Review / Test Sunwayman C23C, silber

Dieses Thema im Forum "Sunwayman" wurde erstellt von amaretto, 30. April 2016.

  1. Eliza von Gearbest hat eine Sunwayman C23C für einen Test zur Verfügung gestellt.
    Vielen Dank dafür! Andi hat hier bereits die schwarze Version vorgestellt mit schönen Beamshots. Deshalb will ich nicht alles wiederholen aber noch meine Meinung und ein paar Messungen zur Lampe mitteilen.. Vielleicht sind auch die Bilder der silbernen Version von Interesse.

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    Daten und Eigenschaften (überwiegend Herstellerangaben)
    ▪ Leistung max.: 1.000 Lumen ANSI
    ▪ Reichweite: 208 m
    ▪ Emitter: 1* Cree XM-L2 U3 mit kaltweißer Lichtfarbe
    ▪ glatter Hochglanzreflektor
    ▪ Spannungsbereich: 2.8 - 8.4 V
    ▪ Stromversorgung: 1* 18650 oder 2* 16340/CR123A
    ▪ 4 Helligkeitsstufen + 3 versteckte Blinkstufen
    ▪ Leuchtstufen und Laufzeiten: 1.000 mit 3"-Stepdown auf 580 lm (2 Std) / 130 lm (10 Std) / 40 lm (35 Std) / Moonlight (?)
    ▪ Memory
    ▪ Sofortzugriff auf Moonlight
    ▪ intern aufladbar über USB-Anschluss
    ▪ Akkuwarnung durch farbige Indikator-LED
    ▪ elektronischer Überhitzungsschutz
    ▪ elektronischer Lockout / Sperre
    ▪ beschichtetes Frontglas
    ▪ wasserdicht nach IPX6
    ▪ Aluminiumgehäuse mit HA-III Anodisierung
    ▪ Edelstahl-Bezel
    ▪ tailstand-fähig
    ▪ Lanyard-Öse
    ▪ Maße ca. 110 * 32/27 mm (Länge * Kopf- * Body-Durchmesser)
    ▪ Gewicht: 88 g (ohne Akku)
    ▪ Preis ca. 50-60 €


    Lieferumfang:
    - Sunwayman C23C Lampe
    - Trageclip + Trageschlaufe
    - Ersatz-Gummidichtung
    - englischsprachige Bedienungsanleitung
    - Karton-Umverpackung

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    Aufbau / Verarbeitung / Handling
    Zur Haptik der C23C würde ich (subjektiv betrachtet) behaupten, dass sie nicht mit den edel anodisierten Sunwayman-Lampen aus der Vergangenheit mithalten kann. Zugegeben ist die C23C auch viel billiger als frühere SWM-Modelle. Also: You get what you paid for. Abgesehen davon gibt es bei der Verarbeitung und Qualität eigentlich gar nichts auszusetzen.

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    Ordentlich zentrierte XM-L2-LED im glatten Hochglanzreflektor hinter einem vergüteten Frontglas, geschützt durch einen stabilen Edelstahl-Bezel.

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    Das Tailcapgewinde war im Auslieferungszustand furztrocken, dem hab ich durch nachträgliches Schmieren mit dem hervorragenden Nyogel abgeholfen.

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    Bedienung:
    Die C23C kann mit 2* 16340/CR123A oder mit 1* 18650 Li-Io-Akku betrieben werden. Es lässt sich allerdings intern nur ein 18650 aufladen. Die längste Laufzeit bietet der 18650er.

    Die Zellen sind nach Abschrauben der Tailcap mit dem Pluspol in Richtung Lampenkopf einzulegen.

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    Internes Laden
    Vorsicht: es darf nur 1*18650 Li-Io-Akku geladen werden.
    Ein handelsübliches Micro-USB-Kabel wird zum Laden mit der Buchse in der Lampe verbunden. Ein Gummi deckt die Buchse wasser- und staubdicht ab.

    Im Test wurde ein 18650-Akku über die USB-Buchse meines PC mit einem Ladestrom von 0,35 A bis 4,18 V aufgeladen.

    User-Interface:
    Die Lampe hat vier anwählbare Helligkeitsstufen in der Schaltreihenfolge von dunkel nach hell:
    - Moonlight
    - Low
    - Mid
    - High
    sowie eine weitere nicht anwählbare Stufe: nach 3 Min. auf Vollgas macht sie einen Stepdown auf 580 Lumen.

    Kurzanleitung:
    bei ausgeschalteter Lampe
    - kurzer Druck ---> Einschalten in der zuletzt benutzten Helligkeitsstufe (low, mid, high)
    - gedrückt halten ---> Einschalten auf Moonlight (ohne Memory)
    - Tailcap lose + fest, dann kurzer Druck ---> Einschalten auf High

    bei eingeschalteter Lampe
    - kurzer Druck ---> Ausschalten
    - gedrückt halten ---> Wechsel von dunkel zu hell
    - Doppelklick ---> Strobe, nochmals doppelt für S.O.S

    Lockout: bei ein- oder ausgeschalteter Lampe Doppelklick, wobei der 2. Klick gehalten werden muss, bis die Lampe aufblitzt.


    Output:
    Aus 5 m habe ich mit 2 verschiedenen Luxmetern umgerechnet 14.550 Lux gemessen, also etwas mehr als in Andis Review. Vielleicht streut meine Lampe nach oben oder seine nach unten. Die Lux entsprechen einer Leuchtweite nach ANSI von 241 Metern.

    Nach einer groben Näherung über eine ceilingbounce-Messung würde ich die tatsächliche Lichtmenge subjektiv bei 850 Lumen einschätzen. Es macht bei der Leistung keinen Unterschied, ob 1x 18650 oder 2x 18350 verwendet werden. Bei zu niedriger Spannung des Akkus leuchtet der Schalter rot und die Lampe wird immer dunkler. Eine Endabschaltung gibt es aber scheinbar nicht.

    Laufzeitdiagramm in hellster Stufe
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    Output
    Weder von der Lichtleistung noch der Lichtqualität gibt es etwas auszusetzen. Keine Ringe oder Artefakte stören das Leuchbild. Die Lichtfarbe ist Kaltweiß, im Spot leicht in Richtung neutral, im Spill minimal bläulich. Der Farbstich ist aber gering und stört nicht wirklich. Bezogen auf seinen Durchmesser ist der Reflektor relativ flach, woraus eine sehr breite Abstrahlung resultiert. Gleichzeitig erreicht die C23C eine sehr gute Leuchtweite.

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    Fazit
    + gute Verarbeitung
    + hohe Lichtleistung
    + flexible Energieversorgung
    + interne Lademöglichkeit für 18650
    + Akku-Leer-Warnung
    + fairer Preis

    - kein Holster im Lieferumfang
     
    bluelion95, JOS, Kafuzke und 13 andere Flashys haben sich hierfür bedankt.
  2. Folomov
    Danke für die Vorstellung mit klasse Fotos. :thumbsup:

    Ich konnte die Lampe bei unserer letzten Beamshotserie testen und war vom Leuchtbild begeistert.
    Meiner Meinung nach eine super "Gassi- Geh" Lampe.

    Gruß
    Bluzie
     
  3. GB stellt einen Rabattcode* für die C23C zur Verfügung, damit kostet die Lampe nur noch 36 Dollar bzw. derzeit 31,41 €
    Ohne das Angebot schönreden zu wollen: für die Lampe ein Knallerpreis!

    *siehe Marktplatz
     
  4. Acebeam
    Eigentlich wollte ich ja erstmal keine Lampen mehr kaufen aber....... Ich bin gespannt wie das Silber in echt aussieht :)

    Mal sehen ob sich was am Treiber machen lässt, eine XP-L HI kommt auf jeden Fall rein...
     
  5. Hier noch ein paar Bilder und Eindrücke von mir.

    Meine „Messungen“ mit einem Samsung 30Q haben 16.120 Lux und 930 Lumen ergeben, mit einem geschützten 3.400mAh Keeppower bricht die Leistung ein klein wenig ein.

    Manker U11 – Sunwayman C23C – Nitecore P12GT
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    Die Anodisierung ist zwar Fehlerfrei, macht aber den Eindruck als wenn sie nicht ganz so Kratzfest ist wie ich es sonst von Sunwayman gewöhnt bin. Durch die dickere Tailcap liegt sie sehr rutschfest in der Hand.
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    Die LED sitzt dank Zentrierhilfe perfekt mittig im SMO Reflektor.
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    Auf einer Alubasis mit reichlich Wärmeleitpaste drunter sitzt die XM-L2. Falls man die Led tauschen möchte kann man ein 16mm Board nehmen. Der Bezelring ist nicht verklebt und man bekommt sie ganz leicht auf.
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    Auch von innen gibt es nichts zu beanstanden. An 18650er Akkus sollten alle gängigen rein passen, da ist sie nicht wählerisch.
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    Die Ladeanschlussabdeckung sitzt stramm und verhindert das eindringen von Wasser. Im Waschbecken hat sie erfolgreich mehrere Tauchgänge ohne Wassereinbruch überlebt, ich denke dem Spaziergang im Regen steht nichts im Weg.
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    Der Schalter macht einen hochwertigen Eindruck, der Druckpunkt ist richtig schön knackig und jede Betätigung wird mit einem satten Klick quittiert. Im dunkeln / mit Handschuhen ist er auch gut zu ertasten.
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    Während des Ladevorgangs lässt sich die C23C leider nicht benutzen. Beim laden leuchtet der Schalter rot und wenn die Ladung abgeschlossen ist in grün. Eine Akkuwarnung gibt es ebenfalls, wenn der Akku leer wird, zeigt sie das deutlich mit dem roten Schalter an.
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    Bedingt durch den relativ flachen Reflektor ist der Abstrahlwinkel sehr groß, das empfinde ich bei einer EDC als angenehm.
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    Das Moonlight ist erfreulicher weise richtig schön dunkel.
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    Auf dem Whitewallshot gibt es keine Auffälligkeiten, die Lichtfarbe ist für mich angenehm Kaltweiß und wird zum Spot hin etwas wärmer.
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    Beamshotvergleich mit der Nitecore P12GT. Hier macht sich auch wieder der große Abstrahlwinkel positiv bemerkbar.
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    Fazit: Mir gefällt die Lampe richtig gut, die Farbe hebt sich endlich mal von dem Einheitsbrei ab. Praktisch ist auch die Logout funktion über den Schalter, so entfällt der Logout über die Tailcap wenn ich sie in dir Tasche stecke. Mein Exemplar bekommt auf jeden Fall noch eine XP-L HI und eventuell wird noch was am Treiber gemacht.
     
    0815, karlfriedrich, Nightscorpion und 6 andere Flashys haben sich hierfür bedankt.
  6. Hallo zusammen,

    mir gefällt die C23C auch sehr gut.

    Ich habe mal den Standby-Strom gemessen: 28.75 µA
    Finde ich einen sehr guten Wert. Da spare ich mir einen Lockout über die Tailcap :):)
    c23c_standby_current.jpg
     
    RS.FREAK und Stanley-B. haben sich hierfür bedankt.
  7. Skilhunt Taschenlampen
    Was mir jetzt nach längerer Benutzung noch aufgefallen ist:

    - das Aufblitzen wenn man den elektronischen Logout macht ist mir zu hell, Moonlight hätte ausgereicht

    - der Spill ist mir auf Dauer etwas zu bläulich

    - die Ladefunktion ist etwas langsam

    Das ist aber Kritik auf sehr hohem Niveau. Mir gefällt die Lampe nach wie vor sehr gut.


    Natürlich konnte ich die Lampe nicht original lassen. Zuerst habe ich versucht dem Treiber etwas mehr Strom zu entlocken. Dazu habe ich bei dem roten Pfeil einen R025 Widerstand auf den originalen R015 aufgelötet. Das Ergebnis waren 11% mehr Lumen. Leider hatte die Lampe danach sporadisch den Fehler das sie Ihre Leistung, nach ein paar Sekunden um ca. 30% drosselte. Danach konnte ich die volle Leistung nicht mehr abrufen, auch ein Tailcap Logout brachte nichts. Die Zeit bis ich die volle Leistung wieder abrufen konnte variierte von Minuten bis Stunden. Nachdem ich den zusätzlichen Widerstand wieder entfernt hatte, brachte sie wieder zuverlässig ihre originale Leistung.
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    Da die originalen Kabel zur LED sehr dünn sind, habe ich dickere verbaut, das brachte allerdings kein Leistungsplus.

    Ich habe die Tailcapfeder gebrückt und eine Messingpill auf die Spitze aufgelötet. Auch das brachte leider keinen Leistungszuwachs. Jetzt haben aber auch kurze ungeschützte Akkus etwas mehr Federspannung.

    Anschließend habe ich noch eine XP-L HI V2 1A auf einem 16mm Noctigon Board verbaut. Das Lichtbild ist auch mit der neuen LED frei von Ringen oder störenden Reflektionen. Wie zu erwarten ist der Spot natürlich kleiner und intensiver geworden. Das Noctigon Board habe ich auf einer Seite etwas abgeschliffen, damit es keinen Kurzschluss an den Kabelanschlüssen des Schalters verursacht.

    - originale LED: 16.120 Lux / 930 Lumen
    - XP-L HI V2 1A: 23.800 Lux / 885 Lumen
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    #7 RS.FREAK, 19. Juni 2016
    Zuletzt bearbeitet: 19. Juni 2016
    peter_tn30 und FrankFlash haben sich hierfür bedankt.
  8. Habe eben mal ein paar Messungen mit einem Samsung 30Q @ 4,2 Volt und XP-L HI V2 1A gemacht: [ich denke die Werte werden wegen der anderen LED zur originalen ein wenig abweichen]

    Standby: 28,2 µA
    Moonlight: 0,002 A
    Low: 0,08 A
    Mid: 0,54 A
    High: 2,46 A
     
    #8 RS.FREAK, 23. Juni 2016
    Zuletzt bearbeitet: 23. Juni 2016
    peter_tn30 hat sich hierfür bedankt.
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