Ich hab den Artikel vor ein paar Tagen gelesen (bin schon seit locker 30 Jahren C't Abonnent und hatte auch mal die iX). Der Artikel hat bestätigt, was ich vorher schon wusste: Diese Dinger sind totaler Unsinn. Die ganz billigen sind technisch ziemlich schlecht (keine Schnelladeprotokolle, schlechte Effizienz, starke Spannungseinbrüche schon bei schwacher Last, z.B. 11,1V bei 18V am 12V Ausgang), die besseren kommen schon ohne Akkuzellen nahe an die Preise von sehr guten Powerbanks im Sonderangebot ran. Gute Akkuzellen sind teuer und man zahlt am Ende mehr als für eine brauchbare Powerbank. Getestet wurde nur mit niedrigen Leistungen (10W und 18W), es ist anzunehmen, dass die Übergangswiderstände der Federn in den Akkufächern bei höherer Leistung zu weiter schlechterer Effizienz führen und nach etwas Alterung nicht nur das, sondern möglicherweise sogar zum Sicherheitsproblem werden. Das Problem haben "normale" Powerbanks nicht, da hier die Kontakte punktverschweisst sind und auch die Zellen selektiert.
Was den Umweltaspekt anbetrifft halte ich das nicht für realistisch. Bis die Akkuzellen hinüber sind, ist auch die Technologie so weit überholt, dass die niemand mehr weiterbenutzen will. Mein älteste Powerbank lebt immer noch und ist jetzt 10 Jahre alt. Die hat nur USB A Ports und kann nur mit Micro USB aufgeladen werden. Dabei war die damals extrem modern und konnte schon Quick Charge 2.0 - ich schätze nur deshalb ist die überhaupt noch in Benutzung, denn mit 5W maximaler Leistung machst Du heute nix mehr.
Ich halte das ganze Konzept für Unsinn. Es gibt heute so gute Powerbanks für so wenig Geld, dass man sich das halbgare Gebastel nicht antun muss.
Da muss ich Dir leider wieder sprechen, den ich hatte 2 halbwegs gute Powerbanks, die zusammen nichtmal 3 Jahre gehalten haben. Beide von Anker mit 10000mAh und das ist ja nicht gerade Chinaschrott. Die erste war nach einem Jahr schon defekt und das hat sich angekündigt dadurch, das sie nach 4 Wochen ohne Benutzung schon zur Hälfte leer war, also zurück gegeben. Ersatz bekommen und war Anfangs zufrieden bis die dann auch nach ca.1,5 Jahren anfing mit dem selben Problem und kurze Zeit später gestorben ist.
Schlußfolgerung war- Hier liegen Akkus rum für die ich keine Verwendung habe. Habe mir erst eine Einschacht für 26650er gekauft, für 3 oder 4 Euro bei Ali und hate die ständig im Gebrauch, bis sie mir runtergefallen ist. Danach gleich 2 Tomo gekauft für 26650, da mir die Größe und Gewicht egal ist für unterwegs und ich was standfestes haben wollte. Die zweite benutze ich auf Arbeit zum gleichzeitugen laden meiner Arbeitslampe, da die lange an einem Ort steht. Zuhause dient die Tomo als Beleuchtung am Morgen oder abends in der dunklen Jahreszeit, da ich früh aufstehe und nur ein wenig Licht haben will um mir Kaffee zumachen oder wie jetzt am Handy zusitzen. Dafür steckt eine USB Lampe von Xiaomi drin und ich kann die Powerbank hochkannt stellen wie eine kleine Nachttischlampe. Jetzt brauchte ich ein neues Ladrgerät für 21700er Buttontop Akkus, also hab ich mir auch das Xtar PB2SL geholt, da ich die Akkus nicht in mein Lii 500 reinbekomme und ich zusätzlich noch neue 21700 Sofirn Akkus habe, so das ich sie auch gleich als Powerbank nutzen kann.
Ich finde, wer eh schon reichlich Akkus übrig hat, ist mit solchen Powerbanks gut bedient und sie machen da mehr als Sinn. Das sie vom Wirkungsgrad schlechter sind mag sein, wenn ich aber die fertigen ständig nachladen muss, da sie einen höheren Eigenverbrauch im unbenutzten Zustand haben, komme ich besser bei weg wenn ich meine vollen Akkus aus dem Kühlschrank nehme, einsetze und sofort mit dem Ding los kann ohne erst wieder nachladen zu müssen. Brauch mir halt über den Füllstand keine Gedanken machen und sicherer ist es auch.
Einziger Kritikpunkt den ich an der Xtar habe ist: Sie lädt mein Handy nur mit 1,6A bei 9V, anstatt der angegebenen 2A. Vielleicht liegt es am Kabel, was aber das originale ist.
