Steckdosen funktionieren noch, Beleuchtung nicht.

Dieses Thema im Forum "Die Kantine" wurde erstellt von Heiopei, 16. Dezember 2016.

  1. leider kann ich nur sehr vage Angaben machen, aber evtl. kann mir dennoch jemand weiterhelfen bzw. eine Vermutung anstellen woran es liegen könnte. Folgendes Szenario: In zwei Teilabschnitten des Hauses funktioniert urplötzlich keinerlei Beleuchtung mehr, die Steckdosen hingegen liefern noch Strom. Die Sicherungen sind alle drin. Wie gesagt, es gab keine besonderen Vorkommnisse, von jetzt auf gleich war keine Beleuchtung mehr einzuschalten.
     
  2. Gib's zu, Du hast doch nur alle Birnen rausgedreht, um Deine Taschenlampen mal wieder richtig einsetzen zu können.
    Die Steckdosen brauchst Du natürlich, um die Akkus wieder nachzuladen.

    ;)


    Gruß Johannes
     
    Kafuzke hat sich hierfür bedankt.
  3. Ich würde die Sicherungen obwohl sie auf an sind, einmal ein und aus schalten.
    Manchmal hat eine Sicherung ausgelöst, aber der Schalter ist immer noch in der "an" Stellung.
    Wenn Du nicht vom Fach bist, und davon gehe ich mal aus, sonst hättest Du sicher nicht gefragt, würde ich aber lieber die Finger von der Elektrik lassen. Netzspannung ist nicht zu unterschätzen. Lebensgefahr !!!
    Der Elektriker wird sich wohl zuerst mal den Sicherungskasten vornehmen. Das ist immer das einfachste. Da könnte eine Sicherung defekt sein, oder sich ein Kabel gelockert haben.
    Wenn da alles OK ist, kommst er wohl nicht darum herum, Verteilerdosen (wenn es welche gibt) zu öffnen, und dann Stück für Stück zu schauen, ab wo keine Spannung mehr anliegt. Oftmals hat sich eine Schraubverbindung gelockert.
     
    #3 Uwe-D, 16. Dezember 2016
    Zuletzt bearbeitet: 16. Dezember 2016
    Corsaer und Heiopei haben sich hierfür bedankt.
  4. Acebeam
    Eigentlich haben Zimmer ja immer eine Sicherung, über die sowohl die Steckdosen als auch der Strom für die Lampen läuft (ist das bei Dir auch der Fall?). Daher sollte bei Problemen mit der Sicherung, beides ausfallen. Ein kurzes Ein- und Ausschalten der Sicherung kostet ja keine Zeit, daher würde ich das trotzdem wie Uwe geschrieben hat, kurz machen. Wäre ja blöd, wenn wir rumspekulieren und das das Problem beseitigt.

    Interessant wäre noch zu wissen: Wohnst Du da schon länger oder erst seit kurzem (weißt daher nicht, ob das schon mal der Fall war).

    Ich würde eher vermuten, dass was mit den Kabel der Lampen nicht korrekt ist. Seltsam ist, dass mehrere davon betroffen sind, die auf unterschiedlichen Stromkreisläufen liegen (wenn ich es richtig verstanden habe). Sind die Lampen bei Dir alle das selbe Modell oder sind es komplett unterschiedliche, die nicht laufen?
     
    Heiopei hat sich hierfür bedankt.
  5. Ja, ich weiß, klingt doof:

    Schon mal die Lampen selber gecheckt?

    Wir hatten mal einen ähnlichen Fall, da sind durch einen scheinbar wirklich sehr kurzen Spannungsstoß (die trägen Sicherungen hatten nicht ausgelöst) drei Trafos auf einmal kaputt gegangen.

    Ich würde daher erst mal prüfen, ob überhaupt Strom an den Lampen ankommt.

    Allerdings würde ich auf Basis Deiner Beschreibung empfehlen, einfach mal den Elektriker kommen zu lassen...
     
    Corsaer und Heiopei haben sich hierfür bedankt.
  6. Das hatte ich auch schon und würde ich als erstes mal prüfen. Das darfst du auch ohne Elektriker zu sein.

    Das kann so sein, muß aber nicht.
    Genauso oft wird Beleuchtung zusammen gelegt sein und die Steckdosen separat, oder Mischmasch. Je nachdem wie alt das Haus ist.
    Heutzutage ist es teilweise Vorschrift, hängt vom Bundesland (oder Netzbetreiber???) ab, daß raumweise Steckdosen und Beleuchtung getrennt abgesichert ist. Also pro Raum je eine Sicherung (eigentlich heißt das Ding Leitungsschutzschalter) für Steckdosen und eine zweite für Beleuchtung.

    Fazit: Wenn der erste Tip mit aus- und wiedereinschalten der Sicherung nicht hilft, such dir bitte jemand, der sich damit auskennt. "Strom gefährdet Ihre Gesundheit".
     
    Heiopei und Uwe-D haben sich hierfür bedankt.
  7. ...ich kann mich den anderen nur anschliessen: Prüfe die Sicherungen ! Und wenn da nix ist - geh zum Elektriker...

    ...aus eigener Erfahrung (ehemalige Wohnung in einem Haus aus den 30er Jahren) kann ich sagen, dass es gerade bei der Elektrik wohl Zeiten (und Leute) gab (gibt es wohl immer noch) in denen man meinte man könne alles selber machen...

    ...meine Elektrik war in der Wohnung so verkorkst, da musste ich erstmal das Radio einstecken und auf laut drehen um am Sicherungskasten dann nachzuvollziehen welche Sicherung für den Raum zuständig ist ---- besonders Witzig war dann, dass auch die Hofbeleuchtung über den Anschluss meiner Mietwohnung gelaufen ist (und das auf einem Hof mit Pferdestall wo das Licht teilweise stundenlang gebrannt hat)...

    ...bei mir kamen auch die Abstrusesten Absicherungen zu Tage -- Licht von Raum 1 ist mit Steckdose von Raum 2 abgesichert; Licht Raum 2 hängt am Backofen ????? ...
     
    Heiopei hat sich hierfür bedankt.
  8. Birne tauschen
    Sicherung an aus
    Lichtschalter betätigen
    Wenns immer noch dunkel bleibt---- Elektriker

    Gruß Xandre
     
    Hausmeister hat sich hierfür bedankt.
  9. Schau mal in den Sicherungskasten ob dort ein einzelner Schalter ist der nach unten zeigt. Dabei handelt es sich um einen FI Schalter der bei geringsten Potential auslöst. Wenn er eine rote Lampe hat die leuchtet hat er ausgelöst und Du kannst in wieder nach oben stellen. Es kann nichts passieren wenn Du in wieder einschaltest. Normaler Weise sind Steckdosen immer extra abgesichert und haben mit der Beleuchtung nichts zutun (Vorschrift)
     
    Heiopei und Hausmeister haben sich hierfür bedankt.
  10. Keiner hat bisher den FI erwähnt... nicht nur die kleinen Sicherungen können die Ursache sein, die Steckdosen können auch an einem anderen FI-Kreis hängen. Das sind die Elemente, meist weit unten, die eine Test-Taste haben. Zum Teil sind die auch in separaten Gehäusen unterhalb des eigentlichen Schaltkastens.

    Im eingeschalteten Zustand mal den Testknopf drücken, dann MUSS der FI rausfliegen, ansonsten alles ausschalten und den Elektriker holen. Falls das ein richtig alter Bau ist, kannst Du auch weitere sehr große Schraubsicherungen haben, die evtl. durchgeknallt sind.

    Bei meinem Vater gabs in nem Altbau so eine Steckdose... mit ner Flex dran flog immer der FI, am gleichen Kreis hingen aber auch Waschmaschine, Trockner und eine Gefriertruhe, und Trockner und WM gleichzeitig einschalten dann flog die Sicherung raus. Inzwischen gibts da neue und mehr Leitungen :thumbup:


    Tante Edith sagt: Mäh, nu war ich doch zu langsam mit dem FI...
     
    Heiopei und Hausmeister haben sich hierfür bedankt.
  11. ...stimmt, wenn man einem Laien was erklärt dann sollte man alle Punkte korrekt einbeziehen :thumbsup:

    ...auch beim FI... ...die meisten meinen zwar mit "Sicherung" sowohl FI als auch Sicherung ,aber so wäre es dann wirklich korrekt...
     
  12. Nun ja, da ein FI einen ebensolchen Hebel hat, wie die Leitungsschutzschalter auch, und ich jemandem erklären will, er solle mal alle Sciherungen raus und wieder rein machen, dann unterschlage ich schon mal den FI. Zumal es dann noch etwas mehr Nachdenkens erfordert, warum er nämlich raus gefallen ist. Wie der Name schon sagt, Fehlerstromschutzschalter. Es fließt also ein Fehlerstrom, in der Regel von ca. 30mA, ich habe aber auch schon einige andere lustige Konstrukte gesehen. Einschließlich derer in meiner Hütte, zumindest zu dem Zeitpunkt als ich sie gekauft habe..
    Wie war noch die Aussage des Verkäufers: Da ist sogar schon ein FI drinnen. :thumbsup:
    Der Zählerkasten war aus Holz, am FI hing nur der Elektroherd (hat man früher durchaus so verschaltet), alle Kabel waren Flachleitungen, deren Isolierung sich beim ankucken schon in Wohlgefallen aufgelöst hat.

    War aber nicht so schlimm.
    Ich sagte nur: Der Mist kommt eh alles raus.:thumbsup:

    So nebenbei noch erwähnt, habe ich danach dann FI's von ABB eingesetzt. Ein paar Jahre später war dann ein Rückruf genau dieser Baureihe. Ich bei ABB angerufen: "Kann ich diese selbst austauschen und sie schicken mir dann ein paar neue?" - "Um Gottes Willen, bla bla bla". Auch dass ich Elektro-Ing. bin und von dem Krempel doch ein paar Grundkenntnisse habe, hat die Dame nicht von ihrer ablehnenden Haltung abgebracht.
    Ich hatte dann die Faxen dicke und habe welche von Hager eingebaut. Die habe ich gemessen, die lösen schon unter 30mA aus.
    Die alten ABB sind bei 80 oder 90mA erst geflogen.

    Zwei Wochen nach dem Austausch ist übrigens meine Tochter, damals so 2 Jahre alt, irgendwann gekommen: "Papa, Aua" und hält mir ihren Finger hin. Ich mir nichts dabei gedacht, auch nicht als 2 Stunden später der FI draussen war (da hatten wir das bemerkt). FI wieder rein, geflucht und die Spülmaschine, lief damals, dafür verantwortlich gemacht.
    Ein paar Wochen später ist mir die Sache dann gedämmert, meine Tochter herbeizitiert. "Wo hast du Aua am Finger bekommen?" Sie geht ins Büro und zeigt auf eine Steckdose. Ein Glück, daß ich damals die FI's zeitnah ausgetauscht hatte.

    Was will ich damit sagen, mit Strom keinen Quatsch machen.
    Fehlerstromschutzschalter müssen regelmäßig überprüfft werden, glaube alle halbe Jahre soll man mal die Prüftaste drücken.
    Wenn man gar keinen Plan hat, was ja nicht schlimm ist, dann vielleicht auch mal über einen E-Check, den bietet das Elektrohandwerk an, machen lassen...
     
    #12 urausb, 16. Dezember 2016
    Zuletzt bearbeitet: 16. Dezember 2016
    Michaels und Heiopei haben sich hierfür bedankt.
  13. Sehr oft, hängt die Beleuchtung nicht an einem Fi.
     
  14. vielleicht sollte Heiopei doch mal was zum haus und zur e-anlage sagen, ehe hier im trüben gerührt wird.
    ansonsten gilt schon das gesagte .... sicherungen prüfen, beleuchtungsmittel prüfen und bei keiner diagnose einen e-mann oder e-frau zur hilfe holen
     
    Heiopei hat sich hierfür bedankt.
  15. Olight Shop
    Ich habe schon mehrfach festgestellt, dass es sehr sinnvoll ist, die Verschraubungen an Leitungsschutzschaltern nachzuziehen. Hierzu auch ein netter Bericht.

    http://www.ifs-ev.org/archiv/literatur/das_elektrohandwerk_18-2015.pdf

    Daher ist es schon empfehlenswert, wenn ab und zu, sich ein Elektriker die Hausinstallation anschaut.
     
    Heiopei hat sich hierfür bedankt.
  16. klarer fall: da hat jemand den flashaholic feature button des hauses gedrückt :D
     
  17. Klingt für mich, als wäre für eine Phase die Schmelzsicherung durchgebrannt. Das sind die Porzellandinger zum Reinschrauben.
    Oder ein Kabel im Klemmenkasten ist abgefallen/abgefault.

    Durchaus möglich, dass Steckdosen und Licht auf unterschiedlichen Phasen liegen.
     
    Heiopei hat sich hierfür bedankt.
  18. danke für den Input und keine Sorge; ich veranstalte bestimmt keine Experimente und werde nen Fachmann drauf gucken lassen, zumal es sich nicht um meine Wohnung oder Haus handelt, sondern um ein halböffentliches Gebäude.
     
  19. In welchem Bundesland? In Bayern ist mir das noch nicht untergekommen ;)

    Ah, öffentliches Gebäude also. Manchmal versteckten sich dort weitere Sicherungskästen :D
     
    #19 capei, 16. Dezember 2016
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 16. Dezember 2016
  20. Die Frau hat vermutlich völlig korrekt gehandelt:
    Anhang A der VDE 1000-10:
    Jede Elektrofachkraft gilt nur für das Gebiet, auf dem sie ausgebildet wurde, als solche und für andere Gebiete als elektrotechnischer Laie. ;)

    Anekdote am Rande: vor einigen Jahren kamen wir vom Wochenende in die Wohnung der Freundin (Mietbunker mit geschätzt 20 Parteien). Kühlschrank war aus, Herd ging nicht mehr ein paar Lampen waren aus. Sicherungen waren jedoch alle drin. Messung ergab, daß bereits am Hauptstrang des Sicherungskastens in der Wohnung eine Phase fehlte.

    Nach ein wenig Suchen fiel mir ein, daß vor ein paar Tagen jemand im unteren Stockwerk neu eingezogen war. Hausverwaltung informiert... Das Ende vom Lied war eine angebohrte Hauptleitung zu unserer Wohnung. Die Elektriker haben dann einen Kabelkanal über drei Stockwerke mit einer neuen Leitung durch das Treppenhaus gelegt...
     
    #20 schopi68, 16. Dezember 2016
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 16. Dezember 2016
  21. Jep, sie hat zumindest nicht ganz Unrecht (nach alter Normenlage hat sie Unrecht, nach neuer, dank EU, eher Recht).
    Man kann es aber auch übertreiben:
    Vor ein paar Jahren war der Fingerabdruckleser meiner Gira Haustürklingel defekt.
    Ich das Teil ausgebaut und zu Gira geschickt. Kam postwendend wieder zurück, mit der Bemerkung dass das Teil von einem zugelassenem Installateur eingeschickt werden muß.
    Der Unterschied ist dabei, daß das Teil ausschließlich mit Schutzkleinspannung läuft.
    Das war ein Riesendrama bis ich das Teil repariert bekommen habe.
     
  22. Aber nach den dicken Schmelzsicherungen gucken darf auch der Laie. Sogar wechseln. Ersatz gibt's im Baumarkt.
     
  23. damit es noch erkennbarer wird, was für ein Laie ich auf dem Gebiet bin, wie finde ich ohne Schaltplan und vernünftige Beschriftung heraus, welche Schmelzsicherung ich tauschen muss? Sind ca. 30 von den Teilen im Sicherungskasten, einfach alle der Reihe nach ausprobieren?
     
  24. Wenn es solche sind, such mal ob du eine findest, bei der das "Auge" fehlt oder etwas weiter heraushängt.
     
  25. Schmelzsicherung2.jpg

    damit es evtl. etwas leichter wird, habe ich mal ein Bild von den betreffenden Schmelzsicherungen eingefügt. Sind doch keine 30, sondern nur 24.
     
  26. Kräftig belasten und mit dem IR-Thermometer messen. Wo kein Strom fließt bleibt es kalt.
     
  27. die einzelnen sicherungshalter haben ja vorn ein rundes fenster, oft aus glas. dort mit einer tala reinschauen, ob die von Maiger genannten plättchen fehlen oder schief hängen. stellst du sowas fest, ist diese sicherung hinüber. die plättchen haben je nach sicherungsstärke unterschiedliche farben.
     
  28. Kannste mit Duspol in dem kleinen Loch prüfen
     
    MultiChris hat sich hierfür bedankt.
  29. ...heutzutage wird oft der Lichtkreis schon separat abgesichert, damit im Falle eines Geraetefehlers das Licht noch leuchtet. In einem (halb-?)oeffentlichen Gebaeude wohl erst recht. Ich halte in diesem Fall auch eine durchgebrannte Sicherung fuer warscheinlich!
     
  30. @Heiopei, was war nun der Fehler?
     
    Hausmeister hat sich hierfür bedankt.
  31. ...zwei Leute, ein Gedanke --- genau die Frage wollte ich nun auch mal stellen, oftmals sind es ja abstruse Sachen die man dann im Falle eines Falles (wenn man selbst mal eine solche Sitautaion hat) prüfen oder prüfen lassen kann...
     
  32. Hier in nem Ost-Ziegelbau aus den 60er Jahren, in dem die Elektrik, bis auf die Sichewrungskästen, noch DDR-Standard (zumeist mit Aluleitungen) ist hatten wir das auch mal. Der Fehler wurde vom herbeigerufenen Elektriker als Schmorschaden HINTER dem Sicherungskasten verortet und innerhalb 10 Minuten repariert.
     
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