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[Review] Sofirn SP10 V3

SammysHP

Flashaholic**
6 Oktober 2019
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Celle
www.sammyshp.de
Trustfire Taschenlampen Gatzetec Shop
Wieder einmal habe ich von Sofirn freundlicherweise eine Taschenlampe für ein Review bekommen – vielen Dank nochmal! :thumbup:

Die heutige Empfehlung der Küche: Sofirn SP10 V3

Wie immer gibt es das Review mit etwas mehr Text (aber gleichem Inhalt) auch in meinem Blog: https://www.sammyshp.de/betablog/post/122


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Lieferumfang (in der Set-Version)​

  • Taschenlampe
  • Zwei-Wege Clip (bereits montiert, aber ohne Kratzer zu entfernen)
  • Handschlaufe mit kleinem Karabiner
  • Zwei Ersatz-O-Ringe
  • Micro-USB Kabel
  • Ladegerät (ähnlich/identisch Xtar MC1)
  • 14500 Li-Ion Akku mit 900 mAh

Dimensionen​

Länge: 88 mm
Durchmesser: 22 mm
Gewicht (ohne Akku): 39 g

UI​

  • 1C: an/aus
  • 1H von an: Helligkeit ändern (low → med → high)
  • 1H von aus: Moon Mode
  • 2C: Turbo; 1C zurück zur vorherigen Stufe oder aus
  • 3C: Strobe; 1H um zu SOS und Beacon zu wechseln
  • 4C: Lockout mit Momentanfunktion; 4C entsperrt und wechselt zur vorherigen Stufe

Stromversorgung​

Die SP10 V3 unterstützt mehrere Akkutypen:
  • 14500 Li-Ion (2,8 – 4,2 V)
  • AA Akku/Batterie (0,9 – 1,5 V)
  • AA Lithium Batterie (0,9 – 1,5 V)
Mit dem 14500 Li-Ion-Akku erzielt man die höchste Helligkeit mit bis zu 1000 lm (laut Hersteller), aber nur für einen kurzen Augenblick und die Helligkeit ist nicht geregelt (nimmt mit fallender Akkuspannung ab). Der Ruhestrom ist mit 143 µA vergleichsweise hoch.

Besser ist es mit einem NiMH Akku: Zwar nur noch bis zu etwa 300 lm, dafür recht ordentlich geregelt mit konstanter Helligkeit. Wird auch nicht so heiß, hat aber dennoch einen Stepdown nach 90 Sekunden in Turbo. Ruhestrom nur noch 33 µA!
Batterien funktionieren zwar auch, aber eher im Notfall: Nicht so gute Kapazität bei den höheren Strömen und gut für die Umwelt sind sie auch nicht.

Wenn man die Lampe nicht oft benutzt und etwa als Backup im Auto haben möchte, bieten sich Lithium-Batterien mit 1,5 V an. Die halten auch tiefere Temperaturen gut aus.

In der Endkappe befindet sich eine Feder, im Kopf gibt es einen Messingkontakt mit mechanischem Verpolungsschutz (daher nur button-top).

Treiber​

  • Seltsamer, zeitgesteuerter Stepdown in Turbo nach 90 Sekunden, anschließend in Stufen wieder nach oben (spannungsabhängig?)
  • Helligkeit wird mittels 30 kHz PWM geregelt (außer Moon und Turbo)
  • Boostregler arbeitet mit rund 333 kHz
  • Es gab Meldungen von Nutzern, bei denen die Lampe bei Li-Ion-Akkus warm geworden ist und mit NiMH gar nicht mehr lief. Laut Sofirn betraf das allerdings nur einige Exemplare im ersten Batch und das Problem soll jetzt behoben worden sein.

Lichtbild und Handhabung​

Zuerst zur Handhabung: Der Seitentaster ist recht flach und glatt und daher nicht leicht zu ertasten. Dafür ist das Risiko geringer, dass er in der Tasche versehentlich betätigt wird. Ein bisschen Griptape könnte helfen.
An der Endkappe gibt es zwei Löcher für eine Handschlaufe. Die großen Aussparungen machen die Lampe allerdings etwas wackelig. Die alte Kappe war besser. Der Wegrollschutz ist ohne Clip minimal.
Der Rest entspricht völlig der bekannten Sofirn-Qualität: Einfach, aber robust und ordentlich verarbeitet. Keine Schönheit, aber sehr funktional.

Das Lichtbild ist schön. Flutig mit dezentem, großen Spot. Gut für den Innenbereich oder auch für die nähere Umgebung draußen. Samsung LH351D mit 5000 K und einem CRI von 90. Ein wenig grünlich – wie von dieser LED zu erwarten – aber akzeptabel.

Positiv​

  • Verschiedene Batterie-/Akkutypen; gute NiMH-Unterstützung
  • Nicht extrem klein, aber dennoch ordentlich für eine AA-Lampe
  • Gute Laufzeit mit NiMH-LSD-Akkus
  • Mit der LH351D ein guter Kompromiss zwischen Effizienz und Lichtqualität

Negativ​

  • Seltsamer Stepdown
  • NiMH ebenfalls mit zeitgesteuertem Stepdown, obwohl sie nicht besonders heiß wird
  • Tailstand etwas wackelig
  • Clip könnte etwas strammer sitzen

Fazit​

Meiner Meinung nach hat die SP10 V3 ihre Stärken beim NiMH-Betrieb – Li-Ion bringt zwar hohe Zahlen, hat sonst aber keine Vorteile, eher sogar Nachteile (Regelung). Schönes Lichtbild, guter CRI, einfache Bedienung. Demnächst erscheint eine Version mit Anduril (ansonsten vermutlich baugleich), aber diese Version dürfte eine gute Alternative für Leute sein, die ein einfacheres UI bevorzugen.

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SammysHP

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  • Danke
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15 September 2021
26
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3
Hab ich als Weihnachtsgeschenk für einen 7-jährigen geordert. Bin mal gespannt, was die kleine so kann.
Wird erstmal mit Batterien betrieben, bis man sich sicher sein kann, dass es mit NiMH ohne Tiefentladung funktioniert (soweit ich weiß hat die Lampe keinen dementsprechenden Schutz, oder kann mich da wer berichtigen?).

Will man sich nicht auf NiMH beschränken, finde ich eine verkürzte SC31 Pro interessanter. Nur unwesentlich größer, dafür deutlich mehr Output und das in meinen Augen bessere Akkuformat. 18350 hat einfach mehr Bums als 14500.
 

SammysHP

Flashaholic**
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Wird erstmal mit Batterien betrieben, bis man sich sicher sein kann, dass es mit NiMH ohne Tiefentladung funktioniert (soweit ich weiß hat die Lampe keinen dementsprechenden Schutz, oder kann mich da wer berichtigen?).
Geht auf etwa 0,85 – 0,9 V (ohne Last) runter, dann glimmt die LED noch ein ganz bisschen. Wenn ich eine Idee habe, wie ich vernünftigen Kontakt am Treiber bekomme, werde ich es mal mit dem Labornetzteil prüfen.
 

Firewitch

Stammgast
11 September 2021
66
69
18
Südlich Augsburg
Zum Thema „Robustheit“ bin ich gerade über dieses Video gestolpert - hält wirklich was aus, das Ding. :thumbup:

(Passt das hier rein oder hätte das in einen anderen/extra Thread gehört?)
 
  • Danke
Reaktionen: Rodge
14 Februar 2019
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Ich hätte auch eine Frage. Als ich eben testen wollte, ob die Endkappe der SP10v3.0 evtl. doch magnetisch ist, gab es einen ordentlichen Funkenflug beim Annähern an die Metallstrebe. Die SC31 und SC21 halten sich dort locker kopfüber ohne dieses Phänomen.
Kann das Restspannung von irgendwoher sein? So wirklich vertrauenserweckend fand ich es jedenfalls nicht.. Hat jemand evtl. eine Idee? Die Lampe war zuletzt in Gebrauch und dann in meiner Jacke. Ist schon ne Weile her, dass sie geladen wurde...
 
28 Januar 2022
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18
3
Berlin
Danke für den Review!

Ich habe eine Frage/eine Problem mit meiner SP10v3 im Betrieb mit 14500-Akkus: Turbo funktioniert nicht gescheit.

Neu gekauft und erst einmal mit herkömmlichen Alkaline AA betrieben, weil ich mich erst einmal am Informieren war über die jeweiligen Vorteile und Nachteile von NiMH- versus Li-Ionen-Akkus etc. Eindruck: sehr schön verarbeitet, alles funktioniert mit AA-Batterien, wie es soll. Unterschiede in der Leuchtleistung zwischen High und Turbo mit normalen AA recht marginal, aber das war vorher vom Datenblatt her ja schon klar. Ich also gespannt auf mein erstes Li-Ionen-Erlebnis :)

Und jetzt: Zwei 1495U-Akkus von Keeppower (950 mAh, micro-USB, 14500) gekauft und vor dem Ausprobieren erst einmal getreulich voll aufgeladen. Tolle Leuchtleistung, aber: meine SP10v3 macht mit ihnen keinen Turbo, jedenfalls nicht richtig/zuverlässig:

– aus dem Aus-Zustand und dann Doppel-Klick: kurzes Aufblitzen mit Turbohelligkeit und die Lampe geht aus. Lässt sich danach erst wieder einschalten (auch auf niedrigen Stufen), wenn man die Kappe auf- und wieder zudreht. Schutzschaltung des Akkus? Aber warum? Die 1495U sind ja von einer sehr respektierten Marke und hier im Forum häufig empfohlen.

– aus dem laufenden Betrieb lässt sich die Lampe manchmal, aber nicht zuverlässig, in den Turbo-Modus schalten. Zuverlässig passiert dann aber folgendes: nach dem nächsten Klick auf den Schalter geht die Lampe wieder völlig aus und das Spiel mit dem Kappe-auf-und-Zudrehen wird nötig.

Troubleshooting: ist das ein mechanisches Problem? Der Pluspol der 1495U Akkus scheint mir etwas erhabener und vor allem breiter zu sein als der Pluspol herkömmlicher AA-Batterien. (Die Länge des Akkus insgesamt sollte eigentlich in der SP10 kein Problem sein, oder?)'

Kennt jemand dieses Problem?
 
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OpraDre

Flashaholic*
20 Juli 2021
309
178
43
Bei ZeroAir wird folgendes angegeben: Turbo Tailcap Amps @4.2V = 4,15.
Bei NKON wird zum Akku angegeben: max. Entladestrom: 2A.
Zu den Akkus gibt es auch einen ausführlichen Test bei Lygte. Dort steht, dass die Sicherung bei 2,8 A greift.

Liegt es vielleicht daran?

Als Laie würde ich daraus schlussfolgern, dass leider nur ungeschützte Akkus die volle Leistung der Lampe abrufen können.
 
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OpraDre

Flashaholic*
20 Juli 2021
309
178
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Bei folgendem geschützten Keeppower-Akku greift die Schutzschaltung erst bei 4,9 A.
Test bei Lygte. Bei NKON wird der maximale Entladestrom mit 4 A angegeben.

Ob so ein Akku also wirklich Sinn macht oder zu sehr "gequält" würde, da bin ich überfragt ?(
Vielleicht wird die Spannung nach kurzer Zeit schon so stark einbrechen, dass der Turbo-Modus auch nichts mehr bringen wird. Andere wissen da sicherlich mehr zu :thumbup:
 
28 Januar 2022
27
18
3
Berlin
OpraDre, danke für die Daten und Recherche! Du hast, denke ich, ins Schwarze getroffen. Lustig, ich hatte gefühlt eine enorme Menge zu 14500er Akkus und einer Reihe von Lampen die ähnlich sind wie die SP10v3 gelesen und war zu dem Schluss gekommen, dass der 950mAh Akku 1495U eine solide Wahl wäre ... scheint tatsächlich so zu sein, dass es einen ungeschützten Akku braucht. Das würde dann bedeuten, dass ich keine Akkus finden werde, die eine eingebaute Ladebuchse haben, richtig? Denn die müssen ja ladetechnisch-bedingt mit Schutzelektronik versehen sein?
 
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