Wolf-Eyes Epee-I Kurzreview (XM-L, 1x18650 / 2xCR123)

Dieses Thema im Forum "Wolf Eyes" wurde erstellt von Köf3, 25. Februar 2016.

  1. Hallo allerseits,

    seit über 10 Monaten gab es tatsächlich keinen einzigen Post mehr in diesem Unterforum. 8| Zeit, dies mal zu ändern, und zwar mit einem Kurzreview zur taktischen Wolf-Eyes Epee-I Taschenlampe.

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    Ich habe sie kürzlich von einem netten Forenuser geschenkt bekommen (noch mal ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle :) ) und dachte nach einer nicht sehr ergiebigen Recherche zu diesem Lampenmodell just daran, hier mal ein kleines Review zur Epee zu schreiben. Generell scheint es kein Review zu diesem Modell zu geben, zumindest habe ich keines gefunden.

    Bilder der Verpackung gibt es nicht, denn die gab es nicht dabei. Auch Zubehör gab es keines dabei.

    Die Lampe dürfte bereits einige Jahre auf dem Buckel haben, die LED deutet darauf hin. Aber das hat nichts zu sagen, wie sich gezeigt hat. :)

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    Ich lasse einfach mal die Bilder sprechen. Das Design ist relativ eigen und recht martialisch. Macht aber nichts, denn mir gefällt es durchaus. Es gibt große Kühlrippen, einen gezackten Bezel und tailstand-fähig ist die Lampe auch ohne Probleme.
    Die Epee fühlt sich extrem massiv und solide an, was durch die Batterierohr-Wandstärke von fast 3 mm auch kein Wunder ist. Außerdem ist die Lampe 288 Gramm schwer (mit eingelegtem IMR-18650). Die Lampe lässt sich dank breiter Tailcap und den Kühlrippen extrem sicher fest in der Hand halten.
    Die Gewinde sind sauber geschnitten und laufen sehr weich, auch Fett ist reichlich aufgetragen - wobei ich dabei nicht weiß, ob dieses evtl. vom Vorbesitzer stammt.

    Der Schalter ist vom Typ Forward-clicky. Momentlicht ist somit durch leichtes Tippen möglich, ohne vorher den Schalter komplett bis zum hörbaren Klicken durchdrücken zu müssen.

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    Er lässt sich gut drücken, auch wenn der Druckpunkt relativ tief sitzt. Im Gegensatz zu sehr vielen anderen Lampen klickt er nicht extrem laut, sondern sehr leise und "metallisch".

    Das UI ist übrigens sehr simpel. Halb drücken: Momentlicht bzw. durch kurzes Tippen Leuchtstufen schalten. Durchdrücken: Dauerlicht bzw. gewählte Leuchtstufe für Dauerlicht auswählen.
    Reihenfolge: High > Mid > Low > Strobe
    Mode Memory gibts nicht.
    Nach 1,5 Sekunden vergisst die Lampe die zuletzt gewählte Leuchtstufe und startet wieder im Modus High.

    Im Batterierohr befindet sich übrigens ein Messingrohr für den Kontakt zur Tailcap.

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    Auch ein Aufkleber für die korrekte Einlegrichtung des Akkus ist vorhanden. Sehr schön!

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    In der Tailcap gibt es nicht viel zu sehen. Anstatt einer Feder gibt es ein Messing-Knubbel, der einen guten Stromfluss sicherstellen sollte.

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    Eine kaltweiße Cree XLamp XM-L thront im Reflektor. Sie ist nicht ganz zentriert, aber das fällt im Lichtbild kaum auf. Der Bin soll angeblich T6 entsprechen.
    Noch mal eine kleine Nahaufnahme des Lichtspenders:

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    Der Reflektor aus Aluminium scheint an der Emitter-Innenöffnung minimal beschädigt zu sein, kann aber nicht genau benennen, was da gewesen sein könnte.

    Es gibt ein Dropin, was sich leicht herausschrauben und tauschen lässt - das erste Mal, dass mir in meiner Flashy-Karriere so etwas entgegenkommt. :D Das Frontglas ist übrigens vergütet, was man auch durchaus im Bild erkennen kann. Es schimmert leicht violett im Gegenlicht.

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    Das Dropin lässt sich nicht ohne weiteres, zumindest nicht mit Muskelkraft, zerlegen. Es scheint zugeklebt zu sein.

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    Der Treiber, bzw. das Kontaktboard für denselben, was von außen sichtbar ist:

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    So siehts im leeren Lampenkopf aus.

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    Ein Donuthole ist bis etwa 20 cm sichtbar, ehe es im Spot verschwindet.
    Außerdem prägen Ringe den Whitewall-Beamshot. Nicht schön...

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    ... und auch in der freien Wildbahn durchaus sichtbar. Wobei das aber nicht so dramatisch ist, wie man meinen könnte. Zumindest mich stören die Ringe nur bedingt.

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    Zum Vergleich eine Convoy C8 mit dedomter XP-G2 und 2,8 A Treiber (585 lm und ≈ 80 kLux nach 30 Sek.):

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    Die Bilder sind von der Helligkeit her realistisch, vor allem die Lichtfarben werden gut wiedergegeben.

    Der Spot der Convoy C8 ist naturgemäß viel enger, die Leuchdichte der LED ist höher, zumal der C8-Reflektor texturiert und minimal kleiner als der von der Epee ist. Dafür kann letztere mit einem deutlich besseren Spill aufwarten. Man sieht darin deutlich mehr, das Bild oben gibt es recht gut wieder.

    Nun noch ein paar Messwerte:

    - jeweils nach 30 Sek. gemessen
    - Akkus jeweils @ 4,15 V
    - Lampe nicht gekühlt
    - Messgeräte: Box PS-108, Dr.Meter LX1010B Luxmeter

    KeepPower 18650 2200 mAh (geschützt):

    High: 625,4 lm
    Mid: 132,5 lm
    Low: 6,5 lm
    Helligkeit in 1 m auf High: 21000 lx

    Vapcell Purple IMR 18650 (ungeschützt):

    High: 633,4 lm
    Mid: 133,4 lm
    Low: 6,7 lm
    Helligkeit in 1 m auf High: 21800 lx

    Helligkeit OTF mit IMR-Akku (direkt nach Einschalten): 673 lm, schnell sinkend

    Berechnete Reichweite anhand der Messdaten: 0,25 lx in 295 Metern, 2 lx (realistischerer Wert) in 104 Metern.

    Es gibt PWM auf mittlerer und niedriger Stufe. Es ist gut sichtbar und läuft mit 245 Hz.
    Nach 10 min. Betrieb auf höchster Stufe ist die Lampe zwar gut warm (≈ 48 °C), aber das ist von Verbrennungsgefahr noch weit entfernt. Die Lampe lässt sich weiterhin locker halten.

    Die Farbtemperatur beträgt etwa 6100 K ohne sichtbare Farbtönungen, es ist ein reines Weiß. Der CRI-Wert dürfte nach einem Vergleich mit einer Nichia 219BT R9050 und einer Cree min. 80 CRI XM-L2 unter 70 liegen.

    Subjektives Fazit:

    Die Lampe ist trotz des doch etwas höheren Alters gar nicht mal schlecht. Sie fühlt sich sehr massiv und solide an, das Lichtbild ist von den Ringen abgesehen durchaus brauchbar und die Lichtfarbe ist wenigstens ein reines kaltweiß.
    Der Forward-Clicky ist wegen der Momentlicht-Funktion ganz nett, die Leuchtstufen sind durchaus brauchbar abgestimmt. Es gibt sogar ein einigermaßen vernünftiges Low, was seinen Namen auch verdient. Dafür gibts Strobe, der nervt und sicht nicht verstecken lässt.
    Die Lichtleistung reicht abgesehen davon völlig aus. Mehr braucht man eigentlich nicht, alles darüber hinaus ist "nice to have".

    Ich würd' sagen, eine nette Lampe in meiner sehr kleinen Sammlung, auch wenn sie bei mir im Alltag vielleicht etwas seltener zum Einsatz kommen dürfte. :)

    Zum Gruße, Dominik
     
    Jinbodo, Ostwestfale, peter581 und 13 andere Flashys haben sich hierfür bedankt.
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