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Review - Olight Seeker 2 (non-pro-Version)

amaretto

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12 August 2010
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Olight Taschenlampen
Trustfire
Olight hat die neue Seeker 2 (ohne Pro!) für einen Vergleich zur Verfügung gestellt. Sie ist in großen Teilen identisch oder ähnlich zur Seeker 2 Pro. Daher fasse ich mich in dieser Vorstellung etwas kürzer und beschränke mich überwiegend auf die Nennung der Unterschiede. Mehr Detailinfos lest ihr bitte im Review zur Seeker 2 Pro nach.

Neben der normalen schwarzen Version gibt es noch eine schicke blaue, die für Deutschland auf 100 Stück limitiert sei. Nur heute, am 29.08., gibt es die Seeker 2 im Olight-Store mit einem Preisnachlass von 30%, der Preis liegt dann bei 92,37 €.

Die Kartonumverpackung ist ein Stück kleiner, da der Lieferumfang geringer ist.






Wichtigste Eigenschaften (in Klammern dahinter die Angabe für die Pro-Version)
  • 3000 Lumen Maximalleistung (3200 lm)
  • Leuchtweite 220 m (250 m)
  • 3x OSRAM P3737 CW LEDs (3x Cree XP-L HD LEDs) mit TIR-Linse
  • intern aufladbar mit magnetischem USB-Kabel
  • 5 Leuchtstufen + Strobe
  • LED-Anzeige für Akkukapazität (+ Leuchtstufen)
  • tailstand-fähig
  • kein Wegrollschutz
  • Maße 125 (128) x 35 x 28 mm (Länge x Kopf x Body)
  • Gewicht 186 g (196 g) inkl. Akku
  • Preis ca. 132 € (165 €)

Leuchtstufen und Leuchtdauer


Lieferumfang:
  • Olight Seeker 2 Lampe
  • 21700-Li-Io-Akku mit 5000mAh + PCB
  • USB-Magnet-Ladekabel
  • Fangschnur/Lanyard
  • Bedienungsanleitung

Die Pro-Version hat darüber hinaus: Nylon-Holster, Docking-Port.
Auf dem Bild kann man einen Akku mit 4000 mAh erkennen, der sich in der Lampe befand. Ich gehe davon aus, dass es nur für die Testlampe galt. Zusätzlich wurde jedoch ein Akku mit 5000 mAh geliefert und die Beschreibung im Olight-Store zeigt ebenfalls einen 5000er.

Detailansichten:








Vergleich zur Pro-Version: Non-Pro mit matter Anodisierung, Pro mit glatter. Die Non-Pro ist 3 mm kürzer.




Weiter ist zu sehen, dass die Non-Pro keine Gummierung am Akku-Rohr hat und eine andere Schaltereinheit mit einem mittigen LED-Indikator für die Akkuspannung anstelle der Multi-LED-Indikatoren der Pro-Version.

Das Lampengehäuse im Bereich des Schalters ist geändert:


links Pro, rechts Non-Pro


Tailcaps sind - abgesehen von der Anodisierung - gleich und können ebenso wie die Magnetlader untereinander getauscht werden.


auf den ersten Blick scheint das Non-Pro-Gehäuse (zumindest im Bereich der Stirnseite des Rohrs) dickwandiger zu sein. Der 4000 mAh Akku passt nur in die Non-Pro. Die Pro hat ein Rohr mit kleinerem Durchmesser.


Das Konzept mit dem speziellen 21700er Custom-Akku ist gleich. Herkömmliche Akkus können nicht intern aufgeladen werden.


Bedienung / Handhabung

Das User-Interface entspricht dem der Pro-Version und kann als Pdf heruntergeladen werden.
Auch bei der Non-Pro ist vor erster Benutzung eine Transportsicherung (Isolierstreifen) aus der Lampe zu entfernen. Wie gehabt: Akku mit dem Pluspol in Richtung Tailcap.

Ladevorgang = rot, Ladung beendet = grün


Ladestrom liegt bei etwa 0,8 Ampère wie bei der Pro.

User-Interface:
  • kurzer Druck = an / aus (mit Memory für Moonlight, Low, Mid, High)
  • langer Druck = Start in Moonlight
  • sehr langer Druck = Lock out
  • Doppelklick = hellste Stufe (Turbo)
  • Dreifachklick = Stroboskop
  • gedrückt halten wenn an = Wechsel zwischen Low-Mid-High (ramping)
Die Timerfunktion der Pro-Version gibt es auch hier, d.h. die Lampe schaltet sich nach zwei wählbaren Minutenintervallen (3 oder 9 Min.) selbständig aus:
  • In der jeweiligen Leuchtstufe Doppelklick und beim zweiten Drücken halten. Zur Bestätigung leuchtet die Lampe 1x (3 Min.) oder 2x (9 Min.) kurz auf.
Bei kurzem Druck bei gesperrter Lampe wird der Lockout durch rotes Leuchten der LED im Schalter angezeigt.

Anmerkung zum Schalter:
Es ist sicher schade, dass die Non-Pro auf die Indikator-LEDs für die einzelnen Leistungsstufen und die Kapazität verzichten muss. Es gibt nur eine dreifarbige LED im Schalter selbst. Dafür finde ich den Schalter der Non-Pro angenehmer zu schalten. Er schaltet weicher ohne dabei schwammig zu wirken und hat nicht das laute Klickgeräusch wie bei der Pro.


Output / Leuchtergebnis (eigene Messungen mit Hobby-Equipment, daher ohne Gewähr)
  • PWM nicht messbar = flimmerfreies Licht
  • Luxmessung: 17.850 (Pro: 20.500)
  • laut ceiling bounce ~2800 lm (Pro: 3100)
  • Ladeschluss-Spannung: 4,20V
  • Ladestrom: 0,8A
Laufzeitmessung auf Turbo (3000 lm) mit Ventilatorkühlung

Bei luftgekühlter Lampe regelt diese nach ca. 7-8 Minuten die Leistung herunter. Möglicherweise kommt der Stepdown ohne Kühlung früher. Nach dem Stepdown lief die Olight perfekt geregelt auf ca. 1000 Lumen weiter.

Die Lichtverteilung ist trotz gleichem TIR-Linsenkonzept verschieden. Während die Pro-Version einen großen abgegrenzten Hotspot mit neutralweißer Farbe und (leider) einen bläulich-kalten Spill hat, finden wir bei der Non-Pro einen kaltweißeren Spot, der weicher in den neutralweißeren Spill übergeht. Also im Prinzip eine geringfügig verkürzte Reichweite aber mit ansonsten unterschiedlichem Charakter. Ich würde behaupten, dass für die meisten Alltagsanwendungen der Non-Pro-Lichtkegel angenehmer (weil gleichmäßiger) und praxisgerechter ist.




Die gleichmäßigere/weichere Lichtverteilung der Non-Pro sieht man auch beim Beamshot. Die Pro bündelt insgesamt mehr in der Mitte.


Fazit / Meinung
Grundsätzlich kann ich auch für die Non-Pro-Version die gleichen Schlüsse wie schon bei der Pro-Version ziehen.

Der Unterschied liegt letztlich in einer etwas abgespeckten Ausstattung zu einem günstigeren Preis.
Die Lichtverteilung ist etwas weicher, der Spill wärmer. Schöner schalten lässt sich ihr Taster auch.
Dafür muss man auf die Multi-LED-Indikatoren, Holster und Docking-Station verzichten. Für die Seeker (beide Versionen) gibt es als Zubehör auch einen Trageclip nachzukaufen. Ich finde schade, dass dieser nicht bei beiden Lampen zum Lieferumfang gehört. Aber: bei der heutigen Rabattaktion (siehe oben) gibt es ihn gratis zur Lampe dazu.

Und als wenn mein Klagen erhört worden wäre: nun liegt auch ein Lanyard mit Einfädelhilfe bei.

postiv
+
Verarbeitungsqualität, Haptik
+ Leistungsvermögen
+ kompakte Größe
+ LED-Indiktator für Akkustand
+ Vielseitigkeit (inkl. Moonlight und Timerfunktion)

negativ
- Spezialakku notwendig (im Lieferumfang enthalten)

neutral
o geringer Ladestrom (lange Ladedauer)
o nicht wegrollgeschützt
o kein Trageholster im Lieferumfang


Passaround:
bei Interesse bitte hier im Thread Bescheid sagen
 

mxyzptlk

Flashaholic**
20 August 2016
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Hallo amaretto,
erst einmal vielen Dank für das wie immer ausführliche Review!
Ich hätte eine Anmerkung, die mich etwas irritiert, bei den Akkubildern passt irgendetwas nicht.
Wenn auf obigen Bildern links die „Pro“ und rechts die „non Pro“ abgebildet sind,
scheint es als ob bei gleichem Akkudurchmesser der Akku in der „Pro“ mehr Luft hat,
also der Innendurchmesser größer ist als der, der „non Pro“.
Die Deckel scheinen nicht richtig zugeordnet zu sein, weil der Deckel der „non Pro“ eine breitere Ausdrehung,
für das dickere Rohr haben müsste als der, der „Pro“.

Gruß
Daniel
 

amaretto

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12 August 2010
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Wenn auf obigen Bildern links die „Pro“ und rechts die „non Pro“ abgebildet sind,
scheint es als ob bei gleichem Akkudurchmesser der Akku in der „Pro“ mehr Luft hat,
also der Innendurchmesser größer ist als der, der „non Pro“.
Die Deckel scheinen nicht richtig zugeordnet zu sein, weil der Deckel der „non Pro“ eine breitere Ausdrehung,
für das dickere Rohr haben müsste als der, der „Pro“.
Nein, ist alles korrekt. Das Rohr der Non-Pro ist ja nicht außen dicker, sondern hat tiefer in der Lampe innen mehr Durchmesser, auch wenn es anders erscheint. Das Akkurohr der Pro ist am Anfang weiter und verjüngt sich wohl weiter innen. Zudem ist der Akku in der Non-Pro auf dem Foto der dickere 4000er, der nicht in die Pro hineinpasst. Anhand der Anodisierungen (matt/glänzend) kann man erkennen, dass die Tailcaps ebenfalls richtig den Lampen zugeordnet sind.

Kannst Du was zum Farbeindruck sagen? Olight wird ja oft reichlich grün nachgesagt...
Es gibt einige Mitglieder im Forum, für die wird Olight immer grün bleiben, selbst wenn man ihnen das Gegenteil beweisen könnte.
Mir sind diese (wenigen) Leute bekannt und ich gehe gar nicht mehr darauf ein. Einmal Feindbild immer Feindbild, ob Olight oder Imalent.

Ich selbst mag auch kein grün. Dennoch empfinde ich die Non-Pro nicht als grünlich. Mir ist nicht bekannt, ob die verwendeten Osram-LEDs unter Flashies als grün-stichig bekannt sind. Weiß jemand hierzu etwas? Wie oben geschrieben ist für meinen Eindruck der Spot kaltweiß und der Spill neutraler, leicht "cremig" :) Vielleicht müsste man noch weitere Non-Pro miteinander vergleichen, ob es eine Serienstreuung in der Farbe gibt.
 

Straight Flash

Flashaholic**
23 März 2018
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Die subjektive Wahrnehmung kann durchaus unterschiedlich sein. Stichwort Farbsehschwäche ;)
 

amaretto

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Genau, und wenn jemand zu sagen wagt, seine Olight sei nicht grün, hat er entweder keine Ahnung, einen Ausreißer erwischt, lüge oder habe eine Farbsehschwäche. :ugly:
 

Nightscorpion

Flashaholic***
26 Dezember 2014
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Das waren die Damals auch, stimmt. Aber die moderneren Olights gibts ja auch oft in NW ( M2R oder H2R z.b ) und die haben tolle Lichtfarben ohne jeglichen Grünstich ;)
 
  • Danke
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Franky K.

Flashaholic**
3 Januar 2015
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Wenn in den nächsten Jahren alle Pflanzen verdorrt oder verbrannt sind, werden wir uns über grünstichige Talas hermachen wie im bittersten Hunger über ein Stück Brot :rofl:
 
  • Danke
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amaretto

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Solange die Lampe noch niemand außer mir gesehen hat, können wir die Spekulationen über grün beenden?
Ich würde die gerne an Interessierte verschicken ;)
 

amaretto

Moderator & Beamshot-SEK
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12 August 2010
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Das ist interessant, bläulich hatte ich bei der Testlampe eher nicht gesehen. Vielleicht gibt es Streuungen.
Ich finde, bei dem vorletzten Foto im Review, wo die 3 Lampen nebeneinander an der Wand leuchten, kann man die Farbverteilung ganz gut erkennen.

Beam von innen nach außen:
- die Desert Tan hat einen neutralweißen Spot/Kernbereich, gefolgt von bläulich/violett und neutral
- die Non-Pro einen kaltweißen (vielleicht minimal bläulichen) Spot, gefolgt von einem neutralen und ganz außen schmalen kühleren Bereich
- die normale Pro einen neutralweißen/leicht grünlichen Spot, gefolgt von bläulichem Spill

so mein Eindruck. Ich nehme alle 3 Lampen am Samstag in unsere Beamshotrunde, da können sich andere Leute mal eine Meinung bilden.
 

Boverm

Flashaholic***
29 Oktober 2012
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naja, ich kann deiner Aussage schon zustimmen. Ich meinte ja nur "Leicht", ganz leicht, ganz ganz leicht, da ich mit ner EC50 GEN III NW verglichen habe :)

Achja, normale 20700 können ja nicht geladen werden, genutzt aber schon oder?
 
Zuletzt bearbeitet:

Boverm

Flashaholic***
29 Oktober 2012
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Läuft die Lampe mit dem Samsung länger auf Turbo?
Irgendwie hab ich das Gefühl, dass bereits nach nur ca. 1200-1500 mAh (entnommen) der Turbo nicht mehr geht...
Habe extra noch einen 2.ten Akku bestellt, gleiches Spiel...

Oder kann jemand was anderes dazu sagen?

Wäre toll, wenn es wie bei den Acebeams ein Eco Mode geben würde, der nur 2000 Lumen oder so als Turbo hätte, damit man ein bißchen mehr Power hätte...
 
Zuletzt bearbeitet:

grzly

Flashaholic*
9 Januar 2017
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Aachen
Was für ein schönes Lämpchen :verliebt: Olight schafft es irgendwie immer wieder, Lampen zu designen die bei mir genau in's Schwarze treffen.FXH10026_straightened.jpg
 
  • Danke
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grzly

Flashaholic*
9 Januar 2017
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Aachen
Habe mir endlich ein DMM angeschafft und gleich bei meiner Seeker 2 mal die Ladeschlussspannung gemessen. Die interne Ladefunktion war ja bei einigen Olight Lampen in die Kritik geraten, weil deutlich über 4,2 V geladen wurde. Gerade bei der R50 Seeker, die ja mehr oder weniger den Vorgänger dieser Lampe darstellt, gab es einige Fälle von wiederholt defekten Akkus.

Die erfreuliche Nachricht: ich habe den Akku mehrfach mit 4,16V nach dem Laden gemessen. Und wenn man das Ladegerät bei bereits hoher Akkuspannung (muss noch genauer testen aber denke 4,0-4,1) anhängt, wird nicht geladen.

Olight hat also hier alles richtig gemacht mMn, das Ladekabel kann bedenkenlos genutzt werden.
 

grzly

Flashaholic*
9 Januar 2017
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Aachen
Nur dem Namen nach. Die Charakteristik und der Aufbau sind vollkommen anders. Und es war nicht die R50, sondern die R50 Pro LE, wenn ich mich nicht irre.
Spritueller Nachfolger dann eben. Olight selbst gibt ja diesen Eindruck, durch die Namensgebung und die Positionierung in der Produktpalette. Für mich ist es auch eine ganz andere Lampe - die R50 sprach mich nie so wirklich an.
Die R50 LE war die mit den Problemen, weil sie die spezielle Ladeschale zum drinlassen hatte, da die Ladefunktion aber bei Olight stets in der Taschenlampe realisiert wurde (immer noch wird?) und nicht im Kabel/in der Ladeschale würde ich behaupten, dass die R50 grundsätzlich einen Fehler hatte. Es gibt auch andere Modelle, die ähnliche Probleme (>4.2V) hatten/haben, kann mich jetzt aber nicht erinnern welche es waren (S1R?).