UV-Schutzbrille Sinnvoll oder Übertrieben?

Dieses Thema im Forum "Lampen für spezielle Einsatzgebiete" wurde erstellt von kbyte, 18. März 2012.

  1. Hallo!

    Das Thema UV-Taschenlampe interessiert mich auch sehr, und da habe ich mal eine Frage:
    Ist es Ratsam bei einer 3w UV-LED eine UV-Schutzbrille zu tragen, oder ist das Übertrieben?

    Gruß Ansgar
     
  2. Folomov
    Du wirst ja nicht direkt rein schauen, oder? Ich gehe davon aus daß die Sonne ein wenig mehr als 3 Watt liefert und da trage ich auch nicht immer eine Sonnenbrille, bis jetzt bin ich noch nicht erblindet...aber auf jeden Fall Sonnenschutzcreme auftragen, gell...:D
    Gruß Marco
     
  3. Danke Marco, es soll auch Leute geben die mit Turnschuhen, Boxershorts und T-Shirt Motorrad fahren, oder ohne sich Anzuschnallen Auto fahren! :eek:
    Ich schau dann besser mal nach einer UV-Schutzbrille, damit ich Gefahrlos damit herumspielen kann, und auch mal direkt auf die eingeschaltete LED schauen kann!

    Tja, nur da geht es jetzt schon los, reicht eine mit 99% UV-Schutz oder UV400-Schutz? Kenne mich da überhaupt noch nicht aus.
     
  4. Acebeam
    Vergiss nicht die Sicherheitsschuhe, falls dir die Lampe auf den Fuß fällt!:p
     
    ersecu hat sich hierfür bedankt.
  5. Nicht beim Cachen oder ähnlichem, aber beim Experimentieren: Ich würde vor allem meine Augen auch bei schwächeren LEDs schützen.

    Zum einen wegen der "Sonnenbrandgefahr", zum anderen wegen der Gefahr für Hornhaut und mglw. auch die Linsen. Nicht nur bzgl. akuter Probleme, sondern auch wegen einer Erhöhung der Langzeit-Risiken.

    Beispiel "Sonnenbrand":
    Ich habe als Jugendlicher mal eine Wanduhr zerlegt, die eine kleine Schwarzlichtröhre enthielt. Mit der habe ich dann ausgiebig Experimente gemacht, wobei die meiste Zeit nahes Streulicht in meine Augen fiel.
    Am nächsten Morgen hatte ich eine Bindehautentzündung, die so stark war, daß in meinen Augen nichts weißes mehr, sondern nur noch knallrotes zu sehen war. Also nachdem ich die Augen nach dem Aufwachen überhaupt aufbekommen hatte, denn zuerstmal waren die wegen der Entzündung völlig verklebt. Der Gruselfaktor am Frühstückstisch war natürlich kurzweilig und die Entzündung wohl zwei Tage später wieder gut. Aber seither meine ich, daß ich bzgl. Bindehautreizbarkeit deutlich empfindlicher geworden bin und bzgl. Langzeitrisiken war's sicher nicht so prall. Ich denke das zeigt gut, daß die Grenze zum Spaß da weit überschritten war.

    Und direkt würde ich in solche LEDs ohne 100%igen Filter gar nicht sehen wollen.
    Ich hab für so Gelegenheitsbedarf hier geschickterweise Gelbfilter zur Hand...

    Wenn genug Sensibilisierung für all das da ist, würde ich mich bei ein wenig Experimentieren ansonsten aber nicht kirre machen, sondern darauf achten, daß ich es zeitlich nicht übertreibe und nicht von Licht "belästigt" werde, das von glatten Oberflächen stark reflektiert wird (von direktem Licht ganz zu schweigen). Man merkt bei den UV-Lampen im Dunkeln auch ein Floureszieren im Auge, wenn man darauf achtet; sowas würde ich auf jeden Fall vermeiden.
     
    #5 sma, 19. März 2012
    Zuletzt bearbeitet: 19. März 2012
    kbyte hat sich hierfür bedankt.
  6. Bei normalem Gebrauch einer 3W UV Led halte ich eine Schutzbrille für übertrieben. Wenn man aus kurzer Distanz da natürlich krampfhaft und ewig lange hineinschaut wird man sich mutmaßlich zwar schon auf irgendeine Weise verletzen können, aber warum sollte man sowas tun.

    Es hängt übrigens auch sehr stark von der Wellenlänge ab. Um 380-400nm ist lächerlich und teilweise noch gut im sichtbaren Bereich. Wellenlängen um 350-360nm sind dann schon geeignet um die Haut kosmetisch zu bräunen, diese Wellenlänge führt zu einer Oxidation des Melanin in der Haut und läßt einen so gebräunt erscheinen.

    Etwas mehr Respekt hätte ich da eher vor Wellenlängen im UVB Bereich um 280-320nm. Damit kann man sich dann schon ordentlich die Augen verblitzen. Allerdings nicht mit einer 3W Led ;-)

    Etwas anderes wenn man zb an Solarien herumschraubt und es mehrfach testweise laufen läßt während man am rumklimpern ist. Da reichen dann teilweise schon zwei Minuten bis man ein leicht sandiges Gefühl in den Augen hat, man hat ständig das Gefühl man müßte was rausreiben und die Augen fühlen sich irgendwann beißend müde an. Je länger man da reingeschaut hat, desto heftiger wird es. Das passiert aber speziell bei Solarien bzw Röhren, welche stark im UVB Bereich strahlen, UVA ist da erheblich unkritischer. Aber ein Solarium hat auch deutlich über 3W effektive Strahlungsleistung. Da liegt man so bei 30W pro 100W Röhre, bzw 95W je 400W Brennerlampe, um nur mal ein paar Zahlen zu nennen.

    Das aber nur so am Rande. Vor massivster Exposition gegenüber UV Strahlung sollte man sich natürlich schon etwas vorsehen, aber eine normal verwendete 3W UV Led ist da nicht der Rede wert.

    Welche Wellenlänge hat die Led denn eigentlich?

    Gruß Jan


    EDIT: Noch kurz eine Anmerkung zur Sonnenbrandgefahr. Wellenlängen im nahen UVA Bereich, wie sie von gängigen UV Leds und Schwarzlichtröhren erzeugt werden, besitzen nahezu keine erytheme Strahlung, also die Wellenlänge von 360nm läßt die Haut da weitestgehend kalt. Um etwa Faktor 100x bis 1000x erythemauslösender wäre UVB Strahlung um 280nm bis 290nm. Gleichzeitig ist dieser Strahlungsbereich aber auch in Maßen der gesunde Bereich, da nur UVB Strahlung in diesem Wellenlängenbereich hochenergetisch genug ist um Vitamin D in der Haut zu synthetisieren, ein lebenswichtiges und u.a. immunmodulierendes Vitamin. Genaugenommen ist es eigentlich mehr ein Hormon womit der UVB Strahlung strenggenommen sogar der Charakter eines Vitamins zukommt, aber wir wollen es jetzt nicht übertreiben :)
     
    #6 Columbo, 19. März 2012
    Zuletzt bearbeitet: 19. März 2012
    northmansquest, Marco76, Ratzepeter und 4 andere Flashys haben sich hierfür bedankt.
  7. Skilhunt Taschenlampen
    Danke für eure Antworten!
    Meine Frage war wirklich Ernst gemeint, da man ja das UV-Licht kaum sieht, je nach Wellenlänge. Ich wollte einfach nur auf der Sicheren Seite sein.
    Vor ca. 15 Jahren war ich viel in Discos und habe da auch mal länger UV-Leuchtstoffröhren angeschaut, und mit UV-Farbe gemalt, ohne dass ich was gemerkt habe.
    Bei meinem Spieltrieb werde ich aber sicher gerne mal so eine 100% UV-Schutzbrille aufsetzen, um mir die LED aus der Nähe ansehen, und beim Spielen in der Wohnung ist dann sicher auch viel was dann Reflektiert. Da will ich einfach in Ruhe Leuchten, ohne mir Sorgen machen zu müssen.
    Ich habe bis jetzt noch garkeine UV-Lampe, aber ich denke ich werde mir wohl nächsten Monat einen Solarforce L2P Körper vielleicht den schönen blauen mit einem 3w 380nm UV Dropin bei Manafont bestellen, oder ist das Solarforce UV-Dropin besser?
    Diesen Monat habe ich mein ganzes Tala-Geld schon ausgegeben.

    Welche 100% UV-Schutzbrille ist denn Empfehlenswert für über die normale Brille?
     
  8. Columbo hat natürlich recht, daß UV-B, und da lag ich mit meiner Schwarzlichtlampe, eine ganz andere Wellenlänge als bei LEDs ist.

    Und in diesem PDF "Gefährdung der Augen durch optische Strahlung", Info des BIA St Augustin, zeigt ein Diagramm auf Seite 3 auch, daß Horn-/Bindehautentzündung erst unterhalb von 300nm geschieht.
    Und LEDs mit nennenswerter Leistung unterhalb von 365nm sind was ganz besonderes...

    Die 3W Angabe einer LED hat mich aber noch nicht beruhigt, da das Licht im Gegensatz zu einer Röhre sehr stark gebündelt sein kann. Röhren haben zwar eine sehr hohe, aber eben rundumverteilten Gesamtleistung. Solange ich noch nichts handfestes zu möglichen Effekten bei Bündelung ins Auge gefunden habe (v.a. Lanzeitrisiko Trübungen), ist mir das noch heikel. (Wichtig: niemals paranoid werden und den Spaß verlieren :D )
     
    kbyte hat sich hierfür bedankt.
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