Acebeam Taschenlampen
Imalent Taschenlampen

Sunwayman V10A

8 März 2020
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Olight Taschenlampen
Trustfire
Guten Tag,

ich möchte euch mal um Hilfe/Rat bitten. Meine EDC Lampe ist "krank." Folgendes Problem: sie geht erst zeitverzögert an - so nach ca. 20 - 40 Sekunden.

Ich nutze sowohl 14500 Akkus, wie auch AA Batterien. Problem bleibt das Gleiche. Nach dem Drücken vom Heckschalter passiert zunächst gar nichts. Erst nach 20-40 Sekunden leuchtet die LED. Dies unabhängig vom Einstellbereich des Magnetrings. Auch beim sofortigen Wiedereinschalten bleibt die Lampe zunächst dunkel. Hin und wieder passiert dann auch mal gar nichts. Ich habe auch keine Abhängigkeiten von Außeneinflüssen wahrnehmen können (Temp etc.?). Hab' die Lampe seit ca. 5 (?) Jahre in Nutzung.

Hat wer von euch eine Idee?

Gruß Travis
 

urquattroblack

Flashaholic**
22 Januar 2017
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Hat die nur nen einschalter hinten?

Dann schraub doch mal die Tailcap ab und Brücke Pol vom Akku und Batterierohr mit ner Zange, Schere oder ähnlichem.

Wenn sie dann an geht ist wohl der Schalter defekt oder oxidiert
 
  • Danke
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steidlmick

Flashaholic**
15 August 2012
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Dann schraub doch mal die Tailcap ab und Brücke Pol vom Akku und Batterierohr mit ner Zange, Schere oder ähnlichem.
Wenn sie dann an geht ist wohl der Schalter defekt oder oxidiert
Das wäre auch mein erster Verdacht, Verschleiß/verschmutzte Kontakte.
So'n Schalter ist ja ein sehr einfach aufgebautes Bauteil, das nicht für ewige Funktionsfähigkeit ausgelegt ist.

@Travis
Wenn das Überbrücken des Schalter mit einem Stück Metall nichts hilft und die Lampe dennoch verzögert reagiert, dann vermute ich defekte Kondensatoren in der Elektronik der Lampe, das kommt auch manchmal vor.
 
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8 März 2020
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Danke euch! Das Überbrücken gestaltet sich bauartbedingt (s.o.) mit nur zwei Händen schwierig. Ich bastele mir mal etwas. Gefühlt scheint es nicht am Schalter zu liegen.
 
8 März 2020
7
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Guten Abend,

ich bin weiterhin ratlos. Was habe ich gemacht:

  • Direkt Saft auf die Kontakte vom Lampenkopf - kein Fehler. LED geht (wiederholt) sofort an.
  • Batterierohr (-) gegen + Pol Akku - kein Fehler. Multimeter zeigt korrekt 4,2V an.
  • Feder im Rohr (-) über den Schalter am Batterierohr gemessen: 0,6 Ohm (Schalter auf "on").
  • (Erreichbare) Kontakte gereinigt, zusammengeschraubt - Verzögerung weiterhin +20 Sekunden.
  • Und jetzt Achtung: Lampe erneut zusammengeschraubt, etwas schräg ins Gewinde gehalten, Schalter war auf "on" - Lampe geht ziemlich wiederholsicher an. Lampe zusammengeschraubt und wieder der beschriebene Fehler.
Der eingelegte, federnd gelagerte Akku als Fehlerursache?! Kommt mir spanisch vor. Ich glaube ich hole morgen mal 1 - 2 Liter Weihwasser. Noch wer Ideen? 8|
 

repeatog

Flashaholic*
16 Februar 2014
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43
Guten Abend,

ich weiß, das klingt jetzt komisch, aber miss bitte mal, ob der Schalter vielleicht wirklich zeitverzögert schaltet, sprich klemmt und erst irgendwann später nach dem Loslassen schließt.

Gruß
Martin
 
  • Danke
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steidlmick

Flashaholic**
15 August 2012
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Direkt Saft auf die Kontakte vom Lampenkopf - kein Fehler. LED geht (wiederholt) sofort an.
Gut, damit ist die Elektronik der Lampe offenbar in Ordnung und funktioniert.
Und jetzt Achtung: Lampe erneut zusammengeschraubt, etwas schräg ins Gewinde gehalten, Schalter war auf "on" - Lampe geht ziemlich wiederholsicher an. Lampe zusammengeschraubt und wieder der beschriebene Fehler.
Falls es kein klemmender Schalter ist, wie ihn @repeatog vermutet, dann wird's schwierig und man kann nur noch raten.
Der eingelegte, federnd gelagerte Akku als Fehlerursache?!
Hast du denn noch nie einen anderen Akku probiert?
Das sollte man immer gleich zu Beginn machen, denn natürlich kann es auch am Akku liegen.

Gerade wenn es ein Akku mit Schutzelektronik ist, kann es ggf. mal eine Störung geben, elektronische Bauteile altern und der ständige Druck der Feder, der auf die Trägerplatine der Schutzelektronik einwirkt, kann auch dort zu Kontaktproblemen/gebrochenen Lötstellen führen.
Wenn es sich allerdings um eine normale ungeschützte Zelle handelt, dann halte ich es für ziemlich unwahrscheinlich, dass diese die Ursache ist.
 
8 März 2020
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das klingt jetzt komisch, aber miss bitte mal, ob der Schalter vielleicht wirklich zeitverzögert schaltet
Sehr gute Idee! Auch wenn ich jetzt fast einen Knoten in den Fingern habe... :zwinkern: Aber leider nein: Schaltet sofort.

Hast du denn noch nie einen anderen Akku probiert?
Der Akku ist mit Schutz. Aber: wie am Anfang schon schrieb - als Referenz dienten mehrfach normale AA Batterien. Und gerade noch eine eneloop... 8|
 

FrankFlash

Moderator
Teammitglied
28 Dezember 2013
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dem schönen Bayern
Für mich klingt das Problem danach, als ob der Druck des Akkus auf die Platine im Kopf das Problem auslöst.
Ich hatte ein solches Problem mal bei der Verwendung eines etwas zu langen geschützten Akkus, dass die Elektronik der Taschenlampe verrückt spielte.
Wenn es bei Dir auch mit Eneloops passiert, liegt es evtl nicht an der Länge des Akkus, aber prinzipiell an dem Anpressdruck durch die Feder im Batterierohr.
Gruß Frank
 
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steidlmick

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Für mich klingt das Problem danach, als ob der Druck des Akkus auf die Platine im Kopf das Problem auslöst.
Die Idee spukt mir auch im Kopf rum, so in der Art, dass die Platine nach jahrelangem Betrieb soweit durchgebogen ist, dass sich ggf. Lötstellen gelöst haben.
Solange die Platine nicht unter Druck steht, geht's noch und sobald der Federdruck hoch genug ist, spinnt dann die Elektronik.

Denkbar, aber wie das mit Ferndiagnosen so ist, man kann nur spekulieren...
 
8 März 2020
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mit allen drei Akkutypen gleichermaßen auf?
Ja, auch wenn ich die Zeiten jetzt nicht gestoppt habe.

Dank einem Hinweis von @Noir (der mal die V10A gestrippt hatte, Link oben) hab ich mal meinen Mut zusammengenommen und habe den Kopf teilzerlegt. Platine sieht gesund aus, kein Schmodder in den umschließenden Kontaktringen. Trotzdem alles gereinigt und mit Kontaktspray bestrichen...

...und...

kein Erfolg :weinen:
 

steidlmick

Flashaholic**
15 August 2012
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Platine sieht gesund aus, kein Schmodder in den umschließenden Kontaktringen. Trotzdem alles gereinigt und mit Kontaktspray bestrichen...
Das Problem, auf das @FrankFlash hinaus wollte, ist aber ein ganz anderes:
Durch den Druck der Federn im Batterierohr durchbiegt sich die Elektronikplatine ein wenig. Das ist normal und nicht zu vermeiden. Aber nach vielen Jahren kann es passieren, dass diese Durchbiegung der Platine zusammen mit der fortschreitenden Versprödung des Los dazu führt, dass sich einige der Lötverbindnungen lösen.
Sehen kann man das nicht, aber es kann ausreichen, dass die Elektronik spinnt, solange dieser Druck der Feder(n) auf die Platine besteht.

Du hattest ja das ganze auch ohne Federdruck getestet und dort lief die Lampe ja wohl normal. Auch das würde zu den Symptomen passen.

Ein Lösungsansatz wäre es, mal testweise alle Lötverbindungen manuell Stück für Stück nachzulöten.
 
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8 März 2020
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Das Problem, auf das @FrankFlash hinaus wollte, ist aber ein ganz anderes:
Ja, hatte ich gelesen. Und wenn ich alles zusammennehme, dürfte dies tatsächlich das Wahrscheinlichste sein. Ich werde morgen mal einen x-check machen und den Kontakt beim Brücken manuell belasten. "SMD Löten" habe ich noch nie versucht - denke daran werde ich scheitern (schon mangels Equip).

Im Zweifel wird wohl eine neue Lampe fällig - was ja auch nicht das Schlechteste ist (auch wenn ich die echt gerne hatte).

Euch allen in jedem Fall schon mal ein herzliches Dankeschön!