Was bedeutet "Ceiling bounce"?

Dieses Thema im Forum "Taschenlampen Diskussion" wurde erstellt von T-Freak, 13. November 2014.

  1. Mal eine Frage an die Fachleute: Ich weiß nicht was mit Ceiling bounce gemeint ist:



    Ich vermute, dass es etwas mit dem Nahbereich zu tun hat, kann es aber nicht so wirklich deuten.

    Danke und Gruß
    T-Freak
     
  2. Du leuchtest die Decke an und schaust, wie hell es im Raum wird. Dadurch kann man besser vergleichen, wie viel Licht eine Lampe insgesamt macht (Lumen). Wenn man nur direkt die angestrahlte Fläche betrachtet, wirken stark gebündelte Lampen heller als weit streuende, auch wenn beide gleich viel Licht machen.
     
    T-Freak hat sich hierfür bedankt.
  3. ceiling bounce: meint gegen die Decke leuchten. Man nimmt eine Referenzlampe deren Lumenwert bekannt ist, stellt sie aufrecht hin und leuchtet gegen die Decke und ermittelt dann den Luxwert, der von der Decke auf den Sensor zurückgeworfen wird. Jetzt kann man mehrere Lampe direkt miteinander vergleichen und in etwa abschätzen wieviel Lumen die anderen Versuchslampe emitieren. Ist aber nur eine ungefähre Annäherung, denn je flutiger die Lampe, desto weniger Licht fällt auf den Sensor zurück.

    P.S. zu langsam
     
    T-Freak hat sich hierfür bedankt.
  4. #4 Noerstroem, 13. November 2014
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 5. Januar 2016
  5. Man sollte dazu sagen, dass man den Lichtstrom einer Lampe eigentlich nur in einer kalibrierten Ulbrichtkugel korrekt erfassen kann. Diese sind leider extrme teuer und für Privatpersonen somit eher unrealistisch. Mittels Styroprokugeln, Luxmetern und einigem Aufwand kann man sie aber für einen Bruchteil der Kosten recht gut nachbauen.

    Beim ceiling bounce spart man sich den Aufwand und nimmt eine niedrigere Genauigkeit in Kauf. Wenn man es richtig macht, sind die Werte aber brauchbar.
     
  6. Rechne ich die gemessenen Luxwerte linear in Lumen um, oder fließt da noch ein Faktor rein? Ich sollte dabei auch möglichst immer genau den gleichen Aufbau und dieselben Positionen von Sensor, Lampe und "Deckenfleck" nehmen, oder?
     
  7. ja, die Meßvoraussetzungen sollten immer möglichst gleich sein, sonst fällt ein Vergleich schwer. Was man allerdings klar sagen muss: die Abstrahlcharakteristik der Lampe müsste im Idealfall ebenfalls identisch sein. Und das macht die Meßweise des Ceiling Bounces auch wenig aussagekräftig. Ein Thrower z.B. bündelt ja viel mehr Licht auf einen Punkt und wird auch entsprechend stärker von der Decke, auf einen Punkt(Meßsonde des Luxmeters) reflektiert. (Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel) Somit schneidet ein Thrower häufig besser ab; es sei denn die Meßsonde würde weit vom "Anleuchtpunkt-an der Decke" entfernt platziert werden. Dann wäre das Ergebnis allerdings zu ungunsten des Throwers verfälscht.

    Also das mit dem linearen Umrechnen der Lux auf Lumenwerte ist mit Vorsicht zu genießen.

    Der Unterschied würde wahrscheinlich bei einer fokussierbaren Lampe am besten zur Geltung kommen. Einmal nen Ceiling Bounce auf maximal Fokussierung machen, dann das andere extrem, maximale Fluter Einstellung. Die Fluter Einstellung dürfte erheblich schlechter abschneiden, als die fokussierte Variante
     
    #7 Heiopei, 7. Februar 2015
    Zuletzt bearbeitet: 7. Februar 2015
  8. Ein Ceiling-Bounce ist so gut wie die Kammer, in der man misst. Das läßt sich nicht vorhersagen und hängt von den Gegebenheiten ab, die man zur Verfügung hat und von der Mühe, die man reinsteckt. Das kann zwar sehr passable Ergebnisse bringen. Ab einer gewissen Mühe ist es dann aber schlauer, einfach eine Styroporkugel zu kaufen :)

    Der eigentliche Charme eines Ceiling-Bounces besteht vielmehr darin, daß man eben wenig Mühe reinzustecken braucht.
    => Es bleibt also einem guten Händchen überlassen, was man damit rausschlägt.

    Eine ganz kurze Fassung zum Ceiling-Bounce gibt's hier im Abschnitt "Lumen".

    Die Abstrahlcharakteristik der Leuchten hingegen sollte (in Maßen) egal sein, gerade das ist ja der eigentliche Zweck eines Ceiling-Bounces. (Überspitzt gesagt: Wäre die Abstrahlcharakteristik identisch, würde ja eine Luxmessung zum Vergleich reichen.)

    Die Idee, die Kammer mit einer fokussierbaren Leuchte zu prüfen ist sehr gut. Man darf dabei nicht unterschätzen, daß sich bei manchen Leuchten beim Fokussieren auch der Lichtstrom ändert.
     
    #8 sma, 7. Februar 2015
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 5. Januar 2016
  9. Ja, ich dachte jetzt eigentlich auch, daß der ceiling bounce eben den Unterschied zwischen Throwern und Flutern, der bei Fluxmessungen ja tödlich ist, minimiert. Weil der Sport beim Reflektieren an der Decke durch die rauhe Oberfläche etwas gestreut wird.
    Mein Vorschlag wäre mein kleines, komplett weiß gefließtes Bad mit weißer Decke.
     
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