Stresstest mit Sofirn Akku aus SP36

Dieses Thema im Forum "Lithium-Technologie" wurde erstellt von Lux-Perpetua, 6. Juli 2019.

  1. Ich habe heute die SP70 testweise mit zwei Sofirn 18650 3.000mAh @ 4.02V betrieben. Diese Akkus habe ich einer Sofirn SP36 entnommen. Die Lampe lief ca. 10min auf Höchstleistung und wurde dabei am Kopf entsprechend heiß. Die Akkus hatten nach ihrer Entnahme noch 3.64V.

    Beunruhigend ist jedoch, dass die Zellen sehr warm wurden (was aufgrund des höheren Innenwiderstands nachvollziehbar ist) und die am Kopf der Lampe anliegende Zelle am Pluspol für ca. 5min nach ihrer Entnahme einen unangenehmen, stechend-sauren, chemischen Geruch von sich gab. Optische Spuren einer Ausgasung konnte ich nicht feststellen, jedoch habe ich Zweifel, dass ein weiterer Betrieb sicher ist.

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  2. Armytek
    Hinweis von meiner Seite:

    Ich kann für die von Sofirn vertriebenen Akkus, zumindest für die 18650-Zellen (vermutlich produziert durch DLG), aus Sicherheitsgründen leider keine Empfehlung - zumindest in Verbindung mit FET-getriebenen Lampen - mehr aussprechen.

    Allem Anschein nach habe ich zusammen mit einer SP36 ein Exemplar dieses Akkus erwischt, welches unter höherer Belastung in einer Sofirn SP70 zu einem „Emergency Cell Venting“ (Notentgasung) führte. Ein weiterer Betrieb dieses Akkus hätte vermutlich einen „Thermal Runaway“ und damit einen nicht löschbaren Lithiumbrand hervorgerufen!

    Weiteres hierzu (vorerst exklusiv im BLF) unter diesem Link:
    http://budgetlightforum.com/node/67897

    Ich habe den Fall auch an @Sofirn (Barry) adressiert, damit dies ggf. mit deren Lieferanten eruiert werden kann.

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    Onkel Otto und casi290665 haben sich hierfür bedankt.
  3. Sehe ich nicht so, der markierte Punkt auf dem letzten Bild ist auf viertel, halb und dreiviertel ebenfalls zu finden und stammt vom Punktschweissen. Nur weil der obere eine Perle bildete ist das nichts besonderes. Allgemein sehe ich die Rückstände ebenfalls als Überbleibsel vom verschweissen des Pluspols.
     
  4. Acebeam
    Hallo Gerd, ich möchte dazu anmerken, dass der Akku einen stechend-sauren, chemischen Geruch von sich gab und auch die blaue Dichtungsscheibe Spuren einer Verbrennung aufweist, siehe die übrigen Bilder.

    Dass hier noch alles mit rechten Dingen zuging, zweifel ich daher stark an.
     
  5. Ja, kann schon sein daß dieser nicht einwandfrei funktionierte, aber das habe ich auch schon von Markenzellen und deren PCB's gesehen, ich würde deshalb nicht gleich den Teufel an die Wand malen. ;)
    Daß die 3000er Sofirn nicht die Besten sind wissen wir ja alle...
     
  6. Die Zellen sehen auch grottig geschweißt aus. Bis wie viel A sind die Zellen freigegeben?

    Generell scheint man bei den 18650er Sofirn Zellen nicht die aller erste Wahl zu verbauen. Wenn man neue Zellen aus einer SP36 gleichmäßig läd (XTar VC4), dann hat man zwar ungefähr die gleiche Spannung am Anfang, aber teilweise bis 0,15V Differenz zwischendrin. Waren auch alle unterschiedlich fertig. In Reihe sind die Zellen somit gar nicht zu empfehlen! Soetwas hatte ich bei Markenzellen noch nie!
     
  7. Es handelt sich allem Anschein nach um Zellen von DLG, auch wenn ich die Codierung (noch) nicht zuordnen kann. DLG ist ein kleiner chinesischer Akkulieferant. Leider konnte ich bislang keine Tests dieser Zellen finden. Auch Henrik ("lygte-info.dk" bzw. "HKJ") hat sich noch nicht an den von Sofirn vertriebenen Zellen versucht.

    http://www.dlgbattery.cn/en/upload/2016-08/12/DLGyuanzhuxing.pdf

    Ich gehe davon aus, dass der "Sofirn 18650 3.000mAh" Akku ein Modell aus der ICR-Reihe ist und einen maximalen Entladestrom von 2C zulässt, d.h. bis zu 6A.
     
    #7 Lux-Perpetua, 8. Juli 2019
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 8. Juli 2019
  8. Somit ist erstmal klar, wesswegen die die Zellen den Strom nicht vertragen haben.

    Bei ordentlichen Zellen sollte das aber nicht passieren. Hier ist ja meist der Innenwiderstand limitierend und lässt gar nicht viel mehr Strom zu.
     
  9. Man darf nicht vergessen, dass es eine Lampe von 80 Euro ist.Bei richtig hochwertigen Akkus wäre die Lampe teurer geworden.
    Die wenigen Schwachstellen könnten in einer neuen Version verbessert werden.
     
  10. Nur zur Klarstellung: Es handelt sich bei dem womöglich defekten Akku nicht um einen 26650 der mit der SP70 geliefert wurde sondern um einen 18650 aus einer anderen Lampe ! ;)

    Deswegen wären die Beiträge darüber an anderer Stelle wohl auch besser aufgehoben...

    Gruß
    Carsten
     
    Onkel Otto und Gray Matter haben sich hierfür bedankt.
  11. Das hier besprochene Problem hat eigentlich gar nichts mit der SP70 zu tun, und gehört eigentlich in einen extra Thread...

    Dennoch sollten Akkus sicher sein und nicht einfach abrauchen. Egal ob teuer oder günstig. Bei Leistung kann man Abstriche machen. Bei Sicherheit nicht!
     
  12. Korrekt, der defekte Akku entstammt der SP36, wurde nur zu Testzwecken in der SP70 wieder Adapterhülle benutzt.

    Da bin ich ganz bei Dir. Ich war mir selbst etwas unsicher, wo dieses Thema am besten hineingehören könnte, zumal ich (noch) keinen separaten Thread dazu eröffnen wollte. Vielleicht kannst Du mit den anderen vom "Team" da eine passende Lösung finden? Danke! :thumbup:

    Viele Grüße
    Thomas
     
  13. Adelina (@Sofirn) war so freundlich und hat den Fall an Barry weitergeleitet. :thumbup: Barry wird dies wiederum mit dem "Product Department" besprechen. Aus deren Sicht handelt es sich um eine nicht gut verarbeitete Zelle vom Lieferanten.
     
  14. Da die beanstandete Zelle aus einer SP36 (also eine 18650) stammt, sollte der Titel nochmal überarbeitet werden. Denn die dort genannte SP33 hat ja ein anderes Akkuformat (26650)
     
  15. Olight Shop
    @Dachfalter: Den Wunsch habe ich schon an @casi290665 adressiert. ;) Der Thread hier wurde durch die Moderation erstellt.
     
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