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Serienstreuung bei günstigen Luxmetern am Beispiel des LX1330B

Visionär

Flashaholic*
7 Juli 2013
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Moin liebe Freunde der exakten Messungen,

lange Zeit habe ich es für überflüssig gehalten, mir ein Luxmeter zu kaufen. Da ich den Bericht über meine LX70 jedoch gerne um Luxmessungen ergänzen möchte, musste nun ein preiswertes Luxmeter in akzeptabler Qualität her. Meine Wahl fiel schließlich auf das, hier im Forum häufig erwähnte, Modell LX1330B. Nach dem Lesen von forests sehr informativem Luxmeter-Check habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie groß wohl die Serienstreuung bei günstigen Luxmetern ist. Auslöser dafür war der in Post #8 des besagten Threads beschriebene, hochsensible Vorgang des Kalibrierens eines Luxmeters.
Lange Rede, kurzer Sinn, ich babe gestern Nacht mal drei neue LX1330B (mit der Aufschrift Dr. Meter) unter meiner Esstischlampe (dimmbare Hängelampe mit Philips EcoClassic 53W E27 230V) verglichen.


Messaufbau und Durchführung

Um zu gewährleisten, dass die Messsonden jeweils exakt gleich ausgerichtet sind, habe ich zunächst meine Schreibtischunterlage mit Malerkrepp fixiert. Auf die schwarze Unterlage klebte ich anschließend den, zuvor aus einem weißen Blatt Papier ausgeschnittenen, Umriss der Messsonde. Auf diesen Umriss habe ich die Sonden wärend der Messungen gelegt. Die Hängelampe war die einzige Zimmerbeleuchtung.
Die drei Luxmeter wurden zur besseren Unterscheidbarkeit mit farbigen Klebepunkten markiert (Rot, Grün, Blau). Zwischen den einzelnen Messungen habe ich sie jedesmal ausgeschaltet, den Sensor abgedeckt und die Sonde von ihrem Platz genommen.

full



Ergebnisse

Luxmeter1. Messung2. Messung3. Messung
LX1330B Rot249 Lux248 Lux249 Lux
LX1330B Grün245 Lux244 Lux245 Lux
LX1330B Blau251 Lux251 Lux251 Lux



  • Die Reproduzierbarkeit der Messwerte jedes der drei Luxmeter ist sehr gut.
  • Abweichungen von einem Lux sind wohl eher Zufall, da der Luxwert während der Messungen häufig leicht geschwankt hat (um 1 Lux).
  • Bei entsprechend heller Umgebung zeigen alle drei Geräte auch mit abgedeckten Sensoren jeweils ca. 0,1 Lux an.


Fazit

Die Ergebnisse meines kleinen Vergleichs sind natürlich nicht repräsentativ für die Serienstreuung des LX1330B. Dafür müssten viel mehr Geräte verglichen werden. Lediglich das grüne Luxmeter fällt etwas aus der Reihe, jedoch sind die Unterschiede IMHO sehr gering. Evtl. sollte ich den Vergleich in einem höheren Messbereich wiederholen, damit mögliche Unterschiede deutlicher hervortreten.
 
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Photon

Flashaholic**
8 Juni 2012
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Da ich mir endlich mal ein eigenes Luxmeter kaufen wollte, habe ich mal vergangenes Jahr einen Vergleich mit dem Gossen Mavolux B USB (gültig kalibriert) von meinem Brötchengeber und je einem PCE 172/ PCE 174bei verschiedenen Spektren -Sonne/bewölkt/Leuchtstofflampe 6500 K/Halogenlampe/LED - gemacht.
Die Abweichungen waren vor allem den bei wenig kontinuierlichen Spektren, wie Leuchtstoff/LED so stark, daß ich beide mit den Meßergebnissen zurückgeschickt habe. Der nächste Kandidat wird das HT-309 sein.
Gruß
Volker
 
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Da ich mir endlich mal ein eigenes Luxmeter kaufen wollte, habe ich mal vergangenes Jahr einen Vergleich mit dem Gossen Mavolux B USB (gültig kalibriert) von meinem Brötchengeber und je einem PCE 172/ PCE 174bei verschiedenen Spektren -Sonne/bewölkt/Leuchtstofflampe 6500 K/Halogenlampe/LED - gemacht.
Die Abweichungen waren vor allem den bei wenig kontinuierlichen Spektren, wie Leuchtstoff/LED so stark, daß ich beide mit den Meßergebnissen zurückgeschickt habe. Der nächste Kandidat wird das HT-309 sein.
Gruß
Volker

Moin Volker,

unter anderem haben mich Deine hier beschriebenen Erfahrungen und der Luxmeter-Check von forest dazu bewogen, ein günstiges Luxmeter zu kaufen. Aus den bisher hier im Forum geschilderten Erfahrungen ergibt sich IMHO kein Vorteil von mittelpreisigen Geräten (wie dem PCE-172) gegenüber günstigen Schätzeisen. Das kalibrierte Gossen ist natürlich ein Traum und über jeden Zweifel erhaben. :thumbup:
Ich habe mich von dem Anspruch verabschiedet, präzise absolute Werte messen zu können. Wichtiger erscheinen mir eine gute Reproduzierbarkeit der Messergebnisse eines bestimmten Gerätes sowie die geringe Serienstreuung eines Modells. Wäre es nicht gerade in Deiner Lage (mit dem Gossen in Reichweite) ausreichend, ein günstiges Gerät mit guter Reproduzierbarkeit der Werte zu kaufen? Du könntest doch die prozentualen Abweichungen vom Gossen bei verschiedenen Spektren ermitteln und die Werte zukünftig rechnerisch korrigieren. Oder mache ich hier einen Denkfehler?

Besonders interessant finde ich, inwiefern die Messergebnisse verschiedener User vergleichbar sind, die sich für das gleiche günstige Luxmeter-Modell entschieden haben.
 

Photon

Flashaholic**
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Bei mechanischen und elektrischen Meßmitteln bin ich, zumindest seit Ende des Taschengeld- Zeitalters, ein Verfechter von (noch vernünftig!) gut. Brauche das Zeug auch häufig und habe die Möglichkeit, alles an gutem, kalibrierten Material gegenzuprüfen.
Logisch kann ich mit einem Schätzeisen aus der Baumarkt-Liga mit Korrekturfaktoren arbeiten, dann darf das Teil aber keinen Linearitätsfehler :eek: haben. Das war das 2. Problem von den PCE's. Ein Meßbereich verhielt sich, als wäre eine Klemmdiode über dem Eingang. Dann paßte zum nächsten Meßbereich der Wert nicht mehr, obwohl der innerhalb der Anzeigeauflösung fast gleich sein sollte---ergo witzlos. Bei meinen Ulbrichtkugeln habe ich die Sensoren auch selbst "verbrochen". und es bedurfte einiger Klimmzüge, um bei verschiedenen Spektren genaue Lumenwerte zu bekommen. Auch da war "amtliches" Material avantes 3648 incl. U-Kugel in Reichweite. Die Wiederholgenauigkeit bei Luxmessungen in den unteren Stufen der gut geregelten Lampen, eingespannt und ausgerichtet im Kugelkopf ist ~1%.

Gruß
Volker
 

Visionär

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Inzwischen habe ich meine drei LX1330B Luxmeter nocheinmal unter einer warmweißen LED-Lichtquelle verglichen. Zum Einsatz kam diesmal meine Schreibtischlampe mit einem LED-Leuchtmittel (E27-Sockel) von Samsung (2700 K Herstellerangabe). Bei diesem Test konnte ich absolut keine signifikanten Unterschiede zwischen den Messgeräten feststellen. Die Luxwerte schwankten während jedes einzelnen Messvorgangs etwa um 10 bis 20 Lux. Daher war ich mir unsicher, welchen Wert ich letztendlich aufschreiben sollte. Alle Messwerte lagen Zwischen ca. 1700 Lux und ca. 1730 Lux. Da die Lampe sehr dicht über der Sensor-Schablone positioniert war, änderten sich die Messwerte bereits durch eine sehr geringfügige Verschiebung der Sensoren. Außerdem hatte das Gefühl, dass die Messwerte (unabhängig vom jeweiligen Messgerät) mit zunehmender Brenndauer der Lampe (Erwärmung?) stetig leicht gesunken sind.

Im Übrigen zeigen alle drei Luxmeter auch mit abgedeckten Sensoren geringe Luxwerte an. Wird der Sensor zusätzlich abgeschirmt (z.B. mit der Hand), zeigt die Anzeige auch im kleinsten Messbereich 0 an. Hält man den abgedeckten Sensor näher an eine Lichtquelle, steigen die Werte. Offensichtlich sind die Sensorabdeckungen nicht hundertprozentig lichtundurchlässig. Beim "grünen" LX1330B ist mir dieses Phänomen nur als erstes aufgefallen, da es sich bei diesem Gerät etwas stärker bemerkbar macht.

Insgesamt bin ich von dem LX1330B sehr positiv überrascht. Ich hätte mit einer deutlichen Serienstreuung gerechnet. Nun wäre noch ein Vergleich mit einem kalibrierten Gossen interessant. ;)

Ein Manko des Modells LX1330B soll hier nicht unerwähnt bleiben. Der gummiartige Kuststoff-Schutzrahmen, der die Geräte umgibt, dünstet einen wirklich abartigen Geruch aus. Ob diese Auffälligkeit als bedenklich einzustufen ist (Stichwort Weichmacher), kann ich nicht beurteilen. Angenehm ist es jedenfalls nicht... ich werde den Rahmen einfach weglassen...
 
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