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Vergleich EVGs 75W 100W 120W

sma

Flashaholic**
8 Januar 2011
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In Ulm, um, und herum
Olight Taschenlampen
Trustfire
Ganz aufschlußreich: ein Vergleich der Eingangsleistungen (EDIT: und erzeugten Lichtströme) von großen, gerippten EVGs.
(Die Ausgangsleistung ist hingegen nicht so einfach zu messen, 400Hz, knapp 100V)
(EDIT: Aber ich kann den Brenner in ein Kugelphotometer stecken. Geschwind nachgemessen und hier nachgetragen.)

Messung: Eingangsstrom mit Zangenamperemeter BenningCM1, Eingangsspannung mit Multimeter.
Versorgung: Labornetzgerät.
Brenner 5.2mm 75W
Lichtstrom: Ulbrichtkugel (Eigenbau)

Typ Bezeichnung Spannung (Eingang) [V] Strom (Eingang) [A] Leistung (Eingang) [W] Lichtstrom [lm]
75W  
"1105 HID 2000H/75W 95V AC"
"norm 13.2V 7A" => rechn. 92.4W(!) 12.01 7.89 94.8
13.05 7.20 94.0
13.97 6.59 92.1 6300 100W
"1406 HID 2000H/ 95V AC"
"norm 13.2V 8A" => rechn. 105.6W 12.04 7.05 84.5
13.07 6.45 84.3
13.97 6.18 86.3 6200 120W
"1305 HID 2000H/ 95V AC"
"norm 13.2V 9A" => rechn. 118.8W 12.07 7.91 95.5
13.11 7.15 93.7
13.93 6.64 92.5 6740


Da schau her :) die schenken sich ja nicht sonderlich viel.
Das 120W EVG erzeugt gerade mal 7% mehr Lichtstrom als das 75W EVG.

Wer weiß, wie weit sich das verallgemeinern läßt, aber mit diesem 75W Typ mag man bestens bedient sein. Und er hält wohl auch als einziger, was er verspricht.

Der Lichtstrom, also der Wirkunsggrad, ist bei ca. 14V am höchsten, daneben sinkt er jeweils leicht ab.
Keines der EVGs wird schnell warm. Die Ausgangsleistung mag dann wohl grob geschätzt gute 10% unter der Eingangsleistung liegen.







 
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Langer

Flashaholic*
14 März 2010
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Bei Karlsruhe
Habe auch schon einige von diesen Ballasten getestet und ähnliches festgestellt, ein Ballast mit 120W lohnt angesichts des Preises nicht wirklich.
 

amaretto

Moderator & Beamshot-SEK
Teammitglied
12 August 2010
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Entspricht den Kenntnissen, die ich über die Ballaste habe.
Egal was auf dem Aufkleber steht, alle Ballaste dieser Bauform scheinen 84W zu leisten (laut Messung in einem anderen Forum). Jedenfalls ist der Output im Grunde immer gleich.

Meine These lautet daher, dass es sich letztlich um das gleiche Gerät handelt, dem unterschiedliche Aufkleber draufgepappt werden. Also 75W kaufen (ist die billigste Variante) und gut ist.

Etwaige minimale Unterschiede aus der Messreihe oben sind wahrscheinlich die üblichen Fertigungstoleranzen.
 

Myvesdin

Flashaholic
28 Juni 2013
206
43
28
Wedel
Moin,

sehr schöne Auflistung hast du das gemacht, echt Topp! :thumbup:

Aber bist du sicher, dass es 400hz sind?

Osram selber gibt für seine EVG's 100-240hz an.
Muss jetzt ja nicht auch auf diese EVG's zutreffen :)

Grüße
 

sma

Flashaholic**
8 Januar 2011
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Aber bist du sicher, dass es 400hz sind?

Osram selber gibt für seine EVG's 100-240hz an.
Muss jetzt ja nicht auch auf diese EVG's zutreffen :)
Ich habe die Info aus einem Osram PDF ("A brilliant match, Lamps and ballast units for XENARC® HID lighting") für D1S/R, also rel. ursprüngliche Birnen. Ein glaubhaftes Dokument, allerdings nicht von einem Osram-eigenen Server. Eine Suche nach den Stichworten zeigt dann aber weitere, zumindest plausible Quellen.

Und ich gehe davon aus, daß andere Hersteller diese Frequenz (übrigens Rechteck, nicht Sinus) nicht ohne Not ändern, denn das wird gravierende Auswirkungen auf den Elektrodenverschleiß haben.

Mich interessieren solche Infos aber sehr, kannst Du Deine Osram-Quelle nennen/übermitteln?
 

sma

Flashaholic**
8 Januar 2011
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Das sind allerdings Powertronics, nicht Xenarcs.
Beide sind zwar für Halogenmetalldampf, Stichwort HQI oder HTI, (bzw. Powertronic auch Natriumdampf), aber doch eine ganz andere Bauweise.
 
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  • Danke
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Alexander

Flashaholic*
4 Juni 2011
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D:\Hessen\Gießen\Lollar
So ich grabe einfach mal diesen Thread hier aus da es gut hier rein passt.

Mittlerweile bekommt man die Ballaste weiter oben im Thread nur noch recht selten, die neue Bauform die der Chinese baut sieht so aus:


Ab Werk machen die beiden Ballaste die ich hatte 85W und 95W aufgenommen.
Ich habe sie aber auf rund 105W hochgedreht durch etwas Lötzinn auf dem Shunt im inneren:


Die Ausgangsleistung ist leider immer etwas schwierig zu messen aber ich habe es einmal versucht.
Das ist der Mess Aufbau:

Der Strom wird mit einem LEM Sensor gemessen, dieser gibt einen Strom aus der am Oszilloskop mit einem 50 ohm Widerstand terminiert wird.
Die Bandbreite von dem Sensor liegt bei 100kHz. Der Nennstrom beträgt 300A, aber auch bei kleinen Strömen liefert er realistische und genaue Werte.
Die Spannung wurde direkt mit einem 1:100 Tastkopf gemessen, dieser wurde natürlich angeschlossen nachdem die Lampe bereits gezündet hatte.

Da auf dem Strom dann doch relativ viel Störungen drauf waren hat das Oszilloskop ein Durchschnitt aus acht Samples gemacht, so kann man auch was erkennen.

Was interessant ist das der Strom nicht symetrisch ist.
Man sieht eine deutliche Verschiebung ins negative, oder ins positive je nachdem wie rum man die Polarität jetzt annimmt.
Mit den Werten die das Oszilloskop ermittelt hat kommt man so im mittel auf 93,52W.
Aufgenommen hat der Ballast 104W, macht also 10,5W Verlust und damit eine Effizienz von rund 90%.
 

Alexander

Flashaholic*
4 Juni 2011
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D:\Hessen\Gießen\Lollar
Olight Shop
Ein kleiner Nachtrag, der Strom ist symetrisch.
Es handelt sich schlichtweg um einen Messfehler.
Der LEM Sensor hat +-0,5A möglichen Offset, klingt viel aber bei 300A Nennstrom sind das gerade einmal 1,6%.
Vielleicht besorge ich nochmal einen kleineren Sensor der dann eine günstigere Auflösung bietet.