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Review TrustFire MC18

amaretto

Moderator & Beamshot-SEK
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12 August 2010
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NRW
Trustfire Taschenlampen Hypnose Hannover
Jacob von TrustFire hat freundlicherweise die Kopf- bzw. Minilampen MC1, MC12 und MC18 für Testzwecke zur Verfügung gestellt. Hier gibt es zunächst eine Vorstellung der MC18. Alle Lampen zusammen als Bundle könnt ihr in einem Passaround ausprobieren. Ferner werden alle Lampen des Passarounds anschließend unter den Teilnehmern verlost, ein Anmeldethread folgt in Kürze.

Die MC18 ist eine abgewinkelte Kopf- bzw. Universallampe mit 1200 Lumen, die trotz interner Auflademöglichkeit und 18650-Akku äußerst klein gebaut ist. Der Preis liegt bei etwa 40€, was ich noch als angemessen empfinde.

Das bietet die MC18 (Herstellerangaben):
  • 1200 Lumen Maximalleistung, 3 Lumen minimal, 4+1 Leuchtstufen
  • Leuchtweite 115 m / 3306 cd
  • Cree XP-L Hi LED mit kaltweißer Lichtfarbe
  • interne Aufladung mit 2A über magnetisches USB-Ladekabel
  • 18650 Akku mit PCB, Kopfband, Trageclip, Lanyard, Ladekabel, Ersatzdichtung und BDA im Lieferumfang
  • Notbetrieb mit 2* CR123A
  • Alu-Gehäuse mit hart anodisierter Oberfläche
  • magnetische Tailcap
  • mehrfarbige Ladezustandsanzeige
  • wasser- und staubdicht nach IP68
  • Maße 84 * 28-29,5 mm
  • Gewicht ~40 g (ohne Akku)

Bei allen aktuellen Trustfire-Lampen, die ich anschauen konnte, liegt die Verarbeitungsqualität auf befriedigendem Niveau. Kein Vergleich mehr zu preiswert anmutenden Lampen aus der Vergangenheit.


Das MC18-Set ist ein Komplettpaket, weiteres Zubehör (z.B. Akku) ist inklusive.


Leuchtstufen und Leuchtdauer


Diverse Ansichten der Lampe. Die MC18 baut für eine 18650er-Lampe verdammt kurz, obwohl die interne Ladefunktion Platz beansprucht. Sie ist mit 84 mm nur 15 mm länger als der mitgelieferte geschützte Akku (69 mm).

Der Schalter auf der Kopfoberseite steht leicht hervor, ist griffig und lässt sich vernünftig betätigen. Der Schaltergummi ist mit verschiedenfarbigen LED hinterleuchtet, die den jeweiligen Ladezustand des Akkus anzeigen. Der Akku wird mit dem Pluspol nach vorn in die Lampe eingelegt. Es passen alle 18650er mit und ohne PCB bis maximal 70 mm Länge. Die Materialstärke des Lampengehäuses ist eher dünn, so wiegt die MC18 ohne Akku sehr geringe 37 g (nachgemessen), mit Akku 85 g.

Hinter der vergoldeten Feder liegt ein kräftiger Neodym-Magnet, so dass die Lampe sehr gut an metallischen Flächen hält.
Wie bei ihren Schwestern verwendet Trustfire auch hier eine Kunststofflinse anstatt eines Reflektors. Eine zusätzliche Abdeckung aus Glas ist nicht vorhanden. Auf Dauer könnte die Kunststofflinse im rauhen Alltag Kratzer erleiden, was wegen der Leuchtcharakteristik der Lampe aber kaum Auswirkungen auf das Leuchtergebnis haben dürfte.

Das magnetische Ladekabel haftet von allein am Ladeanschluss. Während des Ladevorgangs leuchtet der Indikator rot, bei vollem Akku grün.

Das von mir nicht ausprobierte Kopfband fast sich angenehm an und ist von ordentlicher Qualität.


Größenvergleich

Bei dem Gehäusedesign haben zwar alle Lampen eine gleichartige Linse, die Gehäuse sind beim Knurling und Schaltergummi verschieden. Die magnetische Tailcap mit Lanyardöse ist bei allen gleich.

Bedienung/User Interface
Lästige Blinkmodi mitten in der Schaltreihenfolge sind kein Thema mehr, Strobe ist versteckt. Dennoch geht Trustfire beim UI einen Weg, der etwas anders als die Mehrheit der UIs bei elektronischen Schaltern gestaltet ist. Man kann sich zwar sehr schnell daran gewöhnen, jedoch ist ein UI entgegen den Gewohnheiten lästig, wenn man noch Lampen anderer Hersteller besitzt. Deshalb wäre meine Empfehlung an Trustfire, das UI im nächsten Batch zu ändern.

AusgangssituationAktionErgebnis
auskurzer KlickLadezustandsanzeige
aus0,8 s drückenein (in der zuletzt verwendeten Stufe)
aus2 s drückenWechselstroboskop
ausDoppelklickSperre (nochmals Doppelklick zum Entsperren)
einkurzer Klicknächste Stufe (Moon-Low-Mid-High-Moon...)
einlanger Druckaus
Strobekurzer Druckein (in der zuletzt verwendeten Stufe)
Strobelanger Druckaus

Anzeige des Ladezustandes:
grün = 50 - 100%
gelb = 20 - 50%
rot = 5 - 20%
rot blinkend = <5%


Eigene Messungen: (mit Hobbyequipment, daher ohne Gewähr)
PWM (Pulsweitenmodulation)nicht vorhanden
Standby-Strom32µA
Ladestrom1,8 A
Ladeschluss-Spannung4,16 V
Strobe-Frequenz7 + 16 Hz
Luxwerte (Moon, Low, Mid, High)7/ 590/ 1950/ 6-7000*
Lichtstrom (im ceiling bounce)?/ 78/ 257/ 967* Lumen
Stromverbrauch (Moon, Low, Mid, High)0,003/ 0,13/ 0,59/ 3,2-3 A
*schnell fallend

Die Herstellergabe bei der max. Lichtleistung wird nicht erreicht, bei der Reichweite schon.
Worüber ich mich gewundert habe: Während die kleinere MC12 mit 16340-Akku ihre Maximalleistung von immerhin 1000 Lumen sehr gut hält und dabei - logischerweise - schnell heiß wird, erkennt man bei der größeren MC18 mit 18650er Akku schon mit dem Auge ein zügiges Abfallen der Maximalhelligkeit. Und dies ohne dass die Lampe besonders heiß würde. Man kann zwar die Lampe aus und wieder einschalten, um erneut die Maximalleistung zu erhalten, doch finde ich das nicht befriedigend. So sieht der entsprechende Laufzeittest auf höchster Stufe mit Ventilatorkühlung aus:

hier noch einmal die ersten Minuten in höherer Auflösung (in Sekunden):



Leuchtergebnis:
Der Lichtkegel hat einen sehr breiten Spill und der Spot läuft weich aus. Die Lichtfarbe ist insgesamt ziemlich kaltweiß, aber zum Glück ohne störende Farbstiche.



Fazit (subjektive Testermeinung):
Die MC18 hinterlässt bei mir einen zwispältigen Eindruck. Das Leuchtergebnis ist durchaus okay und die Lampe wirklich schön klein. Das Magnetladekabel ist kompatibel zu anderen kleinen Trustfire-Lampen. Die Bedienbarkeit ist - trotz des ungewohnten UIs - akzeptabel. Am meisten missfällt mir, dass weder Moon noch High direkt anwählbar sind, ferner ist das Regelungsverhalten etwas seltsam.

Pro
+ besonders kleine Bauform
+ flimmerfreies Licht
+ interne Auflademöglichkeit
+ Ladezustandsanzeige und Akkuwarnung
+ Akku im Lieferumfang enthalten
+ Moonlightmodus (3 lm)
+ kein Spezialakku nötig, funktioniert mit fast allen 18650 Akkus
+ wegrollgeschütztes Design, magnetische Tailcap

Contra
- kein Sofortzugriff auf niedrigste oder höchste Stufe
- seltsame Leistungsregelung

Neutral
o keine USB-Ladebuchse
o ungewöhnliches User-Interface
o dünne Materialstärke
 
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