Ich meinte professionelle Lampen. Die Käufer da brauchen ein funktionierendes Gerät und lassen sich eher nicht von Zahlen leiten. Meist ist die Erfahrung ausschlaggebend.
Leider entscheiden auch bei professionellen Anwendern (ich habe das Beispiel BOS genannt) nicht zwangsläufig die Leute mit der praktischen Erfahrung.
Von allen Herstellern professioneller (taktischer) Lampen ist mir nur Armytek bekannt, die einem die Wahl zwischen 2 Lichtfarben lassen.
Acebeam bietet bei vielen Lampen die Wahl zwischen 6500K und 5000K. Seltener gab es sogar Varianten mit 4000K (zuletzt die L35 und davor die T36). Olight bietet auch manche Lampen in CW und NW an. Und ich denke es gibt noch andere Hersteller.
Aber tatsächlich setzen die meisten Hersteller in erster Linie auf CW – mMn spielt da aber eben doch der höhere "Lumen-Claim" die entscheidende Rolle.
Oh ja, viele male, auch oft mit gelbem Halogenlicht. War alles gleich schlimm.
Ich auch. Und je heller und kälter das eigene Licht, umso schlimmer die Blendwirkung, die einem entgegengeworfen wird.
Vermutlich hat Mercedes dieses Feature der adaptiven Lichttemperatur bei den teuersten Scheinwerfern in der S-Klasse nicht nur zum Spaß oder "weil sie es können" eingebaut.
Nach meiner Erfahrung hilft es nämlich doch durchaus, zumindest bei diesigen Verhältnissen wärmeres Licht zu haben.
Es ist jedenfalls ein Irrglaube zu denken, dass kaltes Licht generell oder gar in solchen Situationen von Vorteil wäre.
Bei – ich sag jetzt mal leichtem – Nebel oder diesiger Witterung ist wärmeres Licht definitiv besser für die Sichtweite, das ist subjektiv beobachtbar und obendrein objektiv physikalisch belegbar.
Bei Nebelbänken mit Sichtweiten unter 50 oder sogar 25 Metern (mit dem bloßen Auge) nimmt sich das alles aber tatsächlich nicht mehr viel, egal ob kalt oder warm. Denn da macht es keinen großen Unterschied, ob man in 10 oder 12 Metern geblendet wird.
Und wie von mir und zuletzt auch von
@DaHamstah erwähnt, ist eine tiefe Anordnung der Lichtquelle auch ein Faktor. Vielleicht nicht immer der entscheidende, aber in gewissen Situationen wirkt sich eine tiefe Position der Lichtquelle definitiv am stärksten aus.