Review XTAR H1 Commander, Kopflampe, AA/14500, mit roter LED, XP-G2

Dieses Thema im Forum "Xtar" wurde erstellt von buwuve, 6. Oktober 2013.

  1. XTAR hat mir freundlicherweise zwei Lampen für Reviews zur Verfügung gestellt.
    Den Test der UL1 findet ihr hier.

    Es ist die eine neue Kopflampe mit dem Namen H1 Commander. Es ist die AA/14500 Variante, aber es gibt auch noch das Schwestermodell H2 für CR123/16340.

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    Lampe: XTAR H1 Commander in schwarz
    Maße: 23mm x 97mm, Gewicht: ca. 53g
    Material: Aluminium, HA III
    LED, Modi: Primär LED CREE XP-G2 R5, 4 Modi (ANSI Lumen): Turbo (330Lm) – nur mit 14500 Li-Ionen Akkus erreichbar, High (120Lm), Mid (60Lm), Low (3Lm), Intensität: 2820cd (Turbo), 1060cd (High)(Herstellerangabe)
    Sekundär LED: CREE 5mm LED in rot 3 Lumen oder SOS Blinken mit 3 Lumen
    Sonstige Daten: Ultra Clear tempered Glas Linse mit Anti-Reflektions Beschichtung, OP Reflektor, GITD O-Ring, IPX8, Sturzresistenz 1,5m, Reverse Clicky
    Besonderheiten: Zwei LEDs. Die rote ist gut für den Nachteinsatz geeignet
    Zubehör: Edelstahl Klipp, Kopfband, Minilanyard, Ersatz-O-Ring.
    Lieferumfang: Blisterverpackung, Lampe, aufgeführtes Zubehör, Anleitung, Garantiekarte

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    Seit einiger Zeit kann man bei XTAR auf der Homepage seine Produkte checken lassen. Zum einen erfährt man mit der 11 stelligen Serienummer einige Informationen. Diese hier werden bei der H1 gezeigt:
    Model: XTAR H1
    LED: CREE XPG2 R5
    Reflector: Orange Peel Reflector
    Color: Black
    Version of Warranty Card: English
    Sales Region: Europe
    Sales Country: Germany

    Weiterhin gibt es das Antifake Siegel. Das ist immer auf den gelben Aufklebern zu finden und wird von einer grauen Schicht verdeckt, die man wegkratzen kann. Wenn man diese 18-stellige Nummer bei XTAR auf der Homepage eingibt erfährt man, ob es ein bei XTAR produziertes Produkt ist. Dieses Siegel befindet sich auf allen Produkten, die seit Dezember 2012 verkauft werden. Hier sind ein paar davon: Auf der Verpackung des UL1, der H1 direkt auf dem WP2 II Lader.

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    Mit dieser Lampe und dem Schwestermodell H2 etabliert XTAR auch Produkte im Kopflampensegment. Beide Lampen sind von den technischen Werten her identisch bis auf die Akkuart, mit der sie betrieben werden. Die H1 (diese stelle ich vor) läuft mit normalen AA Ni-MH Batterien bzw. Akkus, aber auch mit 14500 Li-Ionen Akkus. Die H2 läuft mit 16340 Li-Ionen Akkus oder CR123 Batterien.
    Sie wird in einer Blisterverpackung geliefert, die einmal zugetackert ist. Man muss sie also nicht zerstören, um an die Sachen zu kommen, was ich immer ganz praktisch finde.
    Die Zubehörteile sind: Ein Kopfband, ein schon montierter Klipp, ein Ersatz O-Ring sowie ein Minilanyard. Noch zusätzlich in der Verpackung ist eine Garantiekarte und eine Bedienungsanleitung in englischer Sprache.

    In der Bedienungsanleitung findet man alle technischen Daten, die Funktionen und einige kleine Abbildungen. Trotz der geringen Größe (ca. 1x DinA4 einseitig bedruckt), ist sie übersichtlich und enthält auch alle Information bezüglich Garantie.

    Um die Lampe im Kopfband nutzen zu können muss man den Klipp entfernen. In der Regel bekommen Lampen bei diesen Klipps die ersten kleinen Makel beim Abnehmen. Ich habe da eine Technik mit zwei Streichhölzern, die das oft verhindert.

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    Das Kopfband hat eine Länge von 28,5 cm (ungedehnt und doppelt) und ist noch dehnbar. Befestigt wird die Lampe in einer Gummihalterung, wie sie auch von anderen Herstellern bekannt ist. Die Lampe sitzt darin recht fest, so dass sie ihre Position nicht unerwünscht verändert.

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    Ich fange mit den drei kleinen optischen Makeln an der Anodisierung meines Testexemplars an. Diese sind aber wirklich ziemlich klein. Der Fehler auf der Höhe von der LED am Gehäuse wurde kurz mit einem Edding behandelt und jetzt habe ich Probleme, den Makel überhaupt noch zu finden – das nennt man dann wohl Smart Repair. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass mir für den Review diese Lampe absichtlich zur Verfügung gestellt wurde, da bei Lampen für den Verkauf, solche Fehler nicht vorhanden sein sollten.
    Die hellen Punkte sind kleine Staubkörner oder Blütenpollen (also keine Fehler).

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    Fangen wir aber jetzt mit den schönen Sachen an.
    Die Lampe ist schwarz anodisiert und selbst unter dem Klipp sind keine Kratzer zu finden. Sie ist komplett aus Aluminium gefertigt. Die O-Ringe sind alle gut gefettet und die Gewinde laufen butterweich.

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    Die Wandstärke beträgt 2,45mm (nicht an den Kühlrippen) und die Lampe ist komplett mit Kühlrippen umgeben. Dadurch kann man sie gut greifen, kann ein Paracord Lanyard an ihr befestigen (ohne die inneren Seelen, da es sonst zu dick ist) und unterstreicht das ansehnliche Design.
    Der komplette Druck (Seriennummer /Modellnamen/Hersteller)auf der Lampe ist perfekt.

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    Sie steht sowohl auf dem Kopf als auch auf dem Batteriedeckel sicher.


    Verbaut ist eine XP-G2 R5 LED und mein Exemplar ist sehr NW (siehe Beamshots weiter unten). Die Linse ist aus beschichtetem AR Glas und darunter befindet sich ein GITD O-Ring. Gehalten wird das Ganze durch einen flachen Edelstahlbezel, der auch einen schönen Farbakzent setzt. Auch die rote LED hat einen solchen flachen Bezel.
    Verbaut ist ein OP Reflektor und die LED ist per Zentrierungsring genau in der Mitte.

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    Stromversorgung:
    Betrieben werden kann die Lampe sowohl mit einem 14500 Li-Ionen Akku, wo einem dann auch der Turbomodus zur Verfügung steht. Mit Ni-MH Akkus steht einem dieser Modus nicht zur Verfügung.
    Sobald der Akku (egal welcher) nicht mehr genügend Leistung hat, fällt der stärkste Modus weg. Sie wird also bei einem sehr schwachen Akku zu einer 2-Mode Lampe (bei AA) bzw. 3 Mode (bei 14500).

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    Wenn die Lampe mit einem 14500 im Turbomodus betrieben wird, schaltet die Lampe selbstständig nach exakt 5 Minuten in den high Modus zurück. Damit soll die LED vor Überhitzung geschützt werden. Die Lampe ist aber nach den 5 Minuten immer noch recht kühl. Auch nach 10 Minuten Turbo-Modus ist der Lampenkopf nicht sonderlich warm.
    In mein Exemplar der ersten Charge funktionieren alle AA Akkus und sowohl unprotected als auch protected 14500 Akkus von mir problemlos. Ich nutzte protected 14500 von Trustfire mit einer Länge von 50,75 mm. Da es da aber wohl ein paar Probleme gab, hat XTAR eine neue Endkappe entwickelt und liefert diese bereits bei allen Lampen mit aus.

    Die Lumenwerte sind ANSI Lumen – jeweils mit der Laufzeit.
    Diese Werte stammen vom Hersteller (XTAR 14500 mit 750mAh):
    Turbo 330Lm (80min), high 120Lm (1,5h), mid 60Lm (6h), low 3Lm (180h)
    AA Sony mit 2500mAh:
    Turbo nicht möglich, high 120Lm (2,1h), mid 60Lm (4h), low 3Lm (95h)


    Weshalb die Laufzeit mit einem 14500 Akku im high Modus länger ist als mit einem AA Akku und bei mid und low kürzer, entzieht sich meinem technischen Wissen.

    Zusätzlich hat sie noch einen rote CREE LED mit 3 Lumen, die auch im SOS Mode blinken kann.
    Mich erinnert diese sofort an das rote Auge vom Terminator, daher nenne ich diese LED im weiteren Verlauf immer Terminator-LED.

    Leuchtmodi:
    Der verbaute Treiber ist auf meinen Bildern schlecht erkennbar, da man nur die Tailcap abschrauben kann. Daher verweise ich mal auf das 12. Bild auf der XTAR Homepage, wo man ihn gut sehen kann.
    Er verfügt über einen Verpolungsschutz (wurde von mir getestet und der funktioniert)

    Sie hat vier normale Modi (low, mid, high und mit 14500 auch turbo) und dazu noch die rote LED mit zwei Modi (low und sos), die man durch zweifaches betätigen des Schalters aktiviert. Von dem normalen roten Modus kommt man mit zweimaligen schnellen Drücken zum roten SOS Mode.
    Die Reihenfolge der Modi: Low, mid, high, turbo. XTAR gibt folgende ANSI Lumen mit an: 3 / 60 / 120 / 330.
    Sie verfügt über einen Überhitzungsschutz, in dem sie automatisch nach 5 Minuten von turbo auf high zurück schaltet. Diese Zeit stimmt bei mir auch ganz genau – keine Sekunde länger oder kürzer. Es wird davor gewarnt dann wieder sofort in den Turbo-Modus zu wechseln. Der Kopf der Lampe ist aber nach 5 Minuten nicht sonderlich warm und nach 10 Minuten Turbo-Modus merkt man erst eine Erwärmung (ich schätze mal 35-38 Grad).
    3 Lumen reichen vollkommen aus, um sich in der dunklen Wohnung zu orientieren und niemanden zu wecken, wenn man dann ins Bett schleicht. Der mid und high Modus ist eine gute Steigerung. Mit dem turbo Modus kommt man auf eine ausreichende Reichweite für eine Kopflampe. Man sollte dabei beachten, da hier keinen XM-L LED verbaut ist, sondern eine XP-G2 mit max. 330 Lumen.
    Verarbeitet ist ein OP Reflektor, aber man hat einen deutlich Spot im Vergleich z.B. zur Spark SG5. Die Farbe ist NW, aber deutlich cooler als die Zebralight SC52W (siehe Beamshot) oder die Spark SG5 mit NW LED.

    Die Terminator LED ist im Dunkeln sehr viel angenehmer für die Augen als die HauptLED. Die Effizienz ist schlechter (sie verbraucht also mehr Strom bei den 3 „roten“ Lumen als bei den 3 weißen Lumen).

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    Den roten SOS Mode mit 3 Lumen finde ich ziemlich sinnlos. Bei kurzer Entfernung sieht man zwar, aber da würde ein SOS Mode mit weißer LED ebenso so gut sichtbar sein. Wenn er nicht nur 3 Lumen hätte, könnte man ihn auch über eine weiterer Entfernung wahrnehmen.
    Da die roten Modi aber eh leicht versteckt sind und erst in den normalen roten Modus kommt, stört mich das nicht. Ich werde den roten SOS Mode wohl nur extrem selten nutzen.
    Man kann aber sofort von der ausgeschalteten Lampe in den roten Modus kommen, in dem man den Schalter einfach schnell zwei mal hinter einander betätigt. Der normalen weiße low Modus wird dabei nicht aktiviert.

    Ich kann mit der roten LED auch ein Buch lesen, aber das strengt die Augen doch schon an. Kartenlesen im Auto als Beifahrer funktioniert aber super und stört den Fahrer nicht.
    Bei Beamshots an der weißen Wand sieht man deutliche Ringe. Im natürlichen Einsatz, fallen die nicht auf.

    Hier mal der Unterschied zwischen den roten und weißen 3 Lumen (entschuldigt bitte das etwas unscharfe Bild).
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    Bis zu welchem Voltwert kann man die einzelnen Modi nutzen?
    Das habe ich mit einem unprotected 14500 Trustfire Akku getestet.
    Bis ca. 3,2V steht einem jeder Modi zur Verfügung. Fällt sie darunter, hat man keinen Turbomode mehr, ab ca. 3,15 fällt der high Mode weg und kurz danach der Mid Mode.

    Den Low Modus und den roten Modi kann man bis ca. 2,69V nutzen (unter Last, nach 10 Minuten war der Akku wieder bei 2,73V) und die Lampe geht aus. XTAR schreibt, dass die Lampe bei 2,75V ausgeht. Der Messunterschied kann aber auch an meinem Multimeter liegen.
    Dieser Wert liegt nach meiner Einschätzung noch im grünen Bereich und somit steht dem Einsatz von unprotected Akkus nichts entgegen.

    Geräusche:
    Einige werden bei Lampen öfters mal ein hohes Piepsgeräusch hören – andere nicht. Bei mir selber kann ich feststellen, dass ich die Geräusche mit dem rechten Ohr höre, mit dem linken aber nicht, da meine Ohren unterschiedlich gut sind. In den anderen Reviews der H1 bzw. H2 habe ich nichts von den Piepsgeräuschen gelesen. Ich weiß daher nicht, ob mein eines Ohr einfach besser ist als das der anderen Reviewer oder ob das nur meine Lampe hat (was ich mir aber nicht richtig vorstellen kann).

    Beim Betrieb mit einem 14500 Akku, kann ich sowohl im mid als auch im high Modus Piepsgeräusche wahrnehmen, bei einem AA Akku nur im mid-Modus.
    Wer also sehr gute Ohren hat, könnte das etwas nervig finden, da man die Kopflampe ja nicht all zu weit vom Ohr nutzt.

    Beamshots an die weiße Wand: 1/25 ISO 200 f2,8
    Low, AA Ni-MH
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    Mid, AA Ni-MH
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    High, AA Ni-MH
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    Turbo, 14500 Li-Ionen Akku:
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    Ganz unten findet ihr noch Thumbnails der Beamshots: XTAR H1 Commander vs. Zebralight SC52w


    Verbesserungsideen:
    - Magnet in der Tailcap
    - Piepsgeräusche umgehen
    - anderer Klipp (ähnlich wie bei den älteren Zebralightmodellen – wie der H30). Hier ist mal ein Bild davon – sie passt ideal da rein.

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    Fazit:
    Die H1 finde ich gut durchdacht mit den zwei LEDs, der automatischen Runterschaltung von turbo auf high nach 5 Minuten und dass man sie mit AA und 14500 betreiben kann. Die rote LED ist für mich ein guter Zugewinn und auch für Geocaching nutzbar (eventuell auch für Jäger). Für Nutzer, mit sehr empfindlichen Ohren wird diese Lampe aktuell aber nicht das Optimum sein, da sie im mid Modus (und bei 14500 auch im high) Modus leicht piepst.
     

    Anhänge:

    #1 buwuve, 6. Oktober 2013
    Zuletzt bearbeitet: 7. Oktober 2013
    nightcrawler, lx1cw, nitrox und 20 andere Flashys haben sich hierfür bedankt.
  2. Coole Vorstellung :thumbup:

    Aber Treiberpiepen am Kopf geht gar nicht...

    Gruß Xandre
     
  3. Vielen Dank für die umfangreiche und gleichzeitig sehr detaillierte Vorstellung :thumbsup:

    Optisch, also von den Proportionen, gefällt sie mir jetzt nicht so gut, aber das zusätzliche Rotlicht hat schon was;
    Was mir richtig gut gefällt ist die offenbar funktionierende Abschaltung bei niedriger Spannungslage und das du das gleich mit getestet hast :thumbup:
    Wobei ich mich frage wie die Elektronik das macht die niedrige Spannungslage einer Primärzelle bzw. eines NiMh Akkus und eines 3,7V Akkus gleichermaßen sicher zu erkennen und entsprechend zu reagieren?

    Habe ich das richtig verstanden, der low Modus bleibt auch beim Betrieb mit LiIon erhalten und wird nicht etwa heller? Sprich mit 3,7V erhält man ldgl. einen Turbo Modus hinzu die anderen Modi bleiben gleich?

    Verrätst du noch den Trick mit den 2 Streichhölzern :D

    Grüße Jürgen
     
  4. Acebeam
    Sehr schönes Review!

    Hab ich das richtig verstanden, daß man nicht direkt von der ausgeschalteten Lampe in den Rot-Modus kommt?
     
  5. Was natürlich theoretisch eine Art Mangel währe, praktisch wird jeder der sich nicht blenden lassen will, IMMER einen Finger vor der Linse haben beim Einschalten.

    Tolles Review, danke!

    Es scheint so als ob das meine erste "Qualitätslampe" wird nach Convoy und Ultrafire.

    Bei xtar scheint die Entwicklung und Produktion wirklich auf höchsten Niveau zu sein, schade das es da so wenig Bezugsquellen gibt.

    Da wird wohl der Treiber in diesen Bereichen nicht sonderlich effizient arbeiten. Aber ob 4 oder 6 Stunden ist ja eigentlich (fast) egal.



    Was sehr sinnig währe statt SOS, ein Funkellicht in rot. Die Lampe scheint ja wirklich gut durchdacht zu sein, ich stelle mir vor das das eher eine Forderung des Marketings und nicht des gesunden Menschenverstandes war.

    Gruß
     
  6. Wenn die Lumenwerte so stimmen, tippe ich auf Tippfehler. Sollte 2,5h heißen, kann ja nicht sein, dass sie mit 330lm 80 Minuten läuft, mit 120lm aber nur 90.

    Ähm, Moment, außer bei den 80 min sind nur die ersten 5 Turbo.
    Das passt eher, denn 330lm für 80 Minuten aus einem 14500 geht nicht. 50 Minuten, allerhöchstens.

    180h mit 3lm kann eigentlich auch nicht sein, überschlägig 100-130h bei guter Treibereffizienz (150lm/W, 20mW, 2,8Wh, 95%, 133h).

    Nee, das passt nicht zusammen. Wird wohl mal einer nachmessen müssen.

    So könnte es gehen: unter 1,7V ist NiMH, Alkaline oder Lithium-AA, über 2,7V ist Li-Ion, dazwischen ist verbotener Bereich, Lampe aus.
     
  7. Ich gehe die Fragen mal der Reihe nach durch:
    Laut dem Datenblatt soll dem so sein, allerdings war ich eben noch mal im dunklen Keller und habe den Eindruck, dass das Low mit einem AA Akku, sogar leicht heller ist als mit dem Li-Ionen Akku (beide Akkus sind nicht 100% voll (liegen so bei 80-90%).


    Der Trick mit den Klipp und den Streichhölzern:
    Oft probiere ich einfach Lösungen zu finden, die man mit Produkten umsetzen kann, die viele zu Hause haben.
    Auf den Bildern seht ihr auch mein "professionelles" Bezel-Abschraub-Tool: Ein Luftballon. Damit verkratzt man nichts, hat aber jede Menge Haftung.
    Natürlich geht das auch mit Einweghandschuhen (die könnten aber etwas zu dünn sein). Nur den kleinen Ring bei der roten LED habe ich nicht so abdrehen können.

    Beim Klipp ist das das gleiche gewesen:
    Was verkratzt nicht, ist dennoch etwas stabil, damit man Druck aufbauen kann und ist so schmal, dass es von der Größe her passt.
    Da kam die Idee mit den Streichhölzern:

    Ich habe zwei Streichhölzer genommen und den hinteren Teil (den ohne Kopf) kurz mit dem Daumen auf die Tischplatte gedrückt, damit der etwas schmaler wird.
    Jetzt hebt man mit der einen Hand die Lampe und den Klipp fest (damit der sich nicht dreht und dabei Kratzer verursacht) und schiebt das erste Streichholz unter das eine Ende beim Klipp.
    Das wiederhole ich mit dem zweiten auf der anderen Seite und somit liegt jetzt das Holz zwischen Klippenden und Lampe. Jetzt drücke ich mit beiden Streichhölzern gleichzeitig den Klipp von der Lampe runter (ein verkleinertes Bild als Thumbnail ist weiter unten)
    So hat das bei mir gut geklappt und der Klipp ist ohne Spuren zu hinterlassen nicht mehr auf der Lampe.
    Den werde ich wohl auch nicht mehr montieren, sondern immer den Zebralight Klipp nutzen.
    Schade, dass den Zebralight nicht mehr bei den neuen Lampen hat, sondern jetzt auch nur noch auf die Metallklipps greift.
    Ich habe vor einiger Zeit noch mal 4 Klipps bei Zebralight gekauft und erhielt aus versehend die der H30. Später bekam ich die XTRA und merkte, dass die da super passen. 2-3 der Klipps werden auch bald im Marktplatz erhältlich sein, da ich mich von einigen Sachen trennen werde.

    Das werde ich oben noch ergänzen:
    Du kommst direkt in den Rotlichtmodus - Du musst nur zwei Mal schnell drücken. Wenn Du zu langsam bist, kommst Du in die normalen Modi.

    Das werde ich mal checken per Laufzeitmessung. Zwei meiner Trustfire Li-Ion (geflammte Version, HKJ Review) [AW, Keeppower oder Sanyo UR14500P habe ich nicht, ebenso wenig die XTAR 14500, die der Hersteller nutzte] sind bereits voll geladen und der Test beginnt in wenigen Minuten.

    Den Turbomoudus werde ich so messen: Einschalten auf Turbo (nach 5 Minuten schaltet die Lampe runter) erneutes hochschalten auf Turbo. Nach der zweiten automatischen Runterschaltung wird die Lampe für 1-3 Minuten ausgeschaltet (je nach dem, wie warm der Lampenkopf ist). Danach starten wieder zwei Durchgänge auf Turbo.

    Das Ergebnis wird also nicht ganz ideal sein, da die Akkus immer eine kleine Erholungspause haben und die Akkuqualität bei Trustfire durchaus mal schwanken kann. Dennoch wird es eine Richtung zeigen, was man bei der Laufzeit erwarten kann.

    Auch den High Modus werde ich mit einem 14500 testen. Da werde ich die Lampe so lange laufen lassen, bis der Kopf nach meinem ermessen zu warm wird und dann eine kurze Abkühlphase einlegen.
     

    Anhänge:

    #7 buwuve, 7. Oktober 2013
    Zuletzt bearbeitet: 7. Oktober 2013
    Dr.Devil hat sich hierfür bedankt.
  8. Ich reiche jetzt mal meine Laufzeitmessung nach:
    Gemessen habe ich sowohl high als auch turbo (mit geflammten Trustfire 14500) - später auch einmnal mid.

    Turbo:
    Sie schaltet automatisch nach 5 Minuten auf high zurück, dann habe ich sofort wieder auf turbo geschaltet. Nach dem zweiten turbo Durchgang habe ich sie ausgeschaltet und 3-4 Minuten gewartet - es wird also eine kurze Erholungspause beim Akku gegeben haben, aber ich wollte ja nicht die LED gefährden. Nach 10 Minuten turbo ist der Kopf recht warm, aber noch nicht heiß. Ich habe nur die Zeit gemessen, bis sie zum ersten Mal außerplanmäßig (also vor den 5 Minuten) runtergeschaltet hat.
    So kam ich auf einen Laufzeit von 1 Stunde und 3 Minuten.
    Herstellerangabe (mit einem XTAR 14500 pro. 750mAh Akku): 80 Minuten


    High:
    Nach 90 Minuten am Stück auf high habe ich sie mal für 3-4 Minuten ausgeschaltet (sie war aber noch nicht heiß). Danach ging es weiter. Ich kam auf insgesamt 1 Stunde und 54 Minuten.
    Herstellerangabe (mit einem XTAR 14500 pro. 750mAh Akku): 90 Minuten


    Ich kam also auf eine kürzere Laufzeit bei turbo, aber auf eine weit längere bei high.
    Spekulation von mir: XTAR hat bei den Zeiten was verwechselt. Es hat mich schon im Vorfeld irritiert, dass ein 14500 Akku bei high eine kürzere Laufzeit hat als ein AA Akku, aber bei mid und low länger halten soll. Von daher auch noch mal eine Laufzeitmessung auf mid: 3 Stunden 37 Minuten.

    Da ich keine Möglichkeit habe, die Lumen zu messen, kann ich nicht sagen, in wie weit die Lumenangaben des Herstellers richtig sind und wie viel Lumen die Lampe am Ende der Laufzeit noch hatte.
     
    #8 buwuve, 21. Oktober 2013
    Zuletzt bearbeitet: 22. Oktober 2013
    light-wolff, the_holodoc, Heinrich und ein weiterer Flashy haben sich hierfür bedankt.
  9. Ich möchte noch mal das Thema Geräusche/Piepstöne näher beleuchten:

    Zum einen habe ich nirgends etwas darüber bei anderen Reviewern gelesen, noch bei Käufern. Daher habe ich jetzt noch mal den Kontakt zu einem Käufer, der in einem anderen deutschsprachigem Forum nach einer Kopflampe mit Rotlichfunktion gesucht hat und sich die XTAR H1 vor einigen Tagen kaufte. Er hört kein Geräusche (Nutzung mit AA Eneloops).

    Ich bin dann eben noch mal in einen Raum gegangen, wo ich nahezu keine Außengeräusche habe, Augen geschlossen und mich komplett auf Geräusche konzentrieren zu können.

    AA Akku:
    Ich höre nur etwas ganz leicht im Mid Modus, wenn die die Lampe direkt an mein Ohr halte (im Low und im High Modus höre nichts, Turbo ist nur mit dem 14500 Akku möglich). Sobald ich mehr als 5 cm weg gehe höre ich nichts mehr. Am Kopf (da dieser als Resonanzkörper dienen könnte), höre ich ab dem Anfang meiner Schläfe nichts mehr. Wenn die Lampe also auf der Stirn platziert wird, ist sie mit AA bei mir geräuschlos.

    14500 Akku:
    Ich höre im Mid Modus und etwas lauter im High Modus ein leichtes Piepsen (im Low und im Turbo höre ich nichts). Das höre ich, wenn ich die Lampe ans Ohr halte und bis etwas 6cm Entfernung. Auch hier endet die Wahrnehmung ab dem Schläfenbereich.
    Die Lampe kann also ihrem Sinn gemäß genutzt werden.

    Es ist also möglich die Lampe ohne Geräuschbeeinträchtigung zu nutzen, wenn man sie auf der Stirn trägt.

    Diese Tests wurden noch mit der alten Endkappe durchgeführt. Ich erwähnte im Review, dass es wohl einige Probleme bei längeren protected Akkus gab und die Lampen daraufhin mit einer neuen Endkappen ausgestattet wurden. Mein Exemplar war eine der frühen, die ausgeliefert wurden (ich habe sie seit Juli).
    Die neue bekomme ich demnächst (habe sie erst kürzlich angefordert - wer weiß, ob die 14500 von der Länge auch so wachsen wie die 18650 und dann die ursprüngliche Endkappe doch nicht mehr passt) - ich werde also noch dem Erhalt auch den Review noch mal etwas ergänzen und beide Kappen mit einander vergleichen
     
    #9 buwuve, 29. November 2013
    Zuletzt bearbeitet: 29. November 2013
  10. Wo/ wie hast du denn die neue Endkappe bestellt ?
    So hab es eben an meine mit AA Akku getestet, im Mid Mode höre ich ein leises Fiepen wenn ich sie mir ans Ohr halte, an der Stirn ist nicht mehr hörbar.
     
  11. Normalerweise solltest Du die von dem Shop bekommen können, wo Du die Lampe her hast. Ich verweise mal auf die offizielle Bekanntmachung vom im BLF vom Juli.
    Meine erste Zeitangabe mit Oktober war total falsch, weshalb ich sie wieder entfernt habe (ich war vorhin irgend wie durch einander).
    Ich denke mal, dass alle Lampen, die nach dem 11. Juli ausgeliefert wurden an die Händler, die neuen Kappen hatten, alle die davor ausgeliefert wurden, noch die alten. Du solltest also mal bei Deinem Händler nachfragen, ob es schon der neue Bestand war oder nicht.

    Du kannst auch noch etwas warten bis ich meine neue Kappe habe und sie mit einander vergleiche. Dann wirst Du anhand der Maße sehen, ob Du die neue oder die alte hast.

    Ich bekomme meine direkt von XTAR, da ich ja auch die Lampe damals von XTAR direkt bekam.
     
    MetalDeep hat sich hierfür bedankt.
  12. Längere Zeit hatte ich die Bilder etwas vergessen, aber hier reiche ich sie mal nach. Sie zeigen einmal die alte Endkappe, die aber vermutlich keiner mehr hat, da es die nur ganz am Anfang gab.
    Daneben die neuer Kappe, die schon seit länger Zeit ausgeliefert wird. Anhand der Bilder könnt ihr aber sehen, welche Kappe ihr habt.

    Hier aber schon mal die Maße: Außen: Meine erste ist 12,09mm, die neue 13,28mm hoch.
    Innen hat sich etwas verändert. Der blanke Metallboden hat am Rand einen leicht erhöhten Ring: Bei der neuen Kappe sind es 1,5mm, bei der alten war es nur eine ganz leichte Stufe (ca. 0,15-0,2mm). Wenn man in der Kappe also unten eine "Stufe" sehen kannst, die nicht nur ganz flach ist, liegt die neue vor.

    Bei der alten haben schon die geflammten Trustfire mit ca, 50,83 gepasst,
    Mit der neuen passen auch Keeppower 14500 mit 52,19mm Länge.

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    #12 buwuve, 15. Januar 2014
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10. Januar 2016
    nitrox und MetalDeep haben sich hierfür bedankt.
  13. Die Streichholzmethode finde ich gut. Der Hersteller könnte doch an der Kunststoffschnalle mit der man die Länge des Stirnbandes reguliert, zwei Zapfen angießen, die diese Aufgabe übernehmen.
    Sozusagen eine ins Stirnband integrierte Clipdemontagevorrichtung (CDV). Gibt vielleicht sogar ein Patent :Pleite:

    Gruss, Joe
     
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