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Versuche mit XP-L HI

sma

Flashaholic**
8 Januar 2011
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In Ulm, um, und herum
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Ich habe eine XP-L HI (Cree-Seite) wiedergefunden, die Xandre mir vor längerem (ca. Juli 2015) mal dagelassen hat.

Ich hatte die mir schon damals angesehen, aber der Flux-Bin, "nur" U5, war nicht 100% sicher. Und die Leuchtdichte schien mir damals auch nicht außergewöhnlich. Deshalb hatte ich mich nicht genauer damit beschäftigt. Jedenfalls ist sie von Mouser, wahrscheinlich eine XPLAWT-H1-0000-000BU50E3. Aber eben nicht sicher.

Mittlerweile gibt es jedoch viel bessere Flux-Bins, nämlich V6 V2, bald wohl W2 V3 (edit: seufz, das gilt natürlich nur fü® die HD, Danke an The_Driver!). Deshalb habe ich sie mir (sozusagen vorauseilend zum Vergleich), und zum Vergleich zur XHP-35 HI, gerade nochmal genauer angesehen. Die Leuchtdichte ist relevant, weil sich daraus der Throw ergibt. Ich habe die LED auf einem Noctigon-Star gemessen.

Aus dem Bild im Datenblatt ergibt sich eine Emitterbreite von 1.89 bzw. 1.93 mm (je nachdem ob man Breite oder Höhe nimmt, vielleicht etwas schräg aufgenommen). Mit einem eigenen Foto ergibt sich 1.93 mm. Mit den Bildern einer XP-L bei entferntem Dom von djozz im BLF ergibt sich 1.90 mm (und damit eine 3% höhere Leuchtdichte). Ich habe im weiteren 1.93 mm angenommen. Und für die Bondingflächen 0.16 mm. Somit ergibt sich eine Gesamtfläche von 3.67 mm².

P7212482.JPG


Ergebnisse

XP-L HI U5(?), Noctigon
Strom [mA] Lichtstärke [cd] Leuchtdichte [cd/mm²]
1000 - (35)
1062 136 37.1
2000 - (63.6)
3000 - (86.3)
3040 321 87.5
4000 - (106)
5020 451 123
6020 500 136
7010 539 147
7990 566 154
8500 - (156)


Die Werte in Klammern sind aus dem Diagramm abgelesen. Nach der Messung bei 8A habe ich mir das resultierende Diagramm angeschaut und gleich mal bei 9A weitermessen wollen. (Denn man muß ja auch jedesmal erst wieder etwas abkühlen.) Dabei ist sie durchgebrannt. Mein Labornetzgerät neigt beim Einregeln leicht zum Überschwingen. Mag etwas mehr als 9A gewesen sein. Tja, Vorsicht wäre die Mutter der Porzellankiste gewesen! Somit hier keine Lumen / Volt / Watt.

Diagramm:
XP-L-HI.PNG


Fazit
  • 8.5 A werden schon drin sein (bei djozz auch, bei mir knickte sie aber nicht ein), dann ergäben sich 156 cd/mm². Das Maximum ist mehr als die XM-L2 damals zu ihren besten Zeiten mit 140 cd/mm².
  • Ein guter Teil der Verbesserung gegenüber der XM-L2 (ohne Dom) mag schon allein die verbesserte Wärmeableitung der XP-L sein. Sie wird mit 2.2 °C/W angegeben, die XM-L2 mit 2.5°C/W.
  • Viel wichtiger als die Wärmeableitung sind aber die ausreichend stark gebliebenen Bondingdrähte.
  • Ein weiterer Clou der HI-Variante ist ja bekanntermaßen die neutrale Farbe.

Hochrechnung
  • wie schon bei der XP-G2 ist die Frage, ob der Emitter bei aktuellen Flux-Bins (V6, evtl. W2 V2, evtl. V3) größer geworden ist. Das wäre nicht ungewöhnlich, um eine Steigerung der Lumenausbeute zu erreichen.
  • Die Bondingdrähte dürfen nicht schwächer geworden sein
  • Wenn man bei besseren Fluxbins hochrechnen will, darf auch die Vorwärtsspannung nicht merklich höher sein, denn sie bestimmt die Leistung und damit die freiwerdende Wärme. Bei merklich höherer Vf würde die LED früher einknicken.
  • wenn alles auch bei ganz neuen LEDs paßt, dann ergäbe ein V2-Bin einen 11% höheren Wert, 173 cd/mm². Das wäre (edit) naja, fast, so gut wie eine XP-G2 zu ihren besten Zeiten, aber mit der Fläche einer XM-L2. (Und beim W2-Bin dann 182 cd/mm²)
Naja, jetzt brauch ich erstmal eine aktuelle XP-L HI :)
 
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