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Imalent Taschenlampen

Verschleiss im häufigen Moonlight-Betrieb?

circumlucens

Flashaholic**
10 Januar 2015
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Olight Taschenlampen
Trustfire
Hallo,

ich benutze regelmäßig meine Talas (meist eine TN12 oder eine K40M) im Moonlightbetrieb, um nachts den Flur für unseren Hund zu "beleuchten".

Die Lampe läuft dann - je nach Jahreszeit - 8 bis 10 Stunden pro Nacht.

Wäre ich kein "Flashie", könnte ich auch ein Steckdosen-Nachtlicht für ein paar Euro verwenden, aber die Tala finde ich natürlich viel besser.

Mich würde mal interessieren, ob ein derartiger Dauerbetrieb der Lampe irgendwie schadet.

Viele Hersteller geben die Lebenserwartung einer LED mit bis zu 50.000 h an.

Da die Lampe nur schwach leuchtet, wird wohl die LED kaum beansprucht, oder?

Zumal die Lampe ja auch keinen Stößen o.ä ausgesetzt wird.

Gibt es sonstige Bedenken?

Danke für die Beantwortung einer nerdigen und nicht lebenswichtigen Frage .... :) .

Viele Grüße,

Stephan
 
  • Danke
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circumlucens

Flashaholic**
10 Januar 2015
2.430
2.582
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Acebeam
Ich weiß nicht, ob das "Herunterregeln" auf Minimalst-Licht die Steuerung/Elektronik stark beansprucht.

Falls ja, würde ich es lassen.

Gruß, Stephan
 

Nightscorpion

Flashaholic***
26 Dezember 2014
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Overath
Die Idee des Nachtlichtes mit dem Moonlight der Lampe finde Ich gut und hatte Ich auch schon mal gehabt, aber beimir sind 2 Nachtlichter im Steckdosenbetrieb im Einsatz.
Eines davon musste Ich letztens auch reparieren wegen einer kalten Lötstelle die kaum mehr Kontakt hatte ( Soviel zum Thema Elektronik...)

Ich würde an deiner Stelle dennoch die Lampe weiterhin dafür nutzen. Die sollte das ohne Murren mitmachen. Ein Ausfall kann immer passieren, aber wenn man danach geht, dürfteste ja garnix mehr betreiben :D
 
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circumlucens

Flashaholic**
10 Januar 2015
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Ein Ausfall kann immer passieren, aber wenn man danach geht, dürfteste ja garnix mehr betreiben :D
Da hast Du wohl Recht.

Ich werde einfach mal ein paar weitere Lampen in die Moonlight-Rotation mit aufnehmen, um so die Einzelbelastung zu senken.

Bin schon sehr gespannt auf das Gesicht der besseren Hälfte, wenn abends der Auswahlmodus stattfindet, welche Lampe es denn nun werden soll ... :D ... wird so ähnlich sein, wie ihre Frage, "was ziehe ich bloß an?".

Ähnlich wie sie, werde ich dann sagen können: "ich habe aber auch gar nichts Gescheites zum Anziehen", äh Leuchten ... :thumbsup: .

Viele Grüße,

Stephan
 

Nightscorpion

Flashaholic***
26 Dezember 2014
5.910
4.371
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Overath
Is doch ne Prima Verwendung für Lampen mit Moonlightmode. Wo nutzt man den denn sonst im Alltag?
Da machen die Angaben der Stunden/Wochen Laufzeit auch Sinn bei der Verwendung ;)
 

circumlucens

Flashaholic**
10 Januar 2015
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Is doch ne Prima Verwendung für Lampen mit Moonlightmode. Wo nutzt man den denn sonst im Alltag?
So selten benutze ich den Moonlight-Modus gar nicht.

Bei meinem Auto (älterer Land Rover Defender) gibt es keinen neumodischen Schnickschnack wie Ambiente- oder Fußraumbeleuchtung. Ich habe mir eine Blechlasche an die Mittelkonsole geschraubt, an der eine Olight S20 Baton mit orangenem Warndiffusor hängt und mir die fehlende Ambiente-Beleuchtung ersetzt. Je nach Bedarf wähle ich Moonlight oder Low und das funktioniert ganz gut.

Wer einen neuen Mercedes kauft, muss dafür richtig Geld ausgeben:

http://5komma6.mercedes-benz-passion.com/ambientebeleuchtung-mercedes-c-klasse-w205/

Auch nutze ich den Moonlight-Modus öfters, um abends im Bett zu lesen (geht mit ganz schwachen Modi natürlich nicht).

Gruß, Stephan
 
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Lichtmichl

Flashaholic**
6 April 2014
1.525
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Thüringen
Wäre ich kein "Flashie", könnte ich auch ein Steckdosen-Nachtlicht für ein paar Euro verwenden, aber die Tala finde ich natürlich viel besser.
Das ist mal die richtige Einstellung. :thumbup:

Die LED wird zwar beansprucht, aber nur gering und die vom Hersteller genannte Laufzeit ist mit Sicherheit auf eine normale Nutzung als hell leuchtende Lampe konzipiert.
Auch die (vorwiegend aktiven) elektronischen Bauteile altern im Betrieb. Aber auch darüber würde ich mir keine Gedanken machen.
Wann da die ersten ausfallen unterliegt sowieso mehr dem Zufallsprinzip. :pfeifen:

Nur so als Beispiel. Ich habe mir vor ca. 32 Jahren eine Melodieklingel mit vier Schaltkreisen (u.a. einem Mikroprozessor U880D) gebaut die seither ununterbrochen am Klingeltrafo hängt und im Einsatz ist, ohne jeglichen Ausfall.
Beim gleichen identischen Modell, aufgebaut für meinen Bruder, hatte sich der MP bereits nach etwa 8 Jahren verabschiedet. Soweit meine Erfahrungen zum Altern elektronischer Bauteile. :D

Um es mit Murphy zu sagen: Whatever can go wrong will go wrong. Nur wann, kann keiner sagen. ;)

Gönne deinem Hund weiterhin das Nachtlicht, deinen Lampen wird es kaum Lebenszeit nehmen.

Gruß Micha
 
  • Danke
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20 Mai 2016
43
21
8
Olight Shop
Bei Elektronik ist es im Allgemeinen so: Die Hersteller geben eine Laufzeit an, wenn das Bauteil mit Nennlast betrieben wird. Faustformelmäßig kann man sagen, dass eine Erhöhung der Temperatur/des Betriebsstroms die Lebensdauer herabsetzt, oder andersherum eine Verringerung der Betriebstemperatur/des Stroms die Lebensdauer heraufsetzt. Etwa zehn Kelvin entsprechen da etwa einer Verdopplung der Lebensdauer. Da also die LED mit annähernd Zimmertemperatur betrieben wird (20°C) und auch der Chip selbst keine nennenswerte Erwärmung erfährt, im Volllastbetrieb jedoch das Gehäuse beispielsweise 50°C erreicht und durch thermische Widerstände die Chiptemperatur etwa 100°C erreicht (moderne Halbleiter packen auch 150°C Chip-Temperatur, ist hier also eine konservative Rechnung) hat man etwa 80K Unterschied respektive eine Lebensdauer von 50000h mal 2^8, entsprechend etwa 12,8 Millionen Stunden bzw. 1400 Jahren. Wenn du und deine Ahnen regelmäßig die Akkus wechseln zumindest.
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
15.902
12.030
113
im Süden
LED und Elektronik werden unter dieser geringen Last nicht beschleunigt altern.
Hoher Strom, Hitze und hohe Spannung lassen Bauteile altern.
Aber bei unter 1% der Maximallast passiert da gar nichts. Für die LED ist das praktisch wie "aus".

(u.a. einem Mikroprozessor U880D)
War das nicht der DDR-Z80?


Edit: MK173 war schneller.
 

elexx

Flashaholic*
11 Juni 2013
392
223
43
Werdau / Westsachsen / JO60ER
bit.ly
Nur so als Beispiel. Ich habe mir vor ca. 32 Jahren eine Melodieklingel mit vier Schaltkreisen (u.a. einem Mikroprozessor U880D) gebaut die seither ununterbrochen am Klingeltrafo hängt und im Einsatz ist, ohne jeglichen Ausfall.
Beim gleichen identischen Modell, aufgebaut für meinen Bruder, hatte sich der MP bereits nach etwa 8 Jahren verabschiedet.
Hauptfehlerquelle waren doch aber die russischen EPROMs K573RF2 :(

Bei mir hat "nur" der Spannungsregler aufgegeben ..
 

AdAm0

Flashaholic**
1 Januar 2012
1.562
425
83
Ich habe im Flur seit über einem Jahr die Nitecore MH12 im 1 Lumen Modus rund um die Uhr laufen. Ich muss nur alle paar Wochen mal nachladen. Aber bisher funktioniert es. Wüsste auch nicht was da verschleißen sollte.
LED und Elektronik werden unter dieser geringen Last nicht beschleunigt altern...
Jungs, Ihr tragt sehr zu meiner Entspannung bei ... :)
Moment "circumdingens", da haste Deine "Relaxrechnung" ohne den lästigen Adam0 gemacht...der kommt jetzt fies hintenrum... :hinter: :p

Mag ja sein dass Elektronik und LED unter dieser Minimalbelastung keine adversen Effekte aufzeigen (werden)...das ist schön!

Aber: Was´n mit dem Akku? Kann der das ab, dass stets eine geringe Menge Strom abverlangt wird? Mag der Akku nicht viel lieber eine zügige Entladung und Ladung? Und überhaupt: ist die Stromentnahme bei Moonlight geringer als die Selbstentladung des Akkus....Tja, jetzt bin ich mal auf die Fachleute gespannt...;)

LG
AdAm0
 

circumlucens

Flashaholic**
10 Januar 2015
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2.582
113
Ätsch Herr A. Damo .... :D .... die Akkus sind mir egal und waren auch nicht Teil meiner Frage.

Ich hänge an meinen Lampen, zumal dann, wenn sie nicht mehr produziert/verkauft werden.

Zu meinen 18650ern habe ich keine emotionale Bindung.

Wenn mal einer defekt sein sollte (bislang noch nicht passiert), dann gibt es eben neue.

Gruß, Stephan
 

Franky K.

Flashaholic**
3 Januar 2015
3.391
4.906
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Rheinland
Ähnlich wie sie, werde ich dann sagen können: "ich habe aber auch gar nichts Gescheites zum Anziehen", äh Leuchten ... :thumbsup: .
Schatz, ich fahre in die Stadt etwas kaufen ... gegen Kopfschmerzen ... Taschenlampen oder so.

@all: und wenn einer von Euch einem Akku hinterherweint, weil der nach zwei Jahren beschlossen hat, in Rente zu gehen: :rolleyes:


Liebe Grüße

Franky
 
20 Mai 2016
43
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8
Angesichts der Tatsache, dass Lithium-Zellen mit geringfügig anderer Architektur als Backup-Zellen für RTCs in Rechnern, Weckern, selbstgebastelten Nixie-Uhren ;) und noch anderen Dingen steckt, und dort nur eine Handvoll nA (ja, das ist wirklich ein n und kein m, NANO!) in Wärme umgesetzt werden, sollte man meinen, die können das ab.
Einfach alle paar Wochen laden, damit sie nicht tiefentladen werden. Oder es ist einem auch das egal und man kloppt sie immer bis an die Grenze, bis halt der Schutz greift, und kann dann tatsächlich nur 500 Mal aufladen, bevor die Kapazität merklich gesungen ist (einige 10%). Das wären dann, um eine zweite sinnlose Rechnung zu machen:

Bei meiner (ehemals deiner) TC12 hält der Akku angeblich 70d im Firefly-Mode. Wir sind mal vorsichtig und lassen ihn nur 9 Wochen laufen, bevor wir ihn aufladen. Macht dann etwa 6 mal Aufladen pro Jahr. Bei 500 Ladezyklen und gut 80 Jahren müssten also wahrscheinlich schon wieder deine Ahnen ran. Was ein Mist.

Naja, anders ausgedrückt: Die ohnehin stattfindenden Alterungsprozesse haben signifikant größeren Einfluss auf den Verschleiß der Komponenten, da passiert schon nichts.
 

AdAm0

Flashaholic**
1 Januar 2012
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Ätsch Herr A. Damo .... :D .... die Akkus sind mir egal und waren auch nicht Teil meiner Frage...
Guuuuuuut, "circumlarum" dann bist Du hier jetzt eben raus! :p Ich entere dann mal Deinen Faden und hoffe auf die Beantwortung untenstehender Fragen... :hinter:

...Aber: Was´n mit dem Akku? Kann der das ab, dass stets eine geringe Menge Strom abverlangt wird? Mag der Akku nicht viel lieber eine zügige Entladung und Ladung? Und überhaupt: ist die Stromentnahme bei Moonlight geringer als die Selbstentladung des Akkus....Tja, jetzt bin ich mal auf die Fachleute gespannt...;)
LG
AdAm0
 

circumlucens

Flashaholic**
10 Januar 2015
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Ich denke mal, das größere "Akku-Problem" bei dauerhaftem Moonlight-Betrieb könnte sein, dass man nicht oder erst sehr spät bemerkt, wenn der Akku sich der Tiefentladung, bzw. Schutzschaltung nähert.

Beim "normalen" Betrieb merkt man ja entweder eine sinkende Helligkeit oder die "Nicht-mehr-Erreichbarkeit" höherer Modi, was ausscheidet, wenn man ohnehin die Lampe schon im niedrigsten Modus betreibt.

Deshalb lade ich lieber drei Mal zu viel nach, als ein Mal zu wenig.

Gruß, Stephan
 
20 Mai 2016
43
21
8
Sehr sinnvoll. Teilladungen können die auch um Größenordnungen häufiger (dann so 10000 ma, hängt halt davon ab) ab. Jedenfalls spricht der Verwendung nichts entgegen.
 

AdAm0

Flashaholic**
1 Januar 2012
1.562
425
83
Meine Idee: Stete Stromentnahme lässt Akku schneller altern, verringert seine Kapazität, er rutscht (unerwartet/unkontrolliert) schneller in die Schutzschaltung (wenn vorhanden), und kann dabei ggf. Defekte der TaLa bewirken....?

LG
AdAm0
 

circumlucens

Flashaholic**
10 Januar 2015
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Uhrenglas schon repariert? Prioritäten setzen! ;)

Warum sollte langsame Stromentnahme schadhafter sein, als schnelle?

Ich lade auch meine 18650er meist mit 250 mA, maximal aber mit 500 mA, sofern keine Eile geboten ist.

Ob es sinnvoll ist? Keine Ahnung, aber bestimmt auch nicht schädlich.

Lediglich sollte man rechtzeitig nachladen, aber das wurde ja schon erörtert.

Gruß, Stephan
 
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Tekas

Flashaholic**
23 November 2011
3.835
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113
LED/Steuerelektronik hält bei der minimalen Last ewig, den/die Akku(s) kann man wechseln...spielt alles keine Rolle,
als erstes wird das mechanisch am stärksten belastete Teil der TaLa aufgeben: der Schalter;).
 

circumlucens

Flashaholic**
10 Januar 2015
2.430
2.582
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Nö ... heute nicht :) .

Gehe jetzt zu BAP und bin sehr entspannt.

Schönen Abend noch und viele Grüße,

Stephan
 

circumlucens

Flashaholic**
10 Januar 2015
2.430
2.582
113
Hole den älteren Thread nochmal hoch, um etwas zu berichten.

Entgegen meiner ursprünglichen Pläne habe ich keine "Moonlight-Rotation" eingeführt, sondern nutze jetzt seit einem halben Jahr jede Nacht die Thrunite TN12 im Moonlight-Modus, damit der Hund sich nachts orientieren kann.

Das heißt, dass die TN12 mittlerweile ca. 1.500 Moonlight-Stunden auf dem Buckel hat.

Verschleiss am Schalter oder sonstwo kann ich nicht feststellen.

Die Lampe ist zwischendurch immer mal wieder auch im "normalen" Einsatz und versieht weiterhin treu ihren Dienst.

Erstaunlich übrigens, wie wenig Akkuleistung die TN12 im Moonlight-Modus verbraucht.

Ich habe sie ein paar Mal nachgeladen und war jeweils erstaunt, dass der Akku noch lange nicht im Bereich "leer" war.

Gruß, Stephan
 
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Onkel Otto

Moderator
Teammitglied
20 November 2015
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Stadtallendorf
Gibt es sonstige Bedenken?
Ja, ich melde arge Bedenken an. Wenn die arme LED so dauerhaft die ganze
Nacht hindurch leuchten muss, ohne einmal eine Pause machen zu können, so
tut ihr das ganz bestimmt nicht gut !

Du hast es in Deinem Post#6 zwar schon schon angedeutet, aber ich möchte
auch dringend dazu raten die hohe nächtliche Dauerlast auf mehrere Lampen
zu verteilen. Unbedingt !

Gut, dass ich das mal sagen konnte :).

Ich glaube bei dem geringen Energieumsatz im Moonlight Mode musst Du Dir
um das Altern der LED oder der Elektronik ähnlich viele Gedanken machen wie
um dein Telefon im Haus, die Quarz-Uhren ... und all die vielen anderen Geräte
die dauerhaft in Betrieb sind.

Anmerkung: wegen der Herstellerangaben zur Mean-Time-to-Failure ist es nötig
zu schauen nach welchen Kriterien und unter welchen Randbedingungen die
Zeit ermittelt oder berechnet wurde, denn sonst sagt die Zahl für die Praxis ggf.
nur wenig aus.

Greetings
Klaus
 
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circumlucens

Flashaholic**
10 Januar 2015
2.430
2.582
113
@Onkel Otto :

:klatschen:

Schön geschrieben!

Mir war (und ist) aber nicht ganz klar, ob der Verschleiss einer LED abhängig ist von ihrer Bestromung (also je heller, desto mehr Verschleiss) oder, ob auch andere Faktoren eine Rolle spielen.

Ich könnte mir z. B. auch vorstellen (mag komplett falsch sein), dass eine Minimalstbestromung verschleissfördernder ist, als ein Betrieb auf mittlerer Stufe.

Wie dem auch sei, die TN12 muss nun eben ran und ich werde ja sehen, wie sie sich macht.

Der Hund ist erst ca. 6 Jahre alt, sodass die Lampe noch viel Gelegenheit hat, ihr Können unter Beweis zu stellen.

:)

Viele Grüße,

Stephan
 
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light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
15.902
12.030
113
im Süden
Mir war (und ist) aber nicht ganz klar, ob der Verschleiss einer LED abhängig ist von ihrer Bestromung (also je heller, desto mehr Verschleiss) oder, ob auch andere Faktoren eine Rolle spielen.
Strom und Temperatur. Je mehr von beidem, desto Verschleiß.

Ich könnte mir z. B. auch vorstellen (mag komplett falsch sein), dass eine Minimalstbestromung verschleissfördernder ist, als ein Betrieb auf mittlerer Stufe.
Auf die LED und restliche Elektronik bezogen ganz sicher nicht. Mir ist in 30 Jahen Elektronikentwicklung noch kein Bauteil begegnet, das bei geringerer Belastung schneller verschleißt.
 

Onkel Otto

Moderator
Teammitglied
20 November 2015
4.165
3.790
113
Stadtallendorf
Dass ein geringerer Strom zu einem höheren Verschleiss führen könnte, kann
ich mir bei einem Halbleiter nicht vorstellen.

Hier ist eine Einführung mit ein paar grundsätzlichen Überlegungen zu finden:

"Lifetime predictions are based on averages. E.g. if a LED manufacturer claims
that 50% of their LEDs (from any batch) will emit at least 70% of the initial
lumens after 50,000 hours of operation, this implies that 50% of the LEDs will
not perform to the required levels (which in this case is emitting at least 70% of
its initial lumens) after 50,000 hours."

Hier wird es im Detail erklärt. Wie light-wolff schon schrieb: Strom & Temperatur.

Der für uns relevate und aus eigenener Erfahrung insbesondere bei LED's
minderer Qualität direkt sichtbare Alterungsprozess ist die zunehmend geringere
Lichtausbeute (z.B. LED Stripes zur Beleuchtung von Aquarien).

Greetings
Klaus
 
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The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
7.202
4.931
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Essen
Hier die lebhafte Diskussion im BLF dazu.

Das Typ im Video ist der Chef der Chip-Entwicklung von Osram OS ist, glaube ich schon, dass er keinen Quatsch erzählt. :D
Bei besonders hohen Temperaturen, also sagen wir >85°C, altern LEDs bedeutend schneller als bei hohen Strömen, wenn sie mit besonders niedrigen Strömen betrieben werden. Altern heißt aber nicht sterben, sondern nur dunkler werden.

Für Taschenlampen ist das aber in keinster Weise relevant, da sie niemald zhntausende Stunden betrieben werden, schon gar nicht im moonlight modus und selbst, wenn das doch der Fall wäre, würden Sie dabei ja nicht 100°C heiß sein und in diesem Zustand zehntausende Stunden betrieben werden.

Er sagt im Video übrigens auch ganz klar, dass deswegen hohe Ströme besser sein als Niedrige!
 
Zuletzt bearbeitet:

Onkel Otto

Moderator
Teammitglied
20 November 2015
4.165
3.790
113
Stadtallendorf
//JokeMode=ON//
... dann wäre es vielleicht nützlich eine LED nach einer anstrengenden Nacht im
Moonlight Mode mal für gut 30 Sekunden im Turbo Mode fliegen zu lassen, damit
Fehlstellen ausheilen, Verspannungen im Kristall ausmassiert und an- bzw. eingelagerte
Fremdatome ausgeheizt werden.

Das hält die LED jung und dann hält das Dingens ewig - ... so wie es früher auch
zwingend (!) nötig war die 50-er Kleinkrafträder immer mal so richtig auszuheizen :cool:
//JokeMode=OFF//

Greetings
Klaus
:)
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
15.902
12.030
113
im Süden
Bei besonders hohen Temperaturen, also sagen wir >85°C, altern LEDs bedeutend schneller als bei hohen Strömen, wenn sie mit besonders niedrigen Strömen betrieben werden. Altern heißt aber nicht sterben, sondern nur dunkler werden.
Meinst Du, er sagt, anders formuliert: bei hoher Temperatur altert eine LED schneller, wenn man sie mit sehr niedrigem Strom betreibt, und weniger schnell, wenn man sie mit hohem Strom betreibt?

Im Video ab ca. 13:00
Ich verstehe den Herrn Hahn etwas anders:

Die Alterung macht sich im Kleinstrombereich nur stärker bemerkbar (prozentual gesehen) als in anderen Strombereichen. Sie geht aber nicht schneller vonstatten.
Durch Alterung nimmt die Effizienz im Kleinstrombereich stärker ab als im Hochstrombereich.

Zahlenbeispiel:
Nach 1000h bei 125°C hat der Lichtstrom bei 100mA von z.B. 100 auf 90 lm abgenommen, also -10%.
Bei 10mA hat er aber von 10 auf 6 lm abgenommen, also -40%.
(Die Lumenwerte habe ich mir ausgedacht, der prozentuale Rückgang ist aus dem Video ab 15:30).

Eine so gealterte LED ist auf Turbo also kaum wahrnehmbar dunkler, aber im Moonlight wesentlich dunkler als im Neuzustand.
Es spielt aber keine Rolle, ob sie LED per Moonlight oder Turbo diesen Alterungszustand erreicht hat.

Ich stelle mir das modellhaft so vor, dass es eine Art Parallelwiderstand zur Sperrschicht gibt, durch dem Strom ohne Licht zu erzeugen fließt. Erst wenn der Spannungsabfall über diesem "Parallelwiderstand" die übliche Vorwärtsspannung erreicht, kann die LED leuchten. Gehen z.B. 4 mA in diesem Parallelwiderstand verloren, sorgen bei 10mA Gesamtstrom nur noch 6mA für Licht, bei 100mA aber noch 96mA (konstante Vf angenommen). Der prozentuale Rückgang des Lichtstroms ist bei 100mA also wesentlich geringer als bei 10mA, der absolute aber gleich.

Das zeigt auch die Praxis: stark gestresste LEDs leuchten oft bei sehr kleinem Strom nicht mehr, aber bei großem sieht man kaum einen Unterschied.
Das ist einer der Gründe, LEDs unterhalb eines bestimmten Stromwertes per PWM zu dimmen und nicht durch weitere Stromreduzierung.


Was Herr Hahn aber auch sagt: die LED altert nicht durch den Strom, sondern nur durch Temperatur (14:50). Das kenne ich anders, s.a. das von Onkel Otto oben verlinkte pdf von Philips (Luxeon K2) auf S. 6 und 8: bei gleicher Sperrschichttemperatur altert die LED bei hohem Strom deutlich schneller.
 
Zuletzt bearbeitet:

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
7.202
4.931
113
Essen
Hmm ich gucke es mir morgen noch mal an.
Aber am Ende bleibe ich dabei: fürs uns nicht wirklich relevant.

zur Luxeon K2: vielleicht liegt das an der nun wirklich uralten LED? Vielleicht sind die heutigen LEDs technisch auch in dieser Hinsicht besser? Ich weiß es nicht.
 

heiligerbimbam

Flashaholic**
8 Oktober 2012
2.913
1.515
113
Darmstadt (1.Liga am Bölle :-) )
Das zeigt auch die Praxis: stark gestresste LEDs leuchten oft bei sehr kleinem Strom nicht mehr, aber bei großem sieht man kaum einen Unterschied.
Da bin ich aber froh das die Zebras so vielfältige Moonlightmodis haben . Da wird wohl auch nach einem sehr gestressten LED-Leben
noch die eine oder andere niedrige Leuchtstufe funktionieren . :pfeifen:
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
15.902
12.030
113
im Süden
  • Danke
Reaktionen: The_Driver