[Review] XTAR Walrus D08 (Kaltweiße HighCRI-Tauchlampe mit Nichia NV4W144AMT)

Dieses Thema im Forum "Xtar" wurde erstellt von Dagor, 12. Mai 2018.

  1. Moin Leute,

    XTAR hat mir netterweise eine Walrus D08 Tauchlampe zum Testen geschickt. Das "Walross" ist als Foto- und Videolampe (insbesondere für Taucher) gedacht, aber die D08 funktioniert natürlich auch an Land. Als Foto-/Videolampe hat sie ein sehr breites und relativ gleichmäßiges Lichtbild und eine gute Farbwiedergabe. Zusätzlich zum weißen Licht, gibt es auch noch eine relativ kräftige rote LED. Bedient wird sie mit einem Seitenschalter und einem Selektorring in der Tailcap. Um sie an Kameras befestigen zu können, hat sie auf der Unterseite ein Stativgewinde. Außerdem hat sie einen Gummiring mit einer Öse zur Befestigung eines Lanyards. Diese Öse lässt sich auch als Schutz für den Seitenschalter verwenden, wenn sie an die richtige Stelle gedreht ist.

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    Technischen Daten (Herstellerangaben):
    LEDs Nichia NV4W144AMT und Cree XP-E2 rot
    Stromversorgung 4x 18650 (4x 3500Ah mitgeliefert)
    Betriebsspannung 3,0 - 4,2 V
    Leuchtstufen 2 + rot + SOS
    High 2000 Lumen, 4,1 h
    Low 900 Lumen, 8,16 h
    Lichtstärke 395 cd
    Reichweite 40 m
    CRI 95
    max. Tauchtiefe 100 m
    Stoßfestigkeit 1 m
    Länge 150 mm
    Kopfdurchmesser 57mm




    Geliefert wird das "Walross" stattdessen in einem schicken Transportkoffer aus Nylon(?) mit einem Pappstreifen, als Kartonersatz für die Beschriftung. Das gefällt mir ganz gut. Kartons fliegen eh nur nervig im Weg rum.

    IMG_0904_0906_case.jpg


    IMG_0910_case_detail.jpg

    Lieferumfang:

    - XTAR Walrus D08
    - vier geschützte 18650er Akkus mit 3500 mAh
    - XTAR MC4 Ladegerät
    - USB-Kabel
    - USB-Netzteil (Hersteller "Sunlight Electronics", max 2,1A, mit TÜV-Süd-Kennzeichnung)
    - Lanyard
    - Mikrofasertuch
    - Anleitung
    - drei Ersatzdichtungsringe
    - Transportkoffer

    IMG_0912_case_inside.jpg
    IMG_0917_case_inside2.jpg


    LEDs:

    XTAR setzt bei der Walrus D08 auf eine sehr interessante LED, die ich bisher noch nie in einer Taschenlampe gesehen habe: die Nichia NV4W144AMT. Laut XTAR-Webseite hat sie einen CRI von 95. Auf Nachfrage wurde mir mitgeteilt dass die R9050-Version verbaut ist. Nichia gibt die LED mit einem Ra von mindestens 90 und einem R9 von mindestens 50 an.

    Außerdem ist noch eine rote Cree XP-E2 verbaut.

    Beide LEDs sitzen auf einem flachen weißen "Reflektor" unter einer konvexen Linse. Die weiße LED ist zentriert, die rote LED sitzt etwas weiter außen.

    IMG_0946_LEDs.jpg

    Batterierohr / Tailcap:

    Auch weiter hinten geht es ungewöhnlich zu. Auf den ersten Blick sieht das Batteriefach für die vier 18650er relativ normal aus, aber es unterscheidet sich in mehreren Details von den meisten anderen Lampen.
    Der Minuspol der Akkus wird über die mittlere Feder mit der Stange in der Mitte des Batterierohrs verbunden. Der Pluspol über das Gehäuse und eine sechste Feder (unten im Bild) wieder mit der Tailcap um diese auch mit Spannung zu versorgen. Die Kommunikation zwischen Tailcap und Lampenkopf zur Steuerung der Lampe findet per Infrarot statt. Links in der Tailcap sieht man eine Photodiode (?) und rechts eine IR-LED. Im Lampenkopf sitzen entsprechend ebenfalls eine Photodiode (?) und eine IR-LED in tiefen Löchern des Batterierohrs. Dies sorgt für einen Standbystrom von ca. 4 mA. Ein drittes Loch (oben im Bild) ist für den Führungsstift, der sicherstellt, dass sich die Tailcap nicht verdrehen kann. Daher wird die Tailcap auch nicht auf das Batterierohr geschraubt, sondern nur aufgesetzt und dann mit dem Ring am Ende des Batterierohrs festgeschraubt.

    Außer diesen Besonderheiten gibt es auch noch einen mechanischen Verpolungsschutz (Flattop-Akkus funktionieren daher in der Lampe nicht). Da die Akkus parallel geschaltet sind ist es aber möglich, die Lampe mit nur einem, zwei oder drei Akkus zu betreiben.

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    Das Walross versucht mit seiner Tailcap zu kommunizieren. (Foto aus digitalem Nachtsichtgerät, daher die gruselige Bildqualität, die man sonst nur von Kartoffeln kennt)



    Bedienung:

    Bedient wird die Lampe mit einem Seitenschalter am Lampenkopf und einem Selektorring in der Tailcap. Der große Seitenschalter steht 6mm aus der Lampe hervor und lässt sich daher auch sehr gut mit dicken Handschuhen finden. Mit ihm wird die Lampe ein- und ausgeschaltet. Außerdem gibt es eine Sperrfunktion (5x schnell den Seitentaster drücken um die Sperre zu aktivieren bzw. zu deaktivieren). Über dem Schalter (eigentlich eher ein Taster) befindet sich ein Statusdisplay aus drei blauen LEDs. Diese zeigen im Betrieb den groben Akkustand an:
    3 LEDs: > 75%
    2 LEDs: 50-75%
    1 LED: 16-50%
    alle LEDs blinken: < 16% (laut Hersteller ca. 30min Restleuchtdauer)

    Wenn die Spannungs- oder Datenverbindung zur Tailcap unterbrochen ist, der Lampenkopf aber mit Spannung versorgt wird (Pluspol-Kontakt an der Tailcap unterbrochen oder IR-Verbindung blockiert), lässt sich die Lampe nicht benutzen. In diesem Fall blinkt nur eine der Status-LEDs panisch.

    IMG_0989_Display.jpg
    Drei LEDs: Akkus noch min. 75% voll



    Mit dem Selektorring an der Tailcap lassen sich die Leuchtstufen wählen:
    - R = rot
    - H = high
    - L = low
    - O = off (Standby)
    - SOS = S O S

    Eine winzige Markierung an der Seite zeigt, welche Leuchtstufe gerade gewählt ist. Da sie aber nur schlecht zu erkennen ist, bringt sie recht wenig. In der Praxis ist es daher sinnvoller den Ring ganz nach links oder rechts zu drehen und sich daran zu orientieren.

    Etwas irritierend ist, dass man trotz Selektorring keine Leuchtstufen vorwählen kann. Die Lampe startet immer auf high. Das hat die Vorteile, dass man nicht aus Versehen ein SOS-Signal sendet und dass die Lampe auch angeht, wenn der Ring auf "O" steht, so dass man immer schnell an Licht kommt, wenn es nötig ist. In der alltäglichen Nutzung ist dieses Sicherheitsfeature aber eher verwirrend.

    Erschwerend kommen ein paar Firmware-Bugs dazu. Wenn man die Lampe z.B. mit dem Ring auf "L" einschaltet und dann auf "O" dreht, bleibt die Lampe an, obwohl sie auf Standby schalten sollte.

    Ein zweiter Bug sorgt manchmal dafür, dass die Lampe im Low-Modus direkt wieder auf volle Leistung hochschaltet. In Kombination mit der winzigen Markierung hat das den Effekt, dass man sich nie so richtig sicher ist, in welchem Modus die Lampe eigentlich gerade sein müsste.

    Außerdem hatte ich beim Herumspielen mit der Lampe zweimal die Situation, dass sie auf nichts mehr reagierte und aus blieb. Ich bin mir relativ sicher, dass es nicht die weiter oben beschriebene Lock-Funktion ist, habe aber noch keine Möglichkeit gefunden, diesen Fehler gezielt zu reproduzieren. Möglicherweise war es aber doch nur die Lockfunktion.

    XTAR ist jedenfalls über diese Bugs informiert und arbeitet an der Fehlerbehebung.

    IMG_0959_Selektorring.jpg

    Temperaturregelung:

    Die Walrus D08 verfügt über eine dynamische Temperaturregelung. Wenn der Lampenkopf eine außen eine Temperatur von 50°C erreicht hat, dimmt die Lampe über mehrere Minuten langsam runter. Wenn man die Lampe kurz aus- und wieder einschaltet, startet sie wieder mit etwas mehr Leistung. Wie viel mehr scheint Temperaturabhängig zu sein. Bis die Lampe herunterdimmt dauert es aber eine ganze Weile, da das schwere Gehäuse viel Wärmeenergie aufnehmen kann. Selbst bei 24° Lufttemperatur läuft die Lampe fast 20 Minuten relativ konstant auf high.

    Temperaturregelung.png
    Regelungsverhalten im High-Modus bei einer Lufttemperatur von ca. 24°C ohne jegliche Kühlung


    Laufzeit:

    Wenn die Lampe in kühlem Wasser liegt, muss die Regelung gar nicht eingreifen. Stattdessen läuft die Lampe 2 Stunden und 20 Minuten nahezu konstant mit voller Helligkeit durch. (Der kleine Sprung bei ca. 1:50 könnte mein Fehler sein. Die Lampe lief in einem relativ kleinen Behälter und bei 25° Wassertemperatur habe ich warmes Wasser ablaufen lassen und kaltes nachgefüllt)
    Nach diesen 2 Stunden und 20 Minuten dimmt die Lampe über die nächsten 2 Stunden relativ gleichmäßig auf ca. 10% herunter. Dort bleibt sie ca. eine Stunde, bevor sie im Laufe einer halben Stunde auf ca. 2-3% runterdimmt. Wie lange dieser Notfallmodus läuft, weiß ich nicht. Nach 2 Stunden war der Speicher meines Luxmeters voll und ich musste die Messung nach insgesamt 8 Stunden abbrechen.

    Laufzeitdiagramm.png
    Dieses Regelungsverhalten finde ich durchaus sinnvoll. Man hat etwa 2,5 Stunden, in denen man die Lampe mit konstanter Leistung als Tauch-Foto/Video-Lampe nutzen kann und dann noch genug Zeit um in Ruhe auftauchen zu können. Und auch wenn man die eigentliche Laufzeit der Lampe deutlich überschreitet, lässt sie einen nicht ganz im Dunkel sitzen, sondern funzelt tapfer weiter.


    Helligkeitsmessungen:

    Im Ceiling-Bounce Vergleich mit dem 1000-Lumen-Modus der Imalent DT70 und dem 1700 Lumen-Modus der Acebeam K60 komme ich auf etwa 1600-1700 Lumen auf High und 800-850 Lumen auf Low. Da sich das Lichtbild der D08 aber deutlich von denen der DT70 und K60 unterscheidet, weiß ich nicht, wie genau diese Schätzung ist.

    Etwas verlässlicher ist meine Lichtstärkenmessung. In einer Distanz von 6,11 m habe ich 28,5 lx gemessen. Das entspricht einer Lichtstärke von 1060 cd und einer theoretischen Reichweite von 65m.


    Lichtbild:

    Das Lichtbild vom Walross hat keinen wirklichen Spot, ist aber auch nicht ganz gleichmäßig sondern eher mittenbetont und wird nach außen dunkler. Auffällig ist außerdem, dass es nach außen hin wärmer bzw. gelb-oranger wird. Ich habe daher bei meinem Whitewallshot sieben Stellen markiert, oberhalb von denen ich Beleuchtungsstärke und Farbtemperatur ermittelt habe. Der Abstand zur Wand beträgt 50cm und der Radius des Lichtbilds bis zum Rand zwischen den Messpunkten 6 und 7 beträgt 60cm

    1 2 3 4 5 6 7
    Beleuchtungsstärke 3350lx 2900lx 2200lx 1700lx 1100lx 370lx 30lx
    Farbtemperatur 7300K 7300K 6900K 6300K 5600K 5000K 4400K

    IMG_0974_high.jpg
    High


    IMG_0976_low.jpg
    Low


    IMG_0975_rot.jpg
    Rot (am Rand sieht man, dass die LED nicht zentriert sitzt)



    Da die Lampe für die Fotobeleuchtung im Nahbereich gedacht ist, habe ich versucht, das mit einem Beamshot möglichst gut nachzustellen:

    Brennweite: 10mm mit APS-C Sensor
    ISO 800, f/4, 1/50s
    Weißabgleich in Adobe CameraRaw: Tageslicht-Preset (5500K, +10)

    IMG_0980_Brennweiten.jpg
    Rote Beschriftung: Bildwinkel mit verschiedenen Brennweiten für APS-C Sensoren
    Grüne Beschriftung: Bildwinkel mit verschiedenen Brennweiten für Kleinbild-Sensoren

    Für ein 10mm Ultraweitwinkel ist der Leuchtwinkel etwas zu klein, aber schon ab 12mm hat man eine vernünftige Ausleuchtung. Obwohl das Licht vor allem in der Mitte ziemlich kühl ist, gefällt mir die Farbwiedergabe sehr gut. Auch Kaltweiß-Fans bekommen hier mal vernünftige Farben zu sehen.

    IMG_0980_D08.jpg
    XTAR Walrus D08


    IMG_0981_S42.jpg
    Astrolux S42 Quad Nichia 219C



    Pluspunkte:
    - tolle Farbwiedergabe (vor allem für kaltweißes Licht)
    - angenehmes Lichtbild für den Nahbereich (hängt natürlich vom Einsatzzweck ab)
    - lange Laufzeit auf voller Helligkeit
    - dynamische Temperaturregelung
    - kein PWM-Flimmern
    - gute Verarbeitung
    - Stativgewinde
    - gute Haptik
    - ordentlicher Lieferumfang

    Minuspunkte:
    - Firmwarebugs (die will XTAR aber beheben)
    - etwas irritierende Bedienung
    - kaum erkennbare Markierung für den Selektorring
    - ungleichmäßige Farbtemperatur
    - Lanyard-Öse an Gummiring (wird eventuell später noch geändert)
    - SOS-Funktion morst in Einzelbuchstaben "S O S O S O S ..." statt zusammenhängender SOS-Signale


    Fazit:

    Die XTAR Walrus D08 ist eine sehr interessante Lampe, die jedoch leider auch ein paar Macken hat. Ich hoffe, XTAR bekommt die Firmwarebugs schnell behoben. (Bis dahin würde ich mit der Anschaffung der Lampe jedenfalls noch warten) Wenn die beseitigt sind, bleiben nur kleinere Kritikpunkte, an die man sich gewöhnen kann. Dafür begeistert das Walross mit dem schönsten Kaltweiß, das ich bisher gesehen habe.

    Außerdem hoffe ich, dass wir die Nichia NV4W144AMT auch noch in anderen Lampen sehen werden. :thumbup:



    PS: Wenn ihr Fehler findet oder ich irgendwas vergessen habe: gerne per PN Bescheid sagen - es ist doch etwas später geworden als geplant. :eek: Jetzt muss ich erstmal dringend schlafen. :sleeping:
     
    #1 Dagor, 12. Mai 2018
    Zuletzt bearbeitet: 14. Mai 2018
    paddyie, Thomas W, casi290665 und 21 andere Flashys haben sich hierfür bedankt.
  2. Armytek
    Was wird da Preislich aufgerufen?
    Weiß man das schon?
     
  3. So spontan habe ich sie bei einem britischen Händler für 170€ und bei Ebay für 190 und 200€ gefunden:
    https://www.torchdirect.co.uk/xtar-professional-range/xtar-walrus-d08-led-diving-torch-kit.html
    https://www.ebay.de/itm/New-XTAR-D0...lashlight-with-XTAR-MC4-Charger-/332485821664
    https://www.ebay.de/itm/Xtar-D08-Wa...phing-Flashlight-Torch-Full-Kit-/202300360601
     
  4. Acebeam
    Danke für die Vorstellung dieser interessanten Lampe. Warum hat XTAR keine blaue LED eingebaut?
     
  5. Wenn man alle verbauten LEDs zählt, sind die blauen sogar am zahlreichsten vertreten: ;)
    - 3 blaue Status-LEDs
    - 2 interne IR-LEDs
    - 1 weiße Haupt-LED
    - 1 rote Sekundär-LED

    Aber ich habe keine Ahnung, warum vorne keine blaue (oder grüne) LED drin sitzt. Ich vermute mal, dass man blaue und grüne LEDs für diesen Anwendungsbereich für unnötig gehalten hat. Die rote LED ist laut XTAR dazu gedacht, scheue Tierarten nicht zu verjagen. (Also könnte man sich vermutlich mit rotem Licht an sein Motiv "anschleichen" und dann zum Fotografieren schnell auf weiß wechseln)

    Wozu bräuchte man blaues Licht denn an einer Unterwasser-Foto-/Video-Lampe?
     
  6. Viele Unterwasserlebewesen fluoreszieren, wenn sie mit blauem Licht beleuchtet werden. Taucher verwenden blaues Licht und ein Gelb- bzw. Orangefilter an der Kamera, um sehr schöne Bilder zu machen.
     
    Dagor hat sich hierfür bedankt.
  7. Ein interessanter Ansatz, den ich so noch nie gesehen habe.
    Interessant wäre jetzt noch, wie hoch der Preis dafür ist, d.h. Standbyverbrauch von Tailcap und Lampenkopf.

    Da dachte ich mir: kann nicht sein mit 4x 18650...
    ... aber so ist klar, wie die 4,1h zustande kommen.

    Könnte man evtl. durch ein strukturiertes Frontglas verbessern, ohne die Abstrahlcharakteristik nennenswert zu beeinflussen.

    Ist der mechanisch oder elektronisch? Sieht eher mechanisch aus, d.h. Flattop-Zellen gehen nicht (außer evtl NCR GA).
     
  8. Hast du eine Idee, was der Vorteil dieser Lösung sein könnte? Ist das einfacher/günstiger als zusätzliche elektrische Datenleitungen?

    Das hatte ich sogar schon gemessen und dann vergessen ins Review zu schreiben. :facepalm:

    Dafür war dieser lustige Aufbau:
    IMG_0971_1200.jpg

    Im Standby braucht der Lampenkopf 2,5 mA und die Tailcap 1,4 mA. Das ergibt also zusammen einen Standbystrom von ca. 4 mA.

    Edit: hier stand erst 2,5 und 10mA. Das kam mir etwas hoch vor, deshalb habe ich nochmal (mehrfach) nachgemessen. Keine Ahnung, was beim ersten Versuch falsch lief.

    Wenn man den Lampenkopf alleine misst und dieser keine Verbindung zur Tailcap aufbauen kann, braucht er 6,2 - 6,7mA. Dabei blinkt eine der Status-LEDs. In einer vergleichbaren Situation begnüngt sich die Tailcap mit 2,7 mA.


    Bei meiner Messung werden 10% der Maximalhelligkeit sogar erst nach ca. 5h und 20min unterschritten.


    Den Vorschlag werde ich weiterleiten. :thumbup:


    Richtig, Flattops funktionieren in der Lampe nicht.
     
    #8 Dagor, 12. Mai 2018
    Zuletzt bearbeitet: 12. Mai 2018
    light-wolff hat sich hierfür bedankt.
  9. Hallo, super Lampenvorstellung! Ich habe die Lampe hier auch vor mir und kann die Fehler, die Du beschreibst, reproduzieren. Kann man die firmware später selbst flashen oder muss man das Ding einsenden?

    Noch ein Tipp für die Gummilasche: ich denke auch, dass die auf Dauer ausreissen könnte - mit einem zweiten Kordelstopper kann man sie aber trotzdem nutzen: als Schalterschutz und als Bändsel-Gleichrichter zugleich :)

    [​IMG]
     
    Dagor hat sich hierfür bedankt.
  10. Da man die Lampe nicht einfach per USB an einen Computer anschließen kann, kriegt man das selbst wohl kaum hin. Es wäre zwar theoretisch denkbar, dass das über IR gehen könnte, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man das bei der Entwicklung der Lampe berücksichtigt hat. Ich schätze eher, dass neue Lampen einfach ab einem gewissen Zeitpunkt mit der neuen Firmware ausgeliefert werden. Ich habe XTAR gebeten, mir dann mitzuteilen, ab welcher Seriennummer die Lampen die neue Firmware bekommen. Dann werde ich auch mal nachfragen, ob die alten Lampen irgendwie gepatcht werden können.
     
  11. Was für ein tolles Review!! Daumen extra-hoch !!

    Tolle Lampe auch!

    LG Holger
     
  12. Hui, das ist recht viel. Bei 4P 3500mAh = 14000mAh dauert es damit 4-5 Monate, bis die Akkus komplett leer sind.

    Vielleicht. Sonst hätte man eine Leitung von hinten nach vorne legen müssen - was aber kein Problem wäre, weil die Platine in der Tailcap sich beim Zuschrauben nicht dreht und durch den Metallstift sehr exakt positioniert wird.
    Aber, Moment mal, da gibt es doch schon einen Kontakt per sechster (kleinerer) Feder, die lt. Text oben der Spannungsversorgung der Tailcap dient - was ich aber nicht ganz verstehe, denn Minus gibt's an der Tailcap eh und Plus kommt über den zentrales Stift ebenfalls. Also könnte man doch über die kleinere Feder die Kommunikation realisieren. So betrachtet wäre die IR-Verbindung zwar eine nette technische Spielerei, aber eigentlich nur komplexitätsteigernder (fehleranfälligerer) Schnickschnack.
     
  13. Nee, der zentrale Stift ist Minus. Das braucht man ja auch vorne. ;)
     
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