Review XTAR TZ20 Platoon

Dieses Thema im Forum "Xtar" wurde erstellt von realtree, 29. Dezember 2017.

  1. Anmerkung: Die Lampe wurde auf Anfrage durch XTAR für eine Review zugestellt. Besten Dank an Anna von XTAR für die Zustellung und Abwicklung.

    Die TZ20 von XTAR gibt es seit ca. 2009 – das erste Modell hatte nur eine Leuchtstufe mit einem max. Output von 240 Lumen und war mit einer Cree XR-E LED bestückt. Über die Jahre wurden verschiedene Modifikationen vorgenommen - bis hin zur heutigen Version.

    Lieferumfang

    Die TZ20 Platoon wird in der zurzeit bei XTAR aktuellen weissen Box mit blauer Aufschrift ausgeliefert. Der Lieferumfang beinhaltet die Lampe mit Edelstahl-Clip und Wegrollring, einen geschützten 18650er Akku mit 3500 mAh, eine schwarze Nylon Tasche, ein USB-Ladekabel mit Ladegerät (MC1), Remote Switch (Fernbedienung), eine Montagehalterung für den taktischen Einsatz für eine Picatinny Schiene inkl. Inbuss Schlüssel (möglicherweise ein Problem in Deutschland – falls nicht Dual-Use), XTAR Lanyard, 2 O-Ringe und einen Ersatzendkappenschalter mit Gummikappe sowie zwei Bedienungsanleitungen in Englisch (Lampe und Ladegerät).

    [​IMG]
    XTAR TZ20 Platoon - Lieferumfang (Bild Verfasser)

    [​IMG]

    XTAR TZ20 Platoon - Remote Switch (Bild Verfasser)

    [​IMG]
    XTAR TZ20 Platoon - Ersatzteile (Bild Verfasser)

    Aussehen

    Die matt glänzend, schwarze Lampe ist in einem klar strukturierten Design gestaltet. Der Lampenkopf mit einem glatten, relativ tiefen Reflektor, hat einen maximalen Aussendurchmesser von 34mm, während das Batterierohr mit 25.4 mm deutlich dünner ist. Der Reflektor wird mit einer vergüteten Glasscheibe abgedeckt. Am unteren Ende des Lampenkopfes befinden sich 3 Kühlrippen.

    [​IMG]
    XTAR TZ20 Platoon (Bild Verfasser)

    [​IMG]
    XTAR TZ20 Platoon (Bild Verfasser)

    Die eckige Kontur am Lampenkopf verhindert einerseits das Wegrollen, andererseits wirkt sie unterstützend um mit dem Bezel (wellenförmigem Kopfabschluss) eine Scheibe etc. einschlagen zu können. Die Tailcap hat ein Kronen Design und ist Tailstand fähig. Die ausreichend grosse Öse für das Lanyard befindet sich im sogenannt taktischen Ring (Wegrollschutz).

    [​IMG]
    XTAR TZ20 Platoon (Bild Verfasser)

    Mit einer Länge von 143mm und einem Gewicht von 120g (ohne Akku) ist die Lampe für die Grösse eher im unteren Mittelbereich anzusiedeln. Die Lasergravur mit dem Namensschriftzug der Herstellerfirma und Modellbezeichnung ist sauber ausgeführt.

    [​IMG]
    XTAR TZ20 Platoon - die Feder ist versilbert bzw. silberplattiert (Bild Verfasser)

    Am Heck befindet sich der Schalter (tactical Forward-Clicky). Dieser wird von einer Gummiabdeckung geschützt, welche einen Durchmesser von ca. 13mm besitzt.

    [​IMG]
    XTAR TZ20 Platoon - Tailcap-Gewinde ist nicht anodisiert und somit kein Lockout (Bild Verfasser)

    Die Anodisierung ist ohne Fehlstellen und die Verarbeitung hinterlässt generell einen qualitativ hochstehenden Eindruck.

    [​IMG]
    XTAR TZ20 Platoon - Vergleich Olight Warrior M22 / XTAR TZ20 Platoon / Klarus XT11S (Bild Verfasser)

    Beleuchtung – die LED


    Die TZ20 PLATOON ist mit einer Cree XM-L2 U2 LED in cool-white bestückt, die mittig eines glatten Reflektors zentriert ist. Die eingebaute Treiberelektronik holt aus der LED gemäss Hersteller 840 Lumen und eine Reichweite von bis zu 200m raus. Die TZ20 PLATOON ist gemäss meiner Recherche nur in dieser Lichtfarbe erhältlich.

    [​IMG]
    XTAR TZ20 Platoon - LED (Bild Verfasser)

    [​IMG]

    XTAR TZ20 Platoon - Lampenkopf (Bild Verfasser)

    [​IMG]
    XTAR TZ20 Platoon - Lampenkopf demontiert (Bild Verfasser)

    Clip

    Der Edelstahl Clip sitzt fest an der Lampe und lässt sich bedingt durch das Design nur in einer Position montieren bzw. wird durch den Wegrollring (eigenes Gewinde) gesichert.

    Bedienung

    Der Schalter sitzt am Lampenende und hat einen etwas schwammigen Druckpunkt mit hörbarem Klickgeräusch. An/Aus einmal kurz betätigen. Die einzelnen Leuchtstufen werden durch das (Halbdurch-)Drücken des taktischen Endkappenschalters (im ausgeschalteten Zustand) nacheinander durchgeschaltet bzw. ausgewählt. Die Lampe besitzt ein Mode Memory, welche allerdings erst nach etwa drei Sekunden wirkt. Vor dieser Zeit bewirkt das erneute einschalten eine Änderung des Leuchtmodus um eine Stufe.

    [​IMG]
    XTAR TZ20 Platoon - Leuchmodi und Laufzeiten (Tabelle Verfasser / Daten Hersteller)

    Gemäss Hersteller gibt es auch ein Modell mit der XTAR-patentierte DIY (do it yourself) Programmiermöglichkeit wo man den eigenen Modi festlegen kann. Bei diesem Modell ist dies nicht möglich oder zumindest habe ich nicht rausgefunden wie das funktionieren soll.

    Akku und Ladefunktion

    Betrieben wird die TZ20 PLATOON mit einem 18650er Li-Ion Akku. Einen USB Anschluss oder ähnlich für eine interne Ladefunktion besitzt die Lampe nicht. Im Lieferumfang ist aber ein Ladegerät von XTAR (MC1) sowie ein USB Kabel. Der Hersteller gibt an, dass die Lampe auch mit 17670 und 18700 Akkus (diese Grössen sind mir nicht geläufig) kompatibel ist.

    [​IMG]
    XTAR TZ20 Platoon - Ladegerät mit Akku und USB Kabel (Bild Verfasser)

    [​IMG]
    XTAR TZ20 Platoon - Beamshot (Bild Verfasser)

    [​IMG]
    XTAR TZ20 Platoon - Technische Daten (Tabelle Verfasser / Daten Hersteller)

    Fazit

    Die kompakte und robuste TZ20 Platoon ist wie von XTAR gewohnt tadellos und mit überzeugenden Materialien verarbeitet. Sie hat eine ordentliche, wenn auch nicht überragende Leistung, eine gute Regelung und soweit gut abgestimmte Leuchtstufen. Das mitgelieferte Zubehör, die Tasche und die Ersatzteile sind grosszügig bemessen und decken eigentlich alles ab. Die Lampe ist zudem schön griffig und auch gut ausbalanciert.

    Die Bedienung hingegen hat mich weniger angesprochen. Gerade als Jäger mit der Fernbedienung bzw. auf der Waffe im Einsatz (selbstverständlich nur wo dies gesetzlich auch erlaubt ist, wie z. B. bei uns in der Schweiz), würde ich über die Remote Switch nur ein einfaches an/aus bevorzugen. In der Hitze des Gefechtes bzw. systembedingt kann man ungewollt ein wildes Geblinke (Strobe Modus) auslösen. Was ich auf der Jagd eher als suboptimal ansehe. Auch die fehlende Feder im Lampenkopf sehe ich bei einer taktischen Lampe als Nachteil. Besteht doch die Gefahr, dass durch den Rückstoss bei der Schussabgabe der Kontakt zum Akku vorübergehend unterbrochen werden könnte.

    Den täglichen Einsatz über die letzten Tage hat die Lampe aber gut gemeistert. Weder Wasser noch tiefe Temperaturen konnten die Funktion in irgendeiner Weise beeinträchtigen. Auch die Sturz- und Schlagfestigkeit hat die Lampe bewiesen.
     
    #1 realtree, 29. Dezember 2017
    Zuletzt bearbeitet: 29. Dezember 2017
    beamwalker, Duke, TimeLord und ein weiterer Flashy haben sich hierfür bedankt.
Die Seite wird geladen...
  1. Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren, diese deiner Erfahrung anzupassen und dich nach der Registrierung angemeldet zu halten.
    Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden