her mit einem Ladegerät, zumal ich als - seufz - Eigner mehrerer Lampen nicht für jeweils gleiche Ladestände bei Verwendung in einer Mehrschachtlampe garantieren kann und außerdem einige potentiell interessante Lampen eh nur mit ungeschützten „Kurzakkus“ klarkommen.

    Nach einigem Gesuche habe ich mich für das xtar vp4+ Dragon entschieden - da das Liitokala 500 teils abgewertet wurde (Überladungsgefahr) und das MC3000 nicht nur durch seinen hohen Preis, sondern auch eine Vielzahl offenbar unnötiger „Features“ glänzt. Xtar wurde insgesamt nach meinem Eindruck positiv gesehen und das vp4+ kommt mit Prüfspitzen, macht also u.U. die Verwendung eines separaten Multimeters überflüssig, was ich als positiv empfinde. Es hat aber auch seinen Preis.

    Gleich vorweg: Der insgesamt positive Eindruck hat sich bestätigt. Aber seht selbst! Hier erstmal ein paar Bilder von der Verpackung und dann dem Inhalt.

    vps4+ 01.jpg
    vps4+ 02.jpg

    vps4+ 03.jpg

    vps4+ 04.jpg

    vps4+ 05.jpg


    Ebenfalls enthalten ist ein nettes kleines Täschlein für das alles, damit die Akkufreundin/der Akkufreund stets alles dabei hat - man weiß ja nie, was kommt. Ich habe fest vor, für die nächste angedrohte Germany’s next mop toddel-Staffel die Verwendung „technischer Accessoires“ auf dem Laufsteg zu empfehlen, und da steht das vp4+ mitsamt Akkuladerhandtasche ganz oben auf der Vorschlagsliste. :)

    Dem Gerät liegt außerdem ein kleiner Hinweis bei, der in unnachahmlicher Weise dem geschätzten Kundenkreis für entgegengebrachtes Kaufinteresse/damit verbundenem Vertrauen dankt. Das in diesem Sinne geänderte Logo findet sich indes (noch?) nicht auf dem vorliegenden Ladegerät.

    vps4+ 06.jpg
    Die Anschlüsse hinten sind für die Prüfspitzen (links, „IN-R/USB1“), Netz, USB, sowie eine spezielle (Mobiltelefon?)Ladefunktion, die ich bisher nicht weiter verfolgt habe. Die Prüfspitzen werden nach Einstöpseln gekreuzt/kurz geschlossen, das quittiert das vps4+ mit einem Signalton und schaltet die Anzeige um, wobei dann im Wechsel die (reproduzierbar erscheinenden) Spannungen in Volt angezeigt werden und der (innerhalb eines Bereiches schwankende) Innenwiderstand in Milliohm.

    vps4+ 07.jpg
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    vps4+ 08a.jpg
    Das Gerät wird durch Einstöpseln des Netzteils geschaltet, es gibt keinen geräteseitigen Netzschalter. Danach leuchtet das große, gut ablesbare Display dezent dunkelblau. Unter dem Display befinden sich drei Taster: links & rechts außen und (rund) in der Mitte.

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    vps4+ 10.jpg
    vps4+ 11.jpg
    Links werden der Ladestrom sowie der „refreshing“ Modus durchgeschaltet: 0,5 - 1 - 2 Ampere. 2A nur bei leeren mittleren Schächten in den beiden Außenschächten.

    Der runde Knopf in der Mitte schaltet das Display durch (wahlweise die äußeren bzw. beiden mittigen Schächte) sowie display ein/aus, der rechte Taster erlaubt ein „recording“, damit habe ich mich bisher nicht näher befaßt, da mir die Angelegenheit das genauere Studium der im Web verfügbaren längeren Anleitung erforderlich zu machen scheint.

    Die 4 LEDs oberhalb der Ladeschächte leuchten rot beim Laden, grün, wenn der Akku geladen ist und blau im „refreshing“ Modus. Die Akkus werden mit dem Pluspol zur Anzeige hin eingesetzt, in die üblichen Federklemmen. Das Gerät lädt und wiederbelebt innerhalb gewisser Grenzen Li-Ionen, NiCD und NiMH-Akkus.

    vps4+ 12.jpg

    Die Bedienung insgesamt würde ich als ziemlich intuitiv und simpel einstufen. Die vier Schächte verfügen - lt. Hersteller - über getrennte Logiken, man kann also auch gemischt laden und jeder Akku wird individuell behandelt. Einzelne Akkus wiederbeleben und andere nur laden geht m.E. nicht - aber ist das überhaupt nötig?

    vps4+ 13.jpg
    Testweise habe ich vier Keeppower 18350/3400 mAh im refreshing Mode geladen, das hat etwa 5h bei je 1A Ladestrom gedauert. Das reine Laden ohne refreshing hätte geschätzte ca. 2,5 - 3h gedauert.

    vps4+ 14.jpg
    vps4+ 15.jpg
    Tabelle.png
    Die gemessenen Werte sind in der Tabelle zusammengefaßt. Welches Gerät genauer mißt, kann ich nicht sagen, gefühlsmäßig würde ich dem Multimeter noch etwas mehr trauen. Aber Unterschiede in der 2. Nachkommastelle sind wohl kaum relevant. Überladungsgefahr besteht beim vp4+ offenbar nicht, inwieweit eine Ladung auf genau 4,200000 Volt erforderlich ist, sei dahingestellt. Die etwas niedrigeren Werte bei Akku #2-4 wurden nach einer Stunde Verbleib im Lader gemessen. Es bleibt offen, inwieweit diese Werte bereits auf eine langsame Entladung hindeuten. Die Anleitung sagt darüber nur, daß ab 3,9V erneut geladen wird. Es ist also denkbar, daß in diesem Ladegerät zwar keine Überladungsgefahr besteht, man die geladenen Akkus aber trotzdem baldmöglichst entnehmen sollte, da man sonst in eine Art Endlosloop gerät.

    Summa summarum: Ich bin zufrieden soweit und würde das vp4+ wieder kaufen!

    Viele Grüße

    Siggi
     
    Borris, Sanierer, magicmank und 24 andere Flashys haben sich hierfür bedankt.
  2. Folomov
    Schönes Review, ist das Netzteil TÜV-GS geprüft. Bei meinen schon etwas älteren Xtars war es so. Ist das noch immer? Ich finde es geht nichts über ein wirklich getestetes Netzteil.
     
  3. Hallo KakophonieInM (nettes alias! :) ),

    [ist das Netzteil TÜV-GS geprüft]: ich würde sagen: ja!

    vps4+ 16.jpg
    In dem Zusammenhang scheint mir die Zuleitungsstrippe zum vps4+ (immerhin 4 x 1A bzw. 2 x 2A!) eher mickrig, zumal im Vergleich zum zb Netzteil des Amazon Kindle Fire 7 u.ä.

    Gruß,

    Siggi
     
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  4. Acebeam
    Danke für den informativen Bericht!

    Nach Ladeschluss geht die Zellenspannung innerhalb einiger Stunden wieder etwas zurück, das ist normal und passiert auch ohne Last.
    Viele Lader ziehen nach Ladeschluss wieder einen geringen Strom aus dem Akku, meist im Bereich 1mA, das entspricht ca. 1% der Kapazität pro Tag. Es würde Wochen dauern, bis das zum erneuten Nachladen führt.

    Frage zu den Prüfspitzen: wie weit lässt sich die gefederte äußere Hülse zurückschieben?
     
  5. Sind denn die Messleitungen "einfache" Messspitzen oder nach dem 4 Leiter Prinzip?
     
  6. 4 Leiter

    Nachtrag: stimmt wohl doch nicht.
     
    #6 light-wolff, 14. November 2016
    Zuletzt bearbeitet: 14. November 2016
  7. Skilhunt Taschenlampen
    Hallo,

    Danke für Euer positives feedback und den Hinweis bzgl. Zellspannung vom Lichtwolf. Ob die Prüfer 4-Leiter sind oder nicht, kann ich nicht beurteilen, aus den mir vorliegenden Unterlagen geht das nicht hervor, es steht aber meßaufbautechnisch zu erwarten. Die Prüf"spitzen" sind eigentlich Prüf_stifte_ mit spikes für bessere Kontaktfreudigkeit. Nach meiner besten Erinnerung - ich habe das Gerät jetzt gerade nicht zur Hand - läßt sich der gesamte Kopf (der hat, glaube ich, gar keine "Hülse", sondern verdickt sich am Ende) bis mindestens auf die Hälfte der im Detailbild sichtbaren Federausdehnung zurückschieben. (Falls ich mich da täusche, bessere ich das heute Abend hier nach.)

    Insofern sehe ich nicht, wie man mit diesen "Spitzen" eingelegte soeben ladende Akkus im Vps4+ messen kann - so etwas wurde hier im TLF an anderer Stelle erwogen. Ich gehe auch davon aus, daß dies nicht vorgesehen ist, insbesondere, da die intelligente Logik beim Kurzschließen der beiden Prüfstifte ja schon mal zumindest die Anzeige umschaltet.

    Wenn ich mich recht entsinne, wurde auch irgendwo kritisiert, daß beim Ladevorgang nicht die Zellspannung angezeigt wird. Wozu soll das gut sein? Das Gerät zeigt die geladene Kapazität in mAh an, ich finde das völlig ausreichend, zumal man via kurzzeitigem Verfolgen der Änderung besagter Kapazität (5 oder 10 min Abstand) ziemlich genau den Zeitpunkt der 100%-Ladung errechnen kann.

    Aber: Ich habe ja nach Rückfrage das Netzteil abgelichtet. Wie man sieht (Bild post #3 in diesem thread), ist dieses mit 12V 3A angegeben. 12x3=36Watt. Wenn in 4 Schächten mit je 1A geladen wird, braucht es also 4 Ampere. Aber mit welcher Spannung? Li-Ionen-Akkus werden doch mit einem bestimmten Strom/Spannungs-"Profil" geladen. Aber welchem? Bezieht sich die oben erwähnte Frage vielelicht darauf, das nachvollziehen zu können (also LADEspannungsanzeige)?

    Für ein paar diesbzgl. sachdienliche Hinweise wäre ich echt dankbar. Ich frage mich auch, wie der Lader die Akkutypen erkennt. An der Spannung? Da sollten sich NiCd und NiMH nicht so unterscheiden, von der Ladecharakteristik her aber schon!?

    Gruß

    Siggi
     
  8. Ladegeräte erkennen den Unterschied üblicherweise an der Spannung (daher werden auch sehr tiefentladene LiIO-Akkus ohne Schutzschaltung von solchen Ladern auch gerne mal fälschlicherweise als NiCd erkannt).
    Nein, NiCd und NiMH werden exakt gleich geladen.
    Knapp über der Maximalspannung der eingelegten Akkus. Bei LiIO also knapp über 4,2V, und bei NiCd/NiMH knapp über 1,5V.
    So kann man auf einfache Weise schon (teil-)defekte Zellen aussortieren. Wenn man 4 Akkus einlegt, und einer davon kann kaum noch Ladung speichern (also nur noch eine geringe Kapazität hat), dann wird bei diesen einem die Spannung während dem Laden bereits nach kürzester Zeit deutlich höher liegen als bei den anderen.
     
    circumlucens und gefluegelt haben sich hierfür bedankt.
  9. Hab mein Akkuteile Paket nun auch erhalten.
    Nach meiner Begrifflichkeit ist das kein 4 Leiter. Zwar sind die 4 USB Pins belegt mit
    1schwarz 2schwarz 3rot 4rot
    aber die Prüfspitze ist nur aus einem Teil wie bei einer normalen Multimetermessspitze. die Prüfspitze ist zwar federnd gelagert, aber das tut nichts zur Sache. mir ist klar, dass erst im Handgriff die Aufteilung in 2 Leitungen erfolgt oder gar erst im USB Stecker!
    Dass man so eine Konstruktion als 4 Leiter ansehen könnte, von mir aus!, da es kein Problem mit Kontaktwiderständen gibt. Aber es sei klargestellt, dass die Prüfspitze nur einen einzigen Kontakt herstellt und nicht etwa über zwei unabhängige Kontaktierungsstellen pro Akkuterminal verfügt wie z.B. korrekterweise von der FT-Halterung her bekannt.
     
    #9 placebo, 14. November 2016
    Zuletzt bearbeitet: 14. November 2016
    Maiger hat sich hierfür bedankt.
  10. Das sollte man aber genauso über die "Prozentanzeige" bzw. die geladene Kapazität herausfinden können.
    Erstere wird wohl auch nicht viel mehr sein als eine Spannungsanzeige.
    Oder woran wird der Ladungsstatus ermittelt?
     
  11. Genau das ist die richtige Frage!
    Solange nicht dokumentiert ist, wie der Lader von der Akkuspannung auf die Prozentanzeige schließt, bevorzuge ich lieber eine Anzeige der Akkuspannung.
    Die geladene Kapazität kann auch in dem Fall (im Vergleich zu den anderen Akkus im Verbund) "daneben" sein, wenn eine Zelle nicht so leer war wie die anderen. Auch in diesem Fall würde man das beim Einlegen anhand der Akkuspannung ahnen können.

    Eine Prozent-Anzeige, die einfach "irgendwas" anzeigt, ist für mich wertlos. Eine reine Spielerei.
     
    Räuber Hotzenplotz, JOS, light-wolff und ein weiterer Flashy haben sich hierfür bedankt.
  12. Man weiß normalerweise nicht, wieviel mAh in den Akku zu laden sind, außr man hat ihn zuvor komplett geleert und kennt die Gesamtkapazität.
    Einen sehr guten Hinweis auf den Ladezustand erhält man mit Anzeige von Spannung UND Strom. Wenn der Strom runtergeht und sich dem Terminierungsstrom nähert, ist bald voll. Das könnte ein Lader auch automatisiert machen und in % umrechnen. Dazu müsste er aber die Steilheit des Stromrückgangs in der CV-Phase extrapolieren. Es wäre der erste Lader, der das tut.

    Ladespannung ist 4,20V. Der Ladestrom wird per Schaltregler "runtertransformiert", man muss das also auf Leistungsbasis rechnen, mit ca. 90% Wirkungsgrad.

    Dann ist es doch keine echte Vierleitermessung. Dazu müsste die gefederte Spitze vom Kranz isoliert sein.
     
    placebo hat sich hierfür bedankt.
  13. Die Spitze habe ich so genannt, Spitze, ist von Form her ein gefüllter Kranz ohne Penetrationsloch, also kein Ring. Der Handgriff ist eine hohle Ummantelung, in der die eigentliche multimeter Probe sich einfach hin und her verschieben kann, abgefedert durch aussen angebrachte Feder. Feder drückt von hinten gegen Kranzrand und ist genauso leitend, spielt aber keine elektrische Rolle, hat rein mechanische Funktion. 1 Bild spricht tausend Worte aber das überlasse ich dem OP.
    Die Genauigkeit der Messwerte miliohm und volt lässt zu wünschen übrig, eigentlich katastrophal nmm, aber ich lasse hkj den Vortritt beim schönreden, ich will den Verkäufen nicht schaden
     
    light-wolff hat sich hierfür bedankt.
  14. Welchen Lader präferierst Du denn, der weniger katastrophale Ergebnisse liefert und nicht so komplex ist, wie der MC3000?

    Gruß, Stephan
     
    placebo hat sich hierfür bedankt.
  15. Olight Shop
    Da bin ich überfragt. Habe keine anderen Lader mehr. Meine Opus, xtar, liitokala sind alle weg. Am Ende des tages, laden können sie ja alle, vernünftig genug, was hkj auch immer testet und bescheinigt.
    Mir geht s nicht ums laden, sondern um die Richtigkeit der angezeigten Werte.
     
    circumlucens hat sich hierfür bedankt.
  16. Mich spricht das Dragon an, weil es eben ein Mehr an Funktionen bietet ohne gleich so tief in die Materie einsteigen zu müssen, wie beim MC3000.

    Ich warte aber mal weitere Reviews und Berichte hier im Forum ab, ehe ich entscheide, ob ich das Dragon "brauche".

    Gruß, Stephan
     
    placebo hat sich hierfür bedankt.
  17. Auch der MC3000 hat keine Perfekte Messung für den Innenwiderstand, ohne dass ich den VP4+ hier habe, könnte es dennoch sein, dass dessen Innenwiderstandsmessung besser ist, als die vom dem MC3000, weil es mit externen Messfühlern gemacht wird, ist aber Spekulation!.
    Dennoch hat hkj dem MC3000 eine einigermaßen Aussagekraft zu Innenwiederstandmessung bescheinigt.
    Aber auch hier bleibt das Problem, sobald die Messkontakte auf den AKku gedrückt werden, sinkt der gemessene Innenwiderstand, daher sind solche Geräte im Punkto Innenwiderstand eher als "Schätzeisen" zu bezeichnen, als ein wirkliches Messgerät. Auch wenn sie einen Anhaltspunkt geben können, ob ein Akku noch neu, oder schon verbraucht ist.

    Aber vernünftige Messung des Innenwiderstands macht man meiner Meinung nach mit einer 4-Leiter Messung, unter einer bestimmen Last die man kennt, und dass man über diesen Spannungsabfall den Innenwiderstand errechnen kann, oder aber man macht es, wie in den Datenblättern der Akkus angegeben ist bei AC 1kHz Strom.
     
  18. Es fehlt am Markt ein Ladegerät, das einen hohen Funktionsumfang hat, zuverlässig arbeitet, zuverlässige Daten liefert UND einfach zu bedienen ist.

    Dafür müsste es doch Nachfrage geben.

    Über das MC3000 habe ich schon viel gelesen, scheue aber davor zurück, weil ich keine "Wissenschaft" daraus machen will.

    Trotzdem würden mich eine gescheite Innenwiderstandsmessung, Refresh-Modus und gezielte Ladung / Entladung interessieren.

    Gruß, Stephan
     
    Taschenlampenfan, placebo und FrankFlash haben sich hierfür bedankt.
  19. Keine Spekulation mehr nötig. Ich habe beider Ladegeräte.
    Und du liegst mit deinem könnte leider daneben.
    Nein bin kein Russe
     
  20. Danke für Deine Rückmeldung, nagut, wenn das XTAR nicht besser kann... und das bei dem Aufwand, den sie betreiben.... schade.

    Dann bleibe ich beim CBA, der kann wenigstens vernünftige Werte liefern, auch jenseits von 15W Entladeleistung :D
     
    placebo hat sich hierfür bedankt.
  21. Also wenn die externen Messleitungen tatsächlich, wie es den Anschein hat, keine echte Vierleitermessung machen, d.h. nicht mit separaten Kontakten für Stromzuleitung und Spannungsmessung wie sich das gehört, dann hätten sie sich den Aufwand komplett sparen können.
    Weil dann haben sie genauso schwankende Übergangswiderstände in der Messung drin wie wenn man direkt in der Ladeschale misst. Ich kann's kaum glauben...
    Und Wenn die Messkabel nicht gerade Koax sind, haben sie da auch nur 2 Leiter statt 4 und es wird erst im USB-Stecker aufgeteilt, d.h. der einzige Widerstand, der nicht in die Messung eingeht, ist der am USB-Steckverbinder hinten am Lader. Den hat man bei interner Messung oder fest verlöteten Kabeln aber erst gar nicht, so gesehen also kein Vorteil gegenüber anderen Systemen.
     
    Megalodon, mkr und placebo haben sich hierfür bedankt.
  22. Ich würde den Post stehen lassen. Du sagst, was du von dem Ding hältst, und ich finde, das ist OK so wie du es geschrieben hast.
     
    placebo hat sich hierfür bedankt.
  23. Hallo,

    ich habe die Prüfspitzen gecheckt & meine Erinnerung hat mich nicht getrogen: Da gibt es eindeutig keine "Hülse" und daher auch keine doppelte Meßstrecke. Im gezeigten Beispiel habe ich ja den "refresh"-Modus genutzt und da die Kapazität der Akkus bestens bekannt war, konnte ich das korrelieren und es kam hin: 100% = (knapp) 3400 mAh und auch die Hochrechnung auf die zu erwartende Ladezeit paßte ziemlich gut. Mehr brauche ich nicht. Ohne den "refresh"-Modus mag sich die Sache anders darstellen, aber mich juckt das - offen gestanden - nicht im geringsten. Hauptsache, der Akku ist voll und wird nicht überladen! Inwieweit die Akku-Lebensdauer vom Ladegerät beeinflußt wird, sei (wieder einmal) dahingestellt.

    Ich erinnere mich an diesbzgl. endlose Diskussionen in der Funkschau, die - aus Nutzersicht - allesamt für die Tonne waren, weil die Akkuentwicklung (damals noch NiCD) der Laderentwicklung ohnehin davoneilte.

    Allerdings: Wenn man mit der angeblichen Überladeproblematik des Liitokala leben kann/will, ist der auf jeden Fall deutlich günstiger. Der VP4+ ist sicher irgendwo ein "Plastikbomber", reicht aber m.E. für die meisten Zwecke. Und die Meßmöglichkeit ist für Leute ohen Multimeter sicher interessant. Daß die Innenwiderstandsmessung merklich schwankt (im Gegensatz zur Spannungsmessung) hatte ich bereits angemerkt.

    Gruß,

    Siggi
     
    light-wolff und circumlucens haben sich hierfür bedankt.
  24. Ich bin Dir sehr dankbar für Deinen Beitrag und ich wünsche mir, dass Du ihn nicht löscht.
    Gerade solche Beiträge sollten in so einem Forum ihren Platz haben. Es geht ja nicht darum, jemanden das Geschäft vermiesen zu wollen, sondern Probleme anzusprechen. Sollte dafür kein Platz mehr sein, geht das alles in die falsche Richtung!
    Daher bitte stehen lassen!
     
    light-wolff und Wurczack haben sich hierfür bedankt.
  25. Hat hier jemand den Dragon über den grünen Klee gelobt? Ich glaube, eher nicht.

    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass er bei seinem Preis ein Verkaufsschlager werden wird.
    Der Dragon ist in Genauigkeit und Flexibilität viel weiter weg von einem MC3000 als sein Preis. Interessanterweise scheint gerade kreisl (der MC3000-Initiator) sehr vom Dragon angetan (lt. eigenem Posting im CPF), was ich bisher noch nicht nachvollziehen kann. Und wohl nie können werde, denn der Dragon reizt mich kein bisschen. Da ist mir mein MC3000 aus der ersten Charge mit gebrochenen und reparierten Plastikpins und bisher noch nicht mal upgedateter Firmware wesentlich lieber.


    Muss man auch nicht. Einmal Ladeprogramme hinterlegt, dann einfach abrufen und gut ist.
     
    placebo und circumlucens haben sich hierfür bedankt.
  26. Hallo,

    Noch ein paar - allerletzte!! - Anmerkungen zum vp4+, den Prüfstiften und der allgemeinen Tauglichkeit des Gerätes.

    1) bzgl. der Diskussion wegen der Vierleitermessung: Umfeld bedingt (Biophysik, fs-Spektroskopie) hatten wir vor Jahren mal Diskussionen/Testaufbauten, eine Vierleitermessung durch geeignete Schaltung mit nur 2 Prüfpunkten zu simulieren, durch Messen einer Art "Nachhall" des Ladezustands. Das war damals auch in der Diskussion für Ladegeräte, die Details habe ich aber längst vergessen.

    Jedenfalls habe ich angenommen, daß unsere Chinafreunde vielleicht so etwas implementiert haben könnten. Auf meine diesbzgl. Frage in der Elektronikwerkstatt wurde mir bedeutet, daß das wohl kaum der Fall sein dürfte, da es gerätetechnisch definitiv nicht in einen solch kleinen Lader passen würde. Im übrigen löste der Hinweis auf die "genaue Innenwiderstandsmessung von Akkus mittels 4Leiter" minutenlanges Gelächter aus: selten habe man derart mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Üblicherweise werde diese Meßtechnik zb bei hochgenauen Längenmessungen mit Bimetallen u.ä. Anwendungen eingesetzt, also mehrere präzise UND genaue Nachkommastellen. Nun ja - bewegt den Hinweis in Euren Herzen...

    Im Übrigen gibt es natürlich hochgenaue Lader, mit denen auch Akkupacks und deren Schwachstellen ermittelt werden können, zb den Voltcraft ALC8500 (>300 Euro).

    2) eine mittlerweile anscheinend kassierte Einlassung zum Thema kritisierte die Gängigkeit der Druckschalter am vp4+. Ich kann das definitiv NICHT bestätigen - bei mir funktioniert das alles bestens!

    3) eine Macke hat das vp4+ m. E. aber doch: Angesichts der Tatsache, daß das Gerät ja schacht-selektiv NiMH und Li-Ion erkennt, habe ich munter vier verschiedene Akkus eingelegt und dann mit 1A geladen. Auch den eneloop Pro 2500... Und auch in einem separaten Test mit zwei eneloops in den Außenschächten und 2A Ladungsvorwahl schaltete der vp4+ auf Laden.

    Ob man NiMH-Akkus mit 2A laden sollte? Ich habe da meine Zweifel. Insofern hätte dann also auch der vp4+ eine merkliche Einschränkung - genau wie der Liitokala500, bei dem ja, zumindest in einem Forum, die Überladegefahr als abwertend gewertet wurde.

    Der vp4+ ist relativ teuer und gleichzeitig ein Plastikbomber, jedenfalls im Vergleich zu meinen älteren Ladern für NiCD (VC 4+1 von, glaube ich, Conrad und ein Ansmann energy 8 prof.). Wer also die Prüfstifte nicht braucht und nur laden will, ist vermutlich mit den kleineren 2er-Ladern von xtar oder eben dem Liitokala besser bedient.

    Viele Grüße

    Siggi
     
    circumlucens, Andromeda, Black Forest und ein weiterer Flashy haben sich hierfür bedankt.
  27. AA kann man. Wenn sie dabei nicht heiß werden, ist es kein Problem.

    Die Kollegen haben sich offenbar noch nicht richtig mit dem Vermessen von Akkus befasst.
    Oder sie kennen einen Trick, wie man Innenwiderstände von wenigen 10 mOhm zuverlässig messen kann, wenn gleichzeitig die Kontaktwiderstände bei wiederholten Messungen um 10 mOhm oder mehr variieren, d.h. als unbekannt anzunehmen sind.

    Zellen werden professionell grundsätzlich im Vierleiterverfahren vermessen. Auch Lade- und Entladekurven, nicht nur Innenwiderstand. Man kriegt sonst einfach keine reproduzierbaren Resultate. Es gibt dafür spezielle Doppelkontakte mit innenliegender gefederter und isolierter Spannungsmessspitze.
    Kontaktkräfte und damit Übergangswiderstände ändern sich durch thermische Ausdehnung etc. auch während der Messung.
    Bei Strömen im Bereich 1-30A sind hier Spannungsdifferenzen im mV-Bereich interessant. Einige mOhm mehr oder weniger Kontaktwiderstand führen schon zu deutlich sichtbaren Unterschieden. Einmal ein bisschen am Tisch gewackelt und man hat einen Zacken in der Entladekurve. Deswegen Vierleitermessung.
     
    Onkel Otto, gefluegelt und Maiger haben sich hierfür bedankt.
  28. Bei Milliohm bewegen wir uns an der dritten Nachkommastelle!
     
  29. HKJ hat nun auch den Xtar VP4 Plus Dragon.
    Nach ihm ist es ein sehr guter Lader, auch wenn er der Ansicht ist, dass es eventuell für manche zu vereinfacht ist.....b
     
    FrankFlash hat sich hierfür bedankt.
  30. Ja das sehe ich auch so. Und solange die Ladeschlussspannung einigermaßen stimmt mit 4,2 Volt, dann paßt es schon. Was mir sehr gut gefällt ist das man Fingerfreiheit hat zwischen den Ladeschächten bem Dragon. Hätte mir ja auch schon längst das MC3000 gekauft, aber es würde meinen IQ völlig überfordern 8|
     
  31. Lädt auch tadellos die Mono D Akkus. Meistens werden ja nur die 18650 er geladen aber zwischendurch auch einige Mono D Akkus. Bin wirklich sehr zufrieden mit diesem Ladegerät und lade immer mit 1 A. Bei den Mono Akkus dauert das natürlich ne ganze Weile bis 8000 mAh drinne sind aber den 18650 er gehts meistens in 3 Stunden. Das Ladegerät läuft jetzt seit gut 1 Monat ohne Pause. Also bis jetzt: TOP !:thumbsup: Das Xtar VP4 Plus Dragon kann man weiterempfehlen.
    ladegeraet_akku.jpg
     
  32. Hallo,
    ich hab da ne Frage zum Ladeanschluß für Handys. Kann man damit auch den Akku refreshen oder ist das nur ne zusätzliche Ladebuchse mit nur Ladefunktion? Mein Tablet schwächelt vom Akku her, daher die Frage.
    Gruß
    Spunk
     
  33. Das ist eine dumme USB-Netzteil-Buchse... hat keine Intelligenz und weiss nicht, was Laden bedeutet... nur eine Stromversorgung also...

    Die Ladeintelligenz steckt im Handy selbst...
     
    spunk hat sich hierfür bedankt.
  34. Gibt es denn einen Lader der auch Handyakkus refreshen kann?
     
  35. Bei einem Li-Ion Akku gibt es wenig bis nichts zu 'refreshen'... wenn er hinüber ist, kann auch der Onkel Doktor nicht mehr weiter helfen... refreshen kommt aus der Zeit von alten NiCd und ggf. NiMh Akkus... ist ein Li-Ion Akku hinüber, dann ist er hinüber...
     
    light-wolff, steidlmick, Flummi und ein weiterer Flashy haben sich hierfür bedankt.
  36. Abgesehen davon, das man Li-Ion nicht "refreshen" kann, müsste man den Akku dazu ausbauen und extern laden, weil das Smartphone/Tablet die Ladeintelligenz enthält und somit ein "Refreshen" von außen nicht möglich ist. Was landläufig als "Handylader" bezeichnet wird, ist lediglich eine 5V-Spannungsquelle ohne jede Ladeintelligenz.
     
    Strapper hat sich hierfür bedankt.
  37. Anscheinend ist ein update (nachfolger ?) für dieser XTAR VP4 pro im werk und war geplant fur ende (Q4?) 2018 aber das wird jetzt warscheinlich anfang (Q1?) 2019 ?

    Hier gibt es mehr details: (dritte Seite von diesem thread)

    http://www.shoudian.org/thread-484755-3-1.html

    Im beitrag #46 gibt es ein foto und im beitrag #48 mehr technische details fur das ladegerat......

    Mit dank an das Shoudian . org online flashlight forum ...... :thumbup:

    Danke,

    Martin
     
  38. Hallo !
    Habe gelesen , dass man mit dem VP4 plus auch 21700er laden kann . Laut Beschreibung ist bei 32650 Ende ?!
     
  39. Hallo

    Also eine Sanyo Zelle 20700er geht in meinen Dragon rein, ohne Gequetscht zu werden.

    Gruß Strapper
     
    Jorgo hat sich hierfür bedankt.
  40. Na ja, es kommt auch darauf an, ob du nur eine ungeschützte Rohzelle 21700 laden möchtest oder einen geschützten Akku in der Größe.
    Geschützte Akkus sind immer ein paar Millimeter länger, bei manchen mehr, bei anderen weniger - aber die machen's dann am Ende...
     
    Jorgo hat sich hierfür bedankt.
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