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[Review] Olight S1 Baton Limited Edition Titan

T-Freak

Flashaholic**
8 November 2014
1.012
2.065
113
Bayern
Trustfire Taschenlampen Hypnose Hannover
Die heute hier von mir vorgestellte Olight S1 Baton ist etwas ganz Besonderes. Das liegt zum einen am Gehäusematerial, welches nicht wie sonst üblich aus hartanodisiertem Aluminium besteht, sondern aus mattem Titan. Zum anderen handelt es um eine der kleinsten Taschenlampen ihrer Leistungsklasse am Markt.



► Verpackung und Lieferumfang:

Die winzige Taschenlampe wird in einer stabilen, farbig bedruckten und insgesamt recht edlen Kartonverpackung geliefert. Zum Lieferumfang der Lampe gehören ein Lanyard mit Einfädelhilfe, eine Lithium Batterie vom Typ CR123A, ein Aufsteck-Diffusor und eine in Englisch verfasste Bedienungsanleitung.



► Erster Eindruck und Verarbeitungsqualität:

Die S1 Baton ist die kleine Schwester der S2 Baton und folgt der gleichen, gelungenen Formensprache. Allerdings ist die S1 nicht nur kürzer, sondern auch im Durchmesser kleiner als die S2 (60 x 21 mm). Betriebsbereit liegt das Gewicht gerade einmal bei 59 g. Die Verarbeitungsqualität ist absolut makellos. Die goldfarbenen Ringe um Schalter und Reflektor hätten der Lampe meiner Meinung nach in Silber besser zu Gesicht gestanden, aber das ist sicher Geschmackssache. Die Rändelung ist identisch mit der der S2 und sorgt für Griffigkeit. Der abnehmbare Halteclip dient gleichzeitig als Wegrollschutz. Ebenso wie bei der S2 ist der Reflektor der S1 sehr flach gehalten und die Cree LED ist mit einem fest integrierten Diffusor versehen, was für eine breite und harmonische Lichtcharakteristik sorgt. Ein in die Endkappe der Lampe integrierter Magnet ermöglicht es, die S1 problemlos an jeder Art von Stahl „zu befestigen“ (z.B. an einer geöffneten Motorhaube während einer nächtlichen Panne).





► Stromversorgung:

Die S1 Baton kann wahlweise mit einer CR123A Batterie (im Lieferumfang) oder einem 16340er Li-Ion-Akku betrieben werden. Im Gegensatz zu den meisten anderen Lampen wird der Akku bei der S1 Baton mit dem Minuspol voran eingelegt.



► Lichtleistung:

Aus einer Cree XM-L2 (Warm White) LED generiert die winzige S1 Baton eine Lichtleistung von beachtlichen 480 ANSI Lumen. Das ist minimal weniger als der maximale Output der normalen S1 mit kaltweißer Lichtfarbe. Für eine solch winzige Lampe ist das allerdings äußerst beeindruckend! Die Leuchtcharakteristik ist auf das unmittelbare Umfeld abgestimmt (tendenziell eher flutig), also kein so intensiver Spot, wie bei den meisten anderen LED-Taschenlampen. Die maximale Reichweite gibt der Hersteller mit 110 m an. Außerdem verfügt die Lampe über gut abgestimmte Zwischenstufen und einen Moonlight-Modus. Die Lichtfarbe ist ein sehr angenehmes Warmweiß, also tendenziell etwas gelblicher als neutral- oder kaltweißes Licht, aber komplett frei von sonstigen Farbstichen.





► Regelung:

Die maximale Lichtleistung von 480 Lumen steht für 1,5 Minuten zur Verfügung, dann greift der Überhitzungsschutz und regelt stufenlos auf 240 Lumen herunter. Diese Lichtleistung steht dann für knapp 1,5 Stunden dauerhaft zur Verfügung bis der CR123A Batterie die Energie ausgeht. In Stufe Medium (75 Lumen) sind ganze 6 Stunden Dauerbetrieb möglich und 40 Stunden in der Stufe Low (7 Lumen). Im Moonlight-Modus (0,5 Lumen) würde die S1 Baton in der Theorie 600 Stunden durchhalten.





► Bedienung (User Interface):

Für die komplette Bedienung steht ein einziger seitlicher Knopf zur Verfügung. Kurzes Klicken schaltet die Lampe ein bzw. aus. Gedrückthalten des Schalters dient zum Durchschalten von Low/Med/High (7/75/480 Lumen). Der Strobemodus wird während die Lampe leuchtet durch einen Tripleklick aktiviert. Langes Drücken im ausgeschalteten Zustand aktiviert den Moonlight-Modus (0,5 Lumen). Eine Memoryfunktion ist vorhanden und so wird beim Einschalten immer die zuletzt genutzte Leuchtstufe gewählt (exkl. Strobe und Moonlight). Der Turbo lässt sich auch bei ausgeschalteter Lampe per Doppelklick aktivieren. Das User-Interface ist also identisch zur S2 Baton.



Und ebenso wie die größere Schwester verfügt auch die S1 über zwei Timer (3 bzw. 9 Minuten). Der Timer wird bei eingeschalteter Lampe durch einen Doppelklick aktiviert und durch Blinken bestätigt. Langes Blinken steht für 9 Minuten, kurzes Blinken für 3 Minuten. Die jeweilige Zeitspanne kann durch nochmaligen Doppelklick geändert werden. Im Gegensatz zur S2 Baton verfügt der Seitenschalter der S1 nicht über eine integrierte Akku-Warn-LED.











► Fazit:

Die Olight S1 Baton ist die kleinste und leichteste mir bislang bekannte Taschenlampe in der 500 Lumen-Klasse. Das Preis-Leistungsverhältnis ist natürlich bei der schwarzen Standardversion sehr viel besser. Die Limited Edition rechtfertigt ihren Mehrpreis mit der (für viele Fans und Sammler) angenehmeren Lichtfarbe, einem zusätzlichen Diffusor und dem exklusiven Gehäusefinish in Titan-Matt.

Geht es um den reinen Alltagsnutzen, rate ich hingegen zur S2 Baton in der schwarzen Standardversion. Diese kostet exakt das Gleiche wie die S1, ist auch noch ausreichend klein, liefert aber die doppelte Lichtleistung und längere Betriebszeiten durch die Verwendbarkeit kapazitätsstärkerer 18650er Akkus.

Ich hoffe, ich konnte einen gewissen Eindruck von der Lampe vermitteln, die mir von Olight zu Testzwecken zur Verfügung gestellt wurde. Ergänzende Erfahrungen oder Fragen sind immer willkommen!

Viele Grüße
T-Freak

Viele Grüße
T-Freak
 
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