Strom bei NiMH AA-Akkus

Dieses Thema im Forum "NiMH und NiCd" wurde erstellt von lampensammler, 5. Mai 2016.

  1. Hallo Leute,

    ich bin gerade dabei meine ganzen AA-Akkus (alle NiMH) zu testen, um damit "Die guten in Töpchen ..." zu spielen.

    Da stellt sich mir die Frage ... wie viel Ampere sollte ein halbwegs guter AA-Akku mind. bringen ?
    Meine Akkus schwanken hier zwischen 300 mA ... und 2000 mA (2,0 A)

    Mir ist bekannt, das es auf den Verbraucher ankommt.
    Aber ich bilde mir ein, dass es unter einer gewissen Schwelle doch sicher ein Indiz dafür ist, dass der Akku nicht wirklich mehr taugt.
    Also alles was unter 600 mA liefert hab ich schon mal in die Tonne geworfen ... kann die aber gerne wieder raus holen.
     
  2. Folomov
    Du meinst wahrscheinlich die Ladung, nicht den Strom. Also Amperestunden.
    Oder nicht vielmehr zwischen 300mAh und 2000mAh (2,0 Ah)?

    Paßt schon. (Falls es sich um 600 mAh handelt.)

    Oder hast du wirklich den Strom gemessen (wenn ja, wie)?
     
  3. Falsch gedacht !!
    Ich meinte schon tatsächlich den Entladestrom.

    Ich hab den - sicherlich falsch - so gemessen wie ich auch die Spannung der Zelle messe.
    Also einfach die beiden Pole zwischen die beiden Mess-Spitzen genommen.

    Ich weiß, dass ich eigentlich einen definierten Verbraucher dazwischen hänge müsste ... z.B. eine TaLa.
    Aber ich dachte mir, dass der Innenwiederstand des Messgerätes sicher auch als ein solcher fungiert.

    Drauf gekommen bin ich, weil meine TaLa bei alles Akkus, welche durch meine Messung weniger wie 600 mA anzeigen den Dienst quittiert.
     
    #3 lampensammler, 5. Mai 2016
    Zuletzt bearbeitet: 5. Mai 2016
    mkr hat sich hierfür bedankt.
  4. Acebeam
    Ah, okido. Ich dachte, du hättest den gleichen, weit verbreiteten Fehler gemacht. :)
    Jo, stimmt. Das ist ein Indiz, dass der Innenwiderstand des Akkus ziemlich stark angestiegen ist. Der Akku ist damit ziemlich hin.
    Paßt auch. :)

    Ja, aber bei solchen Akkus mit so hohem Innenwiderstand ist dann auch meistens die Kapazität im Eimer. Also weg damit.
     
  5. Wo würdest Du dann - unabhängig von meiner 600 mA Schwelle - DEINE Schwelle zwischen "Gröpfchen u. Töpchen" legen ?

    Und wie viel Strom sollte ein sehr guter AA-Akku auf diese Weise liefern ?
     
  6. Eine sehr gewagte Methode. Wenn man das mit einem halbwegs ordentlichen Multimeter mit halbwegs ordentlichen Strippen und halbwegs ordentlichen Akkus macht, passiert nur eines: im Messgerät brennt sofort die Sicherung durch.

    Ein guter NiMH AA kann problemlos 10A liefern, und sein Kurzschluss-Strom ist noch weitaus höher.
    Wenn ich das Spielchen mit meinem Multimeter und Eneloops machen würde, könnten da bis zu 20A fließen. Da ist aber eine 16A-Sicherung drin - und die kostet 5€, also lasse ich das lieber.

    Ist der Innenwiderstand Deines Messgerätes bekannt?
     
  7. Skilhunt Taschenlampen
    Keine Ahnung welchen Innenwiederstand vom Messgerät ich habe.

    Es ist ein Voltcraft VC130-1

    Auf jeden Fall funktioniert diese Methode bei mir ganz gut.
    Also 10 A hab ich jetzt noch nicht erreicht ... aber 3 Ampere haben ein paar meiner AA-Akkus jetzt auch schon angezeigt.
    Sollte ich die Schwelle vielleicht doch etwas weiter anheben ?
     
    #7 lampensammler, 5. Mai 2016
    Zuletzt bearbeitet: 5. Mai 2016
  8. Ohne den Innenwiderstand Deines Messaufbaus zu kennen, kann man hier nur raten oder "bekannt gute" Akkus als Referenz nehmen.
     
  9. Ich möchte einfach nur wissen, bei wieviel Ampere ein Akku noch zu gebrauchen ist.
    Anders ausgedrückt ... wie realistisch ist meine selbst angenomme Schwelle von 600 mA wirklich ?

    "mkr" hat diese Schwelle bereits bestätigt ... aber ich wollte einfach noch weitere Meinungen, weil ich nicht glauben kann, dass ich als Laie mit meiner Annahme ganz blind die richtige Schwelle getroffen haben soll.
     
  10. Da gibt es keine feste Antwort. Definiere "gebrauchen". Wenn du den Akku in einen Wecker steckst, der nur 10mA zieht, ist auch ein solcher Akku noch "zu gebrauchen". Es kommt einzig und alleine auf die Anwendung an.

    Da wir aber hier letztendlich in einem Taschenlampenforum sind: Mit 600mA (Edit: Tippfehler beseitigt) ist nicht mehr viel Licht zu reißen. (Außer in einem Schlüsselbundlämpchen)
     
    #10 mkr, 5. Mai 2016
    Zuletzt bearbeitet: 5. Mai 2016
  11. Ihr dürft mit keinem Multimeter den Strom parallel zur Spannungsquelle messen.
    Da wüdest Du praktisch versuchen den Kurzschlußstrom des Akkus zu messen.
    Das hält kein Messgerät aus !!! Im besten Fall ist "nur" die Sicherung kaputt. Wenn Du Pech hast, ist auch der Messwiederstand hinüber.
    Da der Messwiderstand sehr niederohmig ist, fließt (da außer dem Messgerät kein Verbraucher angeschlossen ist) ein hoher Strom (Kurzschlußstrom). Der Messwiderstand muss ja so niederohmig wie möglich sein, damit er das Messergebniss so wenig wie möglich verfälscht. (Reihenschaltung von Messwiderstand und dem zum messenden Vebraucher/Widerstand).
    Das ist das Standardproblem bei allen Multimeter. Daher haben die Messgeräte getrennte Buchsen für die Strom und Spannungsmessung. Damit man beim umschalten nicht aus Versehen auf den Strommessbereich kommt.
    Am besten ein Zangen Strommessgerät benutzen. Da kann nicht viel schief gehen.
     
  12. Es geht hier aber nicht um 600 mAh (also eine Kapazität) ... sondern um 600 mA an Entladestrom.

    Wie auch immer ... bei mir ist das Messgerät selbst nach mind. 20 solchen falschen Strommessungen immer noch in Ordnung.
    Und ich hab auf jeden Fall durch diesen Messaufbau eine Richteisen gefunden wie ich meine Akkus beurteilen kann.
    Dann bleib ich eben bei den von mir selbst ernannten und von "mkr" bestätigten 600 mA als Entladestrom zur "Gut-Schlecht" Schwelle.
     
  13. Diesmal hab' ich mich vertippt. :) Das Gesagte gilt aber: ob 600mA genug sind oder nicht, kommt nur auf die Anwendung an. Da gibt's keine Regel, ab wann man die Akkus besser entsorgt.
     
  14. Wie schon mal jemand geschrieben hat ... nachdem wir im TaLa-Forum sind ...
    Wo würdest Du die Schwelle der Brauchbarkeit für unsere TaLa und für andere Hochstromverbraucher setzen ?
    Ich denke hier ganz aktuell an Aufsteckblitze für DSLR-Kammeras.

    Also bei meiner Spark SX5 kann ich das sehr gut sehen. Die geht erst mit Akkus welche mind. 600 mA laut meiner Messung abgeben.
    Allerdings scheint das für den "High"-Mode noch zu wenig zu sein.
    Ich muss mal weiter testen, ab wie viel Ampere (laut meiner Messung) die Akkus auch bereit sind die SX5 im High zu füttern.

    Edit ...
    1,5 Ampere sind noch zu wenig für den "High-Mode"
    3,4 Ampere sind ausreichend.
    Also liegt die Schwelle wohl irgendwo dazwischen.
     
    #14 lampensammler, 5. Mai 2016
    Zuletzt bearbeitet: 5. Mai 2016
  15. Olight Shop
    Ich würd's nicht vom Messen abhängig machen (zumal deine Meßmethode, wie andere bereits geschrieben haben, sowieso Schwächen aufweisen), sondern vom Licht.

    Wenn ein Akku (im Vergleich zu einem frischen Akku) in der gewünschten Lampe nicht mehr (oder nur noch kurz) die maximale Helligkeit bringen kann, weg damit.
     
  16. So kann man das auch machen, um die "Guten" von den "Schlechten" zu trennen.
    Jetzt leg ich mir einfach eine zeitlich Grenze wie lange die im "High" durchhalten müssen ... sagen wir mind. 15 min ?
     
  17. Auch das würde ich davon abhängig machen, wie lange High mit einem frischen/guten Akku hält.

    Ich persönlich würde einen Akku entsorgen, wenn er das nur noch die Hälfte oder weniger schafft.
     
    lampensammler hat sich hierfür bedankt.
  18. Ich entscheide das übrigens üblicherweise anhand einer Kapazitätsmessung in einem geeigneten Ladegerät (z.B. Skyrc MC3000), und zwar beim Entladen mit einem relativ hohen Entladestrom (z.B. 2A). Wenn ein Akku da nur noch auf die Hälfte der ursprünglichen Kapazität kommt, weg damit.
     
  19. Ich kann mich da nur wiederholen:

    1. Was Du da misst, ist Zufall,
    2. es gibt keine feste "richtige Schwelle",
    3. keiner kann dir sagen, wo die "richtige Schwelle" bei Deinem Messaufbau liegt, denn der "Lastwiderstand" ist unbekannt (besteht nur aus Multimeter + Messleitungen).

    Du kannst nur mit Deinem Aufbau ein paar Akkus vergleichen und ein Gefühl dafür bekommen, wo bei Deinem Aufbau die Grenze zur Brauchbarkeit für Deine Anwendung liegt.
    Und tausche besser nie deine dünnen Messleitungen gegen bessere aus.


    Seines offenbar schon. Wahrscheinlich sind Shunt und Messleitungen so hochohmig, dass der "Kurzschlussstrom" unter 3A ist.


    Ich hab unter kontrollierten Bedingungen am Lastkonstanter 2 schwarze Eneloops ein einem Akkuhalter, den ich für Akkutests vewende, getestet:
    Die bringen 9A Entladestrom und liefern dabei noch 0,9V Spannung. Leider kann der Konstanter nicht ganz bis 0V runterregeln, deswegen ist der Wert noch weit vom Kurzschlusstrom entfernt.
    Ich sage also mal: unter 5A taugt der Akku nix mehr - bei diesem Aufbau.

    Mit Zangenamperemeter komme ich im gleichen Halter auf 26-28A Kurzschlussstrom. Und das ist noch nicht mal ein richtiger Kurzschluss, weil (kurze) Messleitungen und nichtideale Kontaktwiderstände im Kreis sind.
    Wenn ich da ein Multimeter einschleifen würde, wäre der Strom über 10A, d.h. die Sicherung würde durchbrennen.
     
    Maiger hat sich hierfür bedankt.
  20. Gute Idee ... vielen Dank.

    Ja ... genau dieses Gefühl habe ich ja auch nur bekommen wollen.
    Und ... nein ... ich habe nicht vor mein Messgerät zu ändern. Warum auch wenn es funktioniert.

    Nachdem ich meine "alten" aber größtenteils eben immer noch zu augenscheinlich guten Akkus nur für den Zweck in einer Taschenlampe verwenden möchte, habe ich für mich beim Test mit der Spark SX5 jetzt einen ganz guten Anhaltspunkt gefunden.

    Alles wo die Lampe nicht mehr angeht bzw. gerade mal so ... 1000mA und weniger ... fliegt weg.
    Alles wo die Lampe auf "High" mind. einige Minuten läuft ... 3000mA und höher ... ist geeignet.
    Alles dazwischen muss sich noch beweisen.

    Bitte nicht böse sein wegen meinem ur-eigenen Messaufbau und den ermittelten Strömen, welche sicherlich alles mögliche außer korrekt sind.
    Aber wie gesagt geht es mir hierbei nur darum, meine ganze Kiste voller AA-Akkus mal aus zu sortieren und die "Spreu vom Weizen" zu trennen.

    Edit ...
    Mein Sammelbehälter für die Alt-Akku-Rückgabe füllt sich erstaunlich schnell ... sind schon wieder 2x3 Akkus in die ewigen Jagdgründe eingegangen.
     
    #20 lampensammler, 5. Mai 2016
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 9. Mai 2016
  21. Ich habe eine kleine Tabelle erstellt, aus der man den Strom bei verschiedenen Lastwiderständen und der jeweiligen Akku - Spannung sieht.
    Zur Messung, würde ich einfach den entsprechenden Last - Widerstand an den Akku anschließen. Am besten ein Zangen Amperemeter benutzen. Vielfachmessgeräte sind meist nur für kurzzeitige Messungen geeignet.

    http://www.reichelt.de/17-Watt-vert...ARTICLE=1686&GROUPID=3123&artnr=17W+VERT.+2,2

    Das gleiche auch noch für Eneloops
     

    Anhänge:

    #21 Uwe-D, 5. Mai 2016
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 9. Mai 2016
  22. Darum ist deine Vorgehensweise auch ziemlich witzlos. Ein guter Akku hat einen Innenwiderstand um 30 mOhm oder weniger und kann durchaus 10A und mehr liefern, wie schon geschrieben. In diesem Bereich mit einem Multimeter Stromstärken zu messen ist nicht nur schwierig, weil der Messbereich überschritten werden könnte (wie auch schon geschrieben), sondern weil sich der Versuchsaufbau 'merkwürdig' verhält. Das fängt damit an, daß auch die Zuleitung einen Innenwiderstand hat, der v.a. bei dünnen Kabeln 50mOhm (z.B. Krokodilklemmen) und mehr haben kann. Dazu gesellen sich die Übergangswiderstände, z.B. an den Polen, und auch die Messleitung ist bei höheren Strömen nicht perfekt, gerade bei Einstiegs-Multimetern. In Summe führt das zu völlig unbrauchbaren Messergebnissen, denn diese ungewollten Widerstände werden dann mitgemessen. Wer viel mißt, mißt viel Mist.

    Der richtige Weg ist das Messen des Spannungsabfalls. Dazu nimmt man einen Lastwiderstand, schließt darüber den Akku kurz und misst die Spannung an den Polen oder besser direkt an dem Widerstand. Über die Formel U=R*I (Ohmsches Gesetz) ergibt sicht die Stromstärke I als Quotient von Spannung und Widerstand, also I=U/R. Um leichter rechnen zu können, wählt man einen Widerstand von z.B. 1 Ohm oder 0,5 Ohm.

    Dazu eine einfache Überlegung. Der ideale Akku hat einen Innenwiderstand von null. Damit kann er theoretisch unendlich viel Strom liefern, d.h. die Spannung fällt niemals ab. Wenn er z.B. eine Leerlaufspannung von 1,3 Volt hat, hält er die auch an einem Lastwiderstand von 1 Ohm, d.h. rechnerisch sind das I=U/R also I=1,3V/1Ohm=1,3A. Das ist der theoretische Idealfall. Die Leistung P=U*I ergibt sich dann aus P=1,3V*1,3A=1,69Watt. Wenn der Lastwiderstand von 1 Ohm in diesem Fall eine Belastbarkeit von etwa 4 Watt hat, ist man auf der sicheren Seite, denn mehr als 2,25 Watt (bei 1,5V) kann der Akku an 1 Ohm nicht liefern. Bei 0,5 Ohm gilt das gleiche, aber man muß mit dem Faktor 2 rechnen können.

    Wenn ich von einem Akku erwarte, daß er z.B. mindestens 1A liefern können muß, darf die Spannung an dem Lastwiderstand von 1 Ohm nicht unter 1 Volt abfallen. Bei höheren Strömen muß man einen entsprechend kleineren Lastwiderstand wählen, z.B. 0,5Ohm, s.O.. Mit diesem einfachen Testaufbau kann man sich einen guten, ersten Überblick verschaffen, ob es sich lohnt, sich mit dem Akku überhaupt noch zu beschäftigen. Ein geladener Akku, der an 1 Ohm auf 600mV bzw. 600mA kommt (s. Eingangspost), darf gleich in die Tonne. Selbst für Spielzeug sollte es mindestens 1A sein, und solche Akkus neigen meist schon zu Selbstenladung, haben schon Kapazitätsverluste und streuen wie Sau. Eine Digital-Kamera mit 4 Rundzellen erwartet lt. Beschreibung z.B. max. 5 Watt, d.h. die Zellen müssen je nach Spannung z.B. bei 1,25V 1 A stemmen. Schaffen die Akkus bei 1A nur 1V, sind das bei 4 Stück nur 4 Watt bei 4 Volt. Das mag bei Tageslicht noch genügen, aber wenn man den Blitz anschaltet macht die Kamera die Grätsche und schaltet ab, weil die Mindestspannung von z.B. 4 Volt unterschritten wird. Ein halbwegs geladener Akku, der an 1Ohm 1,25-1,20V bringt, ist normalerweise gesund. Schafft er das auch an kleineren Widerständen, gilt das erst recht. Will man es genauer wissen, muß man die Kapazitäten mit einem geeigneten Ladegerät ermitteln. Oder man ermittelt die Entladekurven bei unterschiedlichen Belastungen. Man kann sich die Chose auch sparen und für anspruchsvolle Anwendungen gleich auf Eneloops umsteigen. Dann ist man auf der sicheren Seite.
     
    Maiger, pege, light-wolff und 2 andere Flashys haben sich hierfür bedankt.
  23. Ich glaube rein aus intuition, das bei den Messwerten was nicht stimmen kann. Weil wenn eine Ni-MH Zelle noch 300 oder 600mA an Strom liefert das ist die eigentlich Klinisch tot. Du hast ja im prinzip einen Kurzschluss produziert. Wenn der Kurzschlussstrom tatsächlich 300mA betragen SOLLTE was bringt die Zelle dann noch unter Last?

    Ich persönlich bewerte meine LSD Zellen nach Kapazität. Eneloops und co. haben nicht die neigung sich stark im Innenwiderstand zu erhöhen. Bei konventionellen NIMH Zellen kann ich dazu wenig sagen. Das ist zu lange her. Hab mal im CPF nen interessanten Versuchsaufbau dazu gesehen um den Innenwiderstand einer Zelle zu messen.
     
  24. Wenn Du das Messgerät im Strommessmodus parallel an einen Akku hängst, ist das Messgerät hinterher defekt. Mit Sicherheit ist die eingebaute Sicherung (die sichert nur den Strommesskreis ab) hinüber. Normalerweise ist aber auch der Messwiderstand (plus Leiterbahn) durchgebrannt. Da die Sicherung, auch wenn es eine flinke ist, nicht so schmell auslöst, wie der Messwiderstand durchgebrannt ist.
    Ich gehe daher davon aus, dass das Messgerät defekt (der Messwiederstand ist hochohmig), und Lampensammler "fahrkarten" misst. Der Spannungsmessbereich an seinem Messgerät wird noch funktionieren. da dieser unabhängig von der Strommessung arbeitet.
     
  25. Das hatten wir doch schon:
     
  26. Richtig. Er hat bei dieser Aktion Glück gehabt, dass die Messstrippen nichts taugen. Sonst hätte es hübsch geknallt.
     
  27. Ich habe es mir beim Aussortieren schlechter Akkus viel einfacher gemacht: Alles, wo nicht "Eneloop" drauf stand, in die Tonne.
    Die Vorgehensweise ist reproduzierbar gut ;).
     
    Adson, FrankFlash und light-wolff haben sich hierfür bedankt.
  28. Jedem Elektroniker ist das schon mal passiert. Du merkst das normalerweise gar nicht. Da, wie schon oben von mir mehrfach geschrieben raucht der Messwiderstand im millisekundenbereich noch vor der Sicherung ab.
    Bei einigen meiner Vielfachmessgeräten ist auch der Strommessbereich defekt.
    Strom wird im Service eigentlich nie gemessen, da hierzu ja eine Leiterbahn aufgetrennt werden müsste.
    Aus diesem Grund, benutzt ein Elektroniker eigentlich nie den Strommessbereich an seinem Vielfachmessgerät.
    Am besten ein Zangen Messgerät benutzen. Da kann nicht viel schief gehen.

    Gruss
    Uwe
     
  29. Ich denke die Messmethode mit einem definierten Widerstand ist eine gute und billige Lösung um die Qualität eines Akkus zu messen.
    Am besten zwei 1 Ohm Widerstände kaufen. Die kann man in Reihe (=2 Ohm) oder parallel (=0,5 Ohm) an den Akku hängen. Dann die Spannung über dem Widerstand messen. Mit der Formel I (Strom in A) = U (für Spannung in Volt) geteilt durch den Widerstand R (Ohm).
    Oder meine obige Tabelle benutzen, und du kannst einfach und genau den Strom ablesen / ausrechnen. Gleichzeitig siehst Du noch, ob die Spannung konstant bleibt, oder schnell in die Knie geht.
    Das kann man auch länger laufen lassen. Voraussetzung ist ein hochbelastbarer Widerstand (Achtung auch der wird verdammt heiß). Die Formel hierzu P(Watt) = U(V) x I (A)
    Diese Methode ist relativ genau. Wenn du noch sehen willst, ob die Zuleitung zum Widerstand ausreichend dimensioniert ist, kannst Du einfach einmal am Akku und dann am Widerstand die Spannung messen. Wenn sie gleich groß ist, sind die Zuleitungen ausreichend dimensioniert. (Kein Spannungsabfall (Widerstand) an den Zuleitungen.
     
  30. Es ist zwar schön und gut, wenn Ihr Euch hier über die richtige Methode zur Strommessung ausgiebig auslasst.
    Aber wie bereits geschrieben habe ich mittlerweile meine eigene Messmethode gefunden ... auch wenn diese nicht gerade der Vorgehensweise eines Fachmanns entspricht.
    Und auch habe ich mittlerweile meine eigenen Grenzen gefunden über welche die Akkus deutlich steigen müssen, um weiter bei mir leben zu dürfen.
    Mein Messgerät macht das - aus welchen Gründen auch immer - glücklicher Weise mit.
    Ich bin kein Elektroniker und habe auch nicht vor mich hier in die Welt der Elektronen zu verirren.
    Ich weis nur eines ... ich konnte auf diese Weise mittlerweile meine ganzen AA-Akkus um mind. die Hälfte aussortieren.
    Die übrig gebliebenen Akkus halten jetzt auch zuverlässig größeren Belastungen stand ... was früher eher eine Glücksache war.
    Von daher also für mich pers. ein Erfolg ... egal wie komisch meine Methode auch immer für einen Elektoniker oder ähnliches sein möge.

    Trotzdem finde ich die in #31 genannte Methode - gerade weil diese so einfach ist - interessant ... und werde diese wohl parallel zu meiner eigenen Methode mal in Erwägung ziehen.
    Da muss ich dann nur mal schauen, wo ich so einen Wiederstand her bekomme.

    Danke trotzdem für die zahlreichen Ratschläge.
     
    #30 lampensammler, 7. Mai 2016
    Zuletzt bearbeitet: 7. Mai 2016
  31. Dann taugt das Multimeter nix oder ist ist die falsche Sicherung drin.
    Kein Qualitätsmultimeter geht bei so einer Aktion kaputt. Einfach neue Sicherung rein und weitermessen. Gute Multimeter kann man sogar im 10A-Bereich an Netzspannung hängen - ich hab's probiert :peinlich:. Das Kurzschließen von 18650er-Zellen überlebt es ebenfalls.
     
  32. Da muss ich mir wohl mal ein "modernes" Multimeter kaufen. Was hast Du für eins ?
     
    #32 Uwe-D, 8. Mai 2016
    Zuletzt bearbeitet: 8. Mai 2016
  33. Ich bin wohl nicht der einzige mit einer skeptischen Meinung zu kritischen Strommessngen.

    http://www.michael-floessel.de/mfblog/elektronik-tipp-messen-mit-dem-digitalen-multimeter/
     
  34. Könntet Ihr mir jetzt BITTE den Gefallen tun und Euere tiefgründigen Diskussionen auf einen anderen Thread verlagern ?
    Ich konnte ja bereits meinen finalen Beitrag dazu abgeben.
    DANKE
     
    #34 lampensammler, 8. Mai 2016
    Zuletzt bearbeitet: 8. Mai 2016
  35. Die Diskussionen tragen aber alle zum Thema bei, ich wüsste also nicht, warum wir dazu einen anderen Thread bräuchten.

    Du hast die Diskussion ja schließlich angestoßen und wolltest wissen, wie Du schlechte von guten NiMH-Akkus trennen kannst. Die Beiträge könnten dabei helfen, sofern man die Vorschläge annehmen würde.

    So ein Thread "gehört" einem ja nicht und wenn der also nicht anderweitig aus dem Ruder läuft und mit unpassenden Beiträgen überschwemmt wird, gibt es keinen Grund, die Diskussion so schroff zu unterbinden.
    Wenn Dich die Beiträge dazu nun nicht mehr interessieren, steht es Dir frei, sie nicht mehr zu lesen.


    So long...


    Gruß Johannes
     
    Lichtmichl und Flummi haben sich hierfür bedankt.
  36. Vielen Dank für die Erklärung.
    Ich dachte in der Tat, dass mir als Thread-Ersteller der Thread in einer gewissen Weise "gehört" ... dieser also nur dazu dient die Frage zu beantworten.
    Deshalb war ich wohl irrtümlich tatsächlich der Meinung ... Frage zu Genüge beantwortet ... Lösung gefunden ... Haken dahinter.
    Man lernt hier eben immer noch dazu ...

    Ich werde zwar mal ab u. an noch hier in diesem Thema rein schauen ... aber nachdem das Thema schon lange nicht mehr "mein" Thema, sondern zu einem von Fachleuten geworden ist ... hat sich die aktive Anteilnahme in diesem Thema für mich tatsächlich erledigt.
     
  37. Den Widerstand gibt es in unterschiedlichen Werten (ab 1 Ohm /17W), und kostet bei Reichelt stolze 1,17€

    http://www.reichelt.de/17-Watt-vert...ARTICLE=1686&GROUPID=3123&artnr=17W+VERT.+2,2
     
  38. Ist ja lustig.
    Genauso mache ich es auch.
    Bzw. habe gemacht.
    Nur noch Eneloops im Hause...
     
    Adson hat sich hierfür bedankt.
  39. Wenn ich mir die nachfolgende Vergleichsliste anschaue, bin ich verunsichert. Die Duracell Akkus sind nicht viel schlechter wie die "schwarzen" Panasonic Eneloops. Sind die Duracell NiMH Akkus auch Eneloops?
    Eneloop ist wohl ein Markenname von Panasonic / Sanyo. Stecken z.B in den Duracell Akkus auch Sanyo Eneloops drin? OEM Fertigung ?
    Im Prinzip entsprechen doch die Eneloops selbstentladungsame NiMH's oder?


    http://www.pocketnavigation.de/2015/03/mignon-aa-akkus-test-vergleich/
     
  40. Irgendwo (hier im Forum) hatte ich auch mal gelesen, dass Fujitsu die Patente von eneloop erworben hatte. Ist euch da was bekannt? Bezüglich Vergleichbarkeit und neue Generationen?
     
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