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Review: TrustFire T70

Unheard

Flashaholic**
6 November 2017
2.808
1.542
113
Raffnixhausen
Trustfire Taschenlampen Hypnose Hannover
Jacob von @TrustFire Deutschland hat mir die T70 bedingungslos zukommen lassen, danke dafür! Es handelt sich bei dieser Lampe um einen reinen Thrower mit XHP35 LED und gut 250.000 cd.

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Bislang hatte ich mit Throwern wenig zu tun, so dass ich mich im Zuge dieses Reviews eine Weile mit ihnen beschäftigen und viel Neues lernen durfte. Im TLF war ein Passaround angedacht, aber augenscheinlich (noch) nicht durchgeführt worden. Vielleicht kann man den Faden nach diesem Review wieder aufnehmen. Es würde mich freuen, verschiedene Ansichten zu dieser Lampe zu lesen.

Ohne weiteres Getue geht’s nun los.

Lieferumfang​

Die Lampe kommt sicher untergebracht in einem Kunststoffkoffer mit Schaumstoffeinsatz. Das Lanyard ist vormontiert. Daneben gibt es ein Ladegerät mit separatem µ-USB Kabel, eine Bedienungsanleitung (u.a. in deutsch) und Ersatz-Dichtungsringe für beide Gewinde des Akkurohrs.

Zwei geschützte TrustFire 18650 3400 mAh Akkus sind in Folie verpackt beigelegt. Diese hatten bei Lieferung beide knapp 3,6 V :thumbup:
Für den deutschen Markt gelten bestimmte Restriktionen für Jäger und Sportschützen, die Teil des Zielpublikums sind, so dass das optionale Zubehör Magnethalter (und damit fällt auch gleich der Fernschalter weg) hier nicht angeboten wird.

Das Lanyard ist ausreichend elastisch, so dass einem die herunterfallende Lampe nicht das Handgelenk bricht.

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Technische Daten​

Herstellerangaben​

LED: XHP35
Schutzklasse: IPX8
Leistung: 2300 lm
Reichweite: 1000 m
Min. Fallhöhe 1 m
Verpolungsschutz
Temperaturregulierung (intelligent temperature control)
Forward Clicky, mechanisch
Seitenschalter, Taster
Unterspannungswarnung

Gemessen​

Farbtemperatur und -qualität: 6000K, Ra 70
Helligkeit nach 10s: > 250.000 cd (8 Meter Freifeld)
Reflektor Durchmesser: 58 mm
Gewicht inkl. Originalakkus: 410g

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Die Reflektoreinheit ist sauber aufgebaut, die XHP35 LED perfekt zentriert.

Lampenkörper und Formfaktor​

Länge: 24,5 cm
Kopfdurchmesser: 64 mm

Mit dem langen Akkurohr hat die T70 einen optimalen Schwerpunkt für ihre 410 g. Die ‘taktische’ Haltung gelingt, ist aber natürlich auf die Dauer wenig angenehm und sicher auch kein Schwerpunkt der Bedienung.

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Um das Shelf herum ist recht viel Masse mit tiefen Kühlrippen angeordnet.

Der Forward-Clicky ist von einem Kragen umgeben, an dem das Lanyard befestigt ist, und der nicht über das Schaltergummi hinausragt. Als Kerze lässt sich die T70 somit nicht benutzen, was einem beim Thema Thrower aber auch nicht als erstes in den Sinn kommt.

Die Federn sind doppelt ausgeführt, in der Tailcap schützt eine dicke Gummischeibe die minusseitig sitzende Schutzelektronik der TrustFire Akkus. Der Treiber ist mit einem festen Retainer zwischen Kopf und Akkurohradapter gesichert.

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Die Nahtstellen Krone-Kopf und Kopf-Akkurohradapter sind verklebt.

Akkus und Ladeprozedur​

Die Trustfire wird mit einem Ladegerät für die beiden 18650 geliefert. Es gibt hier keine Bedienelemente, lediglich zwei LEDs zeigen an, ob geladen wird (rot) oder die Akkus vollgeladen sind (grün). Beide Akkus hatten nach dem Laden mit bis zu 1,5 A am Ende 4,15 V. Das gefällt mir gut :thumbup:

UI und Leuchtstufen​

Die T70 verfügt über einen sog. Forward-Clicky (die Lampe leuchtet damit schon beim leichten Antippen auf) in der Endkappe und einen elektronischen Seitenschalter, mit dem die Leuchtstufen durchgeschaltet werden.

Wenn die Lampe eingeschaltet ist, kann man am Seitenschalter die Leuchtstufen durchtasten (einfache Klicks) oder das Stroboskop durch längeres Halten des Tasters aktivieren. Ein- und ausschalten kann man die T70 damit nicht.

Es gibt Mode-Memory, d.h. die Lampe merkt sich die zuletzt gewählte Leuchtstufe. Im Gegensatz zu etlichen anderen Lampen dieser Art ermöglicht das umfassende Mode-Memory auch das Speichern des Strobes. Wer’s braucht oder möchte, hat es dann auf Daumendruck zur Verfügung.

Eine in den Seitenschalter eingelassene LED zeigt permanent den aktuellen Ladezustand des Akkus an:

Grünbis 80%
Gelbbis 40%
Rotbis 10%
Rot blinkendunter 10%

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Beide Schaltergummis weisen zahlreiche deutlich spürbare Noppen auf, so dass die Schalter leicht ertastet werden können.

Die Leuchtstufen:

LowMediumHighExtreme BrightStrobe
Lumen3519066023002300
Laufzeit112 Std.26 Std.4,2 Std.100 Min.-
Reichweite140 m319 m614 m1000 m-

PWM​

Nicht vorhanden.

Beamshots​

Pentax K10D mit Sigma Zoom Objektiv, 18 mm auf APS-C, ISO 400, t = ¼ s, F/4, AWB

Distanz zu den beleuchteten Bäumen: 200 m.

TrustFire T70 XHP35​

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Astrolux FT03 SST-40 5000K​

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Convoy C8 WF1 5A​

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TrustFire T62 XHP70​

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Animiert​

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Sorry, das FT03 Bild ist etwas unscharf geraten. Ich hoffe, man erkennt, was mit dem bloßen Auge deutlich zu sehen ist: Der Spot ist größer, aber um einiges dunkler.

Whitewall​

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T70 vs. Leinwand, ca. 50 cm Abstand, Smartphoneknipse, Low Mode: Blitzsauber.

Laufzeiten​

Die Helligkeiten der ventilatorgekühlten(*) T70 sowie einer Astrolux FT03 mit SST-40/5000K sind im folgenden Diagramm gegen die Laufzeit aufgetragen (Start mit maximaler Leistung).

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Die Trustfire T70 (blaue Kurve) pendelt temperaturgeregelt für ca. 45 Minuten oberhalb von 200 kcd, reduziert dann die Leistung in visuell äquidistanten Einzelschritten, die über den breiten Zimmermannsdaumen gepeilt für jeweils 25 Minuten gehalten werden, und unterschreitet nach 93 Minuten 10% der anfänglichen Helligkeit. Nach etwa zwei Stunden sind die Akkus (insg. 6800 mAh) auf etwas über 3V entleert, die Lampe leuchtet mit ausreichendem Orientierungslicht weiter und lässt den Nutzer durch blinkende Schalter-LEDs wissen, dass das Ende der Nutzungszeit naht.

Nach dem ersten Stepdown sieht man einen leichten Anstieg der Helligkeit. Ich nehme an, hier griff noch die Temperaturregelung. Gut, dass die Regelmechanismen unabhängig voneinander arbeiten.

Die FT03 mit Narsil als Firmware (rote Kurve) macht in meinen Augen etwas komplett unsinniges. Nach wenigen Minuten kommt ihr einziger Stepdown auf etwas mehr als 10%. Der Akku (5000 mAh) hat nach 2 Stunden immer noch 3,7 V. Das könnte den ganzen Tag so weiterlaufen, aber in meinen Augen ist das am Zielpublikum vorbeigedacht. Der normale Nutzer stellt sich die Lampe einmal ein und leuchtet dann damit, ohne sich Gedanken über Stepdowns zu machen.

Man hätte die Astrolux sicher erneut aufdrehen können, aber das mag ich ihr in einem Praxistest, dessen Leser auch nicht-Flashies sein sollen, nicht zugute halten.

Eine qualitativ vergleichbare Lampe derselben Gattung ist die Armytek Barracuda mit 160 kcd. Diese Lampe besitze ich leider nicht, sie ist aber einem Diagramm von @Dachfalter zufolge in der Lage, diese Helligkeit knapp über eine Stunde zu halten. Die Trustfire muss hier zwar ¼ der Zeit abgeben (bei deutlich höherer Helligkeit allerdings), verlängert ihre Laufzeit aber durch die beiden ersten Stepdowns signifikant.

Hinweis: *) Die Ventilatorkühlung soll die sog. Blutkühlung der in der Hand gehaltenen Lampe simulieren.

Fazit​

Pro: Die TrustFire T70 tut sich insbesondere durch ihren Treiber hervor. Es gibt eine Leistungs- sowie eine Temperaturregelung, die gut mit dem Energiemanagement harmonieren. Das UI gibt keine Rätsel auf und ist durch die Kombination Forward-Clicky und Seitenschalter komfortabler als das von Lampen, die ausschließlich über den Endkappenschalter bedient werden.

Die Lampe ist ihrem Preis entsprechend rundherum hochwertig, die Reflektoreinheit sauber, das Glas AR-beschichtet, die Anodisierung kratzfest, das Akkurohr dickwandig. Der Schwerpunkt liegt genau richtig. Ich habe den Eindruck, dass hier viel Engineering mit Liebe zum Detail betrieben wurde. Die T70 ist im Ergebnis äußerst gut gelungen :thumbup:

Con: Nichts.

Verbesserungsvorschläge: Ein Holster wäre schön, auch wenn es optional angeboten würde. Es reicht ja etwas ganz einfaches, in das man die Lampe einhängen kann.

Das war’s schon, danke fürs Lesen! Ich hoffe, es hat euch gefallen. Fragen und Verbesserungsvorschläge ggf. bitte hierein posten.

LG

Thomas
 

Xandre

Flashaholic***²
8 März 2011
13.100
5.308
113
BaWü
Sehr gute Lampe und klasse Review :thumbup:

Mein einziger Kritikpunkt ist die Wahl der LED,
da würden mir mindestens 3 "Bessere" einfallen
und wenns für Jäger usw sein sollte,dann LEP.

Gruß Xandre
 
  • Danke
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Frank1984

Flashaholic**
15 September 2017
2.821
2.343
113
Auch von mir ein Dankeschön. Da bleiben nicht mehr viele Fragen offen. Ich habe mich für den PA angemeldet. Für die Marke „Thrustfire“ finde ich den Preis schon motiviert. Ich bin gespannt, wie sie ist. :thumbup:
 
  • Danke
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9 Juli 2019
32
18
8
40
Wattenscheid
Hab mir die T70 zugelegt und bin wirklich positiv überrascht. Ein wirklich klasse Thrower.
Was mir aufgefallen ist das mich die T70 sehr stark an die alte Olight M3XS-UT Javelot erinnert.
 
  • Danke
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Boverm

Flashaholic***
29 Oktober 2012
8.539
3.212
113
Niedersachsen
Ich schreibe heute mal nur meine Gedanken, da schon Bilder da sind und ich gerade nicht ganz soviel Zeit habe :)

Also die Lampe ist schon mal an sich nicht schlecht.
Schöner Throw, könnte jedoch noch nen Ticken mehr sein, aufgrund der Reflektorgröße, aber das liegt ja immer im Auge des Betrachters.

Die Gewinde laufen zwar sauber, jedoch etwas hakelig am Anfang, könnten von Haus aus etwas Schmierung vertragen.

Der Lieferumfang ist ganz gut, jedoch hätte ich mir eine interne Lademöglichkeit gewünscht.
Kann es soviel teurer sein, eine Ladefunktion einzubauen, als ein extra Ladegerät bei zu packen???
Toll finde ich ja immer einen Koffer, der auch relativ stabil wirkt.

Lichtbild ist sauber und hat auch gut Throw!
Auf 300 Meter kann man gut etwas erkennen, der Spill ist ausreichend groß.

Lichtfarbe ist ok, das ist Geschmackssache, für mich wäre mehr NW schöner...

Was mir nicht ganz so gefällt, dass der vordere Schalter nur als Modischalter funktioniert und die Lampe sich nur mit dem Heckschalter einschalten lässt.
Gerade diese Konstellation hätte es einfach gestaltet eine Ladefunktion einzubauen.

Design ist ok.

Ein zusätzlich beigelegtes 1x18650 wäre schön gewesen, wie bei der Barracuda z.b. üblich. Platz im Koffer wäre da.

Was soll ich sagen, der Preis ist eigentlich Ok, vergleicht man ihn mit anderen Herstellern.

Wie gesagt, eine andere LED, die mehr Throw generiert, wäre schön gewesen.
 

pho

Flashaholic**
29 Oktober 2019
1.296
1.361
113
48xxx
Hier meine Erfahrung mit der TrustFire T70
Verglichen habe ich die hauptsächlich mit meiner Sofirn SF47T, da sie ein ähnliches Konzept verfolgt.
Die Eckdaten und der Lieferumfang sind aus dem hervorragenden Review von @Unheard bekannt und gehe ich nicht weiter drauf ein.


Haptik

Die Haptik gefällt mir gut, jedoch fühlt sich das Akkurohr ungewöhnt dünn an, nicht von der Materialstärke her, sondern weil es 18650er Akkus sind. In einer Lampe mit zwei 18650er Akkus hinter einander ist mittlerweile selten geworden. Die meisten setzten bei diesem Lampenkonzept aktuell auf 21700er, sowie die Sofirn auch. Da bei minimalen größerer Masse wesentlich mehr Kapazität (2x3400mAh zu 2x5000mAh) zur Verfügung stehen.
Die Beschriftung der Lampe ist hier und da nicht ganz sauber und etwas ausgefranst, aber das interessiert mich weniger bei einer Lampe, schließlich will ich mit Ihr leuchten und ich weiß ja wie die heißt.


UI

Heckschalter zum Einschalten und der Seitenschalter zum Wechseln der 4 Stufen. Ich bin ein Freund von einfachen UIs, aber etwas mehr dürfte es schon gerne sein, zum Beispiel Direktzugriff auf Turbo und/oder Low, vielleicht auch UltraLow?


Größenvergleich

Hier ein Größenvergleich von Throwern und ein Knüppel Namens CrazyFire TK70.

Von links nach rechts:
CrazyFire TK70 (5500Lumen, 500m)
Lumintop SD90 (7500Lumen, 1800m)
Acebeam L19 (1650Lumen, 1300m)
ThrustFire T70 (2300Lumen, 1000m)
Sofirn SF47 (1500Lumen, 1100m)
Acebeam E10 Grün (1050Lumen, 675m)
Lumintop GT Micro NM1 (1000Lumen, 800m)

IMG_4977.jpg

IMG_4971.jpg

Sie ist minimal kürzer als die SF47T dafür hat die aber ein größerer Durchmesser am Lampenkopf, selbst die L19 ist noch schlanker am Lampenkopf.


Messungen

Alle Angaben ohne Gewähr und wurden mit Hobbyequipment ermittelt.

Lumen, kurz nach dem Einschalten.

Stufe 1Stufe 2Stufe 3Stufe 4
Hersteller351906602300
Gemessen301756562033

Laufzeittest

Gemessen wurde auf 5435mm und auf Reichweite in m nach ANSI gerechnet. Anhand der vorherigen Messung ist die Lumen im Diagramm errechnet.
Die ersten 15min ungekühlt bei 18°C Raumtemperatur, ab Minute 15 wurde mit einem kleinen Lüfter aktiv gekühlt.

Diagramm.jpg

Die Temperaturregelung funktioniert vorbildlich und die Leistung reduziert sich je nach Akkustand jeweils um eine Stufe, die alle konstant gehalten werden.


Beamshots

Kameraeinstellung sind die gleichen, wie aus meiner Beamshot-Serie.

In 300m macht die Straße eine scharfe Kurve.

TrustFire T70 (2300lm, 1000m)
300m_trustfire_T70.JPG

Sofirn SF47T (1500lm, 1100m)
300m_sofirn_SF47T.JPG

Acebeam L19 (1650lm, 1300m)
300m_Acebeam_L19.JPG

Die Windkraftanlage ist ca. 330m entfernt.

Trustfire T70 (2300lm, 1000m)
330m_Trustfire_T70.JPG

Sofirn SF47T (1500lm, 1100m)
330m_Sofirn_SF47T.JPG

Acebeam L19 (1650lm, 1300m)
330m_Acebeam_L19.JPG


Die folgende Beamshots haben folgende geänderte Kameraeinstellung.

Blendenzahll: F/2,8
ISO: 400
Belichtungszeit: 1 Sek.
Brennweite: 25mm

Der Waldrand ist knappe 200m entfernt, von links nach rechts Acebeam L19, ThrustFire T70, Sofirn SF47T.

_1030347.JPG

_1030350.JPG



Fazit

Eine ordentliche Lampe mit Verbesserungspotential, die Konstant- und Temperaturregelung machen einen sehr guten Job.

Meine Wünsche an der Lampe wären:

  • 21700er Akkus anstelle der 18650er Akkus
  • Eine Osram LED z.B. die CULPM1.TG, die verwenden andere Hersteller auch viel, aber mit guten Grund, die erreicht im gleichen Reflektor eine deutlich höhere Reichweite. Der etwas geringere Lumenoutput der Osram, dürften in der Praxis nicht auffallen.
  • Direktzugriff auf Turbo
Damit wäre sie auf Augenhöhe der großen Hersteller, so jedoch sehe ich die ein Schritt hinter den anderen.
 
Zuletzt bearbeitet:

casi290665

Flashaholic***²
31 Mai 2016
12.354
9.186
113
Hannover
Gemessen wurde auf 5435mm und auf Reichweite in m nach ASNI gerechnet. Anhand der vorherigen Messung ist die Lumen im Diagramm errechnet.
Die ersten 15min ungekühlt bei 18°C Raumtemperatur, ab Minute 15 wurde mit einem kleinen Lüfter aktiv gekühlt.
Hallo pho,

danke für Deinen ausführlichen Erfahrungsbericht ! :thumbup:

Da ich die Lampe auch demnächst zum ausprobieren bekomme und derzeit mit mancher Lumen-"Messung" auf komische Werte komme, möchte ich die Gelegenheit nutzen Deine gemessenen Werte mit meinen Messwerten abzugleichen.
Du schreibst ja, daß Du eine Luxmessung auf 5,435 Meter gemacht hast, aber ich kann Deinen Luxwert /1m nirgendwo finden.
Welchen Wert hast Du denn gemessen ?

Und wenn wir schon dabei sind, welche Lumen- und Luxwerte in High und Turbo hast Du denn bei Deiner Sofirn SF47T gemessen ?
Die habe ich auch und so hätte ich noch mehr Vergleichswerte...

Sind Deine Werte kurz nach dem einschalten oder nach 30 Sekunden Laufzeit gemessen worden ?

Ich danke Dir schon vorab für Deine Mühen,

Gruß
Carsten
 

pho

Flashaholic**
29 Oktober 2019
1.296
1.361
113
48xxx
Du schreibst ja, daß Du eine Luxmessung auf 5,435 Meter gemacht hast, aber ich kann Deinen Luxwert /1m nirgendwo finden.
Welchen Wert hast Du denn gemessen ?
Die Werte habe ich natürlich auch noch in einer Excel-Tabelle ich hatte die übersichtshalber aus dem Diagramm gelassen. Ich werde die morgen nachsehen und nachreichen.


Sind Deine Werte kurz nach dem einschalten oder nach 30 Sekunden Laufzeit gemessen worden ?
Das Laufzeitdiagramm mit der Reichweite war ein Messzyklus, dort kann ich die einzelne Werte der Sekunden noch raussuchen.

Bei meiner Lumenmessung hast du recht dort habe ich den wichtigen Hinweis vergessen, das waren Werte direkt nach dem Einschalten. Jedoch bin ich aktuell am Überlegen meine Box nochmal zu überarbeiten um genauer zu werden. Nur dann müsste ich meine Datenbank nochmal machen….

Wenn du den Lumen Wert von Turbo nach 30 Sekunden haben möchtest, kann ich dir nur den errechneten anbieten aus der Laufzeitmessung. Wenn wir von ausgehen das die Lampe jedesmal gleich regelt, dürfte der Wert sehr genau mit meiner Lumenmessung übereinstimmen.


Und wenn wir schon dabei sind, welche Lumen- und Luxwerte in High und Turbo hast Du denn bei Deiner Sofirn SF47T gemessen ?
Die habe ich auch und so hätte ich noch mehr Vergleichswerte...
Bei der Sofirn habe ich mal mehrere kurze Messungen und unvollständige gemacht. Die habe ich nicht alle dokumentiert, aber ich kann meine morgen mal gerne messen und auch die Werte mitteilen.

Gruß
pho
 
  • Danke
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casi290665

Flashaholic***²
31 Mai 2016
12.354
9.186
113
Hannover
Hallo @pho ,

wäre super, wenn Du mir folgende Werte nennen könntest:

Jeweils für die Trustfire T70 und die Sofirn SF47T

Lumen High (kurz nach dem einschalten):
Lumen Turbo (kurz nach dem einschalten):
Lumen Turbo (nach 30 Sekunden):
Lux/1m:

Gruß
Carsten
 

pho

Flashaholic**
29 Oktober 2019
1.296
1.361
113
48xxx
So alles in Turbo:
TrustFire T70Sofirn SF47T
Lux auf 5435mm gemessen10110lx10910lx
Candela gerechnet298642cd322272cd
Reichweite in m nach ANSI1093m1135m
Lumen beim Einschalten2033lm1395lm
Lumen nach 30 Sekunden gerechnet1922lm
Lumen nach 30 Sekunden gemessen1382lm

High habe ich leider vergessen zu Messen, weil ich die Sofirn nur im "Taktical Modus" betreibe. :facepalm: Hole ich aber noch nach.
Als ich die Lumen bei der TrustFire gemessen hatte, war ich leider etwas unter Zeitdruck, deshalb kann ich dir keine Werte nach 30s im High liefern.
 
  • Danke
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casi290665

Flashaholic***²
31 Mai 2016
12.354
9.186
113
Hannover
So alles in Turbo:
TrustFire T70Sofirn SF47T
Lux auf 5435mm gemessen10110lx10910lx
Candela gerechnet298642cd322272cd
Reichweite in m nach ANSI1093m1135m
Lumen beim Einschalten2033lm1395lm
Lumen nach 30 Sekunden gerechnet1922lm
Lumen nach 30 Sekunden gemessen1382lm
Hallo pho,

danke Dir, da habe ich jetzt doch einige Vergleichswerte ! :thumbup:

Gruß
Carsten
 

Fotobaer

Flashaholic*
21 April 2012
409
362
63
46
Bad Bentheim
Vielen Dank für die Möglichkeit am Passaround teilzunehmen.
Auf den ersten Blick sieht sie wie die etwas dickere Schwester meiner Armytek Barracuda Pro aus, die eine der wenigen Lampen ist, die im Dauereinsatz 365 Tage im Jahr als Auto-EDC eingesetzt wird.

Die T70 kommt in einem Plastikkoffer, der anscheinend durch den Transport an einer Ecke beschädigt war.

5ED89D1F-8742-4E13-AFB8-7AC04220DF42.jpeg
Bei so etwas bin ich ein wenig empfindlich. Der Lieferumpfang enthält Akkus, Lanyard und ein Ladegerät. Ob ich dieses nutzen würde, weiß ich nicht so recht. Was definitiv fehlt, ist ein Holster, da ein Tragen in der Tasche bei dieser Größe eher nicht möglich ist. Die Barracuda ist da schon besser ausgestattet. Holster, Mittelstück für den Betrieb mit einem 18650 und Lanyard. Fehlen tuen die Akkus und das Ladegerät.

Die Bedienung wird über einen Forward-Clicky und einen Modusschalter, der auch als Akkuladesstandsanzeiger dient, realisiert und gibt keine Fragen auf. Das UI der Barracuda ist da deutlich komplexer aber dafür flexibler.

Bezüglich der Lichtfarbe war ich an der weißen Wand nicht begeistert. Kalt mit nem lila Tintshift lässt für draußen nicht viel erwarten, zumal ich bekennender warmweiss-Fan bin. In der Natur zeigt sich die Farbwiedergabe deutlich besser als befürchtet, auch wenn die Barracuda mit ihrer warmweißen XHP35-HI-LED bei der Farbwiedergabe draußen doch klar die Nase vorne hat. Dafür ist die T70 die deutlich stärkere Lampe. Satte 283800 Lux auf 1m im Gegensatz zu 144700 Lux sind auch optisch klar zu erkennen. Rechnerisch wäre das ein Reichweitengewinn von ca. 40%.

Hier ein paar schnelle Beamshots:

37D4F7AD-007D-4966-96FA-88B666AD7E1D.jpeg
Leerbild f3,5 50 mm ISO 100 20 Sekunden

Die T70:
838AC921-01F8-45EC-9841-4F5D6EEDE204.jpeg
Entfernung zum Feldrand gegenüber sind ca. 400m

Im Vergleich die Barradcuda:
67BDFA27-8A6D-4F29-A03F-22FC00B8E0C3.jpeg
T70:
972823E9-72A8-491E-BC01-7F1B45DE8AF9.jpeg
Entfernung zum Baum im Vordergrund 50m.

Barracuda:
A26D2DCE-F207-4A94-9C14-5DB3B5CCB86E.jpeg

Und noch einmal beiden nebeneinander. Links T70 rechts Barracuda
C0356F93-26BD-497D-B6BF-F07252D07791.jpeg

Mit der T70 gibt es einen soliden Thrower für mittlere Reichweite, der eigentlich alles mitbringt, was ein Taschenlampenneuling so braucht, wenn man vom Holster absieht.
Als Alternative kann ich die Armytek Barracuda Pro empfehlen, die preislich ungefähr in der gleichen Liga spielt, auch weil sie bereits ein paar Jahre am Markt ist. Die Verarbeitung ist hier nochmals etwas besser. Dafür muss man sich dann selbst um Akku und Ladegerät kümmern.

Schönen Sonntag allen.
 
Zuletzt bearbeitet:

casi290665

Flashaholic***²
31 Mai 2016
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Hannover
Ich konnte mir die T70 heute auch etwas näher ansehen und habe sie mit meiner Sofirn SF47T verglichen.
Die T70 ist ganz ordentlich verarbeitet, sie ist zwar schon durch einige "Testhände" gegangen, sieht aber noch sehr gut aus.
Mir gefallen lediglich 2 Punkte nicht, zum einen das schlanke Akkurohr wodurch die Lampe nur mit 18650 betrieben werden kann und zum anderen das doch arg simple Ui ohne Shortcut zum Turbomodus (habe des öfteren den Doppelklick versucht, damit schaltet man aber lediglich 2 Stufen weiter...).
Einige kurze Messungen habe ich auch gemacht, kurz nach dem einschalten ergaben sich folgende Werte:
Trustfire TK70:
Lumen: 2180 (kurz nach dem einschalten per Ceiling Bounce "gemessen")
Lux: 232.000 (auf 6m gemessen und auf Lux/1m umgerechnet)

Sofirn SF47T:
Lumen: 1530
Lux: 250.000

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Trustfire T70. Bis zur Waldkante sind es rund 130m.
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Der engere Beam der Sofirn deutet darauf hin, daß sie einen kleineren Spot hat und trotz geringerer Lumenleistung auf eine minimal höhere Reichweite kommt.
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Hier ist der kleinere Spot besser erkennbar, links die Sofirn, rechts die T70.
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Besten Dank an das Forum für die Möglichkeit, die T70 mal ausprobieren zu können !

Gruß
Carsten
 

nightlight

Flashaholic**
20 August 2010
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In der Mitte von Hessen
Hallo zusammen,

nun möchte ich auch mal meine Meinung zur Trustfire abgeben.
Erst einmal vielen Dank an Trustfire und Thomas (unheard) für die Lampe und die Organisation des PA :thumbsup:

Wir, Onkel Otto (Klaus) und ich, haben uns die Lampe angesehen und mit einigen anderen Lampen verglichen.
Der Formfaktor (2 Akkus hintereinander) ist seltener geworden, aber nicht schlechter. Die Qualität des Gehäuse, Schalter, Reflektor, das Knurling und die gesamte Haptik ist gut, es gibt aber noch Lampen die legen noch etwas obendrauf.
Der Beam ist ausgewogen und für einen Thrower eng genug, die Lichtfarbe und der CRI (um 72) konnte mich nicht überzeugen (recht kühl).
Die mitgelieferten Akkus machen auf den ersten Blick einen guten Job, auch mit anderen Akkus (Sony VCT6) konnte ich keinen höheren Output messen. Warum Trustfire hier aber nicht auf 2x 21700 setzt erschließt sich mir nicht.
Ob man dem Ladegerät trauen kann oder nicht hätte ich gerne geprüft, aber ich wollte das Teil nicht zerlegen. Von daher erlaube ich mir hier keinerlei Wertung.
Der Aufbewahrungskoffer ist nett, aber ich habe schon 4 oder 5 die hier nur rumstehen, ich bräuchte ihn nicht.
Gemessen in meiner Kugel (ohne Gewähr) habe ich folgende Werte:

low: 28 Lumen
mid: 156 Lumen
high: 587 Lumen
turbo: 1920 Lumen, schnell fallend innerhalb von 20 sek. auf 1650 Lumen

leider etwas unter den Herstellerangaben, was sich auch im Vergleich mit anderen Lampen
auch bestätigt hat.

Was bleibt?
Eine Lampe mit einer guten LED (XHP-35HI) die zwischenzeitlich selten zum Einsatz kommt, leider aber auch eine Lampe die nicht wirklich aus der Masse hervorkommt. Keine Mondlicht-Stufe, oder eine zusätzliche rote LED oder .....
Es ist ein Komplettpaket für den Normalbenutzer, allerdings ist fraglich ob der soviel Geld ausgibt?!

Für den Flash-o-holiker fehlt das gewisse Etwas damit so eine Lampe auch einen Anreiz zum Kauf bietet.

Soviel von mir,

Gruß Steph
 
So nun mein Senf zur Trustfire T70.
Wirklich gut verarbeitet, gut zu bedienen und ein Beam mit toller Lichtfarbe. Ich mag die Lampe.
Hier ein Vergleich mit ähnlichen Lampen.
Von Links nach rechts: Trustfire T70, Sofirn SF47T, Speras T1. Ein ausgestanztes Teil blieb leer ,kein Teil darür vorhanden?

DSC09594 klein.jpgDSC09595 klein.jpgDSC09595 klein.jpgDSC09596 klein.jpg

Hier noch Beamshots , die aber nicht so gut geworden sind.
Entfernung etwa 280-300m.
Zuerst Die T70, dann die Speras T1DSC09586 klein.jpgDSC09587 klein.jpg
 

Unheard

Flashaholic**
6 November 2017
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Raffnixhausen
Der Koffer fasst das gesamte Kit inkl. Fernschalter und Halterung, nehme ich an. Die Halterung ist in D nicht erlaubt, daher gibt's das abgespeckte Kit und Platz im Koffer.
 
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LittleHelper

Flashaholic
30 Oktober 2020
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Erlangen
disney.fandom.com
Hallo zusammen,

So, möchte doch meine Eindrücke von der TrustFire T70 kurz wiedergeben.

Zur Einordnung meiner Kommentare noch der Hinweis, dass ich selber noch nie eine Lampe mit zwei hintereinanderliegenden Akkus hatte oder live ausprobiert habe. Insofern sind die Kommentare vielleicht teilweise weniger zur speziellen Lampe als auf diese Art Lampen bezogen.

+ liegt gut in der Hand

+ Schwerpunkt dicht am Seitenschalter

- Format ist mir zu groß/lang. Zum in der Hand rumtragen echt gut, aber wenn ich mir vorstelle, dass ich die Lampe im Winterhalbjahr z.B. bei der Gassirunde an mir dran haben möchte, mir Holster am Gürtel zu unpraktisch sind, da die Jacke/der Mantel drüber geht. In der Jacken-/Manteltasche würde ich so eine Lampe nicht mitnehmen, da sie auf Grund der Länge vermutlich schnell rauskippt.

- kein Holster dabei (für den, der es mag)

+ prima Leuchtleistung. Macht schon Spaß mit der Reichweite und in der Breite! :thumbup:

- an der weißen Wand ist der asymmetrische Spot deutlich zu sehen

- Zwei-Schalter-Bedienung dieser Art Lampen gefällt mit nicht, da man an der Lampe erst umgreifen bzw. die zweite Hand benutzen muss.

Danke an @TrustFire Deutschland fürs zur Verfügung stellen dieser für mich nicht geeigneten Lampenbauart und an @amaretto fürs Organisieren des Passarounds!

Schönen Gruß,
Rudi
 

Unheard

Flashaholic**
6 November 2017
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Raffnixhausen
Keine Ahnung, wie das geht. Bin gespannt.
2021-07-28-115631_1920x1080_scrot.png

Der Übergang zum Spill ist etwas verbeult, das erkennt man ja. Der Spot ist überbelichtet. Im Großen und Ganzen sieht man aber an der Rotation (die beiden Surface-Plots sind 90 ° gegeneinander gedreht) nix Schlimmes *find*. Der Peak ist halt nicht da, aber auch da würde ich jetzt nichts ungewöhnliches erwarten.

Dennoch, das ist nicht ganz sauber (vergleiche den Whitewall-Shot in meinem Review ganz oben). Der nächste Reviewer kann vielleicht einen detallierten Blick in den Reflektor riskieren.
 

LittleHelper

Flashaholic
30 Oktober 2020
204
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Erlangen
disney.fandom.com
Danke für die detaillierte Antwort! :thumbup:
Waaahnsinn, was ich alles gesehen habe! :pfeifen:

Habe ich das richtig verstanden, Du hast das Foto "...Spiegelei_" von mir ausgewertet? Mit bloßem Auge an der Wand sieht man es deutlicher als auf dem Foto. Auch, dass es unterschiedlich helle Bereiche im Ring gibt.
 
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Frank1984

Flashaholic**
15 September 2017
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Endlich komme auch ich dazu, hier mal ein paar Eindrücke niederzuschreiben. Dank der professionellen Vorstellungen von einigen hier bleibt ja nicht mehr viel Objektives, wie technische Daten, offen. Also wird es von mir nur ein paar Beamshots und einen subjektiven Bericht geben. ;)

Zunächst einmal fällt der Formfaktor auf. Ich persönlich hatte diese Form bei einer Lampe noch nicht und muss zugeben, dass diese recht speziell ist.

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Dazu mit Heckschalter…ich habe mich zum Anfang wie der erste Mensch mit der Bedienung angestellt, weil mir das Prinzip nicht so klar ist. :rofl: Ich meine eine Lampe, die man, um den Heckschalter zu bedienen, in beide Hände nehmen muss. Vielleicht stelle ich mich einfach auch zu blöd an. Aber meine Lieblingsform wird das nicht.:p

Hier habe ich ein nettes Bild von der LED hinbekommen: (sieht gut zentriert aus, aber das könnt ihr besser beurteilen)

08A241DB-98BF-42C7-B2E5-AC42455AD4AD.jpeg

Jetzt kommen wir aber zu den Stärken der Lampe: Aus meiner Sicht ein toller Thrower, welcher aber auch gleichzeitig die Tendenz zum throwigen Allrounder hat aufgrund des Spills. Somit ist das Leuchtverhalten in der Praxis gut anwendbar.

Hier mal ein paar Beipiele in der Natur:

1. Turbo - Straße. Entfernung siehe Leitpfosten

4DED42A2-ED2D-408F-8C77-CD39DB26148C.jpeg

2. Strommast - Entfernung ca. 300 Meter

0C292120-2E11-4D56-ABA5-C55B38574949.jpeg

Hier zeigt die Lampe eine gute Performance. Als Suchlampe sehr gut geeignet. :thumbup:

Zwischendurch 2 Wallshots. Die Beurteilung dieser überlasse ich euch. Mit Sachen wie Tint usw. kenne ich mich nicht so gut aus, da sowas in der Praxis oft nicht relevant ist und ich die Lampen nur praktisch nutze. ;)

06005C04-687D-4E48-AD20-648DEAC94657.jpeg

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Und zum Schluss noch zwei Gifs auf dem Hinterhof meiner Dienststelle. Es wurden alle Leuchtstufen von unten beginnend durchgeschaltet. Entfernung zur Wand ca. 150 Meter, Entfernung zum Funkturm ca. 200 Meter. Wie man gut sehen kann, war es noch nicht ganz dunkel.
18ACB473-BE37-4513-B82B-363D1701B3ED.gif


403069F6-8176-4DE9-B9AC-AC6C4EC59AEF.gif



Persönliches Fazit:

Insgesamt muss ich sagen, dass mir die Lampe wirklich gut gefällt. Ein toller praxistauglicher Thrower, welcher für meinen Einsatzzweck (Suchlampe) sehr gut funktionieren würde. Das UI ist einfach und ich hatte immer ein sicheres Gefühl, was das Durchhaltevermögen im Turbo angeht. Einzig und allein mit der Form kann ich mich nicht so anfreunden. Irgendwie widerspricht diese Form einem „taktischen“ Heckschalter. Ich konnte diese beiden Dinge in der Praxis nicht zusammenbringen. Das mag aber auch meiner wenigen Erfahrung mit dieser Form geschuldet sein. Ich glaube, ein Seitenschalter und ein etwas dickeres Rohr mit 2 x 21700 hätte der Lampe gut getan.

Da dies jedoch alles subjektive Empfindungen sind, fällt das Fazit aufgrund des tollen Leuchtbildes und der guten Reichweite trotzdem positiv aus. Auf jeden Fall freue ich mich über den frischen Kontakt hier im Forum zu Trustfire und bin gespannt, was uns bei dieser Marke in Zukunft erwartet. :)
 
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Tiberius

Flashaholic*
26 März 2019
367
271
63
Erfurt
Die Lampe ist gerade bei mir eingetroffen. Ich habe gleich ein paar passende Vergleichslampen herausgesucht:

Trustfire2.jpg

Links meine gute alte Trusfire T1, die T70, die Fitorch MR26, meine einzige weitere Lampe mit XHP35-LED und eine Astrolux FT03 mit SST40.
Ich mag Lampen mit zwei Akkus hintereinander. Sie sind elegant und man kann mit der Hand etwas entfernt vom wärmer werdenden Lampenkopf anpacken. Die T1 ist rund 10 Jahre alt und hat leider keine zeitgemäße LED, dafür ist sie super ausdauernd. Die MR26 hat nicht nur die gleiche LED wie die T70, sie wird auch als "Jagdlampe" beworden. Dafür liegen Farbfilter bei, die ich bei der T70 allerdings vermisse. Für die FT03 gibt es auch Farbfilter, außerdem hat sie gefühlt die gleiche Reichweite, auch wenn sie nur 190 kcd statt 250 kcd haben soll, sie ist auch etwas mehr Richtung nw.
 
  • Danke
Reaktionen: amaretto

Tiberius

Flashaholic*
26 März 2019
367
271
63
Erfurt
So, ich habe dieLampe jetzt noch etwas weiter ausprobiert. Mir gefällt die schlanke lange Form, aber es gibt hier im Forum wohl einige, die die Lampe aber gerne etwas dicker hätten. Seid ihr euch da sicher? Dann wird doch gleich so ein Klopper draus wie die Sofirn SP70 oder TK70 (verschiedene Anbieter).

Trustfire5.jpg

Die Lampe hat eine schöne Reichweite, aber das ist kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Wie schon in meinem letzten Post geschrieben, wären ein paar Farbfilter ganz nett gewesen und hätten im Koffer bestimmt noch Platz gefunden.

Trustfire3.jpg
Trustfire4.jpg
 

DumaMadoa

Flashaholic
11 September 2020
145
173
43
Bremen
Hier nun meine Erfahrung zur TrustFire T70.
Zu den technischen Daten und Messkurven in den anderen Reviews gibt es nichts mehr hinzuzufügen. Deswegen im Folgenden meine persönlichen Eindrücke:

Mein einziger Thrower und gleichzeitig Lampe mit in Reihe geschalteten Akkus ist die Sofirn (Crazyfire) TK70. Umso mehr hat mich die Schlankheit der T70 überrascht als sie angekommen ist! Sie ist wirklich sehr dünn und liegt deswegen nicht so gut in meinen verhältnismäßig großen Händen. Der Batterierohr Durchmesser der TK70 gefällt mir besser. Meiner Freundin, die eher kleine Hände besitzt, liegt jedoch die T70 besser. Es ist also definitiv Geschmackssache.
Generell ist dieses “Schlagstock” Format gewöhnungsbedürftig, wenn man ansonsten Jackentaschen taugliche Lampen gewohnt ist. Der Vorteil ist jedoch, dass die Lampe so auch im Notfall zur Selbstverteidigung genutzt werden kann. Der tadellosen Verarbeitung der T70 nach zu urteilen, sollte sie das auch mitmachen.

Hier ein Größenvergleich zu anderen wahllos ausgewählten Lampen: Sofirn (Crazyfire) TK70, TrustFire T70, Sofirn TF84, Sofirn SP36 Pro, Olight Seeker 2 Pro, Sofirn SP35.


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Und hier die entsprechenden Reflektoren.

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Da mehrfach nach Nahaufnahmen des Reflektors gefragt wurde. Die leichte Orange Peel Oberfläche ist gut zu erkennen.

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Die LED scheint m.M.n. gut zentriert zu sein.

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Beim fotografieren des Reflektors ist mir aufgefallen, dass man in der niedrigsten Helligkeitsstufe ein deutliches PWM Flimmern erkennen kann.

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In Stufe 2/4 ist es ebenfalls vorhanden, jedoch nur noch minimal. Beides ist mit dem bloßen Auge nicht sichtbar.

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Die Bedienung gefällt mir gut. Sie ist intuitiv und sehr einfach. Die Hitzeentwicklung ist eher gering. Bedingt durch die eher moderate Lumenleistung und die große Kühlfläche wurde die Lampe während meines Tests zu keinem Zeitpunkt subjektiv heiß.


Jetzt das Wichtigste. Die Beamshots.
Die Belichtungsdaten aller Bilder auf dem Waldweg: ISO 6400 | 1/8s | f/4 | 24mm

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TrustFire T70 Stufe 1/4 (das Licht der Lampe war zu dunkel, um in diesen Belichtungseinstellungen sichtbar zu sein).

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TrustFire T70 Stufe 2/4

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TrustFire T70 Stufe 3/4

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Und noch mal alle als GIF

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Nun im Vergleich zu zwei anderen eher throwigen Lampen:

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Sofirn SP35 in höchster Stufe

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Sofirn TK70 in höchster Stufe

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TrustFire T70 in höchster Stufe


Hier noch mal alle drei als GIF:

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Ein paar Bilder abseits des Feldweges:

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TrustFire T70, höchste Stufe, ISO 6400 | 1/8s | f/4 | 24mm
Abstand zum Haus: 200m

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TrustFire T70, höchste Stufe, ISO 3200 | 1/8s | f/4 | 24mm
Abstand zum Turm: 530m

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Sofirn TK70, höchste Stufe, ISO 3200 | 1/8s | f/4 | 24mm
Abstand zum Turm: 530m


Insbesondere bei nebligem Wetter ist das Lichtbild der T70 klasse für Beamshots geeignet! Der Spill stellt einen scharf abgegrenzten Kegel dar und in der Mitte befindet sich ein nahezu laserschwertartiger Lichtwurf. Ich hätte sehr gerne noch mehr Zeit gehabt, um damit einige Bildideen zu verwirklichen. Deswegen müssen zunächst ein paar aus der Hand geschossene Bilder genügen.

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TrustFire T70, höchste Stufe, ISO 51.200 | 1/8s | f/1,4 | 24mm (Highlights nachbearbeitet)


Fazit:
Insgesamt gefällt mir die TrustFire T70 als Suchlampe sehr gut. Das Lichtbild ist sehr throwig, hat jedoch genug Spill um etwas vor seinen Füßen sehen zu können. Die Bedienung ist simpel und effizient. Die Lampe ist jedoch bauartbedingt etwas unhandlich. Ein Holster würde dem Lieferumfang gut tun. Außerdem ist mir persönlich das Batterierohr etwas zu tun. Mir würden in diesem Zusammenhang 21700 Akkus besser gefallen, da es die Lampe für mich handlicher machen würde und es außerdem der Akkuleistung zuträglich wäre.
 
Zuletzt bearbeitet:

taenzerwalze

Flashaholic*
7 März 2017
967
971
93
Nachdem so viele Bilder, Tests und Erfahrungen veröffentlicht wurden, bleibt für mich gar nix mehr übrig.
Daher gibts von mir nur einen Gesamteindruck, der meine persönliche Meinung wiederspiegelt.

Ich war von der T70 positiv überrascht! Das UI finde ich Klasse, auch wenn ich im ersten Moment den Heckschalter nicht gesehen habe und vergebens versuchte, mit irgendwelchen Klickorgien am Seitenschalter, die Lampe zum Leuchten zu bringen.:facepalm:
Das UI finde ich sogar ganz hervorragend und prima geeignet für Muggel und evtl. auch BOS Anwendungen. Die Bedienung kenne ich von meiner Armytek Partner C2 Pro. Die Lampe über einen mechanischen Heckschalter eingeschaltet und die Leuchtstufen über den Taster am Lampenkopf gewählt. Durch Mode-Memory bleibt die Leuchtstufe auch nachdem Ausschalten gespeichert. Ein großer Vorteil dieses UIs ist die Möglichkeit zu Morsen. Der Nachteil von dem UI ist, dass man die Leuchtstufe nur im eingeschalteten Zustand wählen kann.

Die Lichtfarbe geht für mich in Ordnung. In meinen Augen sieht sie wie neutralweiße 5000K aus, aber das ist sehr subjektiv.

- an der weißen Wand ist der asymmetrische Spot deutlich zu sehen

Der asymmetrische Spot ist mir auch aufgefallen. Bei einer EDC, welche ich vorrangig im Nahbereich nutze, würde mich das sehr stören. Bei einem Thrower kann ich das verschmerzen, zumal es mir bei der Benutzung im Freien nicht mehr aufgefallen ist.

Die T70 wird im Dauerbetrieb bei 22°C Zimmertemperatur warm, aber nicht übermäßig heiß. Am Lampenkopf pendelt sich die Temperatur be i 47/48°C ein. Am Griff habe ich immer noch 37 - 39°C gemessen. Das ist für mich ok und lässt sich auch ohne Handschuhe angenehm halten.

imgt0089ycksz.png
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Was könnte man besser machen? Ich finde die T70 gelungen, aber für mich gibt es noch Verbesserungspotential. Zum einen hätte man auf das 21700 Format setzen können. Zum anderen fände ich ein kurzes Batterierohr für die Verwendung nur eines Akkus sehr praktisch. Eine interne Ladefunktion würde mir ebenso zusagen. Zumal es keine ultrakompakte Lampe ist, wo jeder Milimeter eingespart werden muss. Der Mehrpreis dadurch kann durch das Weglassen des beiligenden exteren Laders minimiert werden.

Würde ich mir die T70 kaufen? Wenn ich noch keinen Thrower hätte, würde ich die T70 auf jeden Fall in die engere Auswahl nehmen.

Vielen Dank, dass ich an dem PA teilnehmen durfte.
 
Trustfire Taschenlampen