Acebeam Taschenlampen
Imalent Taschenlampen

Verständnisfrage: Eneloop AAA in Panasonic Schnurlostelefonen

kirschm

Flashaholic***
13 April 2017
5.097
2.392
113
Olight Taschenlampen
Trustfire
Hallo, ich benutze seit Jahren die weissen Eneloop AAA in vielen Panasonic Schnurlostelefonen. Bisher leben alle diese AAAs dort 'ewig'. Bei einem ziemlich neuen AAA-Paar passierte aber jetzt folgendes:

Obwohl die Akkus noch 1.3V hatten, bricht das Telefon sofort zusammen, wenn man lediglich den 'Telefonhörer abhebt'.

OK, dachte ich, sie sind halt hinüber, weil die Spannung unter Last sofort einbricht... soll ja mal vorkommen...

Was mich aber wundert ist, dass diese beiden Akkus in der Panasonic Ladeschale nicht mehr geladen werden. Beim Einsetzen zeigt das Telefon wie üblich 'Laden' und danach sofort 'Geladen'. Es stoppt also den Ladevorgang sofort.

Weiss jemand, warum die Panasonic Ladeintelligenz selbst bei nur 1.3V bei diesen beiden Problemakkus sofort abbricht?

Das Telefon selbst ist übrigens in Ordnung, weil der Betrieb mit den eigenen einfachen orangen AAAs normal funktioniert.
 

steidlmick

Flashaholic**
15 August 2012
3.685
2.919
113
Bielefeld, NRW
Für mich klingt das danach, dass die Akku einen sehr hohen Innenwiderstand haben.
Trotz noch vorhandener Spannung bricht diese bei geringster Last so sehr zusammen, dass das Telefon abschaltet.

Beim Laden tritt der gegenteilige Effekt auf: Der Stromfluss in die Zellen hinein lässt die Zellenspannung so massiv ansteigen, dass eine Schutzfunktion (Überspannung) die Ladung beendet, obwohl das normale Ladeschlusskriterium nicht erreicht wurde.

Eine Messung des Innenwiderstands oder wenigstens Messungen der Zellenspannung unter verschiedenen Lasten könnte diesen Verdacht bestätigen.
 

Photon

Flashaholic**
8 Juni 2012
1.279
1.270
113
Heidelberg
Acebeam
Waren das "normale" eneloop AAA oder eneloop lite?
Die lite- Version kommt bei geringerer Kapazität besser mit den wenig intelligenten Ladeschaltungen zurecht. Zumal ein "Akku voll" bei Teilladungen schwer zu erkennen ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Danke
Reaktionen: kirschm

kirschm

Flashaholic***
13 April 2017
5.097
2.392
113
Eine Messung des Innenwiderstands oder wenigstens Messungen der Zellenspannung unter verschiedenen Lasten könnte diesen Verdacht bestätigen.
Denke, Du bist auf der richtigen Spur... Lt. MC3000 liegt der Widerstand bei beiden Akkus (auch nach viel 'Drehen') zwischen 700 und 1000 mOhm.

Im MC3000 sieht der Ladevorgang bei 0.4A ganz normal aus... Die Spannung steigt normal und langsam...
 
Zuletzt bearbeitet:

Flodhäst

Stammgast
20 August 2019
63
32
18
Hi,

ich hatte zweimal ein ähnliches Problem mit einer Digitalkamera mit AA Batterien. Hier war nicht der Innenwiderstand des Zellen, sondern der Übergangswiderstand der Klemmkontakte das Problem. Einmal waren die Kontakte in der Kamera leicht korrodiert und einmal waren die Federn so verbogen, dass die mit sehr wenig (mechanischer-)Spannung an den Zellen saßen. Evtl. mal anschauen... bei mir hat reinigen / zurechtbiegen geholfen.

Wobei die Kamera die Zellen schon sehr belastet hat, weiß nicht ob das bei einem Telefon auch der Fall ist...

Mit den Akkus selbst kenne ich mich leider nicht aus...

Gruß
 

steidlmick

Flashaholic**
15 August 2012
3.685
2.919
113
Bielefeld, NRW
Ich hatte auch Probleme mit den normalen Eneloops in Schnurlostelefonen.
Das ist bei "normalen" Schurlostelefonen fast aller Hersteller aufgrund der nicht existenten Ladeschlusserkennung ein bekanntes und verbreitetes Problem, die Akku werden bei solchen Geräten langsam und kontinuierlich zu Tode gekocht.

Interessanterweise ist das bei Panasonic-Geräten anders.
Die bauen eine tatsächlich funktionierende Ladeschlusserkennung ein, so dass "normale" NiMH-Akkus deutlich länger überleben.
Panasonic bietet also mit den eneloop-Lite-Akkus Zellen an, die für die hauseigenen Telefone gar nicht notwendig sind...
 
Zuletzt bearbeitet:

pedro353

Stammgast
20 November 2019
57
12
8
Hilden
Das beschriebene Problem hatte ich auch mit Schnurlostelfonen der Telekom (Speedphone 50) Nachdem ich die mitgelieferten Akkus ( "GP" Gold Peak) gegen Enelops ausgetauscht hatte funktionierte wieder alles normal.
 

kirschm

Flashaholic***
13 April 2017
5.097
2.392
113
Olight Shop
So, neue Erkenntnisse...

Bei einem ziemlich neuen AAA-Paar passierte aber jetzt folgendes...
Wie die Zeit vergeht... Die Akkus wurden 2013 gekauft und sind seitdem in Betrieb...

Für mich klingt das danach, dass die Akku einen sehr hohen Innenwiderstand haben.

Beim Laden tritt der gegenteilige Effekt auf: Der Stromfluss in die Zellen hinein lässt die Zellenspannung so massiv ansteigen, dass eine Schutzfunktion (Überspannung) die Ladung beendet, obwohl das normale Ladeschlusskriterium nicht erreicht wurde.
Im MC3000 sieht der Ladevorgang bei 0.4A ganz normal aus... Die Spannung steigt normal und langsam...

Es spricht alles dafür, dass die Akkus komplett hinüber sind... Als sie im MC3000 geladen wurden, war bereits bei 1.45V die Ladung zu Ende (trotz Ladeschlussspannung von 1.65V)

Die Kapazität, welche ja nicht das Problem hier ist, liegt bei unter 400mAh...

Also lange Rede kurzer Sinn... die Akkus sind komplett hinüber, was ja auch nach 7 Jahren Dauerbetrieb verzeihlich ist...
 
  • Danke
Reaktionen: Onkel Otto

Madtoffel

Flashaholic*
1 Juni 2017
445
199
43
Karlsruhe
Für die Anwendung würde ich auch die Eneloop Lite empfehlen. Wir haben auch ein etwas älteres schnurloses Telefon, und nachdem die Orginalakkus durch waren, hatte ich die zuerst mit normalen Akkus die noch rumliegen hatte ersetzt (könnten sogar high capacity Akkus gewesen sein) und die waren schon nach einigen Monaten ziemlich hinüber. Seitdem sind da die Lite drin und das schon seid ein paar Jahren.
 

kirschm

Flashaholic***
13 April 2017
5.097
2.392
113

kirschm

Flashaholic***
13 April 2017
5.097
2.392
113
Die Kapazität, welche ja nicht das Problem hier ist, liegt bei unter 400mAh...
Rein interessehalber habe ich mal durch 2-tägiges permanentes 'Refreshen' versucht, ob man hier noch was retten kann.
Da die Kapazität dabei nicht mehr über 500mAh gestiegen ist, bringt so ein 'Refreshen' für solche tote Akkus wohl nichts. War zumindest mal einen Versuch wert...
 

ger-slash

Moderator
Teammitglied
15 Dezember 2013
5.764
3.934
113
Rhein-Sieg-Kreis
Rein interessehalber habe ich mal durch 2-tägiges permanentes 'Refreshen' versucht, ob man hier noch was retten kann.
Mich würde mal interessieren wieviel Strom ein solcher Versuch verbraucht, und ob es wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll ist solch preiswerte Zellen zu refreshen.
Bitte nicht als Kritik verstehen.
 

Carringdon

Flashaholic
2 Februar 2017
177
72
28
Oberösterreich
Guten Tag.

Ich habe seit vielen Jahren Eneloops "Lite" in meinem Panasonc-Schnurlostelefon. Funzt alles wunderbar., da ja die "Lite" genau für diesen Einsatzzweck entwickelt wurde...

Gruesse aus Oesterreich
 

SammysHP

Flashaholic*
6 Oktober 2019
457
375
63
www.sammyshp.de
Lustig, habe mir gestern auch Eneloop Lite für meine Telefone bestellt. Freut mich, so viele positive Reaktionen zu den Akkus zu lesen. :)
 
28 Juni 2020
7
2
3
53
Hallo zusammen!

Hatte ein ähnliches Verhalten! Ich besitze noch ein ziemlich altes Siemens Gigaset S100 ISDN. Das habe ich via DECT mit der FritzBox verbunden. Die NiMh, in der Regel Eneloop Pro, werden irgendwie nie alt... Tiefere Recherchen deckten auf, dass das Mobilteil natürlich für NiCd gebaut wurde, nicht für NiMh... NiMh mögen gerne gepulsten Ladestrom und können auch mal 0,3 - 0,5C Ladestrom ab. Der NiCd AAA hatte damals 450mAh. Ergo läd das Telefon 1/10tel C, so um 40 - 45mA... Damit verhungert der NiMh Akku mit der Zeit, sulfatiert und verliert damit Kapazität. Mein Trick: Die Akkus verbleiben 2 - 3 Monate in dem Mobilteil, lade sie auch ganz normal mit der Siemens Ladeschale, nehme sie dann raus und refreshe sie mit einem Techno Line BC700 Ladegerät! Funktioniert prima. Aktueller Satz ist jetzt 7 Jahre im Einsatz ohne nennenswerte Kapazitätsverluste.

Gruß!

Patrik...