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Review Olight S2R Baton II

Lichtinsdunkel

Flashaholic**
2 Juni 2010
4.537
4.993
113
Witten
taschenlampen-tests.de
Trustfire Taschenlampen Hypnose Hannover
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Mit der S2R Baton II hat Olight eine praktische EDC-Lampe abgeliefert, die als Komplettpaket mit Akku und USB-Magnetladekabel daherkommt.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Pappschachtel sind neben der Lampe ein Akku (bereits eingelegt), ein blauer Trageclip (bereits montiert), ein alternativer schwarzer Trageclip, ein Lanyard, ein Magnetladekabel, ein Aufbewahrungsbeutel sowie eine Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen enthalten.

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Das ist alles im Lieferumfang enthalten.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 100 mm
Reflektoröffnung: 15 mm
Durchmesser Kopf: 23 mm
Durchmesser Tail: 23 mm
Gewicht: 48 g
Gewicht mit Akku: 96 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nur mit Clip.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Schlitze im Tail.
wasserdicht: gemäß IPX-8.
Stromversorgung: 1x 18650 LiIon.

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Materialstärke des Batterierohrs.

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Das Gewinde zum Lampenkopf läuft geschmeidig und wurde von Werk aus leicht gefettet.

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Innenansicht Lampenkopf.

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Der vormontierte blaue Clip in Kombination mit dem „Desert-Tan“-Farbton der Lampe ist Geschmackssache. Wem diese Kombination nicht gefällt, der kann auch den mitgelieferten schwarzen Clip montieren. Beide Clips halten bombenfest.

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Hier kann das Lanyard befestigt werden.


Leuchteinheit:
Verbaut wurde eine Luminus SST-40-CW-LED, die hinter einer speziellen TIR-Optik sitzt.

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Die Leuchteinheit.



Bedienung:
Olight-typisch. Mit einem kurzen Klick auf den Seitenschalter, der das einzige Bedienelement ist, wird die Lampe ein- und ausgeschaltet. Durch Gedrückthalten des Schalters bei eingeschalteter Lampe gelangt man nacheinander rotierend durch die Leuchtstufen Low-Mid-High. Die Lampe verfügt über Memory und schaltet in der Stufe wieder ein, in der sie zuletzt ausgeschaltet wurde.
Bei ausgeschalteter Lampe gelangt man durch Gedrückthalten des Schalters in den Moonlight-Modus. Ein Doppelklick bei ein- oder ausgeschalteter Lampe aktiviert den Turbo, ein Dreifachklick Strobe. Turbo und Strobe werden nicht memorisiert. Moonlight wird zwar memorisiert, aber beim nächsten Durchschalten der Leuchtstufen nicht ins reguläre UI integriert.

Im Klartext bedeutet das beim Durchschalten:
Variation 1 ohne Moonlight:
Low-Mid-High-Low usw.
Variation 2 mit Moonlight:
Moonight-Low-Mid-High-Low usw.

Gegen unbeabsichtigtes Einschalten gesperrt werden kann die Lampe, indem der Schalter bei ausgeschalteter Lampe etwa zwei Sekunden lang gedrückt gehalten wird. Das Entsperren funktioniert auf dieselbe Art und Weise.
Auf Wunsch kann auch ein Timer programmiert werden, der die Lampe wahlweise nach drei oder neun Minuten automatisch ausschaltet.

Die Leuchtstufen sind von Olight mit folgenden Werten angegeben:
Moonlight: 0,5 Lumen – 60 Tage
Low: 15 Lumen – 100 Stunden
Mid: 120 Lumen – 14 Stunden
High: 400 Lumen – 4 Stunden
Turbo: 1150/400 Lumen – 2 Minuten/230 Minuten

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Bedient wird die S2R Baton II mit einem Seitenschalter, der in einer quadratischen Erhöhung eingefasst und somit auch im Dunkeln leicht zu ertasten ist. Während des Betriebs informiert eine LED im Schalter grob über die Restspannung des Akkus (außer im Moonlight-Modus, da leuchtet sie nicht). Solange der Akku noch halbwegs gut im Saft steht, leuchtet die LED grün. Die Farbe wechselt auf rot, wenn es mit dem Akku bergab geht, was im Test bei 3,11 Volt der Fall war. Gleichzeitig schaltete die Lampe herunter und ließ sich in den hellen Stufen nicht mehr einschalten.

Grundsätzlich ist es natürlich fein, wenn eine Lampe mangelnde Akkuleistung in irgendeiner Form ankündigt. Das ist auf jeden Fall besser, als plötzlich von einer Sekunde auf die andere im Dunkeln zu stehen. Unstrittig ist ebenfalls, dass ein Akku mit einer Leerlaufspannung von 3,11 Volt schleunigst gewechselt werden sollte.
Allerdings hätte ich es eleganter gefunden, wenn die Akkuwarnung früher erfolgen und man somit noch ein wenig „Luft nach oben“ haben würde. Bei der Olight-Lösung sieht man sich damit konfrontiert, von einem Augenblick auf den anderen mit einer nur noch in den niedrigen Leuchtstufen zu betreibenden Lampe herumlaufen zu müssen – nicht optimal.


Stromversorgung:
Als Stromquelle dient ein 18650-Akku mit einer Kapazität von 3.200 mAh, der mit dem mitgelieferten USB-Kabel direkt in der Lampe geladen werden kann. Der im Lieferumfang enthaltene Akku hatte bei Auslieferung eine Spannung von 3,68 Volt und wurde auf 4,21 Volt geladen. Hier wäre ein wenig weniger mehr gewesen.
Während des Ladevorgangs leuchtet eine rote LED am Ende des Ladekabels, bei vollgeladenem Akku wechselt die Farbe auf grün.
Voll toll – nur leider setzt Olight auch bei der S2R Baton II wieder auf einen Spezialakku. Wer also die Lampe ein paar Jahre oder länger nutzen möchte, muss beim Nachkauf tiefer in die Tasche greifen als eigentlich nötig. Andererseits – alle paar Jahre mal einen Zehner aus dem Fenster zu schmeißen, bringt einen auch nicht wirklich um.

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Der mitgelieferte Akku hat eine Kapazität von 3.200 mAh. Leider handelt es sich dabei wieder mal um einen Spezialakku.

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Aufgeladen werden kann der Akku über einen Magnetladekontakt am Lampenende. Apropos Magnet: Ein starker Vertreter dieser Gattung wurde ebenfalls verbaut und macht die Lampe somit auch als Arbeitslampe nutzbar, indem man sie an metallenen Gegenständen befestigt. Der Ladekontakt wird zum Laden einfach aufs Lampenende aufgesetzt.


Laufzeittest:
Die Lampe wurde mit dem mitgelieferten Akku betrieben, im Turbo eingeschaltet und durch einen Ventilator gekühlt.

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Pünktlich nach zwei Minuten begann die Lampe herunterzuregeln. Knapp anderthalb Minuten später war sie im High-Modus angekommen und lief dort bis zum Testende mit konstanter Leistung durch.
Zur besseren Lesbarkeit des Diagramms habe ich den Test nach 45 Minuten beendet, die Lampe aber noch bis Minute 60 durchlaufen lassen. Nach einer Stunde lag der Wert immer noch bei 2.400 Lux, die Leerlaufspannung des Akkus bei 3,90 Volt. Das Hochschalten in den Turbo-Modus war immer noch möglich; der maximale Wert wurde erneut zwei Minuten lang gehalten.

Fazit:
Was die Regelung betrifft, hält Olight Wort. Ich hatte allerdings auch nichts anderes erwartet. Nach dem ersten Herunterregeln, das bei der S2R Baton II zeitgesteuert erfolgt, wird die Leistung dauerhaft gehalten. Genug Leistung für eine längere Laufzeit ist noch vorhanden, und auch der Turbo kann noch aktiviert werden. Besser kann eine Lampe nicht geregelt sein.



Beam:
Bedingt durch die spezielle Optik ergibt sich ein großer Hotspot mit ein wenig Streulicht. In der Praxis liefert die Lampe ein homogenes und ausgewogenes Lichtbild, das ideal für die Ausleuchtung des Nahbereichs ist. Die maximale Reichweite ist mit 135 Metern angegeben. Nach Umrechnung des Höchstwerts, der bei der Messung erzielt wurde, komme ich beim Einschalten sogar auf 169 Meter und nach dem Herunterregeln auf 2.400 Lux immer noch auf fast 98 Meter.

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Schuss auf die Scheibe.


Resümee:
Mit der S2R Baton II bekommt man eine hervorragend verarbeitete EDC, die einfach zu bedienen ist und mit kurzfristigen 1150 Lumen richtig hell macht. Die anschließenden 400 Lumen im High-Modus sollten eigentlich für sämtliche Alltagssituationen ausreichen, denn schließlich ist eine EDC keine Lampe, mit der man stundenlang auf Großwildjagd geht. Sollte man mit der Lampe dennoch auf Großwildjagd gehen, kann sie auch nach einer Stunde Dauerbetrieb im High-Modus noch hochgeschaltet werden.
Für einen Preis von 89,95 (Stand: Juni 2020) für die hier vorgestellte Ausführung im Farbton „Desert Tan“ bekommt man ein Komplettpaket, bei dem nichts dazugekauft werden muss. Einziger Haken: der Spezialakku, der zwar nicht besser ist als andere gute Markenakkus, aber wesentlich mehr kostet. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Ladestansanzeige, die eher eine Akkuwarnung darstellt, da erst dann von grün auf rot umgeschaltet wird, wenn die Lampe nicht mehr in den hellen Stufen betrieben werden kann. Zur Verfügung gestellt wurde das Testmodell freundlicherweise vom Olight-Store.
In einer Sonderaktion, die von Montag, 22. Juni, 20 Uhr, bis Dienstag, 23. Juni, 23,59 Uhr läuft, gibt es einen Rabatt von 30 Prozent, bei dem die SR2 Baton II im Farbton "Desert Tan" für 62,97 Euro geordert werden kann. Im selben Zeitraum ist auch ein Olight-Multitool kostenlos für alle Kunden erhältlich, solange der Vorrat reicht. Ein Review mit noch mehr Bildern findet ihr übrigens auf meiner fabulösen Seite.

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Größenvergleich. Von links: Olight S2R Baton II, Emisar D4, Olight Warrior X Pro.


Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

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Bei Tageslicht

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Moonlight

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Low

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Mid

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High

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Turbo
 

Tarvandyr

Flashaholic
17 Juni 2020
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65
28
Sehr schönes Review.
Das mit den Spezialakkus ist beim Kauf nicht so schlimm, da ja immer ein Akku dabei ist. Bei den meisten Lampen reicht mir ein Akku.
Wenn der Akku allerdings irgendwann mal defekt und Olight hat den nicht mehr im Programm, dann ist das natürlich blöd.
Das die Akkus etwas teurer sind als andere gute Markenakkus ist auch nicht so schön. Wenn es sie wenigstens im Sale mal reduziert geben würde.
Und wenn man sich tatsächlich einen zweiten Akku zulegt kann man ihn nur in der Lampe laden. Auch nicht optimal.

Hier könnte Olight mal ein gutes Ladegrät für alle Spezialakkus rausbringen.

Kann man die Spezialakkus eigentlich mit dem Univerdalladegerät von Olight laden?
 

Tarvandyr

Flashaholic
17 Juni 2020
156
65
28
Dann müsste es doch auch mit einem C4 plus gehen.

Aber was ich so gelesen habe, muss man da auch einen Magneten zwischen legen, damit trotzt des Plastikrings Kontakt zum Pluspol hergestellt wird und mit dem Minuspol kein Kurzschluss entsteht.
 

edcgermany

Flashaholic
1 Juni 2020
207
118
43
tja.... diese Geschichte mit dem Akku. Ganz im Ernst: mehr als einen Akku braucht man in der Regel nicht.

AAABER, wie hoch ist die Chance, dass Olight pleite geht oder den Akku nicht mehr produziert?

Andererseits, wenn das mal passiert, ist halt die eine Lampe futsch, und ich habe noch genug andere, bzw. eine gute Ausrede um mir einen adäquaten Ersatz zu holen.

Ich will aber nicht immer dieses olle extra Ladekabel mitnehmen. USB wäre so viel praktischer.

Es stimmt schon, was man sagt: Olight ist das Apple der Taschenlampen.
 

Tarvandyr

Flashaholic
17 Juni 2020
156
65
28
Ich brauche auch oft nicht mehr als einen Akku. Manchmal allerdings schon. Da kann es wichtig sei, dass man sofort den Akku wechseln kann und wieder Licht hat.
Bei normalen Nachtrunden habe ich eh meist 2 Lampen dabei. Sollte dann tatsächlich mal eine leer sein. Zur Not käme ich aber auch ohne Lampe nach Hause.
Ich weiß jetzt nicht für welche Lampe, aber für ein älteres Modell von Olight gibt es wohl keinen Spezialakku mehr.
Das Ladekabel finde ich gut. USB in der Lampe ist nicht so mein Fall.

Laden der Spezialakkus mit dem C 4 plus funktioniert. Es hat zwei erhöhte Pins, die beide in den Ring müssen und das auch rein passen.
 

Tarvandyr

Flashaholic
17 Juni 2020
156
65
28
Bei den 16340, 18650 und 21700 denke ich allerdings, dass das nicht passieren wird. Hiermit sind ja jeweils mehrere Modelle ausgestattet.
 
Trustfire Taschenlampen