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Wuben H3 Erfahrungsbericht

amaretto

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Hier (schon wieder) ein kurzer Erfahrungsbericht zur Wuben H3 Kopflampe. Warum es hier noch einen gibt, liegt überwiegend daran, dass Wuben wohl mehrere Forumsmitglieder nach der Bereitschaft zu eigenen Tests angesprochen hat. Vielleicht sollte man die ganzen Reviews und Erfahrungsberichte auch zusammenlegen.

Der Kaufpreis der Lampe beim großen Fluss von knapp 14€ (mit Rabattcode) wurde mir erstattet.
Die H3 gibt es in quietschigen Farbausführungen (blau/schwarz und gelb/weiß).

Bitte die Spoiler anklicken, um weitere Informationen zu erhalten





Lieferumfang
  • Wuben H3 Kopflampe
  • Kopfband aus Nylon
  • 2 Stück AAA Alkali-Batterien
  • Bedienungsanleitung und Ersatzdichtungen


Beim Auspacken wird man darauf hingewiesen, die Folie von den Batterien zu entfernen.

Batterien sind wie auf dem Bild zu sehen einzulegen. Seitlich auf dem Gehäuse sind kleine Symbole, welche die korrekte Ausrichtung anzeigen.


In einer gemeinsamen abschraubbaren Blende sind die weiße und die beiden farbigen LEDs untergebracht. Um welche LED-Typen es sich handelt, erfährt man aus den offiziellen Informationen nicht. Beim weißen Licht wird anscheinend eine Kombination aus einem strukturierten Reflektor (orange-peel) und einer Linse verwendet. Im Grunde ist das Leuchtbild bei dieser ungewöhnlichen Konstruktion durchaus gelungen, der Lichtkegel ist einigermaßen gleichmäßig, wobei die Linse für die Abstrahlung in die Breite und der äußere Reflektor für eine Lichtbündelung sorgt. Scheint sich ganz gut zu ergänzen.


Der blaue Körper ist der eigentliche Lampenteil, der in zwei Richtungen mit einer Rasterung drehbar im Sockel sitzt. Die flexible Ausrichtungsmöglichkeit hat einen entscheidenden Vorteil: man kann die Lampe genau dorthin ausrichten, wo man Licht haben möchte. So ist die H3 nicht nur als Kopflampe mit Band nutzbar, sondern funktioniert auch prima als Anstecklampe an der Baseballcap oder als Brustlicht am Hemd oder der Jacke.




Auf der Rückseite wartet zum Batteriewechsel ein Fingernagelkiller. Die Lasche (mit scharfem Grat) muss zum Öffnen des Deckels angehoben werden, was nicht gerade leicht geht und daher nicht viel Spaß macht. Das wirkt billig und lässt sich nur teilweise mit dem günstigen Lampenpreis entschuldigen.


In den Spalt des Sockelteils fädelt bzw. klemmt man das Kopfband ein. Dieses macht einen guten Eindruck, ist sauber verarbeitet.


Das Kopfband lässt sich sowohl für kleine Kinder- als auch Erwachsenenköpfe einstellen. Auf ein weiteres Überkopfband kann wegen des geringen Gewichts der H3 verzichtet werden. Die Frisur freuts.


Bedienung / User-Interface
Auch ohne Studium der Bedienungsanleitung bekam ich den Bogen schnell heraus.
Der weiter herausstehende Knopf ("W" für white) steuert das weiße Licht:
- Klick = an / aus (mit Memory)
- Doppelklick = Blinkmodus (SOS oder Beacon), Wechsel des Blinkmodus durch weiteren Doppelklick
- wenn an: gedrückt halten = Leuchtstufenwechsel low-mid-high-low-mid....
- wenn aus: gedrückt halten = Low-Start

Der flachere Knopf ("RB" für red blue) ist für das blaue und rote Sekundärlicht:
- Klick = an / aus
- wenn an: gedrückt halten = Farbwechsel rot - blau - rot blitzend

Schön gelöst finde ich, dass man sofort vom weißen zum farbigen Licht (und umgekehrt) wechseln kann, ohne dass die Lampe in einem Zwischenschritt erst ausgeschaltet werden muss.
Die Leuchtstufen:


Eigene Messungen
(mit Hobbyequipment und ohne Gewähr)
  • Gewicht nur Lampe ohne Kopfband: 27 g / 50 g (ohne / mit Batterien)
  • PWM ist nicht vorhanden, das Licht ist flimmerfrei
  • Beacon-Frequenz: ~1 Hz
  • Stromverbrauch Weißlicht low/mid/high: 0,04 / 0,2 / 0,5 A (mit NiMH)
  • Lichtstrom für low/mid/high: 1,5 / 53 / 131 Lumen (ceiling bounce)
  • Spitzen-Beleuchtungsstärke für low/mid/high: 8 / 305 / 783 Lux
Für die Frage, wie konstant die H3 die maximale Helligkeit halten kann, verweise ich auf entsprechende Reviews:
https://www.taschenlampen-forum.de/threads/ein-paar-eindrücke-zur-wuben-h3.80882/post-1114999
Dort sieht man, dass die Herstellerangabe von 2 Stunden Leuchtdauer bei 120 Lumen nicht konstant zu sehen ist. Die Helligkeit wird in abrupten Schritten zwei Mal verringert. Aber: es gibt immerhin eine Regelung, was mir immer noch lieber ist als wenn die Helligkeitskurve wie bei einfachsten Lampen ohne Regelungselektronik der Entladekurve der Batterien folgen würde. Ich hoffe, dass die immer noch ausreichend helle mittlere Stufe konstant gehalten werden kann, das käme auf eine Messung an.

Leuchtergebnis
Wie schon oben angekündigt, ist der Lichtkegel bei weißem und erst recht bei dem farbigen Licht schön gleichmäßig. Wobei man bei jeweils 3 Lumen rotem und blauem Licht keine Partybeleuchtung erwarten darf. Mir reichte das farbige Licht dennoch, um mich innerhalb weniger Meter Entfernung orientieren zu können.

Die Abstrahlung ist vornehmlich breit und wie im bild zuvor zu sehen gibt es einen angedeuteten Spot, also einen helleren Bereich in der Mitte des Lichtkegels




Fazit
Vorteile
+ geringes Gewicht
+ intuitive Bedienung
+ Direktzugriff auf niedrigste Leuchtstufe
+ Leistungsangaben des Herstellers werden erreicht
+ handelsübliche AAA-Batterien oder NiMH als Energiequelle
+ akzeptable Lichtverteilung und Leistung
+ geschraubtes Gehäuse
+ günstiger Preis

Nachteile
- etwas billige Plastik-Anmutung
- Batteriewechsel friemelig

Kaufbar oder nicht? In Anbetracht des günstigen Preises (mit Rabatt 14€) ist das Licht und die Leistung in Ordnung. Mit 2x AAA-Batterien lässt sich kaum mehr Leistung herauskitzeln und die geringe Akkukapazität begrenzt die Leuchtdauer. In der Praxis empfand ich in den meisten Fällen die mittlere Helligkeitsstufe mit ca. 50 Lumen vollkommen ausreichend.

Lampen mit Allerweltsbatterien werden gerade vom Normalbürger bevorzugt, der sich nicht mit Li-Io-Akkus und Ladegeräten befassen will. Ersatz bei leerten Batterien dieser Sorte gibt es weltweit fast an jeder Ecke. Die zusätzlichen farbigen LEDs empfinde ich als nützliches Beiwerk.

Wuben hat mit der H3 vermutlich nicht Taschenlampen-Enthusiasten (der typische "Flashy") als Käuferschicht im Sinn, denn die werden eher etwas mehr Geld in die Hand nehmen und ein Modell mit wertigerem Alugehäuse, interner Aufladung und anderer Energieversorgung kaufen. Für den Rest des Normalvolks, vielleicht sogar besonders für Jogger, die leichte Lampen suchen, könnte die H3 eine günstige Alternative sein.
 

Straight Flash

Flashaholic**
23 März 2018
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Gute Ergänzung zu den schon vorhandenenen Threads über die Lampe, eine Bündelung erscheint sinnvoll.

Ein gravierender Aspekt, der gerade an anderer Stelle eifrig diskutiert wird, ist dir entgangen: Keine deutsche BDA!
 
  • Danke
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amaretto

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Das User Interface in der BDA hab ich gar nicht gelesen, da die Bedienung nach ein wenigen Sekunden ausprobieren für mich klar war. Aber es soll Menschen geben, für die das gravierend ist ;)
 

SammysHP

Flashaholic**
6 Oktober 2019
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Vielen Dank für das ausführliche Review! Vor allem gefallen mir die vielen detaillierten Bilder, ohne redundant zu wirken.

PWM ist nicht vorhanden
Bei meiner Messung gab es in jeder Stufe (bis auf die erste Minute in High) ein PWM mit 16 kHz.

Ich hoffe, dass die immer noch ausreichend helle mittlere Stufe konstant gehalten werden kann, das käme auf eine Messung an.
Die Sprünge sehen für mich spannungsgesteuert aus. Die mittlere Stufe sollte daher konstant gehalten werden. Vielleicht habe ich irgendwann nochmal die Geduld für Laufzeitmessungen auf niedrigeren Stufen.

Ein gravierender Aspekt, der gerade an anderer Stelle eifrig diskutiert wird, ist dir entgangen: Keine deutsche BDA!
Da Wuben sonst immer eine deutsche BDA dabei hatte, habe ich hier gar nicht drauf geachtet. Das ist natürlich schade, wenn man das beispielsweise mit der aufwändigen Verpackung vergleicht.
 
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funwok

Erleuchteter
7 Januar 2021
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Kann auch bestätigen, die BDA ist mehrsprachig! Ausführlich ist sie nur in englisch, aber auf der Rückseite ist die UI in anderen Sprachen inkl. Deutsch erklärt - halt nicht ganz so ausführlich ohne Bilder. Find ich jetzt auch nicht arg schlimm, so kompliziert ist die UI ja zum Glück nicht ;)
 

amaretto

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Bei meiner Messung gab es in jeder Stufe (bis auf die erste Minute in High) ein PWM mit 16 kHz.
Hab ich noch mehrmals kontrolliert, in keiner Stufe war bei meiner H3 PWM messbar.
Woran auch immer das unterschiedliche Ergebnis liegen könnte...glücklicherweise sollten 16kHz nicht sichtbar sein.
 
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