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Taschenlampe mit 18650er Akku im Sommer und Winter im Auto?

elknipso

Stammgast
12 August 2014
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Olight Taschenlampen
Trustfire
Hallo,

ich habe aktuell einige Convoy S2+ Taschenlampen im Einsatz und dazu kommen bald noch andere Modelle, allerdings alle mit einem (geschützten) 18650er Akku.

Nun stelle ich mir die Frage ob ich eine solche Taschenlampe gefahrlos dauerhaft im Handschuhfach meines Autos liegen lassen kann oder sind die sehr hohen Temperaturen im Sommer, bzw. tiefen Temperaturen im Winter unter Umständen gefährlich für den Akku?
 

elknipso

Stammgast
12 August 2014
57
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Acebeam
Geht von den Akkus auch bei solchen extremen Temperaturen keine Gefahr aus?
Ich will es mal so formulieren, wenn der Akku meiner Taschenlampe nach 2-3 Jahren hin ist, dann ist das halt so und es wird ein neuer gekauft.

Wenn sich der Akku in meiner Taschenlampe aber in eine kleine Rohrbombe verwandelt, und mir im Zweifel noch das Auto abbrennt, ist das natürlich eine andere Geschichte.
 

steidlmick

Flashaholic**
15 August 2012
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Bielefeld, NRW
Die tiefen Temperaturen im Winter schaden dem Akku nicht, aber er würde dann bei solchen Temperaturen weniger Leistung erbringen können.
Die hohen Sommertemperaturen, insbesondere im Auto-Innenraum, beschleunigen jedoch die Alterung sehr.
Jede Temperaturerhöhung um 10°C bewirkt eine Verdoppelung der Alterungsgeschwindigkeit.

Bei 60°C altert also der Akku schon 16-fach so schnell wie bei 20°C.
Geht von den Akkus auch bei solchen extremen Temperaturen keine Gefahr aus?
Nicht, wenn er keine Vorschäden hat.
Aber eine 100%ige Sicherheitsgarantie kann man da nicht aussprechen!
 
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elknipso

Stammgast
12 August 2014
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Nicht, wenn er keine Vorschäden hat.
Aber eine 100%ige Sicherheitsgarantie kann man da nicht aussprechen!
Dass es nie eine Garantie gibt ist klar. Der Akku im Smartphone vor mir könnte theoretisch jetzt auch auf dem Tisch durchbrennen.
Verstehe ich das aber richtig, dass es im Normfall vertretbar ist, eine Taschenlampe auch mit 18650er Akku mal eine Weile im Sommer im Handschuhfach zu lassen. Sprich das ist kein "leichtsinniges Szenario" bei dem "wahrscheinlich" was passieren würde.
 

steidlmick

Flashaholic**
15 August 2012
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Sprich das ist kein "leichtsinniges Szenario" bei dem "wahrscheinlich" was passieren würde.
Das könnte man so sagen, aber ich persönlich würde es niemals tun, aber das liegt vielleicht an meinem beruflichen Hintergrund. Meiner Erfahrung nach passieren eben die unwahrscheinlichen Szenarien genau dann, wenn man's nicht erwartet...
 
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kirschm

Flashaholic***
13 April 2017
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Wenn sich der Akku in meiner Taschenlampe aber in eine kleine Rohrbombe verwandelt, und mir im Zweifel noch das Auto abbrennt, ist das natürlich eine andere Geschichte.
Meiner Erfahrung nach passieren eben die unwahrscheinlichen Szenarien genau dann, wenn man's nicht erwartet...
deshalb parke ich mein Auto, voll mit Lithium-Ionen-Akkus, auf einem Parkplatz ohne Holzhütten in der Nähe, mit Sicht von meinem Balkon. Alexa erinnert mich im Sommer alle drei Minuten daran, nachzuschauen, ob das Auto am Brennen ist. Bisher seit zwei Jahren nichts.
 

steidlmick

Flashaholic**
15 August 2012
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Bielefeld, NRW
Falls das einer deiner typischen unlustigen Witzchen sein soll, dann finde ich den nicht besonders angemessen!
Singuläre Erfahrungen und Ereignisse sind kaum ein verlässlicher Ratgeber in Sicherheitsfragen...
 
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elknipso

Stammgast
12 August 2014
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Danke für eure Antworten. Ich habe für mich bei der Diskussion mitgenommen "man kann es durchaus mal machen", aber wenn es sich vermeiden lässt dann besser nicht :).
 

steidlmick

Flashaholic**
15 August 2012
3.839
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Bielefeld, NRW
@elknipso
Als Chemiker entwickelt man im Laufe der Berufsjahre eine gewisse "Sicherheits-Affinität".
Im Falle eines Falles nützen dem Betroffenen aber Statistiken oder Wahrscheinlichkeiten kein Stück weiter, weshalb ich zur "sicheren Seite" tendiere...
 

Hausmeister

Flashaholic**
18 April 2016
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Das könnte man so sagen, aber ich persönlich würde es niemals tun, aber das liegt vielleicht an meinem beruflichen Hintergrund. Meiner Erfahrung nach passieren eben die unwahrscheinlichen Szenarien genau dann, wenn man's nicht erwartet...
...expect the unexpected...

...ich bin da auch eher vorsichtig und nehme die Lampe bei hohen Temperaturen bzw. direkter Sonneneinstrahlung (aufs Auto; die Lampe liegt im Handschuhfach) aus dem Auto.

Wobei ich mich da auch schon gefragt habe ob die schwarzen Akkupacks der ganzen E-Bikes die sich im Hochsommer in der prallen Sonne schön aufheizen können nicht noch gefährdeter sind.


Im Falle eines Falles nützen dem Betroffenen aber Statistiken oder Wahrscheinlichkeiten kein Stück weiter...
...es darf ja nur eine Variable anders sein und schon sieht es anders aus...
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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im Süden
Geht von den Akkus auch bei solchen extremen Temperaturen keine Gefahr aus?
Ja. Also keine Gefahr.
60°C im Handschuhfach - geht das in unseren Breiten überhaupt?

Verstehe ich das aber richtig, dass es im Normfall vertretbar ist, eine Taschenlampe auch mit 18650er Akku mal eine Weile im Sommer im Handschuhfach zu lassen. Sprich das ist kein "leichtsinniges Szenario" bei dem "wahrscheinlich" was passieren würde.
Ja.
Selbst dauerhaft bei 60°C passiert nichts weiter, als dass der Akku schnell altert. Er geht mit Sicherheit deswegen nicht hoch.
Ab 80°C würde ich mir langsam Sorgen machen, bei 100°C gebührend Abstand halten und bei 120°C schnell das Weite suchen.

Ich habe seit 4-5 Jahren eine Stirnlampe mit 14500er in einem Auto, das immer draußen steht und im Sommer auch noch so gut wie nie bewegt wird. Und noch nicht mal im Handschuhfach (da nicht vorhanden), sondern in einer offenen Ablage unterm Armaturenbrett. 1 Mal pro Jahr checke ich den Akku - bisher keine Auffälligkeit.

Wenn du etwas Schonung betreiben willst, lade im Somme nur bis 4,0V - der Kapazitätsverlust ist gering, aber die Alterung bei hohen Temperaturen stark reduziert.
 

casi290665

Flashaholic***²
31 Mai 2016
10.490
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Hannover
Mein TomTom Navi steckt seit 3 oder 4 Jahren in einer Halterung am Armaturenbrett und bekommt sogar noch direkte Sonneneinstrahlung ab, obwohl auch da ein Akku drinsteckt...

Gruß
Carsten
 

kirschm

Flashaholic***
13 April 2017
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Mein TomTom Navi steckt seit 3 oder 4 Jahren in einer Halterung am Armaturenbrett
Mein Garmin hat das auch 7 Jahre lang mitgemacht. Der Akku war natürlich am Ende völlig hinüber und konnte nicht mehr 10 Minuten ohne stromanschluss überleben, explodiert oder verbrannt ist allerdings nichts. @steidlmick , das ist nur eine singuläre persönliche Erfahrung, kein ratschlag.
 

Faschma

Flashaholic*
30 Oktober 2019
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Berlin
Ich konnte bisher nicht feststellen, dass sich im Handschuhfach die Hitze übermäßig staut (Ford B-Max).
Da liegt schon seit mehr als 2 Jahren eine Billiglampe von Amazon drin. Der 18650er ist noch gut, zumindest wird er gerade problemlos.geladen. Habe einen neuen Akku eingebaut und gut ist :)
 

nightcrawler

Flashaholic*
9 November 2016
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Dann will ich mal einen Ratschlag raushauen.
Da die Tala wohl eher für "den Falle das" angedacht ist also selten bis nie benutzt wird eignen sich hier eher Primärzellen (CR123). An zweiter Stelle kommen ungeschützte Liions, da alle geschützten Liions einen gewissen und für mich unberechenbaren Ruhestrom haben. Pauschal würde ich einen geschützten Akku nach einem Jahr Lagerung ca die halbe Leistungsfähigkeit zutrauen (wahrscheinlich eher 2/3 oder 3/4, aber es könnten auch 0V sein).

Und der Nebeneffekt von CR123 ist auch deren Lagerbeständigkeit, wobei hohe Temperaturen mögen die auch nicht sooo sehr.
 

0ssi1973

Flashaholic**
11 Oktober 2015
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Wellmitz/ Landgut
Wenn Du Dir unsicher bist und den Aklu nicht quälen willst, lege die Lampe in die Reservetadmulde.
Dort wird es nichts wärmer drin ,als es draußen ist, im Gegenteil. Bei mir liegt dort auch das Starthilfegerät ( Booster) was ich immer dabei hab. Meine EC50 Genlll steckt in einem Fach in der Mittelkonsole, selbst dort wird es nicht annähernd so warm wie im Auto selbst da es etwas isoliert (original) ist.
 

kirschm

Flashaholic***
13 April 2017
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da alle geschützten Liions einen gewissen und für mich unberechenbaren Ruhestrom haben
2µA entladen einen 3500mAh 18650 in 200 Jahren
die Betonung liegt hier allerdings auf unberechenbar. Ich benutze zwar keine protected Akkus, besitze aber dennoch ein paar zu testzwecken. Und wenn ich hier sehe, dass zwei davon innerhalb eines knappen halben Jahres von z.b. 3,9 Volt leerlaufspannung auf unter 3,75 Volt absinken ("freilaufend" bzw freiliegend), dann ist das für mich kein Grund, ohne Not protected Akkus irgendwo einzusetzen oder zu lagern.

meine protected Akkus sind die einzigen, die ich mindestens alle paar Monate mal überprüfen muss. Bei 200 Jahren hätte ich kein Problem mit denen...
 

nightcrawler

Flashaholic*
9 November 2016
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Da zeigt doch @kirschm s Beobachtung das es mit
bei weitem nicht hinkommt. Klingt nach dem 10 bis 20 fachen.
Das bestätigt meine These, geschützte Zellen bringen ein unkontrollierbares Element, was in einer Sicherheitsausrüstung bei Langzeitstandzeiten die Einsatzfähigkeit herabsetzen oder komplett verhindern kann und damit dort nichts zu suchen haben.
 
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kirschm

Flashaholic***
13 April 2017
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kirschms PCB ist entweder defekt oder "flawed by design"
das ist aber halt genau das, was ich wie wohl auch @nightcrawler mit unberechenbar meint:

es handelt sich um 8 neue Soshine mit PCB, welche ich für meine Lampen (mit Twisty) ohne LVP einsetzen wollte.
Im ersten halben Jahr waren alle unauffällig
Danach zeigte einer von den acht diesen spannungsverlust
Wieder Monate später kam ein zweiter hinzu

da ich sowas nicht will, habe ich nun alle gegen unprotected ausgetauscht, muss man halt etwas aufpassen.
 
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light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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im Süden
Danach zeigte einer von den acht diesen spannungsverlust
Wieder Monate später kam ein zweiter hinzu
Da wäre jetzt interessant, wie sich diese Zellen ohne PCB verhalten

Die Soshines sind etwas speziell, weil PCB am Pluspol, andere Schaltungstechnik als üblich. Da sind 3 identische ICs parallel geschaltet, dadurch etwas höherer Standbyverbrauch (knapp 5µA). Und natürlich auch höhere Fehlerwahrscheinlichkeit. Was eure Bedenken stützt.
https://www.taschenlampen-forum.de/...3400mah-mit-pcb-am-pluspol.27264/#post-404357
 

Adson

Flashaholic
20 September 2016
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Ich habe in zwei Autos immer mindestens eine, meist zwei Lampen mit 18650er Akkus liegen - Sommer wie Winter, keine Probleme. Ob es zu signifikanten Verlusten während der Lagerung kommt, kann ich nicht sagen. Aufgefallen ist es mir bisher zumindest nicht, Kälteprobleme sind natürlich bekannt, aber meist fliegt noch in einer Tasche ein 18650er Reserveakku herum, so dass ich noch nie im Dunkeln stehen musste. Aufbewahrung bei mir entweder im Handschuhfach und/oder im Seitenfach der Fahrertür. Meine Lösung ist: Immer mal benutzen, Rotation, gelegentlich auch wieder laden ...

Grüße
Adson
 

kanickel

Flashaholic*
13 Dezember 2019
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Kassel
Letztendlich ist es vom "Kharma" abhängig, ob das gut geht oder nicht... :rofl: dazu konnte ich schon beobachten, dass Dinge eher kaputt gehen, wenn man sie bewusst platziert. Vergisst man sie einfach dort, funktionieren sie auch nach Jahren eigenartiger Weise...

LG
 

Lightfan

Flashaholic
28 Dezember 2017
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Südwestpfalz
Seit einem Jahr Sofirn C8F in Mittelkonsole.Gestern mal nachgeladen-Akku noch so gut wie voll,keine 3% gingen rein.....
Ganz Blöde Frage:
Wen man bedenken wegen heissen Akkus und deren beschleunigte Alterung oder gar Explosion hat sollte man dann nicht bei gewissen Leuchten auf Turbo und hohe Dauerbetriebsstufen verzichten? :eek:
Das Gehäuse und Akku erwärmt sich ja dann auch gerne mal auf ÷50 C........:pfeifen::cool:
 
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