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Urberg G1 - eine Übersicht

SoaG

Flashaholic**
30 November 2014
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Olight Taschenlampen
Trustfire
Hallo,

durch Teks Hinweise hier und hier viel mir wieder ein, dass eigentlich noch eine Stirnlampe für Lithium-Primär-Zellen für die Werkzeugkiste fällig ist.

www.outnorth wollte, wie seinerzeit durch Tek genannt, schmale 16,92 € haben, incl. Versand.
Innerhalb von 3 Tagen erhielt ich das Folgende:

In nicht unangenehm anmutender Farbgebung



Und darin befand sich



eine leichte Kopflampe, zu betreiben mit 3x AAA Batterien oder NiMH-Akkus.
3 LEDs, davon eine XP-E (glaube ich) in der Mitte in NW als Spot für etwas Reichweite mit einem glänzend bedampften SMO Reflektörchen.

Links und rechts davon 2 ich-weiss-nicht-wie-diese-SMD-ähnlichen-Dinger-heißen. Deren "Reflektoren" haben dann lediglich den rauen Charme der Spritzgussfform.

Es lassen sich entweder der mittlere Spot oder die beiden äußeren Floods betreiben. Gleichzeitig geht nicht.



Ein Überkopfband fehlt, ist aber bei niedlichen 82g - betriebsbereit incl 3x AAA - wirklich nicht nötig. Die Verstellung geht leicht, bleibt aber an ihrem Platz. Es gibt sicher hochwertigere Kopfbänder, die dann u.U. einzeln mehr kosten als hier die ganze Lampe.



Die Lampe ist etwa 45° neigbar. Das funktioniert gut, man muss nicht an der Lampen zerren und dabei den Rest festhalten.



Wenn man die Lampe am Clip hinter dem Schalter öffnet, sieht man ein kleines Batteriefach für 3 Batterien oder NiMH-Akkus im Format AAA. (KEINE 10440 Li-Ion verwenden!)
Eine umlaufende Dichtung soll das Batterie-Kaschterl vor Nässe schützen. Die (leider englisch-schwedische aber ansonsten recht gute!) Bedienungsanleitung (Link zum deutschen Teil siehe unten) meint sogar, die Lampe sei IPX6-fähig. Ausprobiert habe ich es nicht - ich möchte aber vermuten, das mittlerer Regen die Obergrenze des Zumutbaren sein sollte. Strahlwasser würde ich vermeiden.



Auf vielen Geräten steht ja "bitte nicht öffnen", hier fehlt der Hinweis. Da aber kein Werkzeug beigelegt war, vermute ich einfach mal, dass man auch diese Lampe nicht aufschrauben soll. Denkste - im deutschen Teil der Anleitung steht sinngemäß Pfoten wech, nicht modifizieren. Link siehe unten.
Sei's drum - hier nun das Innenleben.

Nach entfernen von 4 winzigen Kreuzschlitzschrauben hat man ein kleines Board mit allen möglichen Teilen und den 3 LEDs vor sich. Es finden sich alte Bekannte wie 7135er.



Hier noch der Link zum gleichen Bild, nur in etwas größer:

http://www.taschenlampen-forum.de/media/urberg-7a.11926/full

Noch einmal so, dass man den Schalter sieht.



Apropos Schalter - das Gummi ist recht griffig.

Kommen wir zur eigentlichen Verwendung als Beleuchtung - hier die schlechten Nachrichten zuerst.

Die schlechteste aller Nachrichten: ich kann nicht fotografieren.
Die Kamera hat lücklicherweise einen Automatikmodus, und ich musste sie nur irgendwie schräg über die Lampe halten.

Die zweitschlechteste Nachricht betrifft die Flood-LEDs.
Hier aus 35cm Entfernung auf eine fast weisse Kellertür:



Nicht nur, dass es ein wenig schönes kaltes Licht ist, die Randbereiche zeichnen sich leider auch durch deutliche Farbsäume aus.
Andererseits: wer hält so etwas schon nur 35cm vor ein zu beleuchtendes Objekt. Wabenlinsen und eine andere Lichtfarbe wären zwar toll, würden dann aber definitiv nicht mehr den wirklich schmalen Preis ermöglichen. Evtl kann man hier selbst Hand anlegen, mal schau'n.

Kommen wir - im Wortsinne - zum Highlight und damit zu den guten Nachrichten.
Der Spot ist toll! Neutralweiß, was hier nicht rüberkommt, und drehrund. (Ich halte die Kamera immer noch geneigt, deshalb der Ei-förmige Spill.)



Draußen macht der Spot einen überraschend guten Eindruck, viel besser als die beiden Flood-Bläulinge.

Wenn es sich noch irgendwie ausgeht, versuche ich noch Aufnahmen von draußen zu machen. Versprechen kann ich es nicht.

Mein ganz persönliches Fazit:
Die Kopflampe ist das gezahlte Geld allemal wert. Ich wollte eine günstige Kopflampe zur seltenen Verwendung, und deswegen mit 3x AAA Betrieb. Die Scheibe vorn ist etwas empfindlich und nicht sehr kratzfest. Beim Verstauen also besser etwas schützen.
Wären die beiden äusseren Flood-LEDs besser, wäre die Lampe ein Knaller.
Abzuwarten bleibt noch, ob es nennenswerten Parasitic Drain gibt, also einen permanenten Stromverbrauch durch den elektronischen Schalter. Könnt mich ja in 2 Monaten nochmal fragen.
Messen werde ich das nicht - ich habe gerade erst ein (billiges) Messgerät verdampfen lassen, und dieses Getüdel mit den 10hoch-6 bis 10hoch-3 Ampere versauen mir sonst nur den Tag. ;)

Laufzeiten und Helligkeitswerte sind im überraschend ausführlichem Manual enthalten.
Seite 1
Seite 2
Seite 3 deutsch

Aktuell kostet die Lampe 19.80€ incl. Versand bei Zahlung über PP. Link zum Produnkt: Kauf Urberg Outdoor Headlamp G1 1SIZE, Black bei Outnorth.

Habt Spass!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
15.856
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113
im Süden
Links und rechts davon 2 ich-weiss-nicht-wie-diese-SMD-ähnlichen-Dinger-heißen.
In der deutschen Anleitung steht zwar "Zwei hochhelle Site Lampe Perlen", aber ich behaupte, das sind einfach nur LEDs :D.

Die Elektronik sieht mit den 7135ern nach Regelung aus, aber das Laufzeitdiagramm in der Anleitung nach völlig ungeregelt.
Vielleicht sollen die beiden 7135er (700mA) nur den Strom limitieren, falls einer auf die Idee kommt, Li-Batterien einzulegen :D, und greifen im Normalfall (Alkaline) gar nicht. Gute Idee, an der sich manch anderer Hersteller ungeregelter Lampen ein Beispiel nehmen könnte, dessen Lampen in solchen Fällen einfach kaputt gehen.